Skip to main content

Full text of "Kudrun und Dietrich-Epen in Auswahl mit Wörterbuch von Prof. Dr. Otto L. Jiriczek. Vierte, nahezu unveränderte Auflage"

See other formats


This is a reproduction of a library book that was digitized 
by Google as part of an ongoing effort to preserve the 
Information in books and make it universally accessible. 

Google' books 

https://books.google.com 




Google 


Über dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 

Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin¬ 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 


Nutzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 


-h Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

-I- Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

Beibehaltung von Google-Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Eorm und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechts Verletzung kann schwerwiegende Eolgen haben. 


Über Google Buchsuche 


Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http : //books . google . com durchsuchen. 






























Digitized by Google 



Digitized by Google 



SlBtoglliliotteli jur lifirlfilieiiilteraturgeftliidite 

.- = ««• (SSrd^rn. - 

Sebe? S33nb(|en elegant gebunben 80 Pfennig. 


9cttlfc6e C{teraiitr0ef(6i(6te oon Srof. Dr. aRos fto^ 9hr. 81. 

9ettlf4e CUeraiur0ff4{4te htt lilaffifev3<{i oon $rof. Sari SSeitbredbt. 

9hc. 161. 

Citeraittvaef<6i<6i« beo ntunte^tUen oon Stof. 

Sari aSeiti^t. 3toei «änbe. ah. 184/185. 

^•laHc^e |)oeHt oon Dr. tt. 9orin«fi. 9hc. 40. 

^etitfc^e fielbenfoiie oon tßrof. Dr. O. 8. ^iricsel. 91r. 82. 

^eitifcbt Hebele^ro oon ^obft. 9hr. 61. 

9eutfc^eo IDSrterbuc^ oon Dr. fetter. ah;. 64. 

IPSHetbttd) na<^ bcr ncnen bcttlfc^ett Hec^tfc^reibuns oon Dr. ftlenji. 

ahf. 200. 

^oHfc^e 5|^ac^6enfm<iUr mit ®rammati(, überfebung unb SrlSuterun^ 
oon Dr. fiermann fangen. air. TO. 

Stli^c^beutfc^e CUtratMt mit ®rammatil, überfe^ung unb Srläuterungcn 
oon mof. Zb. 6(^auffler. air.^. 

ITatl^arUCicb/ überfebt unb erläutert oon ^of. Dr. Sltl^of. atr. 46. 

1>{<^tttnsen atto tnmel^oc^bcttifcber ^rü^seil. 3n QuSma^l mit Sin« 
leitungen unb SBörterbuc^ b^auSgegeben oon Dr. ^ermann 

Der 2Iibelttnj|e Mi mit mittelbocb^^tttf^^^ firommaHf unb aSörterbueb 
oon $rof. Dr. as. Soltber. air. 1. 

"Huhtun unb Dietricb^’^ tnit aBdrterbueb oon ^of. Dr. O. S. Siricgel. 

ahf. 10. 

Deutfeb** Ceben im gioolftcn ^abrbunberi* ^tCuIturbiftorifcbt 

fättterunaen gttm Zlibefnngenlicb ttnb gut ^ubntn oon ^rof. 
Dr. ^ul. Cieffenbacber. air. 96. 

Sbbalieber mit Srammatif, überfebung unb Srläutcrungen oon Dr. 

asiib. aionif(b. ah. m. 

^artmann oon llue^ IPoIftam oon Sfebenbaeb nnb 0oitfrieb oon 
btrahbnra mit ainmerfungen unb aSörterbudb oon ^of. Dr. R. 
aRarolb. aZr. 22. 

IDaftb^r oon ber DogelmeibC/ ^ttlnnefang unb b}»ru(bbicbtuim oon 
$rof. O. Süntter. atr. 23. 

CiteraturbenfmSIer bco oiergebnten unb fünfgebnien ^obrbunberto/ 
aubgemäblt unb erläutert oon Dr. ^ermann Rauben. air. 181. 

Ittortln tutftev, Cbomao ^ttumer unb bao tüircbenlieb beo ferbgebnten 
^abrbtinbert#. aiudgemäblt unb mit Sinleitungen unb Sn« 
merhtngen oerfeben oon ^of. S. Serlit. ahf. 7. 

^ano Dacbo. Huggemäblt unb erläutert oon ^of. Dr. Julius Salt. 

atr. 

Dimi^lidno Dimi^lUUfimuo oon ^anl ^olob Sbtiftoffel oon Srimmelb« 
boufen. 3n wiSmobl b^^oubgegeben oon Ih. Sobertag. 

ahf. 188 . 

Dos beuifeb* folfolieb. QuSgemäblt unb erläutert oon ^ofeffor Dr. 
duOub Sobr. ahf. 26. 


6. J. OevIag^^anMung in Ceipgig. 


Digitized by LiOOQle 


Alle Rechte Vorbehalten. 


Wichtigste Literatur. 

Kndrnn: Ausgaben: Müllenhoff, Kiel 1845 (nur die 
„echten‘‘ Strophen). — Bartsch, Leipzig 1865 und 
weitere Auflagen (mit Wort- und Sacherklärungen). — 
Martin, Halle 1872, 2. Aufl, 1902 (mit Erklärungen; 
bester Kommentar); 1883 (Textausgabe). — Sijmons, 
Halle 1883 (mit trefflichen Noten). — Piper, Stuttgart 
1895 (kommentiert) 

Zur Geschichte des Epos: Die Einleitungen der 
Ausgaben; ferner: Wilmanns, Die Entwicklung der 
Kudnindichtung, Halle 1873. — Fecamp, Le poeme de 
Gudrun, ses origines, sa formation et son histoire, Paris 
1892 (mit vollständigem Literaturverzeichnis). — Schön¬ 
bach, Das Christentum in der altdeutschen Heldendichtung, 
Graz 1897, S. 109—208. — Panzer, Hilde-Gudrtin, 
Halle 1901. 

Eckenlied: Ausgabe der ältesten Fassung im 5. Bande des 
deutschen Heldenbuchs (DHB) von Zupitza, Berlin 1870. 
Einleitung dazu ebd. S. XXXVff. — Zur inneren Ge¬ 
schichte des Gedichtes: Wilmanns, Altdeutsche Studien, 
95 ff., Vogt, Ztschr. f. deutsche Philologie XXV, S. Iff. 
Zur Quelle: Freiberg, Paul-Braunes Beiträge XXIX. 

Alphart: Ausgabe von Martin, DHB II, 1866. Zur inneren 
Geschichte: Einleitung Martins; Neuraann, Germania 
XXV, 3C0ff.; Kettner, Untersuchungen über A. Mühl¬ 
hausen, 1891; Jiriczek, Paul-Braunes Beiträge XVI, 
115—199; Schönbach a. a. 0., S. 209ff.; Kettner, Z. f. 
d. Ph. XXXI. 

Rabenschlacht: Ausgabe von Martin DHB II; Einleitung 
daselbst. Wegener, Ztschr. f. deutsche Phil. Ergänzungs¬ 
band 447 ff. 

Zur Orientierung über die Dietrichsage vgl. Symons, 
Germanische Heldensage, 2. Aufl., Straßburg 1898, S, 34 ff., 
77 ff. — Jiriczek, Deutsche Heldensagen, I. Band, Stra߬ 
burg 1898, S. 55—326, und Sammlung Göschen Nr. 32: 
Deutsche Heldensage, S. 78 ff. 


SpniTiorsche Buch druck er ei in Leipzig. 


Digitized by LiOOQle 




“ Kudpun 

und 

Dietrich-Epen 

in Auswahl 

mit Wörterbuch 


I 


von 

Prof. Dr. Otto L. Jiriozek 


Vierte, nahezu unveränderte Auflage 


Leipzig 

G. J. Göschen'sche Verlagshandlung 
1905 


Digitized by Google 







Inhaltsverzeichnis, 


Einleitung zu Kudrun. 5 

Kudrun.. 9 


Einleitung zu den Dietrich-Epen . 
Dietrich-Epen: 


Ecke . . . • .. 

.71 

Alpharts Tod. 

Rabenschlacht: 

. 100 

L Der Tod der jungen Könige . 

. .... 122 

IL Dietrich und Witige . , . , 

.136 

Wörterverzeichnis . ^ ^ , 

. .... 162 


16(j091 



Digitized by LiOOQle 












Einleitung zu Eudrun. , 

Des „letzten Kitters“ Interesse für die mittelaä;^- 
liche Dichtung verdanken wir die Erhaltung ^dri: 
Kudrun, die nur in dem auf Yeranlassung des Kaisera 
Max zu Beginn des 16. Jahrhunderts niedergeschriebenen 
Ambraser Heldenbuch, einer Abschrift von 23 mhd. 
Gedichten, auf uns gekommen ist Die sprachlich¬ 
literarische Kritik hat hinter der jimgen Überlieferung 
ein Werk aus der Blütezeit der mhd. Dichtung er¬ 
kannt, das in Österreich, der Heimat imd Haupt¬ 
pflegestätte des mittelhochdeutschen Heldenepos, in 
der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ent¬ 
standen ist, ungewiß in welchem Jahrzehnt, schwerlich 
aber schon um 1210, wie man bis vor kurzem meist 
angenommen hat Es steht somit zeitlich imd örtlich 
dem etwas älteren, vom Kudrunverfasser gekannten 
und benutzten Nibelungenliede nahe, dem es auch an 
poetischem Werte vergleichbar ist 

Wie an alle unsere sogenannten Yolksepen knüpft 
sich auch an Eudrun die Frage nach der Entstehung 
und Echtheit der Überlieferung, hier bei dem 
sehr späten Datum der einzigen Handschrift doppelt 
schwer zu beantworten. Karl Müllenhoff wandte 
die Lachmannische Kritik und Liedertheorie auf die 
Kudrun an, doch in selbständiger Umformung: wie 
Lachmann alte Nibelungenlieder aus der Überlieferung 
auszuscheiden versucht hatte, so ergaben sich auch für 
Müllenhoffs Kritik als Kern des überlieferten Epos eine 
Reihe von liedem, die wiederum in Abschnitte ge- 


Digitized by L.ooQle 






6 


zu Kudrim. 

gliedert warenf.cfie&e Lieder aber rührten von einem 
Verfasser hier^'^nrfd waren, ursprünglich selbständig ge¬ 
dacht, vo!px*T)ichter durch überleitende Zwischenglieder 
zu einenl'ipos verbunden woi’den. Nur ein Vierteil 
etwa 'der überlieferten Strophen hielt vor seiner Kritik 
als/^cHt‘ stand, diese aber stellten ein Kunstwerk in 
Stile dar, dessen Gliederung in Abschnitte dem 
•^ffchter Gelegenheit gegeben liatte, alles Unwesentliche 
V*.zi\ übergehen und seine Kunst auf die Hauptmomente 
der Handlung zu konzentrieren. Müllenhoffs Theorie 
* wiuiie von Ernst Martin in Einzelheiten umgebildet 
und weitergeführt; die Ansicht von der Entstehung 
der Kudrun aus einzelnen Liedern ließ er fallen und 
hielt nur daran fest, daß der Dichter den Stoff in 
kiner zusammenhängenden Reihe von längeren und 
eürzeren Abschnitten bearbeitet habe; in den Aus¬ 
scheidungen stimmt er bis auf einige Strophen MüUen- 
hoff bei. Wilmanns dagegen erblickte in der jetzigen 
Gestalt der Kudrun das Ergebnis einer Verschmelzung 
imd Bearbeitung zweier, vielleicht dreier verschiedener 
Paralleldichtungen. Die neuere Kritik hat wesentlich 
andere Wege eingeschlagen, und nachdem schon Sij- 
mons nachgewiesen, daß unsere kritischen Mittel nicht 
ausreichen, den echten alten Kern aus den Zusätzen 
und Umarbeitungen auszulösen, hat neuestens Panzer 
die Einheitlichkeit der ganzen Dichtung mit sehr be¬ 
achtenswerten Gründen nachzuweisen imtemommen. 
Ohne die Annahme einer Umarbeitung läßt sich die 
überlieferte Fassung des Gedichtes kaum befriedigend 
erklären, seine (vermutliche) ältere Form wich aber 
jedenfalls nicht allzu beträchtlich ab und war zweifel¬ 
los ein breit angelegtes einheitliches Epos. Die An¬ 
nahme Müllenhoffs, der Dichter liabe seinen Stoff in 
einem Romanzenzyklus besungen — etwa wie der 


Digitized by Google 



7 


Einleitung zu Kudi'un. 

schwedische Dichter Tegnör im 19. Jahrhundert die 
Frithjofssage behandelt hat — ist gänzlich ausgeschlossen. 

Für eine Sohulauswahl, die mit dem Baume 
sparen muß, wird gleichwohl die MüUenhoffsche 
„Wiederherstellung“ jeder sonstigen Art von Auszügen 
vorzuziehen sein; denn sie bietet den Kern sowohl der 
Handlung wie auch der poetischen Wirkimg des Epos. 
Mit Eecht bemerkt Martin: „Ohne allen Zweifel ist 
dieser Kern ebenso reich an echter Poesie, als das 
ganze Werk durch lange Eeihen inhaltsleerer und 
formell roher Strophen ermüdet. Daher haben auch 
seitdem die meisten Übersetzer sich melir oder minder 
an diesen Kern gehalten: er durfte unserer Leserwelt 
als ein dichterisches E]‘zeugnis von hohem Werte ge¬ 
boten werden, während das ganze Gedicht, wie es in 
der Handschrift überliefert ist, nur den Forscher be¬ 
schäftigen kann.“ 

Unter diesem Gesichtspunkte ist nach dem Vorgänge 
Goltliers in der ersten Ausgabe auch hier die MüUen- 
hoffsche Rekonstruktion zu Abdnick gebracht, meist 
jedoch mit den von Martin in seiner Ausgabe von 1883 
vorgenommenen Änderungen, sowohl in Bezug auf 
Gliederung wie liinsichtlich Weglassung oder Aufnahme 
einiger Strophen; ganz vereinzelt ist hie und da eine 
Strophe des Zusammenhanges halber aufgenommen 
worden, die nach Müllenhoffs kritischen Grundsätzen 
verworfen werden müßte. Dem Texte selbst sind 
natürlich die Besserungen zugute gekommen, die sich 
aus der textkritischen Arbeit der verscliiedenen Heraus¬ 
geber seit Müllenhoff ergeben haben. 

Die Strophenform unseres Gedichtes, die sog. 
Kudrunstrophe, ist eine Variation der Nibelungen- 
strophe (über diese vgl. Sammlung Göschen 1, S. 22f.). 
Sie besteht aus vier Langzeilen ^ welche durch eine 


Digitized by LiOOQle 






8 Einleitangf zu Kudruu. 

Cäsur in zwei Halbzeilen geteilt sind. Dir r^el- 
mäßiger Bau ist; 

Z. 1: 3 hebig klingend — 3 hebig stumpf 

Z. 2; 3 hebig klingend — 3 hebig stumpf 

Z. 3: 3 hebig klingend — 3 hebig klingend 

Z. 4: 3 hebig klingend — 5 hebig klingend. 

Statt der dreihebig klingenden ersten Halbzeilen 
kommen auch vierhebig stumpfe vor; hie und da bilden 
auch zweisilbige Wörter mit kurzer Stammsilbe klingende 
Cäsur (z. B. tragen), während nach den metrischen Gte- 
setzen nur Wörter mit langer Ton(Stamm-)silbe, z. B. 
mannen (positionslang) oder mere (naturlang), klingend 
gebraucht werden dürfen; der Verstoß läßt sich zum 
Teil aus der beginnenden Verlängerung offener Silber 
in der Sprache erklären. Die Cäsuren sind nicht 
gereimt. Als Ausnahme von diesen Kegeln ist zu 
merken, daß vielfach auch Cäsurreim vorkommt, ohne 
daß die Strophen deshalb an sich unecht sein müssen, 
und daß sich eingestreut Nibelungenstrophen finden, 
mitunter selbst solche, die keineswegs zu entbehren 
sind. Ferner zeigt die Handschrift nicht selten bloß 
vier statt fünf Hebungen im letzten Halbverse. 

Die Sage, welche der österreichische Dichter in 
seinem Epos behandelt hat, ist weder in seiner Heimat 
entstanden, noch hat sie von Anfang an so gelautet, 
wie wir sie aus seinem Werke kennen. Sie ist an der 
Nordsee heimisch, und, wie schon der Name der Heldin 
(niederdeutsch Güdrün, oberdeutsch Kuntrün) beweist, 
von niederdeutschem, wahrscheinlich friesischem Boden 
rheinaufwärts nach Süden gewandert. Vgl. Sammlung 
Göschen Nr. 32, Deutsche Heldensage, S. 1G3—180. 


Digitized by LiOOQle 



Kiidrnn. 

I. Hilde. 

1. Ifetel nm Hilde la werben beschloß. 

1 Ein heit der was erwahsen in Tenelant. 2U4 

ze Stürmen in einer marke, dai^ ist wol erkant, 

da sa^en sine mage, die zugen in nach eren. 
im diente ouch Ortlant. ja was er vil gewaltic unde höre. 

2 Hetele der riche ze Hegelingen sa^ 2U7 

nahen bi Ortlande, ich wil in sagen da^: 

dar inne hete er bürge wol ahtzic oder mere. 

die der pflegen selten, die dienten ime tegelich mit Ören. 

8 D6 rieten im die besten^ er solte minne pflegen, 210 
diu im ze ma: 5 e koeme. dö sprach der junge degen 
4ch enwei; deheine, diu zen Hegelingen 
mit Ören w»re vrouwe, noch die man mir ze hüse möhte 

bringen.’ 

4 Do sprach von Niflande Mörunc der junge man 211 
flcli weij eine vrouwen, als ich vernomen han, 

da^ deheiniu lebet sö schoeniu ninder üf der erde, 
wir sulen ahten gerne, daj; si iu ze einer triutinne werde.* 

5 Er vragte, wer si wmre oder wie si si genant. tl2 

er sprach *si hei:;et Hilde und ist trlant. 

ir vater heißet Hagene und ist küneges künne. 
kumt si her ze lande, so hast dü immer vreude unde 

wünne.’ 

6 Dö hie^ er boten riten hin ze Tenelant, 216 

da man Höranden sinen neven vant. 

er enböt dem recken, dag er in sehen solte 

inner tagen sibenen, ob er im deheinen dienest leisten 

wolte. 


Digitized by LiOOQle 






10 


Kudruu. 


7 An dem sihendeii morgen kom er in da^ l&nt. 210 
er und sine gesellen truogen guot gewant. 

der kilnic hin engegene gie den recken guoten. 
dö sach er bi dem recken von Tenemarke den küenen 

Pruoten. 

8 Hetele Horanden biten do began 225 

‘ist dir da :5 mgere künde, du solt mich wi^^en lan, 

wie stet e^ umb vroun Hilden, die jungen küniginne? 
der wolte ich minen dienest unde mine boteschaft heilen 

bringen.’ 

9 H)a :5 mac sich niht gevüegen’, sprach Horant, 223 
‘ze boten ritet nieman in dai^ Hagenen lant. 

des wil ich mich selbe nimmer vergaben. 

swer umbe Hilden wirbet den heißet man da slahen oder 

haben/ 

10 Do sprach der degen Fruote ‘wolte Wate sin 230 
gegen trlande mit uns der bote din, 

so möhte uns wol gelingen und brsehten dir die vrouwen, 
oder uns wurden wunden üf da:^ herze al durch den 

lip gehouwen/ 

11 Hetele der herre sprach ‘d4 wil ich hin 231 

senden zuo den Stürmen. 4n angest ich des bin. 

Wate rite gerne swar ich im gebiute. 

heißet mir von Friesen komen Irolden und sine Hute/ 


12 Die boten riten g4hes ze Stürmen in da^ lant, 232 
da man Waten den küenen bi sinen beiden vant. 

man sagete im von dem künege, da;^ er im komen solte. 
Waten hete wunder, wajj sin der künec von Hegelingen 

wolte. 

13 Er kom ze Hegelingen und ander nieman raer. 
der künic der was riche; Wate der was her 
und ouch übermüetic ze allen sinen dingen. 

Hetele hete gedanke, wie er in ze Irlande solte bringen. 

14 Do sprach der junge recke ‘ich hau nach dir gesant. 239 
boten ich bedürfte in des wilden Hagenen lant. 


Digitized by 


Google 



I. Hüde. 


11 


nü enweij; ich nieman, der mir dar be^^er waere, 
danne ir, Wate, lieber vriunt. ir sit zer boteschaft vil 

redebeere.’ 

15 Wate sprach mit zorne ‘swer dir da^ hat geseit, 242 

obe ich hlnte stürbe, da^ weere im niht ze leit. 

ja h4t dich ander nieman gerei^et des gedingen, 
wan Fruot von Tenemarke, deich dir die schoenen Hilden 

müge bringen.’ 

16 Wate der vil küene, do er Horanden sach 2i5 

unde ouch Fruoten, wie schiere er do sprach 

‘got lone iu beiden beiden, da^ ir der minen ere 
und miner hovereise under wilen muotet also s^re, 

17 Ir sit es vil genoete, da^ ich bote bin. 2I6 

nü müe^et ir ouch beide mit samet mir da hin. 

so sul wir dem künege dienen wol nach hulden. 
der mins gemaches väret, der sol selbe entriuwen mit 

mir dulden.’ 

18 ‘Wir suln’ sprach her Fruote ‘siben hundert man 243 
die reise mit uns vüeren. her Hagene nieman gan 
deheiner voller ere. er ist nie s6 verme^^j^en, 

ob er uns wsenet twingen, s6 muo^ er siner höchvart 

gar verge^gen. 

19 Wir suln vüeren veile wafen unde wat. 252 

sit e^ umb Hagenen tohter s6 angestlichen stat, 

da^ si nieman mac erwerben, er enmüe^^e umb si striten: 
nü kiese Wate selbe, weihe er mite welle heilen riten.’ 

20 Do sprach Wate der alte ‘ich kan niht koufes pflegen. 253 
min habe ist vil selten müe^ic her gelegen, 

ich teiltes ie mit beiden: da^ ist noch min gedinge. 
ich bin niht so gevüege, da^ ich kleinat schoenen vrouwen 

bringe. 

21 Her künic, heißet gaben, decken man uns sol 255 
unser schif mit dillen. ja muoj^ e^ unden vol 

wesen guoter recken, die uns helfen striten, 

ob uns der wilde Hagene niht mit gemache welle ]a;^en 

riten.’ 


Digitized by 


Google 





12 


Kiidnm. 


22 Gedillet und getramei diu schif man d6 vaut 
gen wetere und gön strite. schiere wart gesaut 
nach den, die varn selten nach der schoenen vroawen. 
dar zuo bat man nieman, wan den der künec wol mohte 

getrouwen. 

23 Do hie^ man allenthalben vil kleine nemen war, 275 
8 wa ;5 si vüeren selten, da^ sLj hmten gar. 

die beide sahen selbe, ir schef diu waren riche. 
nach der schoenen Hilden sande er sine boten listecliche. 

2« Die Ankunft der Boten in Irland* 

1 Do die von Hegelingen waren hin bekomen *89 

zuo der Hageuen bürge, do wart ir war genomen. 

die liute wundert alle, von weih er künege lande 
si die ünde trüegen. si waren wol gezieret mit gewande. 

2 Her Wate iesch gedinges des landes herren biten. 2C5 
man mohte d6 wol kiesen an einen heren siten, 

den sin gewalt gereichte, da| er dä grimme waere. 
Hagenen dem künege brahte man die geste mit dem 

msere. 

8 Er sprach ^min geleite unde minen vride 220 

den wil ich in enbieten. er büej^et mit der wide, 
der an iht beswaeret die unkunden herren. 
des sin 4ne sorge: in sol in minem lande niht gewerren.’ 

4 Dem künege si d6 gaben wol tüsent marke wert 297 
an riehen kleinsten, er hete niht gegert 

gSn einem pfenninge, wan da; si liefen schon wen 
wa; si d& veile haeten, da; wol gezam rittern unde 

vrouwen. 

5 Zuo dem stade si brahten da; kreftige guot. t-t 
die d& verborgen lagen, die heten ofte muot, 

da; si in herten stürmen gerner weiten striten, 
danne si gelückes näch der schoenen Hilden selten biten. 

6 Fruote hie; üf swingen siner kr4me dach. <24 

von BÖ richem koufe da; wunder nie geschaoh 


Digitized by LiOOQle 



L 


13 


al UTTibe in den landen, da^ ie burgaere 

gssben gnot s6 ringe: si möhten eines tages werden laere. 

7 Der künic ze allen stunden b6t vil michel guot. 851 

die Äg erwelten recken die w&ren sö gemuot, 

da^ si von nieman gerten nemen ze einer marke, 
her Hagene der was riche; ein teil in muote ir über- 

müete starke. 

8. Wales Fechtprobe. 

1 N&ch site in trlande vil ofte man began 864 

maneger hande freude. d& von Wate gewan 

den künic ze einem vriunde. Horant von Teneriche, 
durch der vrouwen liebe vant man in vil ofte gemelichen. 

2 Des küneges ingesinde ze hove Schilde truoc, 856 
kiule und buckelsere. geschirmet wart genuoc, 
gevohten mit den swerten, mit gabilote gescho^i^en 

vil üf guote Schilde, die jungen beide w&ren unver« 

drojj^en. 

8 Der vürste Hagene vr4gte Waten und sine man, 867 
obe in in ir lande waere iht kunt getan 

schirmen also starke, alsam in trriche 

die sinen beide pflaegen. des ersmielte Wate versm&ch- 

liche. 

4 Dd sprach der heit von Stürmen 4ch gesach nie. 853 
der aber mich e^ 14rte, dar umbe waere ich hie 
bevollen ze einem järe, da^ ich e:^ rehte künde. 

swer des meister waere, mfner miete ich im gerne gunde.’ 

5 D6 sprach der wilde Hagene <gebt mir da;; swert enhant. 362 
ich wil kurzwilen mit dem von Sturmlant, 

ob ich in müge ISren der minen siege viere, 

da; mirs der recke danke.* da; lobete d6 der alte Wate 

schiere. 

6 Der gast sprach zem künege 4ch sol vride din 863 
haben, vürste Hagene, da; dü iht varest min. 
slüegest dü mir wunden, des schämte ich mich vor 

vrouwen.' 

Wate künde sekirmen, da; es in der werlde nieman 

mohte troowen. 


Digitized by 


Google 






14 


Kudrofi. 


7 Die liute sahen^ gerne durch ir beider kraft. srs 
der künec vil schiere erkante die Waten meisterschafl. 
ein teil begunde er zürnen, wsei’e:^ im niht an ere. 
swa^ man sach ir sterke, doch hete ir Hagene d& be¬ 
zeiget m^re. 

8 Wate sprach zem künege ‘la^e wir nü sin 36a 

unser beider schirmen, ich han der siege din 
gelernet nü wol viere, ich wil dirs gerne danken.^ 

er lonte im sit sd höhe sam einem wilden Sahsen oder 

Franken. 

9 Do sprach aber Hagene ‘und hsete ich da^ erkant, 370 
so wser da^ schirmwafen niht körnen in mine hant. 

ich ensach nie junger lernen alsö swinde.* 

der rede wart gelachet da von maneger edeler muoter 

kinde. 

10 Do erloubte er den gesten, swa mite si die zit 871 
hin getriben möhten. des volgten ime sit 
die von Ortlande, dö si begunde verdrieijen, 
do würfen si die steine und begunden mit den scheften 

schiei^en. 


4« Horands Gesang. 

1 Daj 5 kom an einen abent da^ in so gelano, 872 

dag von Tenemarke der küene degen sanc 

mit sö herlicher stimme, dag eg wol gevallen 
muose al den Hüten, da von gesweic der vogelline 

schallen. 

2 Diu tier in dem walde ir weide liegen sten. 389 

die würme, die dö selten in dem grase gen, 

die vische, die dö selten in dem wage vliegen, 
die liegen ir geverte. ja künde er einer vuoge wol 

geniegen. 

8 Dö bat in ir gewinnen dag schoene magedin, 331 

dag eg öne ir vater wiggen vil tougen solte sin, 
noch dag ir muoter ieman sagete dag meere, 
dag er alsö tougcnliche bf ir in ir kemenaten wirre. 


Digitized by LiOOQle 


I. Hildd. 


15 


4 Den heit bat si sitzen, *ir sult mich hoeren lan' 305 

sprach diu maget edele, ‘daij ich e vernomen han: 

des lüstet mich vil sere, wände iuwer stimme 

diu ist vor aller vreude ob aller kurzwile ein gimme.* 

5 ‘Getörste ich iu singen, vil scheene^ magedin, 83C 
da; mir dar umbe nseme niht da; houbet min 

iwer vater der künic Hagene, mir solte niht versmahen 
swa ich in möhte dienen, wseret ir mins herren lande 

nähen.’ 

6 Si sprach ‘wer ist din herre oder wie ist er genant ? 40 i 
mac er haben kröne oder hät er eigen lant? 

ich bin ira durch din liebe holt vil sich erlichen.* 
dö sprach von Tenen der küene ‘ich gesach nie künic 

also riehen,’ 

7 Er sprach ‘und melde uns nieman, vil scheene magedin, 402 
so sagete ich dir gerne, wie uns der herre min 

von im scheiden lie;e, d6 er uns her sande, 
durch dinen willen, vrouwe, ze dines vater bürge unde 

lande.’ 

8 Si sprach ‘lä; mich hoeren, wa; mir der herre din 403 
ü; iuwerm lande enbiete. ist e; der wille min, 

des bringe ich dich wol inne, e da; wir uns gescheiden.’ 
Horant vorhte Hagenen. im begunde da ze hove leiden. 


9 Er sprach zuo der vrouwen ^so enbiutet er dir da;, 404 
da; dich sin herze minnet an aller slahte ha;, 
nü lä; in genie;en, vrouwe, diner güete. 
er hät durch dich eine genomen von allen vrouwen sin 

gemüete.’ 

10 Si sprach ‘nü sü gevüege din lieber herre si, 407 

ich wil gän im nimmer des willen werden vri: 

ich gel6ne im der gedanke, die er hät näch minen 
^ minnen. 

getörste ich vor dem vater min, sd wolte ich iu gerne 

volgen hinnen.’ 

11 Sit sagete er heimHchen dem alten Waten da;, 486 

da; diu maget edele minnete äne ha; 


Digitized by 


Google 






16 


Kudmn.- 


den ir vriunt Hetelen von den Hegelingen. 
d6 rietens mit dem degene, wie sis mit in ze hftse 

selten bringen. 

12 Ditze starke maere gar verholen wart. 423 

si rihten sich vil tougen zuo ir widervart 
und sagten:; euch den degenen, die in den schiffen lagen« 
si horten^ niht nngeme. ja mohte si nü lange da be¬ 
tragen. 

5. Der Abschied der Boten. 

1 An dem vierden morgen ze hove si d6 riten. *80 
iteniuwin kleider ze wünsche wol gesniten 

truogen an die geste. si weiten scheiden dannen, 
si gerten nrlonbes vom künege und von allen sfnen 

mannen. 

2 Her Hagene sprach zen gesten ^wie l&t ir minin lant? 431 
alle mine sinne ich dar zuo hete gewant, 

wie ich iu geliebte min lant und min riche. 
nd weit ir hinnen scheiden unde lat mich ungesellicliche.* 

3 Dd sprach der wilde Hagene ^b6 ist mir nach iu leit. 433 
nü ruochet von mir nemen min ros und miniu kleit, 
golt und ge^ieine. ich sol iu also gelten 

iuwer gro^e gäbe, da; mich die Hute drumbe iht dürfen 

schelten.' 

4 ^Wir haben eines dinges, her künio, an iuch muot 436 
— da; dunket uns öre, ob ir da; gerne tuot — 

da; ir da; sehet selbe, wie wir uns mügen verkosten« 
biderber Hute spise wser uns in drien jaren niht ge¬ 
brosten. 

5 Iuwer schosne tohter und min vrouwe iuwer wip 487 
sol unser habe sehouwen. des ist uns der Hp 

getiuret an ein ende, geschiht uns disiu 4re, 
edeler künio Hagene, sd bite wir iuch deheiner g&be 

mdre.* 

6 Der wirt spraoh den gesten gezogenlichen luo iSS 
♦nü ir niht weit erwinden, sd hei;e ich morgen rrao 


Digitized by LiOOQle 



I. Hilde. 


17 


satelen hundert moere mageden unde vrouWen. 
ich wil euch mit in selbe und wil iuwer schef gerne 

Bchouwen.* 

6. Die Entführiing. 

1 An dem nsebsten morgen n&cb vruomesseztt 440 

do kielten sieb meide und wip wider stiit^ 

die Hagene yueren wolte zuo des meres sande. 
hie mite riten wol tdsent recken guot trlande. 

2 D6 si nd körnen wären dä er diu schef vant, 442 
yroun Hilden unde ir yrouwen die huop man üf den 

sant. 

dö selten zuo den scheffen die minneclichen yrouwen, 
die krame stuonden offen, da diu küniginne mohte 

wunder schouwen. 

3 Niemens ungemüete Waten dö wac. 445 

er enruohte, war dai; kceme, daj^ üf der kräme lac. 

die alten küniginne schiet man yon der meide, 
üf Sprüngen die dä lägen. d6 was dem künio Hagenen 

grimme leide. 

4, Üf zucten si die segele^ die liute sähen da:;. 446 

die si ü; dem scheüe stieben, der wart yil maneger na:;, 
si swebeten sam die yogele in dem wa:;:;er bi dem sande. 
der alten küniginne wart näch ir yil lieben tohter ande. 

6 D6 der wilde Hagene die gewäfenten sach, 447 

wie rehte grimmeliche der heit mit zorne sprach: 

‘nü bringet mir yil dräte die minen gerstangen. 
si müe:;en alle sterben, die ich mit der miner hende 

erlange.* 

6 Schäne sprach her Morunc <nü si in niht ze gäch. 448 
swa:; ir durch stiiten uns immer ilent näch, 

si danne wol gewäfent tüsent iuwer helde, 

die kel wir in die ylüete. wir geben in die wa:;;;er- 

küelen selde.* 

7 D6 wolten niht lä^en des küenen Hagenen man. 449 
der grünt begunde ergli:;en: striten wart getän. 

Kndrnn und Dietrichepen. oigitzedbyGoOgle ^ 





18 


Kndran. 


erzogen sacli man w&fen und oncli mit speren schienen, 
si warfen in diu ruoder, man sach die kocken von dem 

stade YÜe^en. 

8 Hagene ruofte lüte. flen er d6 kie;^, 452 

da; Hut allenthalben er nngeruowet He;;; 

ob er sine geste möhte noch ergdhen, 

die taten im yil leide: er wolte si alle slahen unde 

hähen. 

9 Vil schiere het er gewannen ein vil michel her, 453 
d6 künde em niht gevolgen üf dem wilden mer. 

diu schif diu waren dürkel und vil unbereite; 
diu dar gaben solten. dem wilden Hagenen man den 

schaden d6 seite. 

10 Done weste er wie gebaren, wan da; er hf den grie; 454 
mit anderm sime gesinde die wercliute hie; 
iteniuwer schiffe gaben zuo dem vluote. 
im körnen die dÄ mohten. er gewan yil ziere degene 

guote. 

7« Yerfolgnng und TersOhnnng. 

1 Do e; 4benden begunde, d6 sach yon Tenelant 488 

Horant der degen küene — e; was im wol bekant — 
ein kriuze in einem segele, bilde 14gen drinne. 

solher pilgerine bete Wate der alte lützel miune. 

2 Dd rihten sich ze strite alle die üf den sant 495 

• g4n Hilden körnen wären und die yon Irlant 

die maget beten geyüeret dem künige ze leide, 
yil maniger gesunder gestuont sines libes an der yreide, 

8 Nü was körnen Hagene zuo in an den sant. 498 

dd wurden sper gescho;;en yon guoter beide hant. 
die üf dem sande stuonden, die werten sich yil sdre 
der yon trlande. dä yon geschach der wunden desto mere. 

4 Hagene in gr6;em zome spranc ü; in die yluot. 603 

der degen ü; erkorne zuo dem stade wuot. 


Digitized by LiOOQle 



I. Hüde. 


19 


do sacli man üf den recken sam snSwes vlocken swinde, 
geschie;;en d& mit pfilen. da; tete von Hegeliugen da; 

gesinde« 

6 Bi im gevriesch Hagene Hetelen da; kint. 600 

manegen ungesunden vrumten si dä sint 
die von Teuelanden und die von Hegelingen. 
ze Hagenen deine wilden hie;en si Waten den alten 

dringen. 

6 Do hete sich gesamnet da; volc über al, 5i3 

die vremeden zuo den künden, do huop sich michel 
Wate unde- Hagene zuo einander drungen. [schal, 
die in da mohten wichen, die bedühte in wsere wol 

gelungen. 

7 Hagenen hrast diu stange, die er in dem strite truoc^ 517 
üf dem Waten Schilde: der was starc genuoo. 

joch künde ha; vehten in deheinen neben 

recken al deheiner. Wate wolte Hagenen niht entwichen. 

8 Dö sluoc er durch die hüben des künic Hetelen man 5i8 
Waten den vil küenen, da; ü; dem helme ran 

da; bluot von siner wunde; da; kuolten im die winde, 
e; was gen übunde. man sach striten alle; da; gesinde^ 

9 Wate galt mit zorne den grimmen verchslac^ 519 

da; bluotiger zehere b6 vü üf im lac. 

er sluoc den wilden Hagenen, da; von des helmes bouge 
da; swert sSre erglaste. im gebrast des tages vor den 

ougen. 

10 Hilde diu vil scheene rief trüreclichen an 62i 

Hetelen den recken, da; er brsehte dan 

ir vater ü; noeten von Waten deme grisen. 

er hie; nach sinem venre da; volc zuo dem herten 

sturme wisen. 

11 Hetele der herre vil herlichen streit. 622 

er kam ze Waten dem alten: da; was dem beide leit. 
der recke ruofte an Hagenen ^durch iuwer selbes ere 
lat sich den ha; verenden, da; unser vriunde niht 

sterbe mere.* 


Digitized by LiOOQle 





Kndrtin. 


12 Hagene vr&gte lüte, grimme was sin mnot, 628 

durch wen er:; scheiden solte. d6 sprach der heit gnot 
‘ditze bin ich Hetele von Hegelinge lande, 

der sine liebe mage sd verre nach vroun Hilden hat 

gesande.’ 

13 Hetele der vürste den heim ab gebant. 626 

den vride hört man rüefen da über al da:; lant. 

do sprach vater der Hilden, da^ gescheiden wtere. 
d6 hörten die vrouwen in maneger zite in nie sö liebe; 

msere. 

14 Do sprach diu maget edele ‘getörste ich dar gan! 634 
ich hdn ab leider verre wider minen vater getan, 

da; ich minen besten vriunt niht getar enpfahen. 
im und ouch den sinen wsen min gruo; harte müge 

versniahen.* 

15 Hörant von Tenemarke wistes bi der haut 

und ouch der degen Fruote, da si den künic vant. 

^illekomen tohter Hilde diu vil riche; 

ich kan des niht gelä;en, ich engrüe;e iuch vil willio- 

liche.’ 

16 D6 weiten si die maget niht lenger la;en d&. 643 

Hagene sprach ze Hilden Svir sulon anders w4 

in der zit beliben, unz man da; velt gerüme 

von den manegen töten, si habent ir tages erbiten her 

vil küme.’ 

17 Sit dö er da heime bi ir muoter sa;, 660 

der alten küniginne Hagene sagete da;, 

er künde ze nieman sine tohter ba; bewenden, 
hete er ir noch möre, er woltes hin ze Hegelingen 

senden. 

n. Eadrun. 

1. Hartmnts Werbung. 

1 Do gevriesch man diu msBre in Ormanielant, 687 

da; nieman schoener wsere, danne was erkant 
Hettelen tohter Küdrün diu höre, 
ein künec der hie; Hartmuot. nöch ir wante er sine 

minne sere. 


Digitized by LiOOQle 



II. Kadrnn. 


21 


2 Da:; riet im sin muoter, diu hie:; G^rlint. 638 

d6 volgete ir l^re der junge voget sint. 
sin vater hie;; Ludewio von Normandie lande, 
do sis ze r4te wurden, n&ch dem alten künege man dd 

Bande. 

8 *Wer saget iu dag’ sprach Lndewic, ^dag si s6 schoene 690 
wser si aller lande vrouwe, si ist uns sd nahen bi [si? 
mit hüse niht geseggen, dag wir si möhten werben, 
boten under wilen möhten durch ir liebe vil verderben.’ 

4* Dd sprach aber Hartmuot ^ob ich ein michel her 694 
nach ir vüeren solte erde unde mer, 
dag tsete ich willicliche. ich bin in dem sinne, 
ich erwinde nimmer, unz ich der schoenen Hilden tohter 

gwinne.’ 

5 Hartmuot dd weite, die er wolte dan 696 

ndch der vrouwen senden, sehzic einer man. 
die wurden wol bereitet mit waete und mit spise 
ndch eines vater rate: Ludewic der alte der was wise. 

G Si riten swag si möhten die naht zuo den tagen, 598 
unze dag si vunden da si selten sagen 
dag in enboten weere von Ormanielande. 
die wile was Hartmuoten mit gedanken liebe und ouch 

vil ande. 

7 Dd man ze Hegelingen die boten körnen sach, 603 
si vuoren in der m4ge, dag iegelicher sprach, 

dag si wseren riche. wie si dar körnen waeren, 
man begunde eg dem künege ze hove bringen mit vil 

ganzen masren. 

8 Dd sprach der künic Hetele ‘eg was iu niht ze guot, 608 
dag iuch her hät gesendet der künic Hartmuot. 

des müeget ir engelten, guote boten here. 

der gedinge Hartmuotes müet mich und vroun Hilden 

vil sdre.’ 

9 Den boten den was leide, diu swaere in niht gezam, 613 
dag si sd manege mile in sorgen unde in schäm 
muosten wider riten ze Ormanie verre. 

ir arbeit harte erkdmen Ludewic unde Hartmuot der herre. 


Digitized by LiOOQle 



22 


Kndraiu 


2. Yerlobnng Kudrnns mit Herwig:* 

1 Nd 14:^611 wir beliben, wie e; im erge. 630 

dem küenen Herwige was wol also we 

also Hartmuote n4cb Küdrün der rieben. 

mit allen sinen * m4gen versuohte er^ an die maget 

yli;^iclichen. 

2 Er was ir n&chgebüre nnd bete bi ir lant. 631 

beete er tüsent stunde eins tages dar gesant, 

er vunde da niht anders wan boebvart und versm4ben. 
swie sere si im;; werten^ sit gelac er Kddrdnen naben. 

3 Hetele bat in la;en, er würbe ibt nmb sin kint. 632 
do enbot er dem künege zorneclicben sint, 

er wolte niht erwinden er enseebe in da mit scbilden^ 
da; e; im schade weere und oueb der küniginne vroun 

Hilden. 

4 leb enwei;, wer im da; riete: driu tüsent kiiener man 633 
die er ze vriunde bete, Herwic do gewan. 

d4 mite spilte er leide da zen Hegelingen 

der, die er in sin dienest mit aller bande liebe wolte 

bringen. 

5 Hetele sach ir dringen yaste gen dem tor. 643 

do w»re er ungerne gewesen dar vor 

yater der Küdrünen, swie küene er doch wsere. 
ja erzürnten in die geste: im hülfen sider sine burgsere. 

6 Gew4fent wart dar inne ein hundert oder ba;. 643 

der wirt der streit selbe: mit willen tete er da;. 

sin yolc da; was küene: da; mohte in niht geverren, 
man yant schaden starken, den Hetelen tete Herwio 

der herre. 

7 Ofte sluoc ü; belmen den viurhei;en wint 64i 

Herwic der berre. da; sach des wirtes kint 

Küdrün diu seboene. da; bete si ze ougen weide, 
der heit der dübt si biderbe: da; was ir beide liebe 

und leide. 


Digitized by LiOOQle 



n. Kndrnn. 


23 


8 Hetele nnde Herwic vür ir beider man 647 

die guoten ritter sprangen, liuhten in began 
der louo 4; gespenge, da:; in da hie vor banden, 
da^ werte yil unlange^ unz si bede einander wol be- 

kanden. 

0 Kbdrün diu schoene diu sach und horte den schal. 649 
gelücke da;; ist sinewel dicke alsam ein bal. 
do e; diu vrouwe anders mohte niht gescheiden, 
ir yater und dem gaste si wünschte, da;; si ir gedeehten 

beide« 

10 Si begunde rüefen zuo im über den sal 650 

hetele, vater hSre, nü yliu;et ze tal 

da; bluot durch halsberge, da yon sint uns die müre 
besprungen allenthalben. Herwic ist ein übel nach- 

gebüre. 

11 Durch den mtnen willen sö sult ir; beide yriden. 66i 
nü schaffet eine wile dem herzen und den liden 
ruowe in dem strite, unz ich iuch beide yrage, 

wä der yürste Herwio habende si die aller beste m&ge.* 

12 D6 sprach der ritter edele ‘der yride ist ungetan, C62 
ir enlat mich ungewafent, yrouwe, yür iuch gan. 

so wil ich iu künden yon minen besten mägen. 
hän ich yride die zite, swes ir weit; so muget ir mich 

wol yragen.’ 

13 Mit hundert siner beide gienc er d4 er yant 
gezweiet in ir muote yon Hegelinge lant 
Küdrün enpfienc in schone mit anderen yrouwen. 
der ritter guot und edele mohte ir yolleclichen niht 

getrouwen. 

14 Herwic sprach zer yrouwen ‘mir ist da; geseit 
(doch hat e; mich gerouwen yon miner arbeit), 
da; ich iu yersmahe durch min lihte; künne. 

ofte bi den armen habent riche liute guote wünne, 

15 Si sprach ‘wer wasr diu yrouwe, der yersmahet da;, 6ö7 
der ein heit so diente, da; si dem trüege ha;? 


Digitized by Google 



24 


Kudrun. 


gelonbet mir* ßprach Küdrün, *da^ Q 5 mir niht ver- 

8m4het. 

holder danne ich ia weere ist deheiniu^ die ir ie ge- 

s&het. 

16 Welten mir des gunnen die nsehsten vriunde min, S58 
nach iuwer selbes willen wolte ich bi iu sin.* 

mit lieplicHen blicken er sach ir nnder d*ougen. 
si trüege in ime herzen, da^; redet si vor den Unten 

&ne tougen. 

17 Vr&gen sine tohter ndch rate einer man 6C4 

Hetele d 6 begnnde, ob si ze einem man 

wolte Herwigen den edelen ritter gnoten. 

dö sprach din maget scheene ‘ich wil mir niht be^^i^ers 

vriundes muoten.’ 

18 Dö vestent man die echoenen dem recken an der stunt, 6Cö 
der si da solte kroenen. von ir wart im kunt 

vreude und ungemüete. dö mans im gnp ze wibe, 
des geschach in kurzen ziten in sturme wö vil guoter 

recken libe, 

8. Der Einfall Siegfrieds in Seeland. 

1 Do besante sich Sivrit, der küneo von Mörlant, 668 

nach schiffen hieg er werben, swä er diu vant, 

diu hie^ er vaste rüsten mit wafen und mit spise. 
ze schaden Herwige er besante sich mit einen vriunden 

lise. 

2 Gön des meien ziten si körnen über sö, 678 

die beide üg Abakie und die von Alzabö, 

sam si gewalticlichen der werlte ze ende wolten. 
vil gelpfer vuor dar ander, die man sider quelte mit 

der molten. 

8 In lant da;; Herwiges würfen si den brant. 674 

swa; er dö helfe hete an vriunden besant, 
die bat er mit im riten. si huoben stürme grimme, 
si kouften; mit dem verhe swa; man in gap, golt silber 

oder gimme. 


Digitized by v^ooQle 



II. Kudrnn. 


25 


4 Der strH werte lange, des lac da maneger t6t. 676 
Her wie der edele kom in gr6:;e not, 

dag er üf sine marke mnose sit entrinnen. 

dag lant rouoh allenthalben^ dag enbot er Küdrün der 

königinne. 

5 dag die boten giengen vür die schoenen meit, 681 
d6 sahen d& die Hute wol ir herzen leit. 

des troute niht erbeiten Küdrün diu here. 
d6 hieg si n&ch in senden, si klagete, vloren wsere lant 
• und ^re. 

6 Von sedele stuont d6 Küdrun diu schoene meit. 686 
die schaden wurden beide dem künege geseit^ 

man slüege ir die Hute und brseche ir bürge witen. 
si bat ir yater Hetelen ze des künic Herwiges helfe riten. 

7 Mit weinenden ougen si ir yater umbeslog. 6S6 

^hilfa, künic höre! min schade wirt alze gr6g, 

eg enwellen dine degene mit wiHiclichen henden 
helfen nunen yrinnden. j& kan eg ander nieman 86 wol 

gendeu.* 

8 ‘Dag läge ich durch nieman, dag wil ich dir sagen, C87 
ich enhelfe Herwigen in yil kurzen tagen. 

ich wil din schaden gr6gen, so ich beste mac, yerenden 
und wil n&ch Waten dem alten nnde nach den anderen 

senden.’ 

9 Von Hegelingen He tele und her Sivrit 722 

die t4ten dag si künden in hochyerten sit. 
durchhouwen liebte Schilde sach man yor ir henden. 
der künic von den Moeren vor dem von Tenelande muose 

wenden. 

10 D6 Hegen die von Stürmen ninder üf den se 728 
die von Mdrlande und die von Alzabö. 
si muosten angestlichen bi in d& türen. 
an Waten unde an Fruoten beton si vil übele nächgebüren. 


Digitized by LiOOQle 



26 


Ktidmn. 


4. Die Entfllhriinf Kvdrniis darcb Hartmnt. 

1 Die boten ilten widere in Ormanielant, 789 

die Ludewio und Hartmuot beten dar gesant. 

die sageten in d& heime diu lieben mpere, 

da;^ Hetele unde Herwio vil unmüe;;ic in dem strite wseren. 

2 Ludewic und ber Hartmout vereinten sieb s4| 738 

ob si recken bseten zeben tüsent da, 

da^ sie Kiidrünen wol dannen möhten bringen, 
d Hetele wider kosme mit den sinen bin ze Hegelingen. 

3 Si bereiten sieb dr4te zno ir verte dan. 745 

die guote scbifliute Ludewio gewan, 

den die merstra^^e ze rebte wären künde. 

si muosten arbeiten n&cb dem b6ben solde durch die ünde. 

4 Si enwisten, wie si möbten dar bekomen sint. 749 
des kom in arbeite maneger muoter kint. 

ja truogen ai die ünde neben Ortlande, 
e Hetele e^ ervünde, da^j si die Hilden buro wol erkanden. 

5 Hartmuot bie^ riten sine boten dan. 753 

d6 wart der sebosnen Hilden sebiere kunt getän 

und ir lieben tobter: möbte sieb gevüegen, 
so tsete er näcb ir minnei des si wol beide ze rebte 

möbte genüegen. 

6 ‘Widerredet si;^ danne* sprach d6 Hartmuot, 756 

‘so saget, da:; ich nibt neeme deheiner slahte guot, 

ich enbringe e;; üf die zite, 6 ich binnen scheide, 
da:; ich der seboenen Küdrün welle machen recken 

ougenweide.’ 

7 D6 brabten disiu msere die boten an die stat 774 
bin widere, dä si Hartmuot von im riten bat. 

dö lief er in engegene und vrägte, wie^ ergienge: 
ob si diu edele Küdrün durch siniu masre ibt vrosliclie 

enpfienge. 

8 Der einer sprach zem recken ‘iu ist alsö verseit, 775 
e; habe einen vriedel diu bärltcbe meit, 


Digitized by 


Google 



11. Kudran. 


27 


den si im herzen minne vor aller slahte diete. 
weit ir ir win niht trinken, b6 schenke man in hei^e;; 

bluot ze miete.* 

9 Ludewtc unde Hartmnot sich hnohen mit ir schar 
mit vanen üf gerihtet vil zorneclichen dar. 

*uu8 kument grimme geste* sprach Hilde die vrouwe,jJ'^® 
*manegen heim veste siht man vor äbende noch zer- 

houwen.’ 

10 Die von Hegelingen sprachen Hilden zuo 77u 

^swa^ Hartmuotes gesinde hiute hie tno, 

des sul wir si letzen mit vil tiefen wunden,’ 
d6 hie:^ diu küniginne diu bürge tor verslie^^en an den 

stunden. 

11 Des wolten niht volgen die küenen Hetelen man. 780 
die des landes huoten, die hielten binden an 

ir herren Zeichen, zuo in der veste 

die Hetelen degene wolten, slahen die vil werden geste. 

12 Mit üf geworfen swerten vant man dö dar vor 782 
wol tüsent oder m^re, die habten vor dem tor. 

do was ouch körnen Hartmuot wol mit tüsent mannen, 
si erbeij^en an die beide: man hie:^ diu ros schiere 

ziehen dannen. 

13 Ludewfc unde Hartmuot kümen in da;^ tor. 79i 

vil manegen sdre wunden liefen si dar vor. 

des begunde weinen ein juncvrouwe söre. 

in der Hetelen bürge wart des grüßen schaden dannoch 

mSre. 

14 Der künec von Ormanie der was vrd genuoc, 792 

do er und ouch die s!ne sins landes wafen truoc 

vür den sal Hetelen. obene durch die zinne 

liej 5 man den vanen weihen, des trürte diu vil h^re 

küniginne. 

15 Hartmuot der snelle ze Küdrünen gie. 796 

er sprach ^maget edele, ich versmahte iu ie. 

mir und minen vriunden solte ouch nü versm&hen, 
daj; wir hie nieman viengen. wir seitens alle slahen 

unde hüben.’ 


Digitized by Google 



28 


Kudrun. 


16 D6 redete si niht mero wan ‘owö vater min! 797 

solteat dü da:^ wi^^en, daj^ man die tohter din 
gcwalticlichen yüeret dinem lande^ 

mir armen küniginne gescliaehe niht der schade noch 

diu schände.* 

17 Die burc diu was zerbrochen, diu stat diu was verbrant. 801 
d6 bete man gevangen die besten die man yant. 

zw6 und sehzic yrouwen, yil minnecliche meide, 
die yuorten si yon dannen. d6 was der edelen Hilden 

herzen leide. 

18 Wie trüreo si liefen des wirtes wine stön! 802 

dö ilte diu küniginne in ein yenster gen, 

da:^ si nach den mageden her nider möhte schouwen. 
noch liei^ena in dem lande klagende yil manege schoene 

yrouwen. 

5. Hetel und Herwig schließen Friede mit Siegfried. 

1 D6 saoh yon Tenemarke der degen Horant 814 

die Hilden boten riten zuo in in da;^ lant. 

er sprach zuo dem künege ^uns kument niuwiu msere. 
got gebe; da:^ uns beiden d& heime niht geschehen si 

schade swmre.* 

2 Der künec gienc in engegene selbe da er sach 8i5 
die ungemuoten boten, gezogenliche er sprach 

*sit wifiekomen, ir herren, her zuo disem lande, 
wie gehabet sich min yrou Hilde? saget uns, wer iuch 

her sande.’ 

3 Er sprach ^dajj tete min yrouwe, diu hat uns her 816 

gesaut. 

din bürge sint zebrocheU; yerbrennet ist din lant. 

Küdrün ist geyüeret hin mit ir gesinde. 

schaden als6 grdj^en ich wasne din lant niht überwinde.* 

4 Er yr&gte, wie er hiej^O; der e^ bete getän. 8!8 

d6 sprach zuo dem künege ein des recken man 


Digitized by LiOOQle 



n. KodrtiD. 


29 


^der eine heij^et Lndewic von Ormanferfche, 

der ander heij^et Hartmnot. die k6men nns mit beiden 

schedeliche/ 

5 D6 sprach Wate der alte ‘nü vermeldet niht. 826 
swa^ nns an vriunden schaden nü geschiht^ 

des muge wir nns erholen her nach mit maneger wünne. 
vil trurec wirt gesetzet Hartmnotes nnde Lndewiges 

künne.* 

6 Hetele do vragte ‘wie sol da^ erg&n?’ 826 

d6 sprach Wate der alte ‘da snl wir vride l&n 

den von Morlande, dem knnege nnd sime gesinde. 
sö vüeren wir die degene nach der schoenen Küdrün 

dinem kinde.* 

^ Als6 kom e^ ze snone als ich in han geseit. 834 

do giengen zno einander die recken vil gemeit, 
einander buten dienest^ die S vinde wären, 
ir ha^ der was versüenet: si rieten den von Ormanie 

ze väre. 

6 . Der Kampf aaf dem Wttlpensand. 

1 was ein wert vil breiter nnd hie:^ der Wülpensant, 848 
da die von Ormanie ü;; Lndewiges lant 
gemach gevüeget beten ir rossen nnde in selben, 
dä sich ir schade mnose näch ir gemache grimmicliche 

melden. 


2 Dö sach der marnsere df den ünden wagen 853 

ein schif mit riehen segelen. dem künege hie:; er^ sagen. 
si kämen in s6 nähen^ man sach helme schinen. 856 
‘wol üfr sprach dä Hartmnot^ ‘hie koment die grimmen 

widerwarten mine.* 

8 Ldte moft dä Lndewic an alle sine man 858 


‘e;^ was gar ein kintspil swes ich ie began: 
nd mno:; ich aller ärste mit gnoten beiden striten. 
ich geriche immer der ir tar nnder minem vanen er- 

biten.’ 

4 Hartmnotes Zeichen tmoc man dl den sant. 859 

diu schif sä nähen wären, da^ sis mit der haut 


Digitized by LiOOQle 



30 


Rndrnn. 


mit scbeften mohten langen bi in an dem griene, 
ich w8Bn her Wate der alte einen schilt niht müe;;io 

enlie^^e. 

5 Man vant ein sperwehsel. diu wile diu was laue 862 
d si da;^ laut gewunnen. der alte Wate spranc 

zuo den vinden sSre: si waren im s6 nähen, 
er was sd grimmes muotes, da^ si einen willen wol 

gesähen. 

6 Ludwic von Ormanie der lief Waten an. 863 

mit einem sper vil scharpfen schd;^ er üf den man^ 
da^ diu stücke hohe Sprüngen in ^e winde. 

Lude wie der was küene. d6 kom ouch da;^ Waten in- 

gesiude. 

7 Hartmuot unde trolt zuo einander spranc. 868 

ir ietweders wäfen üf dem helme erklanc, 

da^ man eij mohte hoBren durch die schar verre. 

Irolt was vil biderbe. küene was ouch Hartmuot der 

herre. 

8 Herwic von S^wen, ein mserer heit guot, 867 

der enmohte niht vollangen, ja spranc er in die vluot. 

er stuont unz an die üehsen tief in einer ünde. 
herter vrouwen dienest wart da dem küenen Herwige 

künde. 

9 Disen recken guoten wolten in der vluot 868 

ertrenken sine vinde. manegen Schaft guot 

sach man üf im zebrechen. im was gäch zem sande 
nach sinen vinden. do wart gerochen maneges recken 

ande. 

10 O-roBjjer arebeite wart nie beiden kunt. 870 

e ;5 wart nie heit als maneger gedrücket an den grünt, 
ein lant si möhten erben, die äne wunden stürben, 

die in dä schaden taten, ich wmn si allenthalben dä 

verdürben. 

11 Mit ungevüegem dienste urborte sich ir haut, 872 
der von Ormanie^ und von Hegelinge lant. 

man sach die Tenen küene so herlichen striten: 
swer genesen wolte^ der endorfte ir nimmer dä enbiten. 


Digitized by LiOOQle 



II. irndrun* 


31 


12 Der &bent seio ie naher, dä von der küneo gewan 878 
schaden deste m^re. die Ludewlges man 

taten swa^ si selten; si enwesten war entrinnen, 
sie sluogen tiefe wunden: also werten si die küniginne. 

13 Hetele unde Lude wie die truogen h6ch enhant 880 
ir vil scharpfiu w4fen. ir ietweder vant 

mit kreften an dem andern rehte wer er wsere. 

Lude wie sluoc d6 Hetelen. des wurden d6 herzenleidiu 

msere. 

14 Swaj; die helde taten mohte helfen da;? ^ 

von dem hei;;en bluote der wert wart vil na^j. 

der tac was verendet, nahten begunde. 

do wart alrSrst erhouwen von den beiden manec vil^* ‘ 

tiefiu wunde. 

15 Lüte ruofte Herwio ^ie wirt mort getan. 888 

sit da;; wir niht 1 enger des tages mugen hän^ 

wir slahen alle einander die vremeden zuo den künden, 
ob e^ wert unz an den morgen, hie wirt niht der dritte 

lebende vunden,* 

16 Die grimme müelichen lie;;en d6 den strit. 891 

mit vil müeden handen schieden si sich sit. 

si beliben bi einander dannoch alsd n&hen, 

8wa diu viur brunnen, da; si ir helme und ouch ir 

Schilde sahen. 

17 D6 riet in listen Ludewio ‘nü leget iuch ze tal^ 893 
iwer houbet üf die Schilde und enhebet deheinen schal. 

s6 mugen des niht wssnen die von Hegelingen, 
obe ich; kan gevüegen, da; ich iuch von hinnen also 

bringe.’ 

18 Man h6rt d& allenthalben gebraht unde wuof. 895 
do verb6t man den kinden den weinenden ruof: 

die da^ niht weiten l&;en, da; man die alle ertränkte: 
swelhe man gehörte^ da; man die in nlie ünde sankte. 

19 Mit also gr6;en listen k6mens hf den se^ 897 

die von Ormanie. den vrouwen den was we 


Digitized by Google 


82 


Ktidmn. 


da;; si verswigen muosten da^ varen von ir m&gen. 
des westen niht die helde, die noch üf dem Wülpen- 

werde lagen* 

20 £l in der tac bekomme, d6 warens üf den wegen. 898 
die von Tenemarke stiites wanden pflegen: 

Wate hie;; lüte sin herhom schellen. 

d6 wolte er zue in g4hen, die er mit tiefen wunden 

wolte veilen. 

21 Ze rosse und euch ze yuo;;e von Hegelinge laut soe 
da; volc sach man alle; sigen über sant 

nach den von Ormanie^ Ludwige und sinen mannen^ 
mit den si wolten striten. d6 waren si gevaren verre 

dannen. 

22 Des wolt d6 volgen Wate der alte man. 903 

Fruote bi dem lüfte kiesen d6 began. 

er sprach zuo den recken %a; hilf et, ob man ile? 
merket mich vil ebene: si sint von hinnen wol dri;ic 

mile. 

23 Kü hei;et die wunden zuo den schiffen tragen 906 
und suochet ouch die tdten, die uns sint erslagen, 

und hei;et die bestaten üf den wilden grie;en. 
ßi habent hie vil der vriunde. war umbe selten si des 

niht geniegen ?’ 

24 D6 sprach Irolt ‘sol man ouch die begraben, 9ll 

die uns den schaden taten, oder sol man si die raben 
und die wilden wolve üf dem werde la;en nie;en?* 

d6 rieten da; die wisen, du; si der einen ligen niht 

enlie;en. 

25 D6 si d6 müe;io wurden näch ir maneger n6t, 012 
den künic si bdgiuoben, der den werden tot 

durch vriunde liebe hete genomen üf dem sande. 
swie si gehei;en wseren, sam tete man die von iege- 

liebem lande. 

Digitized by Google 



IT. Kadrun. 


83 


7. Waten Botschaft. 

1 Wate reit mit vorhten in da^ Hilden lant: «21 

die andern niht getorsten. sin kraft und ouch sin hant 
het übele gehüetet in yolcstürmen grimmen. 

er entronte niht b6 gähea die Hilden hulde widere 

gewinnen. 

2 ‘Ow6’ sprach vrou Hilde, ‘wie ist eg nh ergan? 923 

eg vüerent dürkel Schilde des alten Waten man. 
unsanfte gant die moere geladen harte sweere. 

si gehabent sich übele. ich weste gerne, wä der künio 

waere.* 

8 Dar nach in kurzer wile, dd si dag gesprach, 924 

do sach man manegen ilen da man Waten sach, 
die von ir lieben vriunden gerne weiten vragen. 
do sagete er in diu masre, der iegelichen mohte wol 

betragen. 

4 Dd sprach Wate von Stürmen ^ich mao iuch niht ver- 925 

dagen 

noch sol iuch niht betriegen. si sint alle erslagen.’ 
des erschraken sere die alten zuo den kinden. 
man künde nimmer mdre sd rehte trüric Ingesinde 

vinden. 

5 Dd sprach Wate der küene ‘vrouwe, lat dag klagen. «23 
si koment niht her widere, noch nach disen tagen, 

sd uns die Hute erwahsent hie in disem laude, 
sd tuo wir Ludewige unde Hartmuote ouch alsam ande.’ 

6 Dd sprach diu trürende ‘hei, solte ich dag geleben! 929 
alleg, dag ich haste, wolt ich darumbe geben, 

dag ich errochen wurde, swie sd dag geschashe, 
dag ich vil gotes armiu mine tohter Küdrün gesaehe.* 

7 Dd sprach Wate der alte ,eg kan niht d geschehen, ^<0 
die wir da h4n ze kinden, unz dag wir gesehen, 

dag si sint swertmasgic, vil manec edel weise, 
si gedenkent an ir mage und helfent uns vil gerne zuo 

der reise.’ 


Digitized by 


Google 


Kaflron und Dietrlohepen. 



34 


Kadran. 


8 D6 sprach diu künigiune l&^e uns got geleben. 943 
mir vil armer vrouwen ist der tac ze lano gegeben., 
swer an mich gedenket und an Küdrün die armen, 
dem wil ich’s wol getrouwen, der sich über uns lat 

erbarmen.’ 


8. Kndrnn fn der Gefangenschaft« 

1 D6 si gescheiden wären, als wir in sageten ft, 993 
vil manegem recken, den was von wanden wft. 

die si in den stürmen töunde beten lägen, 

die muosten sit die weisen beweinen in ir landen äne mäge. 

2 D6 hülfen in die winde in des vürsten laut. 965 

dag liut üg Ormanie vreute sich zehant, 

dag si noch körnen selten ze ir kinden und ze ir wiben, 
die ft wmnen wolten^ dag si dort müesten tftt beliben. 

3 Ludewfc der küene sine bürge sach. »1^6 

der von Ormanie ze Küdrünen sprach 

‘seht ir die bürge^ vrouwe ? ir muget iuch vreude nieten, 
weit ir ans sin genaedic, wir wellen iuch mit richem 

lande mieten.’ 

4 D6 sprach vil trürecliche dag edele magedin 957 

‘wem möhte ich sin genaedic? wan diu genäde min, 
von der bin ich sö verre leider nü gescheiden. 

ich waene et harte verre 1 des belibe ich alle tage in 

leiden.* 

5 D6 sprach aber Ludewic ‘lät iu niht wesen leit. 958 
minnet Hartmuoten den recken gemeit. 

alleg dag wir sin habende, dag wellen wir iu bieten, 
ir muget iuch mit dem degene ftre unde wünne noch 

genieten.* 

6 D6 wären die geste körnen in die habe. 974 

alleg, dag si brähten, dag wart gevüeret abe. 

si wären zuo ir lande körnen vrcelichen, 

wan eine Küdrün und ir gesinde vuoren trüreclichen. 


y Google 



IT. Kudrun. 


35 


7 Hartmuot der snelle ui vuorte bi der bant. 970 

jnöhte e:; sich gevüegen^ si hsete e;^ gerne erwant. 

j4 nam euch diu arme den dienst von im durch 4re. 
dd tete ab er:^ vil gerne unde swa^ er dienen künde 

mere, 

8 Mit ir giengen dannen wol sehzic magedin 976 

dem gelich, si selten in hohen zühten sin 

körnen ü;; ir lande, si waren d vil msere 
in manegen künicrichen. done lie^; sie vreude haben 

ir gro^^iu swaere. 

9 Do sprach diu alte Gdrlint, da^ Ludewiges wip 988 
‘wanne sol nü Küdrdn den Hartmuotes lip, 

den jungen künic riehen^ mit armen umbeslie^en? 
er mac sich ir wol geliehen, wolte si, si endörfte es 

niht verdrießen.’ 

10 Ditze erhdrte Küdrün, diu eilende meit. 989 

si sprach ‘vrou Gerlint, eß waere iu lihte leit, 

der iuch eines note, von dem ir iuwer m&ge 
s6 manegen vloren haetet j& möhte iuch ime dienen 

wol betragen,* 

11 Do sprach ze Hartmuote die übele Gerlint 998 

‘die wisen sulen ziehen als6 diu tumben kint. 

weit et ir; her Hartmuot, mich si ziehen Idßen, 
ich trouwe eß wol gevüegen, daß si sich ir hochvart 

müeße maßen.’ 

12 Die schoenen Küdrünen, d daß er dannen gie^ 995 
der junge künec ze zühte sfner muoter lie. 

die junge küniginne gemuote eß harte sere. 

sich wolte ir niht geliehen, swie si taete, Gerlinde lere. 

13 D6 sprach diu tiuvelinne wider die schoenen meit 996 
‘wilt dü niht haben vreude, s6 muost dü haben leit. 

nü sich et allenthalben, wer dir daß wende. : 
dü muost eiten mineu püesel und muost schürn selbe 

die brende.' 

14 Du sprach diu maget edele ‘da kan ich wol zuo, 
swaß ir mir gebietet, daß ich daß alleß tuo. 


Digitized by CiOOQle 



36 


Kadrun. 


UDZ mir got von himele mine sorge wende, 
iedoch hat vil selten miner muoter tohter geschürt die 

brende.* 

15 Ze hoye gienc mit zome diu übele Gerlint. looo 

si sprach ze Hartmuote *da^ Hetelen kint 

wil dich und dine vriunde haben also smsehe, 

^ ich da^ hoeren wolte, ich wolte ^ da:^ ichs nimmer 

mer gessehe.’ 

16 Do sprach ze siner muoter Hartmuot der degen looi 
‘swie da:^ kint gebäre, vrouwe, ir sult sin pflegen 

als6 güetliche, da^ ichs iu müge gedanken. 

ich han ir get&n s6 leide, si mac wol von minen diensten 

wanken.’ 

17 D6 sprach diu küniginne ‘swa^ ir ieman tuot, 1002 

si envolget niemen. si ist s6 herte gemuot, 

man enwende sis mit übele, si kumt dir ze einem wibe 
ze rehter ma;^e nimmer, da^ tuon ouch, ^ sis &ne belibe.* 

18 D6 wurden da gescheiden diu schoene magedin, 1005 
da^ si einander lange muosten vremede sin. 

die mit großen eren herzoginne wasren, 

die muosten gam winden, si s&;^en sit in ungevüeger 

swmre. 

19 Eines vürsten tohter, der bürge het und lant, loos 
die muoste den oven heilen mit ir wi^jen hant, 

so Gerlinde vrouwen in die stuben giengen. 

da; si in als6 diente, da; si ir; zem besten niht ver- 

viengen I 

20 Werc diu vil smmhen, da; ist al wär, lOll 

der pflagen die vrouwen vierdehalbe; jar, 

unze da; her Hartmuot ü; drien herreisen 

was körnen heim ze lande, daunoch dienten alle; d& 

die weisen. 

21 D6 si im gie engegene, der junge künic sprach ioi3 
^Küdrün, schoene vrouwe, welch ist din gemach, 

sit ich und mine degene schieden von dem lande?’ 
si sprach <da muose ich dienen, da; ir sin habet sünde 

unde ich schände.* 


Digitized by LiOOQle 



II. Kudrun. 


37 


22 Do sprach aber Hartmuot ‘wie habet ir b6 getan, ioi4 
Gerlint, liebe muoter? ich hete si in doch verlän 

ze huote üf die gen&de, da^ ir diu gro^^e swsere 
an aller hande dingen geringet in disem lande wsere.’ 

23 Si sprach ze Hartmuote ^a^; unde ba^ lois 

wil ich si haben gerne.’ dö enweste da:^ 

niht rehte der recke kiiene, daj^ sis in allen ende 
wirs danne dä vor höte, da^j mohte der armen leider 

nieman wenden. 

24 Si leiste güetlichen allej^ da;^ man hiei^ 1021 

tuon die maget edele. wie lützel si des liei^! 

siben jar bevollen leit sie in vremeden riehen 

die großen arbeite, man hete si küneges kinde niht 

gell che. 

25 Do e^ dem niuwen jare nahen began, 1022 

— Hartmuot der was wise — der heit sich versan 

dei^ im und sinen vriunden wsere gar ein schände, 
da ;5 er niht kr6ne triiege und doch herre hiege ob 

küneges lande. 

26 Dö rieten sine vriunde, e^ liep oder leit 1020 

siner muoter wsere, da^ er die schoene meit 

in sinen willen brsehte swa mite er künde, 
er möhte mit der vrouwen geleben noch vil m anege 

liebe stunde. 

27 Dö sprach diu maget schoene ‘des h&n ich nindert muot, 1027 
wan mir diu übele Gerlint sö vil ze leide tuot, 

da;^ mich niht mac gelüsten deheines recken minne. 
ir und al ir künne bin ich vint von allen minen sinnen.’ 

28 G^a;^ ist mir leit’ sprach Hartmuot. ‘ob ich^ ge -1028 

dienen kan, 

swa^ iu min muoter Gerlint ze leide hat getön, 
des wil ich iuch ergetzen nach unser beider ere.‘ 
dö sprach diu maget edele ‘ich wil iu getrouwen 

nimmer mere.’ 

29 Dö sprach von Ormanie Hartmuot da^ kint 1029 

‘ir wij^get da; wol, Küdrün, da;; min eigen sint 


Digitized by Google 



38 


Etidnin. 


diu laut und die bürge unde oucb al die Hute, 
wer bienge mich dar umbe, ob ich iuch mir gewünne 

ze einer briute?* 

80 D6 sprach diu Hetelen tohter ^daj; hie^e ich missetän. 1080 
dar zuo ich keine sorge entriuwen nie gewan. 

6!^ sprsechen ander vürsten, b6 si des hörten msere^ 
da^ da; Hagenen künne in Hartmuotes lande kebese 

wsere.* 

81 ‘Wa; ruohte ich, wa; si tseten?* sprach d6 Hartmuot 1081 
‘ob et e; iuch eine, vrouwe, diuhte guot, 

s6 wolte ich künic werden und ouch ir küniginne.* 
gi sprach ^sit &ne sorge, da; ich iuch immer gerne minne. 

82 Ir wi;;et wol, her Hartmuot, wie e; dar umbe stat, ^^83 
wa; iuwer balde; eilen mir geschadet h&t, 

dö ir mich dort vienget und mich vuortet dannen, 
wa; schaden iuwer recken taten an mines vater mannen« 

88 Nü ist iu wol künde, da; ist mir leit genuoc, 1038 
da; iuwer vater Ludewic minen vater sluoo. 
ob ich ein ritter waere, er dürfte ane wäfen 
zuo mir körnen selten, war umbe solte ich danne b! 

iu slafen?' 

84 Si weiten; ba; versuochen. ze hove hie; man gäni087 
die vil Bchcenen Ortrün, ein maget wol getan, 

diu solte mit ir zühten, si mit ir gesinde, 

eines g^oten willen die armen Küdrünen überwinden. 

85 Des sagete ir d6 genäde diu maget wol get&n. lOlO 
^da; ir mich sd gerne gekroenet saehet st4n 

bi Hartmuote dem künege und da; ich lebete in Öre, 
des 16ne ich iu mit triuwen. doch müejet mich min 

eilende söre. 

86 Ir wi;;et wol, her Hartmuot swie iuwer wille stÄt, 1048 
da; man mich bevestent einem künege h&t 

mit vil staeten eiden ze eim elicheu wibe. 

e; eosi da; er sterbe, ich gelige nimmer bi recken libe.' 


Digitized by LiOOQle 



II. Kndniii. 


39 


87 Da^ tete si als6 lange, da^ sin den käneo verdroj^ 1048 
er sprach hnin vrou Küdrhn, ich wssre wol gen6^ 

des Yürsten Herwiges, den ir vür michel ere 
nemet in ze vriunde. j& strafet ir mich dicke al ze sdre.’ 

88 Diu alte wülpinne sprach ir vintlichen zno 1062 

4ch wil dag mir den dienest diu Hilden tohter tue. 

nü si sich durch ir übele dunket als6 stsete, 
nü muog si mir dienen^ dag si mir sus nimmer getsete.* 

89 D6 sprach diu maget edele *swag ich dienen mac 1063 
mit willen und mit henden naht unde tac, 

dag sol ich yligiclichen tuen in aller stunde^ 

sit mir min ungelücke bi minen yriunden niht ze- 

wesene gunde.* 

40 Dö sprach diu übele G^rlint ‘dü seit min gewant I0ö4 
tragen tegeliche hin nider üf den sant, 

unde solt dag waschen mir und mime gesinde, 
und solt dag behüeten dag man dich deheine wile 

müegic vinde.’ 

41 Dö sprach diu maget edele ^vil riches küneges wip, 1066 
so schaÜet, dag man mich löre dag ich den minen Hp 
dar zuo bringen künne, dag ich iu wasche kleider. 

ich sol niht haben wünne: ich wolte, dag ir mir noch 

tastet leider.’ 

42 Dö hieg si eine weschen tragen dag gewant, 
diu si dö lören solte, mit ir üt den sant. 
disiu arbeite diu gienc in allen nahen, 

dö si ir edelen vrouwen alsö jamerlichen waschen sÖhen. 

48 Dö sprach in ir triuwen Hildebnrc diu meit loeo 
‘eg mac si alle riuwen — gote si eg gekleit — 
die mit Küdrünen körnen her ze lande, 
die erbeitent reste küme. nü stöt si selbe waschende 

üf dem Sande. 

44 Ir sult durch got den riehen, min vrou GörUnt^ loea 
si niht eine lögen: si ist ein küneges kint. 


Digitized by LiOOQle 



40 Kndruii. 

ouch traoc min vater kröne, daj; wil ich noch Vol¬ 
bringen : 

lät mich mit ir waschen, swie uns ühele oder wol gelinge.’ 

45 D6 sprach diu ühele Gerlint ^s6 wirt dir dicke wö. 1064 
swie herte si der winter, dü muost üf den snö 

und muost diu kleider waschen in den küelen winden, 
s6 dü dich dicke gerne in dem pfieselgademe lie:;est 

vinden.* 

46 8i erbeite harte küme, deig übenden began. 1065 

da von diu edele Küdrün einen trüst gewan. 

zuo ir gie vrou fiildeburc in eine kemenüten. 
klagen si dö beide von ir dienste herzeliche tüten. 

9. Die Heerfahrt der Hegelinge. 

1 Dag was zen wihen nahten, dö kunte Hilde den tac 1075 
den, die dag selten rechen, dag Hetele töt gelac. 

dö bat sig allen künden ir vriunden unde ir mannen^ 
dag man ir liebe tohter üg Ormanie wider vuorte dannen, 

2 Dö ilten Hilden boten in Herwiges lant. 1077 

er weste wol war umbe si weeren dar gesant. 

dö gieug er hin engegene dü si si körnen sühen. 
dö gruogte ers vligiclichen, dö si im Hilden boteschaft 

veijühen. 

3 Er sprach Mü bote guote solt ir mtn dienest sagen. 1080 
jü wirt eg Hartmuote nimmer vertragen, 

dag er mine vrouwen sö lange hat gevangen. 

bag dan ander ieman sö mac mich der arbeit belangen.’ 

4 Hilden der schosnen helfe waere nöt, 1083 

hin ze Tenemarke ir vriunden si eg enböt, 

dag die vil snellen recken niht lenger selten bften, 
die ze Ormanie nüch der schoenen Küdrün weiten riten. 

5 Sie bieg eg sagen Hörande, dag er gedaehte dran, ioS4 
er waere des küneges künne, dag er und sine man 


Digitized by LiOOQle 


II. Kudrtm. 


41 


die ir lieben tobter in liefen erbarmen, 

si wolte I selbe ersterben 4 sis ligen ssshe an Hartmnotes 

armen. 

6 D6 sprach der degen küene *yronn Hilden solt dü io86 

sagen^ 

da^ ich e^ als6 süene mit maneges wibes klagen, 
ich knme zuo ir gerne und alle:^ mtn gesinde. 
man hoert darumbe weinen im lande noch von maneger 

mnoter kinde.’ 

7 Die boten riten balde gegen Ortlant, 1096 

da man hf dem plane den jungen degen vant 

bi einem breiten pflüme, der was vögele riche. 
mit sinem valkensßre beizte da der künec vil kündicliche. 

8 Die valken lie;; er vliegen. do reit er balde dan 1098 
da er in kurzen ziten trüeben muot gewan. 

die boten er d6 gruo;;te. wie schiere si im da;^ künden, 
da^ si die küniginne ze allen ziten weinende vunden. 

9 Si sageten im ir dienest triuwe unde guot: 1099 

wie der recke waere dar umbe gemuot 

oder wen er siner manne dar wolte bringen? 
si selten herverten" hin ze Ormanie von den Hegelingen. 

10 D6 sprach der degen Ortwin ^dü h4st mir wär geseit. iioo 
ich wil von hinnen vüeren michel unde breit 

ein her mit guoten beiden, zweinzic tüsent manne, 
die wil ich dar vüeren, ob ir deheiner nimmer koeme 

dannen.* 

11 Man sach in allen enden riten in da;; lant iioi 

n&ch den vrou Hilde bete gesant. 

' wie si der wol gedienten, des vlijijens sich durch Sre. 
die beide die ir körnen, der was sehizic tüsent oder möre. 

12 Genuoge mit in vuoren, den ir vater was erslagen. nie 
die biderbe weisen wolten ir schaden niht vertragen, 
joch weinte vil der vrouwen d& ze Hegelingen, 

wanne in got von himele ir liebiu kint solte wider 

bringen. 


Digitized by LiOOQle 



42^ 


Kudnin. 


10. Herwfgr nn4 Ortwin gehen aof Knndgchaft. 

1 Die segele hie^ man lä:^en nider in al dem her. 1141 
einen berc si sähen vor in in dem mer 
und euch Tor dem berge einen walt vil witen. 
da hin begunde raten Wate sinen beiden an den ziten. 

^ Do sprach Wate der wise ‘so traget hf den sant 1146 
schilt unde wäpen und iuwer wicgewant. 
tuot iuch selbe unmüe^ic, die knehte heißet dienen, 
diu ros sol man baneken. ir heißet halsberge unde 

helme riemen.’ 

8 ‘Wir selten boten senden’ sprach dö Ortwin, 1152 

‘die uns ervüeren msere von der swester min 
und von den eilenden, ob lebeten noch die meide. 

Bwmm ich an si gedenke, ad ist mir dicke herzenliche 

leide.’ 

4 D6 sprach der künic Herwfo ‘wilt dü der ander 1165 
ich wil bi dir sterben oder aber genesen. [wesen, 
was diu maget din swester, man gap mir si ze wibe. 
üg ir dieneste einen tao ich nimmer belibe.’ 

5 D6 si beide wolten in boteschefte dan, 1158 

d6 hiegens in gewinnen ir mäge unde ir man, 

da^ si mit in redeten dag si ir vesten eide 
nimmer vergeg^en selten an den küenen recken beiden. 

6 Des gaben si ir triuwe ■ den vürsten an ir hant 1163 
die aller besten drunder, dag si ir eigen laut 

mit willen noch mit muote niht wolten beschouwen, 
si enbrsshten mit in widere üg Ormanie die eilenden 

vrouwen. 

11. Die Botschaft des Schwanes. 

1 NA swfgen wir der degene. ich wil iuch län vememen, 1165 
die wol mit vreuden wseren, wie den dag mac gezemen, 
dag si müegen waschen in den vremeden landen. 

KAdrün unde Hildeburc die wnoschen alle zit üf einem 

lande. 


Digitized by LiOOQle 



II. Kn<lrnn. 


43 


2 was in einer vasteu umb einen mitten tach* 1166 
ein Yogel kam gevlo^gen. Küdrun d6 sprach 
« YOgel schoene, du erbarmest mir so sSre, 

^ da; dü sd YÜ geYliu^est &f diseme Yluote’ sprach diu 

maget here. 

8 Dö sprach der yogel schoene ‘dü mäht dich wolYersehen,ii69 
maget yü eilende: dir sol gr6g liep geschehen, 
wilt dii mich Yrägen Yon diuer mage lande, 
ich bin ein bote der dine, wan got ze tröste mich dir 

her sande.* 

4 Dö sprach diu gotes arme *sit dich Krist hat gesani li7i 
uns YÜ eilenden ze tröste in ditze lant, 
du solt mich la^en hoeren, bote dü yü guoter: 
lebet noch Inder Hilde? diu was der armen Küdrönen 

muoter.* 

6 Dö sprach der vil höre ‘ich wü dir Yerjehen, 1172 
Hilden dine muoter hön ich gesunt gesehen, 
dö si dir her da^ grcBi^est Yrurate her ze lande, 
daj; witewe oder künne durch lieber Yriunde willen ie 

gesande.* 

6 Dö sprach diu maget edele ‘bote dö yü her, ins 
la dich des niht Yerdrie^en, ich wü dich Yragen mör. 
lebet noch indert Ortwin, der künec Yon Ortlande, 

und Herwic min Yriedel? diu m»re ich harte gerne 

erkande.* 

7 Dö sprach der YOgel schoene ‘da^ tuon ich dir wol 1174 
Ortwin unde Herwic die sint wol gesunt. [kunt. 
die sach ich in den ünden öf des meres muoder. 

die ellenthaften degene zugen yü geliche an einem ruoder.’ 

8 Si sprach ‘sö hörte ich gerne, höst dö dajj Yernomen, 1180 
sol Yon Tenemarke Hörant her körnen 

mit den sinen beiden, die mich in sorgen liefen? 
den wei^ ich alsö biderben, da:; ich armiu maget sin 

möhte wol genießen.* 

9 ‘Dir kumt Yon Tenemarke Hörant der neYe din nsi 
öf urliuge starke er und die recken sin. 


Digitized by LiOOQle 



44 


Kudrun. 


er sol dai; Hilden Zeichen tragen in sinen handen^ 
b6 die Hegelinge koment zno dem Hartmuotes lande.* 

10 D6 sprach aber Küdrün ^anst dü mir gesagen^ ii83 

lebet noch Wate von Stürmen? sö weite ich niht Magen. * 
des vreuten wir uns alle, swenne da^ geschehe, 
da; ich euch den alten Fruoten bi miuer muoter Zeichen 

gesaehe.* 

LI D6 sprach aber der vogel ‘dir kumt in ditze lant 1183 
Wate von den Stürmen, der hat an sin er hant 
ein starke; stierruoder in einem Mel bl Fruoten. 
be;;er vriunde deheiner darftü niht bi urliuge muoten.* 

12 D6 muoste von in scheiden der bote vil her. 1188 

die eilenden vrouwen vragten do niht mer. 
ja was in mit gedanken liep unde swaere, 
die in d4 helfen selten, w4 da; vil werde Ingesinde waere. 

12. Gerlindg Schelten. 

1 Der tac hete ende, ze hüse selten gan ii^ 

diu magedin eilende. d6 wart in getan 

zornliche; strafen von der übelen G^rlinde. 

da; lie; si vil selten, si’n zumte mit dem edelen in- 

gesinde. 

2 Si sprach zno den vrouwen ‘wer git in den r&t, 118^ 
da; ir s6 seine waschet die sabene und ander wat? 
inine wi;e pfelle die bleichet ir ze seine. 

diu e; niht behüete, ich wil da; e; etelichiu weine.* 

3 Do sprach diu vrouwe Hildeburc ‘wir tuon swa;ii80 

wir gemügen. 

ouch sult ir iuwer zühte, vrouwe, an uns gehügen. 

uns arme; ingesinde vriuset ofte sSre. 

waeten warme winde, wir wüeschen iu vil deste mere.* 

4 D6 sprach aber G^rlint in übellichen zuo llW 

‘ja sult ir iuch niht sümen, swie da; weter tuo, 

ir’h waschet mine sabene vruo und spate. 

als e; betaget morgen, s6 sult ir g^n von miner kemenate. 


Digitized by LiOOQle 



n. Kndrun. 


45 


5 Uns n^hent höchzite, da ;5 habet ir wol veruomen. 1192 
der palmetac ist nahen, uns aalen geste körnen. 

und gebet ir minen beiden wi;;iu niht ir kleider, 
so geschach nie weschen mdre in küneges seiden noch 

zer werlde leider.’ 

6 Von ir si dd giengen. ai legten von in na^ ii93 

dio w&t, die si truogen — man solte ir pflegen baijl — 
niwan zwei salwiu hemede. aus künde si bedenken 
Gerlint diu yil übele lie^ ai äne küsse ligen üi harten 

henken. 


18. Das Wiedersehen« 

1 Küdrün diu arme vil unsanfte lac. 1195 

si erhiten beide küme, wanne e^ wurde tac, 

und sliefen deste minner, si ween dar an gedsehten, 
wanne in diu vogellin ze Ormanie guote ritter braehten. 

2 Näch ir gewonheite giengens üf den sant. 1205 

si stuonden unde wünschen aber dag gewant, 

dag si getragen hSten nider zuo den griegen. 
ir hdhes gedingen mohten si yil übele nü geniegen. 

8 Do si ge warten lange^ do sahens üf dem sd 1207 

zwene in einer harken und ander nieman me. 
do sprach vrou Hildeburc ze Kudrün der riehen 
*dort sihe ich vliegen zwSne, die mügen dinen boten 

wol geliehen.’ 

4 ‘Ich vil gotes armiu, ja enweig ich, wag ich tuo. 1209 
trütgespil Hildeburc, rat mir dar zuo: 
sol ich von hinnen wichen oder lägen mich hie vinäen 
in disen grogen schänden? ä wolte ich immer beigen 

ingesinde.* 

6 D6 kärten si sich umbe und giengen beide dan. 1211 
dö wären ouch sä nähen dise zwäne man^ 
dag si die schoenen bi dem stade sähen, 
si wurden des wol innen, dag si wolten von den klei- 

dem gäben. 


Digitized by LiOOQle 



46 


Eadrnn. 


6 Si sprangen 6; der barken und ruoften in bin n&cb 1S13 
^ir vil schoenen weschen, war ist iu so g4ch? 

wir sin vremede liute, da^ muget ir an uns kiesen, 
scheidet ir von hinnen, so müget ir die vil riche sa« 

bene vliesen.’ 

7 Si giengen in ir hemeden, .diu w&ren beidiu naj^. itis 
den vil edelen vrouwen was 6 gewesen baj. 

ir vahs was in zervüeret von merzischen winden. 
elf regente oder eg snite, harte we was den yil edelen^* 

kinden. 

8 Her wie der edele gnoten morgen b6t 1220 

den eilenden kinden. des wsere in dicker n6ty 

wände ir meisterinne diu was vil ungehiure: 

^guoten morgen, guoten &bent’ was den minnioHchen 

meiden tiure, 

6 ‘L4t iueb niht verdrießen und nemet unser golt. 1224 
guoter bouge viere dag si iuwer solt, 
dag ir scheene vrouwen iuch niht lat betragen, 
die geben wir iu gerne, dag ir uns saget des wir iueb 

wellen vragen.* 

10 ^Hot läge iu iuwer bouge beiden sselic sin. i2S5 

wir nemen von iu niht miete* sprach dag magedin. 

^nd vraget, swes ir wellet: wir müegen scheiden hinnen, 
siht man uns bi iu beiden, dag ist mir leit von allen 

minen sinnen.* 

11 *Wos sint disiu erbe und ditze riche lant 1228 

und ouch die guoten bürge? wie ist er genant? 

dag er iuch äne kleider lat so swache dienen, 
wolt er iht haben ere, s6 solte img vür guot vervähen 

niemen.* 

12 Si sprach ‘der vürsten einer heiget Hartmuot: 1227 

dem dienent lant diu witen und veste bürge guot. 

der ander heiget Ludewic von Ormauieilche. 
in dienent vil der beide: die sitzent in ir lande lo- 

beliche.' 

13 ‘Wir ssehen si vil gerne* sprach Ortwin. i**8 

‘muget ir uns bescheiden, vil schoeniu magedin, 


Digitized by LiOOQle 



n. Kndrnn. 


47 


w& wir die yürsten beide in ir lande möbten vindeu ? 
wir sin zuo in gesendet. j& si wir eines küneges In¬ 
gesinden.* 

14 KtLdrdn diu h4re sprach den beiden zuo 1229 


lie si in der bürge biute morgen vruo 
ligen an ir bette wol mit yierzic hundert mannen, 
d^ ist mir ungewi^^en, sint si indert in der zit ge- 

riten dannen.* 

15 Ofte erblikte Herwic die junovrouwen an. 1284 

si dübte in sd schoene und euch sö wol get&n, 

daj; e^ im in einem herzen harte siuften brahte. 
er geübte si ze einer, der er vil ofte güetliche geddhte. 

16 Dö sprach aber Ortwin ‘ist iu iht bekant 1235 

nmbe ein bergesinde, da:; kom in ditze lant? 

in starker herrerte br4hte mans iu ditze riebe. 1286 
die eilenden vrouwen körnen her ze lande jamerliche.* 

17 Si sprach ‘die ir d4 suochet, die hön ich wol ge- 1287 

sehen 

in grö:;er arbeite: des wil ich iu veijehen.’ 
j& was si’:; der einiu, die Hartmuot dar br&hte. 


e; was selbe Küdrün. si wmne der mmre deste ba; 

gedahte. 

18 Dö sprach der vürste Herwic ‘nü seht, her Ortwin, 1238 
Bol iuwer swester Küdrün indert lebende sin 

in deheinem lande üf al dem ertriche, 

sö ist da; diu selbe, ich gesach ir nie deheine so 

geliche.’ 

19 Si sprach „swie ir sit geheimen, ir sit lobelich. i24t 
einen ich erkande, dem sit ir anelich. 

der was geheimen Herwic und was von Sölande. 
ob der heit noch lebete, so erlöste er uns von disen 

starken banden.’ 

20 Dö sprach der ritter edele ‘nü sehet an mine hant. 1247 
ob ir da; golt erkennet, sö bin ich Herwic genant, 

da mite ich wart gemahelet Küdrün ze minnen. 
sit ir dann piin vrouwe, sö vüere ich iuch gewaltic- 

üche hinnen.’ 


Digitized by LiOOQle 



48 


Kndrnn. 


21 Si ersmielte in ir vreuden. do sprach da^ magedin i249 
‘da:; golt ich wol erkande: hie vor d6 was e:; min. 

nü sidt ir sehen ditze^ da; min vriedel sande^ 
dd ich vil arme; magedin mit vreuden was in mines 

vater lande.* 

22 Er blikte ir n4ch der hende. d6 er da; golt ersach, 1250 
Herwic der edele ze Küdrünen sprach 

‘dich truoc ouch ander nieman, e; enwsere küneges 

künne. 

nu han ich n4ch manegem leide gesehen mine vreude 

und mine wünne.’ 

23 Er nmbesld; mit armen die hSrlichen meit. 1251 

in was ir beider maere liep unde leit. 

er kuste, inwei; wie ofte, die küniginne riche, 
si nnde Hildeburc die eilenden maget minnicliche. 

24 Dö sprach der herre Herwic ‘des muge wir verjehen, 1255 
da; uns an dirre verte ist als6 wol geschehen^ 

da; uns nimmer künde zer werlde ba; gelingen, 
nü sul wir des gäben, da; wir si von der veste bringen.* 

25 Den eil enthaften degenen was von dem stade gäch. 1263 
Küdrün diu arme ruofte Herwigen nach 

‘e was ich diu beste, nü hat man mich zer boesten. 
wem wil dü mich lä;en oder wes sol ich mich armer 

weise troesten?’ 

26 ‘Dü bist niht diu boeste, dü muost diu beste sin. 1264 
vil edele küniginne, verhil die reise min. 

ä morgen schint diu sunne, ich bin vor disen seiden, 
da; habe üf minen triuwen, mit ahtzic tüsent miner 

küenen beide.’ 


14« Kndnins List. 

1 D6 sprach diu vrouwe Hildeburc, diu meit ü; trlant, 1267 
^wes lät ir, küniginne, ligen ditz gewant? 
da; ir niht enwaschet Ludwiges man diu kleider, 
und wirt des Gärlint innen, sö getete si uns noch nie 

leider.’ 


Digitized by LiOOQle 



II. Kudnin. 


49 


2 Do spraoli diu Hilden tohter ^dar zuo bin ich ze bör, 1268 
daj 5 ich Gerlinde wasche immer mer. 
dienest alsd swache^ sol mir nü versmahen: 
mich kusten zw^ne künege und mochten mich mit 

armen umbevähen.’ 

8 ,Nü wil ich disiu kleider tragen zuo der vluot. 1271 
si suln des wol geniej^en* sprach diu maget guot, 

^daj; ich mac geliehen einer küuiginne. 

ich wirfe si 4f die ünde, da:^ si vriliche vliej^en hinnen.* 

4 Swa^ Hildeburc geredete, Ktldrün truoo dan 1272 
die GSrlinde sabene. zürnen si began. 

si swanc si von den handen verre zuo den ünden. 
si swebeten eine wile: ine wei^, ob sis immer mSre 

vünden. 

5 D6 nahent ej; der nahte, daj^ in des tages zeran. i278 
Hildeburc gie swsere zuo der bürge dan. 

si tmoc ander kleider und siben sabene riebe, 
diu Ortwines swester gienc bi Hildeburge ledecliche. 

6 Dd sprach din wülpinne 'w4 sint die sabene min? i880 
dag dü also gewunden h4st die hende din 

so rehte müegicliche in den dinen gSren, 

und leb ich deheine wile, ich wil dich anderen dienest 

leren.* 

7 D6 sprach dag Hagenen künne 4ch h4n si ligen lau 1281 
da nidene bi der vlüete. do ich si wolte dan 

mit mir ze hove tragen, si wären mir ze swsere. 
beschouwet ir si nimmer, dag ist mir üf min triuwe 

vil unmsere.* 

8 D6 sprach diu tiuvelinne 'ja geniugest dü sin niht. 1282 
ä dag ich entsläfe, wie leide dir geschihtl’ 

do bieg sis üg ziehen, üg dornen besemen binden, 
der ungevüegen zühte wolte d6 vrou Gärlint niht er- 

winden. 

9 Mit listen sprach d6 Küdrün 'dag wil ich iu sagen: i284 
wird ich mit diseme besemen hint hie geslagen, 

Kadmn and Dietrichepen. 4 

Digitized by GooqIc 



50 


Kndmiu 


gesiht micli immer ouge gestdn bt künegen rieben, 
da^ ich trage kröne, in wirt sin gelonet sicherlicben. 

10 ir mich der zühte müget vil gerne erlän, 12S5 
so wil ich S minnen den ich versprochen h&n. 

ich wil da^ künicriche ze Ormanie bouwen. 

wird ich gewaltic immer, 86 tnon ich des nieman mac 

getrouwen.* 

11 D6 sprach diu vrouwe G6rlint ‘so lie^e ich minen zorn. 1286 
und ob dü tüsent sabene heetest mir verlorn, 

die wolte ich verkiesen. ej^ koeme ouch dir ze guote, 
ob dü von Ormanie minnen den vürsten Hartmuote.* 

12 Die d6 die rede horten, die liefen balde dan. i2S8 
dem sneilen Hartmuote wart ej; kunt getan. 

bi im sa^en m6re der eines vater manne. 

d6 sagete im einer msere, da;; er ze Küdrdnen gienge 

dannen. 

13 Der sagete im ofPenlichen ‘gebt mir daij boten br6t. isjss 
der schoenen Hilden tohter ir dienest iu enbot, 

da:^ ir körnen ruochet zuo ir kemenäten. 

si wil iuch nimmer vremeden. si hat sich be^^er dinge 

sit beraten.' 

14 D6 sprach der ritter edele ‘dü liugest üne not. 1290 
wseren war din mssre, ich gsebe dir boten brot 

guoter bürge drie und dar zuo huobe riche 

und sehzic bouge goldes. ja wolte ich immer leben 

wünnicliche.’ 

15 Dd sprach ein sin geselle ‘ich hün e^ ouch vernomen. 1291 
die g&be wil ich teilen: ir sult ze hove körnen. 

e^ sprach diu maget edele, da^^ si iuch gerne minne, 
ob ir des geruochet, si werde hie ze lande küniginne.’ 

16 Hartmuot der sagete d6 den boten danc. 1292 

wie rehte vroelicben er von dem sedele spranci 

er wünde, dai; in minne hsete got ber&ten. 
in vroelichem muote gienc er zuo der meide kemenäten* 


Digitized by LiOOQle 



II. Rndrnn. 


51 


17 D6 stuont in nai^^em hemede da;; hSrlfohe kint. 1298 
mit weinenden ougeu grao;;te si in sint. 

si gienc im hin engegene und stuont im alsd nähen, 
dag er mit sinen armen wolte Küdriinen ambevaben. 

18 8i sprach ‘neinä Hartmuot! des entuot noch niht. 1294 
ja wfgent iug die liute, swer sö dag ersiht. 

ich bin ein armiu wesohe: eg mac iu wol versmähen. 
ir nt ein künic riebe, wie gezseme ich iu mit armen 

ze umbevähen?’ 

19 In sinen grogen zühten er stuont üf hoher dan. 1296 
er sprach ze Küdrünen ^maget vil wol getan, 

nh du mich ruochest ininnen, ich wil dich hohe mieten, 
mir unde minen vriunden mäht dü, swag dü selbe wilt, 

gebieten.’ 

20 D6 sprach diu junevrouwe ‘mir wart sanfter nie. 1297 
sol ich vil gotes armiu nä gebieten hie, 

so ist min gebot dag erste näch grdger arbeite, 
ä dag ich Idnt släfe, dag man mir ein schoeneg bat 

bereite. 

21 Min gebot dag ander dag sol ditze ^in, 1298 

dag man mir balde bringe miniu magedin, 

swä man si vinde under Gerlinde wiben. 

in ir pfieselgademe ensol ir deheiniu niht belibeu.‘ 

22 ‘Dsg schaffe ich willicliche’ sprach her Hartmuot. 1299 
do suohte man üg dem gademe manege maget guot, 

die mit strübendem häre unde in swachen kleiden 
hin ze hove giengen. diu übele Gerlint was unbescheiden. 

23 Dd körnen dri und sehzic da Hartmuot si sach. iRco 
Küdrün diu edele gezogenliche sprach 

^nü scliouwet, künic riche: weit ir dag hän vür ere? 
wie sint erzogen die meide?’ dö sprach er ‘eg geschiht 

in nimmer mere. 

24 Ich sol si sehen gerne bi iu gekleidet stän.’ 1803 

bades vligicltchen gäben man began« 


Digitized by LiOOQle 



52 Kodrun. 

Hartmnotes künnes wart maneger kamer»re. 

si ilten ir alle dienen, durch da:^ ei in dar nach gensdic 

w«Bre. 

25 Dd si gebadet wären, dd brahte man in win, 1303 
daj^ in Ormanie niht be^^er mohte sin. 

mete den yil guoten brähte man den vrouwen. 
wie es im gedanket würde wie solle des her Hartmnot 

getrouwen ? 

26 yon dannen gieno d6 Hartmuot. schenken man ir schuof i3i6 
unde truhsse^en. da was vil kleiner ruof. 

man hie; d6 haben schdne die stolzen meide riebe, 
mit trinken und mit spise pflac man der eilenden 

vli;icliche. 

27 Dd sprach von Hegelingen ein yil schoene meit 1317 
*s6 wir dar an gedenken, so wirt uns dicke leit, 

sul wir bi den beliben, die uns her brahten, 

uns selben äne wünne: des wir uns doch selten ie gc- 

dähten.’ 

28 Si begunde weinen dä ir yrouwe sa;. isis 

dd der kinde mdre gesehen beten da;, 

si gedähten in ir sorgen ir ungemaohes sdre. 
si weinten sumeliche. des erlachte Küdrün diu hdre. 

29 Si wanden, da; si sollen immer dä bestän. 1319 

dd was der yrouwen wille nindert sd getan, 

da; si belibe gerne bi in tage yiere. 

dd kom e; an die zite, da; si; Odrlinden rünten schiere. 

30 Küdrün ir gesinde yrägen dd began, 1324 

ob ir gebettet waere: si wolte slafen gan. 

si was die naht al eine gescheiden yon ir swaere. 
dd giengen mit der meide des künic Hartmuotes ka- 

meraere. 

81 Diu kint yon Ormanie diu truogen ir diu lieht. 1325 
si beten ir gedienet dä yor yil selten ieht. 
man yant dä gerihtet wol dri;ic oder mere 
yil süberlicher bette, dä sollen ligen der ritter tohter 

hdre. 


Digitized by LiOOQle 



II. Kadrun, 


53 


82 Dd sprach diu maget edele sult ir slafen gan, 1828 
ir Hartmuotes beide, wir wellen ruowe han, 
ich und mine vrouwen; doch dise naht al eine. 

81 1 wir her bekomen, sd gewunne wir mdr deheine.’ 

33 Swa;; d& was der vremeden^ die sach man dannen g&n, 1829 
die wisen mit den tumben. die Hartmuotes man 
die ilten ze ir gemache der kemenaten. 
von mete und ouch von wine die armen wären vlij 5 ic- 

liche beraten. 

84 D6 sprach diu Hilden tohter ^beslieget mir die tür.’ 1380 
starker rigele viere scho^ man dar vür. 

ouch was da^ gadem sd veste, swes man da begunde, 
de4 der kemenäte besehe!denlichen nieman hoeren 

künde. 

85 Dd sä^ens aller drste und trunken guoten win. 1831 
dd sprach diu küniginne ‘vrd müget ir wol sin, 

alle mine megede, nach starkem iuwerm leide. 

ich lä:;e iuch morgen schouwen an iuwer vil lieben 

ougen weide. 

36 Ich hän geküsset hiute Herwige minen man 1882 

und Ortwin minen bruoder. dä sult ir gedenken an: 
swelhiu wil werden riche von mir än aflejj sorgen, 

diu si des genoete, da^ si uns nach der naht verkünde 

den morgen.^ 

37 Dd legten si sich slafen. vrd was in der muot. 188^^ 
si westen, dai; in koeme manio ritter guot, 

die in gehelfen möhten von ir grdj^en sorgen. 

dar zuo stuont ir gedinge, da:; si si seehen an dem 

nsehsten morgen. 

15. Torbereitung des AngrifBs. 

1 Nü hoeren wir ein maere, des habe wir niht vemomon. 1385 
Ortwin unde Herwic wären balde körnen 
dä si ir recken vunden noch üf dem wilden sande. 
dd liefen in engegene die beide dg Hegelinge lande. 


Digitized by LiOOQle 



51 


Radron. 


2 Die boten si wol enpfiengen und bäten in da^ sagen, 
waj^ si maere brsehten; si seitens niht verdagen. 

do sprach der degen Ortwin ‘nd bringe ich iu maere, 
möhte e^ sich gevüegen, der ich mit minen vriunden 

gerne enbsere. 

3 Nd hoeret michel wunder, da^ hie ist geschehen, 1333 
Kddrun mine swester die hän ich gesehen 

unde Hildeburge die maget u^ trriche.' 

dö er in da^ sagete, d6 heten e^ vür lüge sumeliche. 

4 ‘Nu vräget Herwigen, der hat si ouch gesehen, 13U 
und also, da^ uns künde leider niht geschehen. 

nu gedenket, alle ir mage, ob uns da^ si ein schände: 
wir vunden Hildeburgen und vroun Kudrdn waschen 

df dem sande. 

5 Welt ir Kddrdnen helfen dg der n6t, 1313 

so sult ir nach der wige diu kleider machen r6t, 

diu da habent gewaschen ir vil wige hende. 

d& mite sult ir ir dienen; so mac si körnen dg ir eilende.’ 

6 Do sprach Wate der aide ‘dag kan ich raten wol. 1845 
ich getrouwe in vor der selde gedienen als ich sol, 
gelebe ich die zite, dag ich in kum sö nähen. 

ir beide, ir sultg hie rdmen, unde sult gen Ormanie gäben. 

7 Der luft ist so heiter, sd riche und so breit 1846 
der mäne schinet hinte: des bin ich gemeit. 

nu gäbet von dem sande, ir tiurlichen beide, 
ä eg morgen tage, dag wir sin ze Ludewiges selde.’ 

8 Si wurden harte unmüegic durch den Waten rät, 1347 
ä si zen schiffen brsehten ir ros unde ir wät. 

si fiten, swag si mohten, des nahtes zuo dem lande, 
ä dag eg tagen beguude, si wären vor der bürge üf 

dem sande. 

16. Kriegrsrflstang der Normannen. 

1 Eg was der morgensteme höch üf gegän. 
do kom ein maget schoene in ein venster stän. 
do sach si liuhten helme und vil der liebten Schilde. 
diu burc was beseggen: von gewsefen lühte al dag gevilde. 


Digitized by LiOOQle 



n. Kadnin. 


55 


2 D6 gienc si hin widere da si ir vronwen yant. 1367 
* wachet, maget edelei aJlej; ditze lant 
und disiu buro veste mit vinden ist bese^i^en. 
unser yriunt da heime habent unser armen niht ver- 

gejjgen.’ 

8 Do si da^ geredete^ dag liut noch meistec slief. isüo 
Ludwiges wahtsere krefticlichen rief 
^wol üt, ir stolzen recken! wafen, herre, w4ten! 
ir küene von Ormanie, j4 wsene ich ir ze lange habet 

geslafen.’ 

4 Ditze erhörte Gerlint, Ludewiges wlp. 1361 

clö lieg si ligen slafen des alten küneges lip« 

dö gahte si harte halde selbe in eine zinne. 
dö sach si vil der geste. unmagen leit was dö der 

tiuvelinne* 

5 Si ilte hin widere dö si den künic vant. 1862 

^wachö, herre Ludewto! din buro und ouch din lant 
dag ist umbemöret von gesten ungehiure. 

dag lachen Ködrünen koufent dine recken hiute tiure.’ 

6 Dö lieg er ligen slafen alle sine man. 1366 

Ludewic unde Hartmuot die zwöne giengen dan 
schouwen in diu venster. dö si diu here sahen, 
schiere sprach dö Hartmuot ^si ligent miner bürge ein 

teil ze nahen. 

7 Dort sihe ich vanen einen, der ist wiger danne ein 1372 

guldiniu bilde müget ir kiesen dran. [swan. 

den höt min swiger Hilde gesendet über ünde. 

der hag der Hegelinge wirt ö morgen öbent vil wol 

künde. 

8 Noch sihe ich hie bi weihen einen vanen breit 1373 

von wolkenblöwen siden. dag si iu geseit: 

den bringet uns her Herwic da her von Sölande. 
sebleter swebent dar inne. er wil hie vaste rechen 

sinen anden. 

9 Nö wol üf sprach Hartmuot, ‘alle mine man! 1370 

wan ich den grimmen gesten der ere niht engan, 


Digitized by LiOOQle 



56 


Kudran. 


da; si ze miner bürge geriten sint sö n4ben. 

wir Buln si vor der porten mit den swertslegen wol 

enpfahen.' 

10 D6 sprangen von den betten die man noch ligende 1376 

vant. 

si ruoften, da; man brsehte ir liebte; wicgewant. 

si wollen dem künege helfen wem da; riebe. 

wol vierzic hundert degene garten sich dar inne süber- 

liche. 


17. Beginn des Kampfes* 

1 Nü nahent e; dem strite. der heit ü; Sturmlant 1302 
begunde ein horn blasen, da; man; über sant 

wol von sinen kreften hörte dri;ic mile. 

die von Hegelingen begunden zuo dem Hilden Zeichen 

ilen. 

2 Dö blies er ander stunde, da; tete er umbe da;, 1393 
di; iegelicher recke in den satel sa; 

uad ir schar schikten dar si wolten kören. 

man gevriesch in den strften nie alten recken alsö 

hören. 

3 Er blies ze dritten stunden mit einer krefte grö;, 1394 
da; im der wert erwagete und im der wöc erdö;. 
Ludewiges eckesteine ü; der müre möhten rlsen. 

dö hie; er Höranden der schoenen Hilden Zeichen 

dannen wisen. 

4 Si vorhten Waten söre. dö wart nieman lüt. 1305 
man hörte ein ros ergrinen. da; Herwiges trüt 

stuont obene in der zinne. stateliche riten 

sach man die küenen, die mit Hartmuoten wolten 

striten. 

5 Nü was körnen Hartmuot unde sine man 1396 

ze vli;e wol gewapent ü; der porten dan. 

von vremeden und von künden durch die venstersteine 
erglasten in die helme. enwas ouch Hartmuot dd 

niht eine. 


Digitized by LiOOQle 



II. Kadrun. 


57 


C D6 sacb man Hartmuoten riten vor der schar. 1408 
ob er ein keiser wsere, s6 knnde er nimmer gar 
vli^icUcher werben, e^ lühte gSn der sunnen 
allej; sin gewmte. im was noch hohes muotes unzerunnen. 

7 Dö hete Ortwfnen Hartmuot erkom. 

swie er sin niht erkande, doch honte er mit den sporn 
sin ros, dajj spranc vil wite. er reit üf Oi’twinen. 
ir sper si neigten bSde: dk von man sach liebte brünne 

erschinen. 

8 Diu ros df gesprungen. d6 hnop sich michel klanc 1409 
von der künege swerten. man mohte in sagen danc, 
da;; si den strit erhuoben sd rehte ritterlichen. 

si w&ren beide küene. si weiten an einander niht ent¬ 
wichen. 

9 D6 sach von Tenen Horant Ortwinen wunt. 1420 

do begunde er vragen, wer iht ungesunt 

gemach et* in dem strite einen lieben herren. 

Hartmuot der lachte: j4 w4rens von einander vil nn- 

verre. 

10 Ortwin sagete im selbe ^da^ tete her Hartmuot.* I42i 
dd gap da:; Hilden Zeichen von im der degen guot, 
da;; er wol künde bringen nach maneger gr6^er ^re 

ze schaden sinen vinden. des dranc er ndch Hartmuoten 

sSre. 

11 Hartmuot bi im hörte ungevüegen schal. 1422 

er sach da^ bluot rilichen vlie;en hin ze tal 

vil raanegen den wunden nider zuo den vüe:;en. 
dö sprach der degen küene ^den schaden sol ich minen 

beiden büe;;en.* 

12 Dö körte er sich hin umbe da er Höranden sach. 1428 
von ir beider eilen balde da^ geschach, 

da^ viur von den ringen in dräte vür die ougen. 
sich bugen swertes ecke von ir banden üf den helm- 

bougen. 

18 Er wunte Höranden, als ouch ö geschach 1424 

dem küenen Ortwinen, da^ im ein röter bach 


Digitized by LiOOQle 



Kndrnn. 


R8 

vlo:; einen ringen von Hartmnotes handen. 
er was so rehte biderbe: wer solte muoten d6 n&ch 

einen landen? 


18. Ludwigs FalL 

1 Ldte moft* dd Herwio 4st iemen dag erkant, 1431 
wer ist jener alte? der hat mit siner hant 

sd yil der tiefen wunden alleg hie gehouwen 

von einem starken ellen^ dag eg beweinen müegen 

schcpne vrouwen.’ 

2 Dag erhdrte Lndewic, der voget dg Ormanin. 1432 
Ver ist der in der herte hat gevraget min? 

ich bin geheigen Lndewio von Ormanieriche. 
möhte ich mit vinden striten, dag tsete ich wol ndch 

dren sicherliche.* 

9 (Ich bin geheigen Herwic: dd neeme mir nun wip. 148S 
die mnost dd geben widere, oder unser eines lip 
muog dar umbe sterben, dar zuo der recken mere.* 
dd sprach der künic Ludewic ^dd dröust mir in mim 

lande gar ze sere. 

4 Dd hdst mir dine bihle dne ndt getan. 1436 

ir ist hie noch mere, den ich genomen hdn 

ir guot und ir mage. des solt dd mir getrouwen, 
ich sol eg alsd schaffen, dag du nimmer küssest dine 

vrouwen.’ 

5 Ndch dem selben worte liefens einander an, 1437 

die zwdne riebe künege. swer eg da guot gewan, 

der holte eg unsanfte, von ir ungelinge 

von ir beider Zeichen sach man manegen guoten zuo 

in springen. 

6 Herwio was biderbe und küene genuoo. 1483 

der vater Hartmnotes den jungen künic sluoc, 

dag er begunde strdchen vor Ludewiges banden, 
er wolte in hdn gescheiden von sinem libe und von 

sinen landen. , 


Digitized by LiOOQle 



IT. Kndrnn. 


59 


7 Wseren niht sd n&hen die Herwfges man; l43a 

die im mit vl4e hülfen, sd künde er nimmer dan 
ane sin ende von im sin gescheiden. 
also künde Ludewic der alte den kinden bi im leiden. 

'8 Die hülfen Herwige, da; er d4 genas« 1440 

do er sines valles wider körnen was, 
do blikte er harte schiere ze berge gegen der zinne, 
obe er indert seehe dar inne st4n sins herzen triutinne. 

9 Er ged4hte in sinem mnote <ach wie ist mir ge-1441 
ob min vrou Kddrün ditze h4t gesehen, [schehen! 
gelebe wir da; immer deich si sol umbevahen, 
si tuot mir itewi;e, s6 ich bi miner vrouwen lige n4hen. 

10 Da; mich der alte grise hie nider h4t geslagen, 1442 
des schäm ich mich vil sere.* dn Zeichen hie; er tragen 
hin nach Ludewige mit den sinen mannen. 

si drungen nach den vinden: si wolten in la;en niht 

von dannen. 

11 Ludewic der h6rte hinder im den schal. 1448 

d6 kerte er wider umbe gegen im ze tal. 

do horte man üf den helmen swerte vil erdie;en. 
die da bi in waren, die mohte ir beider grimmes wol 

verdrie;en. 

12 Der Kddrünen vriedel under helme über rant 1445 
erreichte Ludewigen mit ellenthafter hant. 

er wnndet in so sere, da; er niht mohte gestriten. 
da von muoste Ludewic des grimmen tddes d4 vor im 

erbiten. 

13 Er slnoc im ander stunde einen vesten swanc, 1416 

da; des küneges houbet von der ahsel spranc. 

er hete im wol vergolten^ da; er was gevallen. 
der künic was erstorben: des muosten schceniu ougen 

über wallen. 


Digitized by LiOOQle 



60 


Kndrun. 


19. Der Kampf ror dem Bnrirtor. 

1 Dd sprach ze stnen mannen Hartmuot der degen 1460 
<nü wendet mit mir dannen, ir ist hie vil gelegen, 

die uns slahen weiten in dem herten strite. 
nü keret zuo der bürge^ unze da^ wir beij^er wile* 

erbiten.* 

2 Si beten vil der degene hinder in verlan. U53 

wser da; lant ir eigen, si enkunden ban getan 

nibt be;;erB in dem strite. si weiten zue der selde. 
Wate sdmte starke si mit tbsent einer gueten beide. 

3 Er was unz an die perte mit großer kraft gegan, 1454 
d4 Hartmuet hin weite mit den sinen man. 

si künden; nibt verenden: in zewet es harte kleine, 
si s4ben ab der müre werfen mit manegem lassteine. 

4 Dd sacb in her Hartmuet ver dem bürge ter. 1456 

er sprach ‘da; wir verdienet haben hie bever, 

da; wil sich waerlicbe biute an uns erzeigen. 

die gesunden haben serge. j4 lit hie barte vil der veigen. 

5 Ich mac nibt gevliegen: veder h&n ich nibt. 1463 

ich enmac euch under die erde, swa; anders mir ge- 

schiht. 

wir mugen euch ver den vinden nibt zue den ünden. 
den besten minen willen wil ich iu bescheidenlichen 

künden. 

6 Sin mac nibt anders werden, ir edele ritter guet. 1464 
erbei;et zue der erden und heuwet hei;e; bin et 

ü; den liebten ringen: des 14t iucb nibt verdrie;en.* 
si stuenden ven den satelen: diu res si hinder sich ze 

rücke stie;en. 

7 zue, ir mseren beide!* sprach d6 Hartmuet. 1465 
‘get n4ber zue der bürge, e; si übel eder guet, 

ich mue; ze Waten dem alten, swie mir da gelinge, 
ich wil dech versuechen^ ob ich in höher ven der 

perten bringe.’ 


Digitized by LiOOQle 



TT. Kndran. 


61 


8 Mit 6f geworfen swerteu begunden si dd g&n, 1466 
Hartmuot der küene unde ouch sine man. 
do bestuont er Waten den grimmen: da^ was dem beide 

ein dre. 

do horte man swert erklingen, dd starp guoter ritter 

dester mdre. 

20. Gefangrenuabme Hartmats« 

1 Schiere kom Ortrdn von Ormanielant 1478 

diu junge kiiniginne mit windender haut 

ze vroun Küdrunen. diu junge maget hdre 

viel ir vür die vüe^e. si klagete ir vater Ludewigen 

sdre. 

2 Si sprach ^a dich erbarmen, edeleg vnrsten kint, 1479 
so vil miner mage, die hie erstorben sint, 

und gedenke wie dir wmre, dd man sluoc den vater 

dinen. 

edele küniginne, nd han ich hiute vloren hie den minen. 

8 Nd sich, maget edele: ditz ist ein grdgiu ndt. 1480 
min vater und mine mage sint aller meiste tdt. 
nd stdt der recke Hartmuot vor Waten in grdger vreise. 
verliuse ich den bruoder, sd muog ich immer mdre sin 

ein weise. 

4 Und Idg mich des geniegen’ sprach dag edele kint: i48l 
*sd dich nieman klagete der aller, die hie sint, 

dd betest niht vriunde mdre daune mich vil eine, 
swag dir ieman tsete, sd muoste ich ze allen ziten umb 

dich weinen.' 

5 Dd sprach diu Hilden tohter ^des hast dd vil getdn. 1482 
ich weig niht, wie ich möhte den strit understan, 

ich enwsere danne ein recke, dag ich wdpen trüege: 
sd schiede ich eg gerne, dag dir ^nen bruoder nieman 

slüege.* 

6 Si weinte angestliche. wie tiure si si bat, 1483 

unze dag vrou Kddrdn in dag venster trat. 


Digitized by LiOOQle 



62 


Kadrnn. 


si winkte mit der hende und vr&gte si der mnre, 
ob von ir vater lande ieman guoter dar körnen weere. 

7 Des antwurte Herwic, ein edel ritter guot 
‘wer sit ir, juncvrouwe, diu uns vragen tuot?’ 

si sprach ‘ich hei^e Küdrün und bin da^ Hagenen künne. 
Bwie riebe ich vor ie wsere, s6 sihe ich hie vil w^nec®* 

deheine wünne/ 

8 Er sprach ^sit ir e:^ Kddrün, diu liehe vrouwe min, i487 
sd sol ich iu gerne immer diende sin: 

s6 hin ich e^ Herwic und kos iuch mir ze tröste, 
und 14^e iuch da^ wol schouwen, deich iuch von allen 

sorgen gerne loste.’ 

9 Si sprach ‘weit ir mir dienen, ritter erkorn, i483 
s6 sult ir uns vervahen da;^ vür deheinen zorn: 

mich hitent vli^^icliche hie die sch eenen meide, 
da^ man Hartmuoten strite von dem alten Waten 

scheide.’ 

10 ‘Da :5 sol ich gerne leisten, vil liebiu vrouwe min.’ usö 
lüte ruoft’ d6 Herwic zuo den recken sin 

‘nü sult ir miniu Zeichen hin ze Waten wenden.’ 
d6 sach man sdre dringen Herwige und alle sine venden. 

11 Ein herter vrouwen dienest wart von im get4n. U90 
Hemic ruoft’ do lüte den alten Waten an. 

er sprach ‘Wate, lieber vriunt, gunnet dajj man scheide 
disen strit vil swinden: des hitent iuch die minnic- 

lichen meide.’ 

12 Wate sprach mit zorne ‘her Herwic, nu get hin! 1491 
solt ich vrouwen volgen, war teete ich minen sin? 
solte ich sparn die vinde, da^ tsete ich üf mich selben, 
des volge ich iu nimmer. Hartmuot muo^ siner vrevele 

engelden.* 

13 Durch Küdrünen liebe zuo in beiden spranc 1492 
Herwic der küene. der swerte vil erklanc. 

Wate was erzürnet: er künde da^ wol leiden, 
da; in strite nieman in von sinen vinden torste scheiden. 


Digitized by LiOOQle 



n. Kndraii. 


63 


14 Dd slnoc er Herwigen einen tinren slao, 149 s 

der da weite scheiden, da^ er vor im lac. 
dd Sprüngen sine recken und hülfen im von dannen, 
genomen wart d6 Hartmnot vor Herwige und vor allen 

sinen mannen. 

21. Sieg der Hegelioge. 

1 Wate tobete sdre. dd gienc er vür den sal 1494 

gegen der porten hdher. manegen enden schal 

horte man von weinen und von swerte klingen. 
Hartmuot was gevangen. dd muoste euch sinen beiden 

misselingen. 

2 Swie dicke man si schiede von der bürge dan 149 h 
mit würfen und mit schüi^^en, Wate doch gewan 

die burc mit grimmen stürmen, sit wurden üf gehouwen 
die rigele der müre. daij beweinten dd die schoenen 

vrouwen. 

8 Hdrant von Tenemarke dsa^ Hilden Zeichen truoc. 1497 
im volgten vil der recken, der hete er da genuoc, 
vür einen palas witen üf den tum allerbesten, 
den die Hegelinge in der bürge indert da westen. 

4 Dd wart üf gehouwen vil manic riche^ gadem. 1499 
dd hdrte man dar inne vil ungevüegen kradem. 

joch waren die geste niht in einem muote. 
genuoge sluogen wunden, die andern würben vaste 

nach dem guote. 

5 In der bürge niemen deheiner vreude gezam. I50i 
da:; volc von dem lande großen schaden nam. 

dd sluoc man dar inne man unde wip. 

der kindel in den wiegen verlds dü manegeg sinen lip. 

6 Irolt der starke ruofte Waten an I 602 

habent iu den tiuvel diu jungen kint getan, 
si habent an unsern magen deheiner slahte schulde, 
durch die gotes dre sd 14t die armen weisen haben 

huldel“ 


Digitized by LiOOQle 



61 


Radrun. 


7 D6 sprach Wate der alte ^dd hast kindes mnot. 1603 
die in den wiegen weinent, diuhte dich da^ guot, 

da]^ ich si leben lie:;e? selten die erwahsen^ 
so wolte ich in getrouwen niht mdre danne einem wil¬ 
den Sahsen.’ 

8 Bluot in manegem ende den gademen ylo:;. . 1604 
ir yriunde, die dai; sähen, wie säre si*s yerdrdi^! 

d6 kom yil sorcliche Ortrun din here 

da si sach Küdrünen. jä yorhte si des schaden dannoch 

mere. 

9 D6 neigte si ir houbet yür die scheenen meit. 1505 
si sprach ^yron Küdrdn, 14^ dir wesen leit 

minen starken jämer und 14 mich niht yerderben. 
eg enste an dinen tagenden, ich muog yon dinen yrinn- 

den hie ersterben.’ 

10 ^Ich wil dich neren gerne, ob ich mit rehte kan, 1606 
wand ich dir aller eren und alles guotes gan. 

ich wil dir yride gewinnen: d4 mäht lebendec wol beliben. 
s6 staut mir desto naher her mit dinen meiden unde 

wiben.* 

11 fDag tuon ich harte gerne’ sprach Ortün dag kint. 1507 
mit dri und drigic meiden emerte si si sint. 

zwene und sehzic degene stuonden bi den yrouwen. 
wseren die niht entwichen, si wseren yon den gesten 

gar zerhouwen. 

12 Do kom ouch dar gegahet diu übele Gärlint. 1508 

diu bot sich yür eigen yür dag Hilden kint. 

*nü ner uns, küniginne, yor Waten und sinen mannen, 
eg enstä an dir al eine, ich wasne eg si umbe mich 

ergangen.’ 

13 Dd sprach die Hilden tohter ^nü hoere ich iuch gern, 1509 
dag ich iu sd genasdic. wie möhte ich iuch gewern? 

ich bat iuch nie zer werlde des ir mir woltet yolgen. 
ir wäret mir ungnasdic: des muog ich iu yon herzen 

sin erbolgen.’ 

14 D6 wart ir Wate der alte in der zit gewar. i5io 

mit grisgramenden zenden ze hant huop er sich dar, 


Digitized by LiOOQle 



n. Kudrim. 


65 


mit schtnenden ougen, mit ellenbreitem barte. 

alle die da wären, vorbten den heit von den Stürmen 

harte. 

15 Er vienc si bi der hende und zoch si von in dan. 1522 
Gerlint diu übele trüren d6 began. 

er sprach in tobeheite ^üniginne here, 

iu sol min juncvrouwe iuwer kleider waschen nimmer 

mere.* 

16 Si beten ni^ gemundet des strites über al. 152 :) 

do kom der künic Herwic ze Ludewiges sal 

mit sinen walgend^en näch bluote var gegangen, 
als in ersacb vrou Küdrün^ do wart er von ir miimec- 

liche enpfangen. 

17 Sin swert der degen schiere von der siten bant. ir>30 
do schütte er sin gewsefen in des Schildes rant. 

do gie er isenvarwer da sten zuo der vrou wen. 
er hete durch ir liebe daj wal des tages dicke durch- 

houweu. 


Kndran unrt 


Digitized by LiOOQle 



Einleitung zu den Dietrich-Epen. 

Yon den uns erhaltenen Denkmälern der mhd. 
nationalen Heldendichtung behandelt die gute Hälfte 
Stoffe der Dietrich sage, die sich in Ober- und Nieder¬ 
deutschland einer großen Beliebtheit erfreute. Doch 
hat kein günstiges Geschick über den poetischen Be¬ 
handlungen der Sage gewaltet; die niederdeutschen 
Lieder sind (bis auf einen entstellten späten Ausläufer, 
ein Lied von König Ermanrichs Tod) verloren gegangen, 
imd nur ein norwegisches Prosawerk, die Thidrekssaga, 
gibt uns von ihrem Inhalt Kunde; die erhaltenen hoch¬ 
deutschen Gedichte sind teils nur schlechte Über¬ 
arbeitungen verlorener älterer Lieder, teils Werke von 
mäßigem poetischen Werte, die uns überdies zumeist 
nur in entstellten und voneinander abweichenden Be¬ 
arbeitungen überliefert sind. Einen klassischen Ab¬ 
schluß in der Dichtung wie der „Nibelunge nöt“ oder 
„Küdrün“ hat die Dietrichsage nicht gefunden. Gilt 
aber schon von diesen beiden, daß sie in ihrer un¬ 
verkürzten Gestalt sich nicht für die Schule eignen, 
so ist dies umsoweniger bei den Dietrich-Epen der Fall. 
Diese können nur Gegenstand wissenschaftlicher For¬ 
schung, nicht pädagogischen und fethetischen Interesses 
sein; stellenweise aber leuchtet auch durch die über¬ 
lieferten Yerballhomungen eine so echte, alte Poesie durch, 
daß solche Teile in passender Form für die Schule und 
weitere Kreise zugänglich gemacht zu werden verdienen. 

Nach diesem Gesichtspunkte ist die folgende Aus¬ 
wahl getroffen worden; die Rücksicht auf die Inter¬ 
essen der Schule, und der Wunsch, auf dem begrenzten 


Digitized by LiOOQle 



Einleitung 2 u den Dietrich-Epen. 


67 


Baumes ein möglichst zusammenhängendes Ganze ohne 
prosaidche Zwischensätze zu bieten, sind für sie maß- 
gebenä gewesen, nicht die wissenschaftlichen Theorien 
über Itere und jüngere, echte und unechte Strophen 
oder Teile. Die Texte schließen sich den Ausgaben 
von Martin bzw. Zupitza (im Deutschen Heldenbuche) 
bis auf Kleinigkeiten an. 

Das Eckenlied ist nur in späten Bearbeitungen 
erhalten, deren älteste (kritisch herausgegeben von Zu¬ 
pitza, darnach die folgende Auswahl) unvollständig ist; 
das Original, das sich nicht hersteilen läßt, wird ohne 
volle Sicherheit dem alemannischen Dichter Albrecht 
von Kemenaten zugeschrieben und um 1230 angesetzt. 
Das Gedicht wird gekennzeichnet durch „eine naiv 
volksmäßige, an das Märchenhafte streifende E^hlungs- 
art, durch hübsche Haturschilderungen belebt, hie und 
da etwas höfisch aufgeputzt“ (F. Yogt). 

Die Strophe, der sogenannte Bemerton, besteht 
aus dreizehn Zeilen, und zwar sind Z. 1, 2, 4, 5, 7, 9, 
11 vierhebig stumpf, Z. 13 dreihebig stumpf, Z. 3, 6, 
8, 10, 12 dreihebig klingend; das Eeimschema ist: aab 
ccb dedef xf. — Die Yerse nähern sich bereits der silben¬ 
zählenden Art, indem Senkungen nur innerhalb desselben 
Wortes fehlen. — Beim Lesen beachte man, daß im 
Dialekt des Denkmals auslautendes m in gewissen Fällen 
durch n vertreten erscheint (z. B. heln für heim). 

Den Stoff des Gedichtes bilden märchenhafte 
Elemente, die der Dichter nach einem französischen Yor- 
bilde romanhaft umgemodelt hat: der junge Biese Ecke 
sucht um der Minne einer Bergkönigin wülen Dietrich 
auf, um üm im Kampfe zu überwinden, unterliegt aber 
und findet den Tod; sein Haupt brin^ Dietrich nach 
schweren Kämpfen mit dem riesenhaften Qeschlecdite 
des Erschlagenen den drei Königinnen, die Ecke in den Tod 


Digitized by LiOOQle 



08 Einleitung: zu den Dietrich-Epen. 

gesandt. Im folgenden ist das Gedicht auszugsweise bis 
zum Tode Eckes mitgeteilt. Zur Sage vgl. Sammlung 
Göschen Nr. 32, Deutsche Heldensage, S. 1041, 111 fl 

Alpharts Tod, wie sich das Gedicht in der Schlu߬ 
strophe selbst benennt, ist nur in einer lückenhaften 
Handschrift des 15. Jahrhunderts überliefert; eine 
solche Lücke entzieht uns den Beginn, eine andere unter¬ 
bricht die Schilderung des Kampfes zwischen Alphart 
(spr. Alp-hart) und den Gesellen Witige und Heime, eine 
dritte bricht die Todessz^e jäh ab; erst in einem vor¬ 
geschrittenen Stadium der Handlung setzt die Über¬ 
lieferung wieder ein. 

Außer diesen Yerstümmelungen hat das Gedicht wohl 
auch imter mancherlei Entstellungen imd Einschüben ge¬ 
litten. Martin hat den Versuch gemacht, ein altes Lied 
herzustellen: von den 305 Strophen bis zur dritten Lücke 
sieht er 153 als echt an; die folgenden Strophen bis zum 
Ende (306 bis 467) erklärt er für eine spätere Fort¬ 
setzung. Anderseits hat man die Entstehung der Über¬ 
lieferung aus Verschmelzung von Parallelfassungen er¬ 
klären woUen. 

Das Original wird von Martin um 1200 angesetzt, 
zweifellos zu früh; die erhaltene Bearbeitung geht selbst 
in ihrem Kerne keinesfalls weit über 1250 zurück. 
Die Heimat des Gedichtes ist Nordbayern, vielleicht 
die Gegend von Nürnberg. Jedenfalls ist das Gedicht 
ein Kunstwerk von bedeutendem poetischen Werte und 
schließt sich in einigem Abstand an das Nibelungenlied 
und Kudrun an dritter Stelle an. Der Stil zeigt den 
Einfluß der „formelhaften, aber lebendigen imd grellen 
Darstellung der Spielmannsdichtung“ (Vogt). — Das 
Gedicht ist in Nibelungenstrophen abgefaßt; an 
Kennzeichen jüngerer Kunstübung oder Verderbnis fehlt 
es nicht; die Cäsuren sind öfter gereimt, zweisilbige 


Digitized by LiOOQle 



Einleitung zn den Dietrich-Epcn. 


69 


Wöi^ter mit kürzer Stammsilbe kommen lüs klingende 
Cäsuren vor, und die letzte Halbzeile zeigt oft bloß 
drei Hebungen statt vieren. 

Der Stoff des Gedichtes, der Tod eines jungen 
Amelungen-Helden auf der Warte gegen Ermanrichs 
Heer durch Wittich und Heime, die ehemaligen Ge¬ 
nossen Dietrichs, ist uns sonst nur aus dürftigen An¬ 
spielungen bekannt Den Schluß des Gedichtes bildet 
eine ziemlich ärmliche Schilderung der Schlacht zwischen 
den Heeren Dietrichs und Ermanrichs, bei der, ent¬ 
gegen dem Zusammenhänge der Dietrichsage, Ermanrich 
besiegt wird und mit Witege und Heime entkommt. 

Die Rabenschlacht ist die Dichtung eines öster¬ 
reichischen Fahrenden, Heinrich des Voglers, gegen 
Ende des 13. Jahrhunderts auf Grund älterer Vorlagen 
verfaßt, deren ergreifende Poesie selbst durch die arm¬ 
selige, unleidlich breite und leere Darstellung des Be¬ 
arbeiters hie und da durchbricht Ein Versuch, die 
alten Vorlagen wieder herzustellen, wie ihn EttmüUer 
(Da^ maere von vroun Helchen sünen, Zürich 1846) 
mit großer Willkür unternahm, ist ganz aussichtslos. 

Der Stoff des Gedichtes umfaßt eine Episode 
der Dietrichsage, den vergeblichen Versuch Dietrichs, 
mit hunnischer Waffenhilfe sein Land von Ermanrich 
zurückzuerobem. Wohl siegt er nach den Angaben 
des Gedichtes in dieser großen Schlacht vol Havenna 
(Rabenschlacht), aus der Ermanrich mit knapper Not 
entrinnt, aber während er vor Raben siegreich kämpft, 
trifft ihn ein vernichtender Schlag; die jimgen Söhne 
Etzels, für deren Sicherheit er ihrem Vater mit seinem 
Leben gebürgt hat, und die er mit seinem eigenen 
Bruder Diether in Bern unter dem Schutze Elsans zu¬ 
rückgelassen, schmeicheln ihrem Pfleger die Erlaubnis 
ab, aus Bern hinauszureiten, verirren sich und werden 


Digitized by 


Google 



70 


Einleitung zu den Dietrich-Epen. 


samt Diether auf der Heide von Witege erschlagen. 
Die Nachricht trifft Dietrich gerade nach errungenem 
Siege; er verfolgt Witege in wütender Jagd, ohne doch 
sein Leid rächen zu können, da diesen seine Ahnfrau, 
die Meerfrau Waghild rettet, und kehrt tiefgebeugt zu 
den Hunnen zurück, wo der Markgraf Rüdiger ihm 
durch seine Fürbitte die Huld und Yerzeihung der un- 
glflcklichen Eltern Etzel und Helche wieder zuwendet 
YgL Sammlung Göschen Nr. 82, Deutsche Helden¬ 
sage, S. 95ff. 

Im folgenden sind die zwei poetisch hervorragend¬ 
sten Szenen aus der Rabenschlacht, der Tod der jimgen 
Könige imd Witeges Verfolgung durch Dietrich, aus¬ 
gehoben, selbstverständlich ebenso wie beim Eckenlied 
und Alphart ohne den Gedanken und die Absicht, mit 
diesem Auszuge die ursprünglichen Bestandteile der 
alten Dichtungen zu geben. 

Die Eabenschlachtstrophe zeigt folgenden Bau: 

Z. 1: dreihebig klingend oder vierhebig stumpf a 


Z. 2: dreihebig stumpf b 

Z. 3 : = Z. 1 a 

Z. 4: vierhebig stumpf b 

Z. 5: dreihebig klingend c 

Z. 6: fünfhebig klingend c 


Doch zeigt die Überlieferung zahlreiche Ausnahmen 
in Bezug auf die Zahl der Hebungen; die vierte Zeile 
hat öfter nur drei, die fünfte sehr oft vier Hebimgen. 
Vgl DHB n, S. LYHL 


Digitized by LiOOQle 



E ck e. 

E;; s&^en beide in eime 8al| 
si retten wunder 4ne zal 
von erwelten recken, 
der eine was sich her Y4solt, 
dem wären schosne vrouwen holt, 
daj 5 ander was her Ecke, 
da ;5 dritte der wild Ebenrot. 
si retten al geliche, 
dag nieinan küener wser ze not, 
denn von Berne er Dieteriche: 
der w8cr ein heit übr allin lant: 

BO woer mit listen küene 
der alte Hiltebrant. 

Dd sprach her Ecke: ‘dag ist wär, 
her Dietrich ist volkomen gar 
an viirsteclichen Iren, 
er treit von hoher wirde ein hant, 
erst ganzer tugent ein adamant. 
wan sol sin lop wol meren 
bag danne ander künge dri^ 
sit er sd vrümeclichen 
übr alle künge kröne si. 
swer sin denk üppeclichen 
hie, dem geschehe nimer wol! 
er ist sd tagen triebe 
und aller Ire vol. 

Doch läge ich eg dar umbe niht, 
sit man im gar dag beste gibt; 

8wä man in hosret nennen. 


Digitized by 



72 


Ecke. 


dast war, wan ich bestkn ouch ia. 
eij weij 5 noch nieman^ wer ich bin! 
wan muo^ ouch mich erkennen, 
ich hän michs beidenthalp verwegen, 
ich vlies, ald ich gewinne; 
vro Saelde mac min also pflegen, 
da^ ich im nime die sinne; 
so hoert man in den landen sagen, 
und sprechent: »seht, her Ecke 
hat den Bernsere erslagen.« 

4 loh bin kum zweinzic jare alt, 15 

und han wol hundert man ervalt 

durch helme tot verseret. 
die valte ich gar mit miner hant 
mit tiefen wunden uf da^ lant, 
reht als man ronen rer et 
und als der wint die boume tuot 
in birge und an den liten. 
swaij mitbekam ie beide guot 
in stürmen aide in striten, 
den han ich noch gesiget an, 
doch ist min groestiu sweere 
deich niht ze vehten hau, 

5 Wer solte mir des gnade sagen, 16 

ob ich bestüende zwelef zagen 

und ich si über wunde? 

da w®re wönic ruomes an. 

bestüend’ ich einen vrumen man, 

ob ich den iendert vunde, 

der mir verhiuwe minen schilt 

und mir den heln verroete, 

da :5 er ze stucken wurde gezilt 

und mich der siege noete, 

und möht’ ich dem gesigen an, 

des h®t ich groej^er ere 

denn ich slüeg zwelf swache man.’ 


Digitized by LiOOQle 



Hie Yfkren nach gesei^i^en bi 
vil aoboener küneginne dri 
und hörten disiu meere. 
diu hoehste von den drin dö sprach: 
‘ouwö, da^ ich in nie gesach! 
wer ist der Bernaere^ 
dem nü s6 hohes lohes gibt 
vil menic heit vermeij^en? 
ob in min ouge niht gesiht, 
so hat min got verge^j^en, 
und muo:; ouch gar unsselic sin: 

8ol ich den heit niht schouwen, 
min vreude ist gar da hin.* 

Dia selbe shberliche maget 

diu hiej vrö Söburc, so man saget, 

diu hoehste der kttneginnen, 

diu zuo Jochgrimme kröne truoc; 

rieh unde edel was si genuoc. 

si sprach: ^wilt in gewinnen, 

Ecke, sö wis willekomen 

und bis vil wol enpfangen, 

ich h&n sö vil von dir vernomen, 

da? ich her bin gegangen; 

du wilt den Berner gerne bestän: 

mit beiden nunen Ören 

ich da? gehoeret han.* 

Er sprach: *ioh han mi’s an genomen; 
ich müe?e niemer hinnan körnen, 
ob ers iht werde erlaßen, 
ist da? diu saslde mir beschiht, 
da? in min ouge an gesiht, 
so mtie?e ich sin verwa?en, 
ich welle in gar güetlich biten 
durch iuch dri küneginnen; 
verseit er mir e? mit unsiten, 
ich twinge ins mit unminnen: 


Digitized by LiOOQle 



74 


9 


10 


11 


sie ihm 


Eckd« 

da :5 habent M die triuwe mtn/ 
des neic im do dur liebe 
diu edel künegin. 

Si sprach: ^sol icb den beit gesaben^ 26 
so kau mir lieber nibt gescbeben 
in allen minen jaren. 
sin werdekeit diu vert entwer 
in allen landen bin und ber. 
in weij 5 wiecb sol gebaren; 
sin hoher name der toetet mich; 
e:^ kmm mir libt ze guote, 
saeb ich den fürsten lobes rieh, 
icb lie^e in dem muote. 
in wei^, wes er mich bat gewent, 
daz sich als unverdienet 
min herze n4cb im sent.* 

Er sprach; ‘ich bringe in, sol ich leben, n 
des wil icb iu min triuwe geben, 
da ber in kurzen ziten. 
des mugt ir iueb wol an mich lan, 
wan er sich nibt verbergen kan 
in den gebirgen witen. 
icb bringe iu her den werden man, 
swa er mir wirt gezeiget, 
da :5 w^i^ent, swa ich in vinden kan, 
sin name der wirt geneiget, 
ald er benimt mir sa dajj leben/ 
do sprach diu küneginne: 

^got müe; dir sselde geben!* 
-*) 

.. • 8 « 

urloup nam er zer seboenen meit 

da barte minneclicbe. 

die dri künegin beliben hie, 

Die Königin rüstet Um mit kostbaren Waffen; ein Ross, das 

anbietet, weist er zurück, da ihn keines auf die Länge ertrage. 


Digitized by 


Google 





Ecke. 


75 


ze faoi^e er von dann&n gie. 
hin lief der ellentriche, 
alsam ein lebart in den walt 
sach man in wite springen, 
den heln man horte mänicvalt 
widr dem walde erklingen, 
reht als ein glocke weer erschalt: 
swa in ein ast gemorte, 
mit klänge er im da^; galt 

12 Der d6n in dag gebirge gio 
Bchellende dort und hie; 

wag wildes er erschrahte 
ietwederthalp hin in den waltl 
der YOgel stimme mänicvalt 
wart do er si s6 erwahte. 
der schilt den er zem arme truoc 
wolt klingens nie geswigen. 
vögele unde tiere genuoc 
diu habten zuo den stigen 
und schonten sin vil swinde vart: 

BUS im von wilden tieren 
vil nach gekapfet wart 

13 Von vögeln wart ob im ein schal. BS 

den walt den lief er hin ze tal; 

er kam ftf eine geriute, 
an ein vil enge gebiuwen lant 
einen einsideln er vant, 
den vrägte er, als ich diute, 
ob im iht kündic möhte sin, 
wie verr noch wobt ze Berne. 

‘triuwen/ sprach er *herre min, 
dag sage ich iu vil, gerne 
ir sont talanc alhie bestän: 
dar sint noch zwelef mile, 
dar mugent ir niht gegän.* 


Digitized by LiOOQle 



76 


Ecke. 


14 naht beguude geaigen an. 3i) 

her Ecke sprach: ^ich wil bestau 

die naht unz an den morgen.’ 
in weij 5 , gap im sin wirt genuoc: 
swaj 5 er des sinen dar getruoc, 
da;^ tete er gar mit sorgen, 
wie dicke er ob dem tische sprach, 

^virt, bist iht dick ze Berne? 
des landes vogt ich nie gesach, 
den sflßhe ich harte gerne.’ — 

6ierre, ich was nähtint spate d&, 
do sach ich in da heime: 
er ist niht andersw4.’ 

15 ‘Wirt, dü hast mir gnuoc gegeben, 40 

und sol ich keine wile leben, 

ich danke dir der maere, 
und euch der handelunge din^ 
da^ habe du üf die triuwe min, 
und vinde ich den Bernsere, 
da ;5 ist von dinen schulden körnen, 
und vind’ ich da den veigen.’ 
hie mite wart urloup da geuomen, 
den Stic bat er im zeigen. 

‘nü beitent, unz eij werde tac.’ 
er sprach: ‘mich twingt min herze, 
da^ ich niht slafen mac.’ 

16 Vor dem tage so sohiet er dan,* 4i 

er kam df ein getriben ban, 

diu truoc in hin ze Berne, 
die langen naht geruote er nie: 
des morgens in die stat er gie 
den bü den sach er gerne, 
swa er hin in den streiken gie, 
da^ Hut hegunde in vliehen 
df die turne, merkent wie: 
si gesdn nie man so schieben. 


Digitized by LiOOQle 



£cliL0« 


77 


da;; hört man im ze Berne jehen, 
er moht von rehter wilde 
zen fließen niht gesehen. 

17 Do gap in der str&i^e schin ^2 

ietwederthalp diu brünne sin, 
als obes entzündet waere. 
reht alsam ein glünsende gluot 
lüht im sin schilt und ouch sin huot. 
dö sprach sich ein Bernsere; 

herre, wer ist jener man, 
der dort stat in dem viure? 
er treit so liebten härnesch an 
und ist so ungehiure: 
und stat er keine wile da, 
die guoten stat ze Berne 
verbrennet er iesS,.* 

13 Lute rief der ellentrich: 43 

%a ist von Berne er Dieterich? 
den h&n ich vil gesuochet. 
wan mich hant vrouwen gesant, 
und han er strichen vrömdiu lant 
nach im; ob ers geruochet. 
si sint rieh, schoene und edel genuoc, 
des lat iuch niht verdrieijen. 
si ssehen’n gern, si sint so kluoc, 
er möhte ir wol genie^jen. 
ich wart nie mere vrouwen bot’: 
ich han durch si geloufen 
noch mere, dann durch got.* 

19 ‘Wie getorst ir her ze Berne gan ? 46 

die reise solt ir han verlan’ 
sprach Hiltebrant dem jungen. 

‘erkennet mines herren site: 
er viht mit den, die sint geriten, 
ir varent örst von Sprüngen, 
ich rftt in wol nach vriundes site, 


Digitized by LiOOQle 



nft hoert die rede gerne: 
volgt einer ander eträj^e mite, 
und hebt iuch balde Berne; 
wan min herre der ist s6 get4n, 
wolt er lotern vehten, 
er müese iucb euch best&n.’ 

Under diu ougen er im sacb, 
da^ wort er zorneclichen sprach: 

*ir sträfent mich ze harte, 
die rede solt ir hän verldn’ 
so sprach der unverzagte man, 

‘liaet ich iuch bi dem barte 
vor der port üf der beide breit, 
wurde iu liht ze leide: 
des gibe ich iu min Sicherheit, 
sus ich mich hinnen scheide, 
vtir war so wil ich iu da;^ sagen: 
durch iuweren vogt von Berne 
so wil ich iu’j 5 vertragen.’ 

Vor zorn her Ecke niht mer sprach, 
meister Hiltebrant wol sach, 
da^ im diu rede was swaere. 
d6 tete er als ein wiser man: 
er sprach: ‘ich hanj^ durch schimpf getan, 
geloubent mir ein msere: 
min herre ist hie heime niht; 
den zeige ich iu vil balde: 
er reit, als man in hie vergibt, 
ze Tirol g^n dem walde; 
nu seht, da vindent ir den heit: 
ir varnt in den gebaerden, 
reht als ir striten weit. 

Lat iu niht strites wesen n6t: 
er h4t vil mengen degen t6t 
gevellet 4f den s4men 
mit einer ellenhafter hant. 


Digitized by LiOOQle 



Ecke. 


79 

er ist ein degen wite erkant, 
ir durfent sin niht rämen. 
und ist da^ ir den werden heit 
dar umb niht wellent schieben 
und ninwan mit im strften welt^ 

BO durfent ir niht vliehen. 
ist dag ir im gesiget an, 
sd kamt her dan gdn Berne^ 
ad wil ich iuch bestan.* 

23 In die hant nam er sin swert, 60 

nrloubes er ze nieman gert; 
er beguude dannan gaben, 
im was da vür die poi*ten gdch; 
die liute kapften alle nach 
unz si in verrest sahen. 


24 — — — — — — — — 65 

ze einer linden er bekan, 

dä vant er einen wunden man 

in liebten wicgeserwe. 

her Ecke zuo dem wunden sprach: 

*wer hat dich, heit, verhouwen? 
leit ist mir din ungemach^ 
ich wolte in gerne schouwen.’ 
er sprach: ^eg tete der Berner gnot; 
im mac nieman gestriten, 
er bdt eins löuwen muot.’ 

25 Her Eck sag nider zuo dem man, 6ß 

die wunden m eggen er began 

mit beiden sfhen banden: 

•wafenl* sprach er unde rief, 

‘ich gesach nie wunden mdr sd tief 

geslagen in allen landen: 

ich hdn die zit mit strite vertriben 

in birge und in der wilde. 

beit, din ist niht ganz beliben 


Digitized by LiOOQle 





80 


Eck®. 


undr lielme und uuJer sohilde. 
enkeiu swert getuon enmac: 

0 ^ h&t getan von himele 
der wilde dunerslac.’ 

26 D6 sprach der totwunde man: K 7 

‘mir hat der hagel niht get4n 

ze leide an minem libe. 

ich erdaht mir selbe d’arebeit: 

selb vierd ich von dem Rfne reit, 

durch willen schoener wibe, 

da weit ich ruon erworben han: 

wie söre ich des engilte 1 

uns widerreit ein küener man, 

der vuort an sinem schilte 

ein löuwen, was von golde rot, 

der bestuont uns alle viere; 

die dri die sluoc er tot.’ — 

27 ‘Heit, sage mir nü an dirre zit, so 

dö er mit iu huop sinen strit, 

wie hate er;^ an dem libe?^ 
der wunde do zem risen sprach: 

‘s6 küenen man ich nie gesach 
geborn von einem wibe, 
ze solcher lenge, so er hat, 
so kan im niht genoi^en. 
nü wi:^;^ent da;^ sins herzen tat 
ist manheit vol gestoj^en; 
des man von rehte in schiuhen sol: 
sin möhte ein her engelten 
in einem strtte woL’ 

28 Er sprach: ‘'und ssehd’ in iendert bar?’ oi 
‘ja, wir sahen alle dar; 

nü hat er uns betoubet. 
sin härnesch lüter unde glanz, 
sin wafen da^ wa;^ alle^ ganz, 
von erde unz üf da^ houbet; 


Digitized by LiOOQle 



Ecke. 


81 


0 !n heln glast uns durdi die gesikt^ 
den blic wir mnosen yliesen. 
idb kunt sin niendert bl(B;;e niht 
wan dA zen ougen kiesen, 
der yr&ge iob iemer gerne enbir: 
sd man mir in vor nennet^ 
zehant sd grüset mir.* 

29 Dd sprach her Ecke s4 zehant: 

*er was dir anders niht bekant^ 
niuwan bi atnem sohilte?* 
der wunde dd ze Ecken sprach: 

*sd starken man ich nie gesach. 
von Berne so ist der milte. 
sd helf dir got, nd schiuhe den man^ 
dü darft nach im niht vrdgen^ 
wan zwÄr dü tuost dag bceste dran, 
und wilt düg 4f in wagen, 
da 14 dML degen h4n gemach, 
ald dir besohiht zewdre 
reht als ouch uns beschach. 


80 


81 


Er ist ein degen hdch gemuot^ 
wan er mit grimme dag beste tuot, 
swenn er in zome vihtet. 
dag spriche ich üf ^e triuwe min; 
wirt dir sin nngenade sohin, 
zehant er dich berihtet 
mit siegen in den grimmen tdt. 
dag habe üf mine triuwe. 
d4 von 14 dir niht wesen ndt, 
ich vürhte eg dich geriuwel 
er treit ein swert sd lobesan, 
slüeg erg üf eine müre, 
si mües von ander g4n«* 

Dd sprach her Ecke wider in: 

*dü weist niht rehte, wer ich bin; 
ich trage ouch dag d4 biget, 

Kudrun und Dletrlchopen. • 


Digitized by 


Google 


63 


U 



ein yil gnot swert an mfner haat. 
tuost dü mir sine vart bekant, 
sit er sieh mordes 
dast war, ich riche an im dieh 
d6 sprach der mit den wunden: 
^herre, sd nemt min ers al 
d4 ir seht gebunden, 
ger&tent ir im rehte u4ch, 
ir kint in schiere erriten: 
jon* ist im niht ze gach.’ 

Er sprach: ^dtn ros sol hie best&n« 
dh mäht wol gnesen, ymmer man, 
an dinen starken wunden, 
die dir ^ler Berner hkt geslagen. 
die wil iok iemer mit dir klagen.’ 
er bat im an den stunden 
yil rehte zeigen hf den spor. 
der wund’ sl6:; in mit armen, 
alsus gestuont er im d& yer, 
er begunde in sAre erbarmen, 
zehant er zuo im nider sa^, 
er hete yil n4oh geweinet: 
einer yreude er gar yerga;^. 

Her Ecke endaht’ in tugentsan, 
er yerbant den wunderküenen man« 
der wunde degen mssre 
wist in yil rehte üf da^ pfat, 
d& yon im geriten h&t 
der edel Bernsere. 
s6 rehte yinster was der tan^ 
da si an ander yunden, 
her Dietrich und der küene man, 
wol an den selben stunden, 
her Ecke der kam zuo geg&nj 
er lie d& heime rosse yU, 
da^ was s^re missetdn. 


Digitized by LiOOQle 



Der tan der wart dnrlhilitet fin; 
ir hämesch gap b 6 liebten echtn, 
alsam ein brehendin ennne. 
swar si d4 körten in den wali^ 
die zw^ne küene beide halt, 
d& schein e;^ sam d& brunne: 

86 scb6ne lühte Hiltegrin^ 
der was gar valsches 6ne; 
hem Ecken kein gap widerschin, 
der 16hte niht n6oh w6ne. 
ir linbten da^ was sd get^n^ 
als man zw6n Tolle meene 
B8Bb an dem himel stän. 

Her Dietrich w&nd da^^ Hiltegrin 
d& gap ir beider belme sohin, 
dd er sd schdne erldhte: 
er bran alsam ein kerze kldr* 
eins yindes wart er nie gewar^ 
der loufende in ddhte. 
wie dicke er sprach zem helme sin: 
^wie bistn hint geschosnetl 
dem smide mno;^ zerg&n sin pin^ 
des hant dich hdt gekrosnet! 
des wünschet im min znnge gar. 
sd dü ie eher wirdest, 
sd wirst ie liehter rar.* 

Hie mite hdt in der rise erg&n. 
lonfende sd hdrte er den man 
wol rosseloufes verre. 
gande er in der brttnne spilt: 
swenn der halsperc morte den schilt^ 
sd hdrte in ie der herre. 
er saoh in gwdfent zno im gän. 
dd sprach der Bemsere: 

'ich Bolte inoh, herr, mit gmoj^e enpfdn, 
ob^ inwer wille wssre. 


Digitized by LiOOQle 



Ecke. 


sagt mir, war ist i« u6 g&oh? 
wer hat iiieh her gesendet? 
wie loofet ir mir n&oh?’ 

Er sprach: *wan h4t mich her gesant 73 
und h4n erstrichen yrörndiu lant 
nach hem Dietnch von Berne, 
dem h6rte ich ganzer tagende jehen« 
er solte schoene vrouwen sehen: 
da ;5 teste er lihte gerne, 
ich Seite im von drin kttnegin, 
sint edel ande riohe.’ — 

*mänio Dietrich mao ze Berne sin: 
meint ir den Dieteri^e, 
dem DietemAr 44 Berne lie 
und ändrin sinin eigen, 
den vint ir an mir hie.' 

Als Ecke Dieterichen vant, 74 

d6 rief er über schiltes rant: 

<nü k4r4^ degen m»re! 
üf minen vüe^en ich hie 8t4n, 
ich mac dich leider niht erg4n, 
da^ ist mir harte swcere. 

4n älliu ros ich her bin körnen 
durch die dri küneginnen, 
also dü selbe h4st vernomen. 
dü mäht an mir gewinnen 
die aller besten sarew4t, 
die keines rtches keisers 
kint an dem libe h4t.* 

Erspradh: ^genend4 her an miohl 77 

eine brünne trage ich, 
vil harte sint ir ringe, 
si ist oueh wi^ alsam ein swan. 

gwan nie keiner slahte man 
mit w4fen dran gelinge, 
da^ sage ich dir tl intnen eit. 


Digitized by LiOOQle 



£«kd. 


85 


si ist s6 wol gemaohet, 

da;; man ir lop sö witen treit: 

mit Bwerten nie geswachet 

wart si sd kleine als umbe ein h&r. 

nie man wart drin yers^ret; 

da;; sage ich dir Tflr w&r. 

Nft ktrd, heit, her ane mi^l 78 

einen hebi den trage euch ich, 
der h4t yil menge güete: 
ein bant yon golde drüber g4t, 
da^ den heln alnmbe y4t, 
geworbt üf heiler glüete; 
er wart onch nie yon wlÜTen wunt. 
getwerc in machten sch6ne, 
des wart in goldes tüsent pfunt 
da yon dem heim ae 14ne; 
den machten zwelf mit yli;;e ein jar« 
in mao nieman yers^ren 
als tiure als omb ein hdr* 

Yil Werder degen, k^re an mich! 79 

ein yil gnot swert da;; trage ich, 
da; smitten yil getwerge. 
aus seit diu 4yentiare kluoc, 
si werhten Wunders gar genuoc 
in einem holen berge 
yon menger liehter sarewat 
und ander guot gesmide, 
da; ouoh riche koste h4t, 
er moht wol wesen blide, 
der des swertes meister was: 
der worhte im knöpf und heizen 
klär als ein Spiegelglas» 

Da; swert da; was yil lange yerholn, 63 
iedooh so wart e; sit yerstoln, 
yon einem argen diebe. 
der kam geslichen in den bero 


Digitized by LiOOQle 



reht alsam ein wilde getwero. 

dem künge Buotliebe 

dem wart eg sit ee banden brabt| 

der künde eg wol behalten. 

er hetee der eiten sin ged4ht, 

der wart eg nie verschalten; 

nnz dag sin sun wuchs z’einem man: 

der wart d4 mite xe ritter; 

des menger ndt gewan. 

Sus wuohs Herbort xe einem man. 
sin tiurlioh sahs er an sich nan^ 
er was ein ritter kiiene; 
da mite er Hugebolden sluoc 
und worhte wundere gar genuoo 
in einem walde griiene 
mit einer ellenhi^ter baut; 
des wart im lop ze lone. 
sus er den degen überwant; 
der truoc des landes kr6ne 
und was ein rise unm4gen grdg: 
er tete den Kristen leide; 
eg lebt niht sin gen6g.* 

Der Berner sprach: ^sit eg s6 guot 
ist, dag eg risen schaden tuot 
mit einer scharpfen sniden, 
e6 wil ich dich nibt hie bestan^ 
ich haste eg d vil nach getan, 
nü wil ich dich vermiden« 
ich haete guoter witze niht, 
swenn ich dar an gedaehte, 
dag man im sölhes prises gibt, 
und ich dan mit dir vashte: 
so bruofte ich mir selb ärebeit. 
ich wil mit dir niht vehten, 
eg si dir widerseit.’ 


Digitized by 



Her Eoke sprach: ^ich hin gelogen, 
mit dem swert bin ich betrogen: 
ich weig nikt, wie e; sntdet. 
ich Seite diri^ durch dhi manheit: 
ich sihe wol, dir ist yehten leit, 
din lip TÜ tugende midet. 

Terwai^en müe^ens iemer leben, 
die din ie wol gewuogen! 
dem tievel sin die stlge ergeben, 
die mich her näch dir truogen, 

Bol ich min yinden h4n yerlorn! 

da;; dü ein zage weere, 

da;; h»te ich wol verswom.* 

Her Dietrich sprach: ^h^st ritters namen, 
86 mäht d6 dich wol iemer schämen, 
da;; dü niht kanst geswigen. 
wes zihst d6 mich an diner yart? 
wser* ich als dü den vrouwen zart, 
s6 yluochte ich niht den sttgen, 

Bwar si durch yrouwen trüegen mich: 
des wolte ich niuwan lachen, 
der herren tücke bewist du mich, 
and wilt dich selber swachen. 
wes ist dir strites mit mir n6t? 
hiest nieman der uns scheide, 
e^n tuo des einen tot. 

Ich wil dich strites niht best&n: 
d6 h&st mir leides niht get&n,’ 
als6 sprach der Bernmre, 

*dar umbe ich striten well mit dir, 

den dinen übermuot yerbir, 

ich h&n sin gr6;e swsere, 

da;; dü durch dine yrouwen kl6r 

erbiutest mir din striten. 

ich wünsche, da;; dich got bewar, 

wan ick wil yon dir riten. 


Digitized by LiOOQle 



min dienest sage den yrouwen din 
Ton dem Bernmre, ich welle 
ir ritt«: iemer sin«’ — 

*Yon dir sag in niht ein h&r, 
wan dft bist aller 6ren bar: 
zagheit dicb yliehen Idret. 
din schände hit dir an gesigt, 
din herze grd;;es lasters pfligt, 
dh bist iemer gnn^ret. 
swenn ich den yronwen sagen sol 
da;; d4 mir bist entrunnen, 
wer sol dir danne sprechen wol 
ald keiner ^ren gunnen? 
dd mäht wol heilen Dieterich: 
dem vürsten dk von Berne 
tnost aber niht gelich/ 

D6 sprach der Berner harte guot: 
*helt, durch dinen übermuot 
sö h4stu mich bescholten. 
din herze mac wol sin veryluocht 
alder din eilen unersuocht; 
des hän ich hie engolten. 
da; dd mich sd gestrafet hist, 
da; missezimt dir s^re^ 
und mich niht mit gemache l&st, 
dar umbe ich von dir kSre. 
doch beite unz momunt kome der tao, 
ich lid von dinen banden, 
swa; mir geschehen mac.’ 

Her Ecke zomeclichen sprach: 

^ich hsete ouch gerne guot gemach, 

möhte e; sich gevüegen, 

da; ich belibe an argen w4n« 

ndch dir ich vil geloufen han, 

des 14 dich gewüegen. 

kdr her und w4ge dinen lip 


Digitized by 



Eoke. 


89 


daroh willen aller meide 

and ouoh durch alliu reinen wip: 

6 da;; ich yon dir scheide, 
so erheize nider und strit mit mir, 
da;; mich got hiute veile, 
and kome ze helfe dirT 

51 Der Berner sprach: ^dft wilt niht leben, ;oo 

sit dd mir den h4st vor gegeben, 
der al die weit wol slüege; 
er slüeg wol eine tdsent schar^ 
und wurd doch niemer hämeschvar. 
dag dtt sin ie gewüege 
und dich des helfe hast entseit, 
dag mac dich Hhte riuwen 
und mac dir ouch wol werden leit; 
dag sage ich dir entriuwen. 
ich wil dar umbe dich best4n, 
eg ergö mir swie got welle, 
dü wirst es niht erlan/ 

62 Her Dieterich von orse sag. 

swie schier her Ecke körnen was, 
er hat* dag ors gebunden 
vil verre ze einem boume dan. 
er lief her wider zuo dem man: 

‘alr^rst h4n ich dich funden 

df der erde hie bi mir. 

nu gesich die küneginnen! 

dag ros ist worden tiure dir, 

dd mäht mir niht entrinnen. 

und wilt dds niht vil gerne gesehen, 

86 habe üf mine triuwe, 
dag eg doch muog besohehen.* 

53 Er sprach: ‘diner hochvart mich bevilt: 

dag dd mich betwingen wilt, 
dag wirt dir lihte swssre. 
wie dunke ich dich sd vingerzam? 


Digitized by LiOOQle 



ioh bin an Hbe niendart lam« 
ich irr diab llhte dar meere 
diu dtt dan Trouwan sagen solt, 
dai^ si dir wardent wilda. 
wan iah bin dir le mi^an holt* 

BUS greif ar f^n dem sohilde. 
har Eoka ain tü guot swart erbart^ 
d4 mite baln omde brünne 
YÜ vor gasobrdtan wart. 

Sam taU bar Diatariab da^ sin. 
ir beider liehtar balma sohin 
Terblaiob Ton sobarpfan swerten, 
diu mit zorna wurden d& geslagen. 
si sprachen beid’: ^wan wolte ej^ tagen! 
Yon harzen wir des gerten.* 

Yon ir beider balme glast 
dan risen das baddhtai 
da; alte liebt wer in ain gast 
und in ein niuwe; Idhte. 
d4 yarsunnan si sich au: 
b6 si ie m^re biuwen, 

•6 a; ia yastar bran. 

Gdm tage sungen diu yögellin: 

Ecken brünne und Hiltegrin 

ir singen überklungen. 

si abten niht üf ir gesanc^ 

yon strite ir beider baln erklanc; 

si enruochtan wa; si sungen. 

d& wurden zwdna yersunnen man 

yon siegen gar za toren. 

da; bluot in yan.den balmen ran, 

zan nasan und zen dren, 

da; e; in dureb die ringe ylo;. 

si sä;an unyarsunnan 

nider yon siegen grd;. 


Digitized by LiOOQle 



Eeke. 


91 


66 Ir beider ruowe was unlanc; ■ 105 

dd ir helme yerlien den klanc^ 
ze samene si d6 Sprüngen. 
d6 buop sich drst ir nngemach, 
wan in vor nie sd wd geschach. 
ir helme sdre erklungen 
von grdgen siegen durch den hac, 
der si sich sdre vligj^en, 
reht als der wilde dunerslac 
▼on himel kerne geri^i^on 
und weite verderben gar ein lant. 
alrdrst klagt der Bernere, 
dag in her Ecke vant. 

57 Dd wart alrdrst ein strit getdn: 107 

in törst ein zagehafter man 
niemer mit engen scheu wen. 
si tr&ten umb die boume ein pfat 
ver zerne an der selben stat: 
sus stritens durch die vrouwen. 
her Ecke in in dem ringe treip 
vil dicke unz an dag ende, 
vor ir füegen niht beleip 
sd vil sd in der hende: 
sd gar vertr&ten si dag gras, 
dag nieman mohte kiesen, 
wag d& gestanden was. 

Als in d& beiden Idhte der tac, 
her Ecke sluec im einen slac 
al durch den löuwen rdten. 
dem edeln Berner vor der hant 
er kloup den schilt unz an den rant, 
dag golt dag wart verschrdten. 
der rise den schilt ze rucken want, 
er namg swert ze beiden henden, 
er hiu den schilt im vor der hant 
vil tiefe gdn den enden. 


Digitized by LiOOQle 



93 


Ecke* 


er spraoh: maost zen vrouwen körnen: 

erwerst dü dich der verte, 
min zom ist mir bekomen.* 

Diu sunne an dajj gebirge gie. iio 

dem Berner wart 06 leide nie, 
er h&t niht schiltee mdre. 
dö muose er wichen vor dem man, 
da er den walt sach dicken stau, 
dd gienc an em rdren: 
her Ecke hiu der este vil 
hin üf den Bemsere, 
vür w4r ich iu daj^ sagen wil, 
als er verhaget wssre. 
er hete in dd vil gerne ervalt; 
dd nerten in die boume, 
sin schilt da^ was der walt. 

60 Sd herter tac erldhte in nie. 127 

swa^ si dd vor gestriten ie, 

des wart dd gar verge^^^en. 
ir mäht was in entwichen gar, 
si leitens mit den swerten dar. 
ttf Ecken wart geme^^en 
ein alsd ungefüeger slac, 
da:; er kam von den sinnen 
und vor im üf der erde gelac. 
doch mohte em niht gewinnen, 
unz er ein niuwe mäht gewan: 
dd spranc Ecke von der erde 
und lief in wider an. 

61 Vil menege wunden er im sluoc 128 

durch den halsperg, den er truoc. 

doch er in aber valte 

vil zornecliohen df da:; laut, 

in künde verhouwen nie sin hant: 

er stuont df mit gewalte, 

des künde er niht erweren dd. 


Digitized by LiOOQle 



Ecke. 


D3 


^er Berner h&te gedingen, 
ob er in nider valte b4, 

86 wolte er mit im ringen, 
da^ bluot im den wunden wiel: 
mit Zorne er slnoc daj^ Ecke 
zem Tünften mAle yiel. 

62 Da:; bluot eryarwte d6 da; gras. 129 

niht längere bitens d6 enwas: 
e; viel üf in der redce. 
als er in nnderligen sacb, 
der heit gewalteolich dS sprach: 

Viltu genesen^ Ecke, 
yrumer degen^ so ergip dich mir, 
durch aller vrouwen 6re 
86 16n ich hie da; leben dir/ 

8US sprach der Bernsere. 

*8wie unser zom si gr6; gewesen, 
durch dine manheit stsete 
s6 lä;e ich dich genesen.’ 

C3 Her Ecke sprach: ^nu enwelle gotl 130 

wan ich waer al der weite spot: 
hinnan vür iemer m6re 
so ha;ten minen starken ifp 
die werden man und werdiu wlp, 
und hete sin lützel 6re. 
din gr6;iu yreude 6f minen t6t 
diu yrumt dich harte kleine, 
din zw4ne brmhte ich noch in n6t 
und slüege iuch alterseine, 
din kraft ist dir ze nihte guot, 
wan dich yil sere krenket 
die wunden und da; bluot.’ 

64 Der swerte wart yerge;;en gar: tu 

si n6meii gr6;er drücke war. 
si kirnen üf ein wite. 


Digitized by LiOOQle 


d4 


Ecke. 


ein andern t&ten si so wd; 

da^ bluot begd:; den grüenen kld 

ze tal an einer lite. 

der Berner Ecken sSre twano 

zeins bonmes stammen grüene^ 

da:^ sin bluot ü;; zen wanden drano» 

betoubet wart der küene. 

der Berner drubte in üf da^ gras 

mit alsd grd^en kreften, 

da;; er yÜ küme genas. 

65 Guot was hem Ecken guldin gwani 135 
ob im lae alle;; der wigant, 

der edel Bernesre. 

er sprach: *dü mäht niht langer leben^ 

des solt dü mir din swert df geben, 

vil stolzer degen msere. 

tuost dd des niht, sd muost den tdt 

von mtnen handen dulden; 

des hilf dir selben ü^er nöt 

und kum gdn mir ze hulden, 

sd vttere ich dich an miner hant 

gevangen für die vrouwen: 

sd wirde ich in bekant.* 

66 Dd sprach Ecke der werde degen: 133 

^mins swertes wil ich selber pflegen, 

von Berne ein vürste rtche. 
mich santen her uf disen tan 
dri küneginne lobesan, 
da^ w 4 ;est sicherliche. 
d da; dd mich gevangen dar 
hin brashtest gdn Jochgrimme 
vür die küneginne klar,’ 
rief er mit lüter stimme 
‘ich wolte Verliesen d den lip, 
dann min ze Jochgrimme 
spotten diu werden wlp.’ 


Digitized by 


Google 



Ecke. 


95 


67 Bö sprach der herre Dieterich, 137 

von Berne ein vürste lobellch: 

<nem&, vil srerder Ecke! 

gip mir dtn swert in mtne hant* 

80 sprach der degen wite erkant 

^vil erwelter recke. 

got wei^ wol, dai^ ich dir din leben 

hie gar nngeme wende, 

d& Yen seit dA dieh ergeben, 

aide e; nimet ein ende. 

da;; röte ich Af die trinwe min, 

ald eg gat an ein sterben, 

dag mao niht anders sin.' 

68 <Gib iah min swert in dine hant/ 188 

alsö sprach Ecke der wigant 

^mich schulten iemer möre 
ze Joehgrimme man und wip; 
ich wil Verliesen A den 11p’ 
sö sprach der degen höre. 

*mln swert dag wirt dir niht gegeben« 

ist dir alhie gelungen, 

sö solt dö nemen mir dag leben, 

des wirt dtn lop gesungen. 

ich kan dir anders nikt gesagen: 

ich gan dir bag der Aren 

an mir, denn eime zagen/ 

69 Bö sprach der herre Bieter!oh, 139 

von Berne ein vürste lobelioh: 

‘so riuwest du mich, Ecke, 
mac eg nA anders niht gesin, 
sö h&st verlom dag leben din, 
vil Agerwelter recke. 
dA von sA wende dinen sin 
durch alle werde vreuwen, 
ald eg wirt din ungewin, 
dag läge ich dich besohonwen. 


Digitized by LiOOQle 



96 


Ecke. 


dtn T)lio ist vreiaHoli g^n: 
ksBmest M von der eme, 
ich müeee den t6t enpf4a.’ 

70 Den heln er im d6 ab gebrach. 140 

Bwa^ er d6 ti dsu^ bämiier stach, 

er künde sfn niht gf^nnen 
als6 kleine als nmb ein h4r. 
mit dem knöpfe stiei; er dar: 
da^ blnot begunde rinnen 
en allenthalben durch da;^ golt. 
der rise wart &ne witze. 
daj; h&te er an im wol verscholt 
er huop im hf die alitae, 
die w4ren beid Yom gelde r6t: 
er stach daj; swert durch Ecken, 
des twanc in michel n6t. 

71 Als er den sige an im gewan, I4i 

do stuont er über den küenen man 

und sprach tU jmmerlfchen: 

*min sige und onch din junger t6t 
machent mich dicke sohamerüt, 
ich darf mich niht geliehen 
zo keinem der mit Iren gar 
lebt, des klag ich dich yeigen. 
swar ioh in dem lande yar, 
sd h&t din weit ir zeigen 
üf mich, und sprechent sunder w&n: 

»seht diz ist der Berneere, 
der künge stechen kan.«' 

72 Er spracht Ecke, mich riwet din lip. 142 
din übermuot und sehosniu wip 

went dir den lip yerkoufen. 
des muoi^ ieh dir yon schulden jehen, 
wan ich nie degen h&n gesehm 
BUS n&eh dem tide loufen, 
alsam dü, heit, hie KAst getdn; 


Digitized by LiOOQle 



Ecke. 


97 


73 


74 


75 


dü pflsege enkeiner in4^e, 
noch kündest weder hän noch 14n 
üf dirre veigen strd^e. 
er ist zer weit ein sselic man^ 
der wol an allen dingen 
halten und lä^en kan. 

Des mno^ ich mich von schulden schämen. 
und wmre ich niuwan von dem namen, 
ichn ruochte, wie ich hie^e, 
dag ich eht anders wmre genant, 
ald wsere vermürt in ein irteinwant, 
dag mich der name liege, 
deich niht von Berne wmre gebom, 
wag klagte ich danne inßre? 

BUS hat min hant an mir verlom 

mit strite al die Ire, 

die ich bejagte in minen tagen 1 

jo solte mich diu erde 

umb diz mort niht entragen. 

Sit eg ist aber mir geschehen, 146 

80 wil ich al der weit veijehen 
dag ich in hin erstochen, 
man weig eg wol, und ist ouch wir. 
da mite verswende ich miniu jar 
und wirt mir übel gesprochen, 
von rehte ich dag verdienet hin. 
swiech solch guot nie gewünne, 
iedoch so wil ich wagen gin 
und nemen dir die brünne; 
s6 hin ich reroup dir genomen. 
in* weig war ich vor schänden 
sol in die weit bekomen,* 


Dd begunde er Ecken umbe wegen, 
die brünne balde abe im legen: 
diu lühte gar von golde. 


Endrun nnd Dietrlohepen. 


Digitized by 


7 

Google 


147 



98 


Ecke. 


bern Ecken kein er d6 genau, 
die liebten brünne leite er an, 
als er si tragen wolde: 
diu was im do ein teil ze lanc, 
si gienc im üf die grüene. 
vil balde er si abe im swanc. 
si truoo der heit vil küene 
ze einem ronen mit siner haut: 
er schriets ab mit dem sahse 
ein klafter al ze haut. 

76 Als er da^ guote swert versuocbt 
und in die hosen sich geschuocht, 
den holn baut er zem houbte, 

den schilt er bi dem riemen vie. 
er sprach, do er von dannen gie: 
^der nü des geloubte, 
deich dich slafende niht envant, 
do ich dir stach die wunden, 
so wurde ich sselic gar bekant.* 
sin ors vant er gebunden, 
dar üf er trüreclichen sa;^: 
e:; wart von sinem bluote 
ze beiden siten na;^. 

77 Her Dietrich wolte dannen traben, 
her Ecke bat in stille haben: 

^vil stolzer degen here, 

obd’ ie gewunnest mannes muot|* 

sprach der werde heit vil guot 

^sö nim die widerkSre 

zuo mir, des wil ich biten dich, 

wan ich bin gar betoubet, 

und la; alsus niht ligen mich: 

dü slah mir ab daj; houbet, 

wan ich entriwe doch niht genesen, 

durch aller vrouwen ^reV 

er sprach: ‘zwar da^ sol wesen.* 


149 


Digitized by LiOOQle 



Ecke. 


99 


78 


Her Dietdch’;; houbt im abe sluoc 
ze einem satel er;; d6 truoc 
der edel Bernaere. 
vil vaste bant er e^ dar an. 
do sprach der wnnderküene man: 
‘ich sage leidiu mssre 
von dir den kUneginnen fin, 
die dich ze kenpfen walten 
ttfen da; angelinge min. 
des wil ich dich behalten 
den die dich hä.ten gesant 
und wil oach niht erwinden, 
ich bring’ dich in ir lani.’ 


Digitized by 


Google 


150 



Alpharts Tod. 

- -- . --’) 

1 Dd hiej; er balde bringen der keiser Ermeni^ch 8 
ein guote]^ ros dem beide, daz wi^^et sicherlich. 

dar üf was schiere gese^j^en Heime der küene man, 
als er zuo dem keiser urloup do genam. 

2 Keime der küene ttf sin ros kam. I 

d6 drahte er üf die grüene üf einen witen plan. 

Heime der ritter küene also gein Berne reit 

daj 5 er höm Dietriche von dem künege widerseit. 

3 Do sprach gezogenliche von Bern hSr Dietrich 5 

^Heime, kanstü mir gesagen, wes ziht mich Ermennch? 
wil er mich von dem triben da^ mir min vater hat lün, 
da;^ ziuhe ich an dich selben da^^ ich e^ niht verdienet han.’ 

4 <Nein^ sd sprach Heime, *er hat uns niht geseit.' 6 

edeler vürste und hdrre, eist mir entriuwen leit.' 
urloup nam d6 Heime, er weite riten dan. 

d6 sprach der von Berne ‘Heime, dü seit mich wi^en län 

5 wer mich des ergetzet’ sprach der notige man, 7 
‘deich dir bi minen ziten sö vil gedienet han? 

du bestüende mich in kintheit durch dinen übermuot: 
ich betwanc dich mit gewalte* sprach der heit guot. 

6 Dü stractest mir din hende und wurde min man, lo 
do ich dir vor manegem recken, heit, gesigte an. 

ich begienc an dir min dre guot unde laut. 

ich nam dich ze schiltgesellen. hät des gedienet mir 

din hant?* 

') Der verlorene Beginn hat erzählt, wie Kaiser Ermenrlch be- 
sohllesst, Dietrich ans Bern zn vertreiben und Helme den ungern über¬ 
nommenen Auftrag erteUt Dietrich die Kriegsansage zu überbringen. 


Digitized by LiOOQle 




Alpharts Tod. ' \ 101 

7 D6 sprach der heit Heime ^ich hete^ billich veTihifc^, li 
dajj ich durch solhe strafe w®r gein Berne geritem 

dü Bolt dar an gedenken^ yürste lobesam^ 
deich dir in miner jugende alsd vil gedienet han.’ 

8 Do sprach der vogt von Berne ‘Heime, e^ tuot mir not. 12 
gedsehtestd an ere, dd soltest ligen t6t 

i dü din triuwe braschest an keinem garten man. 
gedenke bi dir selben, stSt dir lesterlichen an.’ 

9 D6 sprach der degen küene ‘hdchgelopter man, 17 
han ich dir bi minen ziten dienest ie getan, 

dag; laestd übel schinen, litter unverzeit, 

da^ dü mir min ungemach von dem künege Srste h&st 

geseit. 

10 Warumb laestü niht riten einen vremden man?’ 18 
d6 sprach der heit Heime ‘vürste lobesam, 

d4 twano mich mit gewalte der keiser Ermenrich. 
der wil ouch mich behalten, dag; wijjfent sicherlich.’ 

11 Des werte ich mich gar sdre’ sprach Heime, ein 22 

küener man, 

‘bi; da^ der riche keiser zürnen d6 began. 
er woHe mir sin hulde dar umbe h&n verseit. 
des versehet ir min schulde: dar umbe ich her gein 

Berne reit.* 

12 D6 sprach der vogt von Berne ‘Heime, küener man, 23 
tsetestü;; niht gerne, er hete dichs wol erl&n. 

wolt sich der keiser küene dar umb gezürnet h&n, 
von der beide grüene soltestü geriten han.’ 

13 ‘Nein&, vürste riche’ sprach Heime der küene man 24 
‘des müeste ich sicherliche immer schände h&n. 

wie solt ich gebären? des müest mich wunder hän. 
bi allen minen ziten ich gr(Bg;er sorgen nie gewan.’ 

14 Alsd redt d6 Heime, als im von vorhte gezam 26 
‘ir sult wij^^en, herre, d6 ich urlonp nara 


Digitized by LiOOQle 



102 ^ Alpharts Tod. 

aitd^'^6 icli scMet von dannen, dd stuont e:^, küener 
r %/ degen, 

In güete und in liebe da^ ich solt iwer nimmdre pflegen,* 

rfh Do sprach der vogt von Berne ^des gestdn ich dir. 27 
dö dü urloup neeme, dü gelobtest mir, 
da]^ du niemermdre weitest, dd ereloser man, 
df minen schaden riten: dd soltü, heit, gedenken an.* 

16 D 6 sprach der vogt von Berne *dfl seit mich wi^^en 81 
wiltd dem riehen kelser mit dienste bi gestdn? [lan, 
wiltd die hervart riten? sage mir, küener degen.’ 

‘ja ich’ sprach Heime, ‘ich hdn mich zware sin erwegen. 

17 Ich hdn dar umbe enpfangen daz liebte golt s 6 rot. 33 
ich nam die riche miete die er mir do bot 

da:; ich im wolte dienen’ sprach Adelgdres bam. 

‘swiga* sprach hdr Dietrich, ‘dd hdst der eide mdr 

geswarn. 

18 Du gelobtest mir ze dienen df die triuwe din, 33 
wiltd nd hinnen riten, des soltd sicher sin, 

Bwa dd mir wider ritest in dem sturm od in dem strit, 
uns zwene scheidet nieman wan diu le^^iste zii’ 

19 Also sprach von Berne der edele vürste h6r 31 

‘wa^ wsenstd da^ ich vliese ? ich vliuse an dir niht mer 
wan ein schilt ein ros und einen ungetriuwen man: 
des muoj^ ich mich erwegen s6 ich sdlerbeste kan.’ 

20 Dö sprach der heit Heime ‘^sol ich aber urloup hdn 35 
wider zuo dem here breit, dd tugenthafter man? 

da^ latent mich wi^^en, vil edeler degen. 

durch aller vrouwen öre geruochet mir geleite geben.’ 

21 ‘Habe vride vor mir selben’ sprach hör Dietrich 86 
‘und vor anders niemen, da^ wi^^e sicherlich.’ 

‘owö, ir höht’ sprach Heime ‘dannoch manegen man, 
kom ich hin d^ ze velde, der min dri wol torsie bestön« 


Digitized by LiOOQle 



Alpbarts Tod. 


103 


22 Gip mir ein stseten vride, edeler Dietrich, 87 

wan dd ie da^ beste tsete, wider ze Ermenrfch.’ 

4ch gibe dir yride, Heime, bi^ an din gemach 
vor allen minen mannen.* dia^ wort er tngentliche sprach. 

23 Des sagte im gn&de Heime, urlonp er do nam. 88 
er gie ze sinem rosse, er wolte riten dan. 

dar M was schiere gesei^^en der ritter unverzeit. 
im was leit dajj er gein Berne die boteschaft ie gereit. 

24 Dü sprach der heit Heime ‘reht ist mir geschehen, 39 
do ich drabte gein Berne und wolte vinde sehen. 

si sint niht mine vinde, si hant vriuntlich getan, 
da^ ich ungevangen vor den Wülfingen st&n.* 

25 Heime schiet von dannen vür den keiser rieh. 
zuo allen sinen mannen gie her Dietrich. 

der vogt der Amelunge in den sal gie. 

fif Sprüngen die recken dd man den vürsten enpfie. 

26 Do sprach der vogt von Berne ^nü sitzent, min man. 8i 
herzeliche swsere die ich iu ze klagen han, 

da:; mich wil vertriben von Hdme der keiser rieh, 
da; klage ich fif iur helfe’ sprach von Berne her Dietrich. 

27 Si swigen alle stille, ir keiner sprach dd, 82 

da; einer mit eim worte machte den vürsten vrd. 

als der vogt von Berne diu wort vollensprach, 
in herzeclichem leide einer den andern ane sach. 

28 ‘Ir sult dar an gedenken’ sprach der küene man, 86 
‘als iu min vater Dietmar in güete ie habe getdn. 

ir straht im iuwer hende und hänt im triuwe gegeben, 
dar an sult ir gedenken die wile unde ir hant da; leben. 

29 Der mir nü in disen uoeten welle bi gestan, 86 

mit dem sd wil ich teilen swa; mir min vater hdt Idn.* 
dd sprachen si dd alle die ü; erwelten degen 

‘wir wellen bl iu, hdrre, wagen lip unde leben.’ 


Digitized by Google 



104 


Alpbarts Tod. 

30 16ne in got vonhimele! und gebent miriuwernr&t 87 
ze minor großen swaero; wande:^ mir kumberlichen stat. 
wie sol ich gebaren?’ dd sprach Alphart 

*d4 sult ir gein in senden einen recken äf die wart’ 

31 ‘Wen sol ich gein in senden ?’ sprach her Dietrich. 88 
‘da :5 sult ir mich* sprach Aiphart^ ‘ich wer endelich, 
ich tar wol bevinden des keisers gelegenlieit.’ 

da :5 er die wart wolt suochen, da^ was den Wülfingen leit, 

32 Do sprach Wolfhart der küene fiieber bruoder min, 89 
nü ein andern recken noch hiute wartman sin. 

uns 0:5 den Wülfingen nemen ein versuochten degen. 
dü bist ein kint der jare, einen andern la^ der warte 

pflegen.’ 

33 Des antwurt im mit zome der junge Alphart 90 
‘du enganst mir keiner dren, bruoder Wolihart^ 

da^ ich hie heime belibe als ein arme;; wip. 

sö hat man iuch vür recken und aht üf mich ze keiner zit. 

34 Ich wil üf die wart riten’ sprach der küene man. 91 
^da; wi;;e, bruoderWolfhart, niemen michs erwenden kan. 
ich wil min heil versuochen’ sprach der heit halt 

‘ich wil noch hiute sterben ichn werd zeim recken gezalt’ 

35 D6 sprach Alphart der junge ‘ich hie;;e niht ein degen, 92 
wa;; solte ich tragen wafen^ wagt ich niht lip unt leben l 
gote ich wol getrüwe^ da:; iender lebe ein man, 

der mir alterseine müge gesigen an.’ 

36 D6 sprach der vogt von Berne ‘lieber Alphart, 97 
ich lan dich alterseine ungerne üf die wart. 

aller recken bserde sint gein dir ein wint: 

der sinne und der jüre bistü leider noch ein kint. 

37 Swer in herten stürmen alle zit vehten wil’ 93 

sprach der vogt von Berne ^und tribet er sin vil, 
witze unde sinne wsere im beider not. 

e^ wundet dicke ein wiser ein starken tumben in den tüt.’ 


Digitized by LiOOQle 



Alpharts Tod. 105 

88 Dd sprach Alphart *herre, ir sult mich wi^^en 14ii, 99 
Bol einer nach dem andern an mich ze strite gan^ 

als6 von alter her reht ist gewesen^ 

in stürmen und in striten getrüwe ich harte wol genesen.* 

89 Dö sprach Hilbrant der aide *hdr neve, ir sint ein kint, loi 
und enwelt niht wi^^^en rehte wer die recken jenhalp sint: 
der keiser von Home h4t sinen solt gegeben 

den tiursten in der werlde b 6 si nü hant da^ leben.’ 

40 ‘Desn sult ihr niht gemochen’ alsd sprach Alphart, 102 
^deste williclicher wil ich üf die wart.* 

also antwurt der küene dem alden Hildebrant. 
er hie:; im balde bringen ros harnasch und gewant. 

41 Als6 die andern slihen des küenen recken muot^ 108 
do begunde sere trüren manic ritter guot. 

si n&men in bi der hende, Alphart den jungen man, 
si Yuorten in vür yroun XJoten die herzoginne lobesam. 

42 Dö seiten si der vrouwen wes er beete muot. 104 
do begunde söre trüren diu herzoginne guot. 

‘Alphart, lieber öheim, wem wiltü mich lan? 

wer sol mich des ergetzen deich dich s6 lange erzogen h&n ?* 

48 Dö sprach Yerme;;;entliche Alphart der junge degen 106 
‘der riche Krist von himele der sol iuwer pflegen!* 
dö wolte niht beliben Alphart der junge man: 
in harnesch und in ringe wapent in diu vrouwe wolgetön. 

44 Si gap im einen w&penroc, der was guot genuoc. loe 
si hie;; ein ros im ziehen, da;; in wol verwapent truoc. 
den schilt gap si im ze arme, den heim si im üf bant. 
dö er dan wolte nten, ein sper gap si im in die hant. 

45 Mit umbegurtem swerte er zuo dem rosse gie. 116 
dar üf sa;; er balde, urloup er enpfie. 

‘wmre e:; nü mit willen des lieben herren min, 
die warte wolte ich suochen n&ch den grölen eren sin.’ 


Digitized by LiOOQle 



106 


Alpbarts Tod. 


46 Do was Alphart der junge uf sin ros bekomen. 117 
do bete er umbe und umbe sch6n urloup genomen. 

er reit mit guotem willen verre vür die stat. 
n4ch im manic schoene vrouwe segente, diu im heiles bat. 

47 Do wolt da :5 ros verauochen Alphart der junge degen, 119 
ob er drüf torste wagen einen lip unt leben. 

aht klaftern witen e:^ under im spranc: 

^diu dich mir ie gegap, diu habe des immer danci’ 

48 Da :5 sach an der zinne von Bern der wigant: 120 

‘gehabt iuch wol d4 inne: wir haben gesant 

den allerküensten ritter, der den namen ie gewan. 
vor keinem einegen recken ich sin keine sorge hän.* 

49 D6 stapfte über^ gevilde Alphart zehant. 121 

do sprach von Berne sin oheim Hildebrant 

‘nü langt mir ein gesmide, ein vrömde:; sturmgewant. 
ja wil ich in twingen mit miner eil enthaften hant. 

50 Ich wil im n4ch riten durch triuwe üf den plan. 123 
er müest mich immer riuwen, sold wir in vloren hän. 
ist e; da:; ich in vinde, ich mache in strites sat: 

von der beide grüene muo:; er her wider in die stat.* 

51 Do stapfte überg gevilde meister Hildebrant^ 124 

d6 er Alpharten alterseine vant. 

als in der degen here von verren ane sach, 

‘dort komt des keisers diener, ween mir lieber nie ge- 

schach. 

52 Mit dem so wil ich striten^ sprach der junge man. 125 
da; ros warf er umbe gein im hf den plan. 

also da; der aide von dem jungen sach, 

gerne muget ir hoeren, wie meister Hildebrant sprach. 

53 ‘Da; ich gein einem kinde ze velde körnen bin, 126 
ist da; ich sin niht schone, wer gap mir; in den sin? 
und ist da; ich sin schone* sprach der küene man, 

‘son wirt mir niht ze lone, danne da; ichs laster hän. 


Digitized by LiOOQle 



Alpbarts Tod. 


107 


54 Ich muo; im niht entwichen, ich muo;^ in bestän.’ U7 
si riten sicherliche beide einander an, 

Hildebrant der aide zebrach sin sper zehant. 
si erheizten von den rossen her nider M da^ lant. 

65 Die erwelten beide sich ander Schilde bugen i28 
der grüenen beide, zwei scharphu swert si zagen, 
si sluogen uf einander, die wolgemaoten man, 
da^ des viares vlamme über ir beider helmen bran. 

56 Alphart der jange gap Hilbrant einen slac, 131 

da^ er af der beide grüene vor im gestrecket lac, 
do rief vil geswinde der aide d4 zebant 
*dü solt mich lag;en leben: ich bin; din oheim Hilde¬ 
brant.* 

67 ‘Dem tsete icb doch nngeme*, sprach der jange man, i32 
‘ich lie; in hiate ze Berne vor minem herren stan. 
da solt dich dran niht la;en, da bist dar an betrogen, 
solte ich den hie vinden? da;; ist niht wär and ist 

gelogen. 

58 Dü wilt dich dü mit vristen, trütgeselle min. 133 
dich hilft niht diner liste, e^ mao; din ende sin^ 

der gr6;en angenaden’ sprach der ritter gaot, 

^die ir anverschalter dinge dem edelen vogt von Berne 

taot.’ 

59 ‘Nein ich, üf min trinwe’ sprach meister Hildebrant. 134 
e;; müest dich immer rinwen, slüege mich din hant. 
bint mir von dem hoabte den heim sa zehant 

and sich mich ander d*oagen, s6 wirde ich dirbekant.* 

60 Alphart der jange im den heim abe bant 135 

er sach im ander d’oagen, er wart im schiere bekant. 
‘nü dankt ir mich niht wise’, sprach der jange man; 
‘nü sint ir wol sö grise; ir solt der reise ans han 

erlan*. 

61 Sprach Hildebrant gerne, ich hün;; getün dorch iss 

gaot. 

DÜ var mit mir gein Berne, ritter hüchgemaot, 


Digitized by LiOOQle 



108 


Alpharts Tod. 


ab der warte grüene, dd erwelter degen’. 
sprach Alphart der junge 4ch wil noch hiute der warte 

pflegen*. 

62 ‘Sd gn4d dir Krist der riche!’ sprach meister Hilde- 137 

hrant. 

*wan mir ist sicherliche din manheit wol erkant. 
da^ sage ich d& ze Berne dem vürsten lohesam: 
er hoert e^ niht ungerne, da:; dü mir hdst gesiget an\ 

63 Hildehrant der aide d6 gein Berne reit. 138 

do erbei^te er ritterliche, der degen unverzeit. 

als in der vürste riche von verren ane sach, 
er gruoj^ in tugentliche. nu hoerent wie er sprach. 

64 Hr sint gewesen lange, meister Hildehrant. 139 

wa ist iwer gevangen, den ir bringet an der hant?* 
der spot tete dem alden zuo dem schaden wd, 

er sprach gendte ^hdrre, ich wil iu sagen me. 

65 Wir haben gesendet den aller küensten man, iio 
der bi unsem ziten ritters namen ie gewan, 

mich bestuont der vürste junge • üf dem witen plan: 
ich sage iu, lieber herre, ich enmohte im niht vor- 

gestan.’ 

66 Dd sprach der vogt von Berne, ein vürste lobesam ui 
^da; beere ich niht ungeme, hdt er iu gesiget an. 

da:; iuch der degen junge zuo der erden sluoc, 
üf alle mine triuwe, eg was von einem kinde genuoc*. 

67 Die üg erwelten beide retten dd niht me. 142 

Alphart stuont üf der beide, sin ros in dem kld. 

er strict dag vürgebüege und gpirt sim rosse bag. 
eg dühte in harte gevüege: wie ritterHch er dar üf sagt 

68 Dd sach er vor im vüeren ein harte riehen van in 
den herzogen Wülflnc und ahzic einer man. 

gegen in stapfte er schdne. si vrägte Alphart, 
wer des heres meister wR*re oder houptman üf der wai*t. 


Digitized by LiOOQle 



109 


Alpharts Tod. 

69 D6 sprach der herzoge alsö ▼erme^^entltcb 145 

^da h4t uns ü:; gesendet der keiser Ermenrich, 

da^ wir ze schaden bringen den edelen vogt von Bern.’ 
diu maere horte Alphart von sinem harren ungern. 

70 D6 sprach gezogenliche Alphart der junge man 1^6 
*nune wei^ ich niht der leide diu min hSrre iu habe 
ja ist er iurs geslehtes; 4; erwelter degen, [getan, 
ir soltet in sim dienste wagen lip unde leben.’ 

71 D6 sprach der herzoge ‘sagt, herre, wer ir sit, ui 
da^ ir alterseine ritent 4f der beide wit 

und ouch so sSre vraget nach des keisers man: 
da^ weste ich harte gem^ wurd es^ mir kunt von iu 

getan.’ 

72 Des antwurte Alphart — er hete eins mannes sin — 148 
‘ir sult wi^j^en, herre, deich iuwer vient bin, 

und dar nach al der recken die dem harren nun 
ze schaden weiten riten, der vient wil ich immer sin.’ 

73 Des antwurt im geswinde der herzoge zehant 149 
‘ja han ich von dem keiser guot unde lant, 

ich han den solt enpfangen, da^ liebte golt s6 rot: 
swanne er mir gebiutet, so muo^ ich riten in die not.’ 

74 *S6 haltent 4:; den vanden durch iuwer degenheit, 160 
4^ dem gesinde 4f die beide breit!’ 

zwei sper ze banden n^men die degen unverzeit. 
do wart von in beiden ein swinder tjost bereit. 

75 Durch ir beider zürnen w4rn sie ze velde körnen. i6i 
ein schedeliche:; riten wart schiere do genomen. 

Alphart der junge stach dem herzogen hSr 

vorn zwischen sinen brüsten durch sinen lip ein schar- 

pfe^ sper, 

76 Im entweich kraft und mäht, sinslebens was er ein gast. 162 
er stach in vom4n inne d&^’g rückeshalp 4g brast. 
den satel muoste er r4men her nider 4f dag gras. 

in einer kurzen wile von im diu sele gescheiden was. 


Digitized by LiOOQle 



110 


Alpbarts Tod. 


77 Einer sprano von dem rosse, der bie^ Sigewin, 154 
<nü müe^et ir mir gelden den liebsten Herren min, 

der von iuwern schulden ist gelegen t6t. 

nü wert iuch vrümeclichen: da^ tuot iu endelicHen not.* 

78 Alphart spranc von dem rosse und lie^ e^ von im gan. 157 
er dahte in einem muote^ er müeste ouch den bestan. 
Sigewin der starke huop an im den strit: 

Alphart der junge sluoc im die tiefen wunden wit 

79 mit einem guoten ewerte, er mohte niht genesen. 153 
‘da^ habe dir durch din Herren, ob er dir si liep ge¬ 
wesen. 

dü hast den solt enpfangen den er geleisten mac: 
e^ ist umb dich ergangen, dir nahet schier din jüng¬ 
ster tac.* 

80 GÄrbart spranc von dem rosse, gar ein starker man: 1.9 
^und wserestü der tiuvel, ich wolt dich ouch best&n.* 

si liefen an einander üf der Heide wit, [strit. 

zwischen den zwein wiganden huop sich ein ungeviieger 

81 Si wären ze strite beide gewahsen gnuoc« 160 

Alphart der junge im tiefe wunden sluoc, 

da;; er muoste vallen und da geligen t6t. 

Alphart der junge was ein heit ze rehter n6t» 

82 Also Alphart ersach da;; die dri warn gelegen, I 6 I 

‘alrerste sul wir striten* sprach der küene degen. 

%ol abe von den rossen zuo mir üf da; lant! 

8wem got des heiles gunne, der viiere den sic an der 

hant !* 

83 D6 sprangen von den rossen siben und sibenzic man. ics 
si bestuonden Alpbarten üf dem witen plan. 

si weiten alle ze male ti in geslagen hän: [hän. 

do sprach ein alder ritter *des müest wir immer laster 

84 In beste der man besunder, als reht si gewesen, les 
e; wsere ein michel wunder, solte er hie genesen.' 

e; was ein der Wülfinge, der hete den rät getän. 
alsd Alphart einen ersluoc, er lief ein andern an. 


Digitized by LiOOQle 


Alpbarts Tod. 111 

85 Si nmbztigen in tLf der beide da^ in nibt entwiche 164 

der man. 

d6 muoste er alterseine mit den vinden umbegan 
mit sinem gnoten swerte da^ im in der bende erklano, 
da:; durch die liebten belme da:; rote bluot bertL; dranc. 

86 Dö sprach einer under in *wir sin nibt wol gevarn. les 
wser ich d4 beime ze bbwe, ich wolte e^ ba:; bewarn, 
da; ich nimmer kaeme gein Berne in da; lant: 

e; ist nibt ein ritter, e; ist ein tiuvel her gesant.* 

87 Er yalte ir als6 manegen, der junge Alphart^ 167 
der mit sinem swerte von dem leben gescbeiden wart, 
er biu durch die ringe da; vlie;ende bluot 

und yabt mit solbem grimme^ kein junge e; nimmer- 

mdr getuot. 

83 Der abzeo nibt mere genas dan abt man. 170 

die buoben sich zen rossen^ Alpbart tete alsam. 
man sacb si über; gevilde ylieben zegelicb. 
n&cb in jagte Alphart under einem banier, da; was rieb. 

89 Er jagtes nibt ze yerre, als ein notic ritter tuet, m 
er hielt üf einer ecken, der ritter bochgemuot. 

er bete gestriten sIre, dem beide dem was bei;, 
da; im üf der beide grüene durch die ringe dranc 

der swei;. 

90 . 177 


eine linden grüene sacb der unverzeit. 

Alphart der junge gein dem sebaten d6 reit. 

91 Als Alpbart der junge under die linden kam, 178 

den rouch sacb er vliegen über den witen plan. 

er sprach ‘wolt got von himele, bsete ich tüsent man, 

86 wurde der riebe keiser von mir strites nibt erlan.’ 

92 Er entw4pent sieb des belmes, als ein n6tic ritter tuot. iso 
er kert sich gein dem lüfte der degen b6cbgemuot. 

bi den selben ziten körnen die abte gerant, 
si erbei;ten mit den wunden yür den keiser üf da; lant. 


Digitized by LiOOQle 





112 


Alpharts Tod. 


93 Als ed der riche keiser verre ane sach, 182 

trAreclichem muote nü hceret wie er sprach 
‘sint willekomen, ir recken, wa sint der beide mÄ 
die Af der warte wären ? mir tuont iuwer wunden wä. 


94 WA ist der Herzoge und ahzic siner man?’ 183 

‘Herr, er ist t6t und d*andem sint bi im gestän. 

si ligent Af der beide alle ze tode erslagen,’ 184 

do begunden die recken den Herzogen Wülfinc klagen.®*^ 

95 DA sprach der keiser riebe ‘nA sage mir, biderberi85 

man, 

wie vil was der recken die in hänt gesiget an?* 

4cb bans iu schiere gesellet: e^ was ein einic degen.’ 
. {Z. 4 fehlt in der Hs.) . 

96 DA sprach der keiser riebe ‘nA sage mir mAr d4yan,i86 
wer was der selbe recke der in bat gesiget an? 

wa^ Yüert er an dem scbilde? kanstA mir:; gesagen, 
deich in da bi erkenne swä man in sibt da; wäpen 

tragen? 

97 Od hästA iht gemerket’ sprach der keiser rieh, 187 
‘ob e; si gewesen min veter Dietrich 

od deheiner siner diener? da; soltA mich wi;;en län.’ 
dA sprach der selbe recke ^e; wirt in schiere kunt getan. 

98 Von dem iuwer recken sint erslagen tAt, 198 

er vüeret einen wi;en schilt, ein lewen von golde rAt, 
dar obe ein guldin krAne: alsA sach ich in varn. 

ja vüert er ninder wäpen härn Dietriches, den am. 

99 Er ist dirre lande ein gast, des muo; ich jehen. 195 
den selben heit den hän ich selten mer gesehen, 

von dem wir*Af der beide hän gr6;en schaden genomen. 
er ist dem vogt von Berne verren her ze helfe körnen. 

100 Im mac der vogt von Berne gern sinen solt geben.i98 
er kan helme houwen den Helden durch ir leben.’ 

A; den verwunten der ahte einer sprach 

^bi allen minen jären ich sterkem man nie gesach. 


Digitized by LiOOQle 





Alpharts Tod. 


11 .^ 


101 Ich setz© in mine triuwe dk wider guot und laut, w 
da:; ist alle; veige. er vüert in siner hant 

ein swert da; snidet sere, er ist selbe ein starker man. 
mit sin eines hende gesigt er al der werlde an.’ 

102 Die rede erhörte der keiser^ si was im harte leit. 198 
‘owö miner Ören! min lasier wirt breit. 

kumt er ander mine recken, er verderbet mir di© schar, 
die wile der selbe lebet, gein Berne gerücke ich nim¬ 
mer dar.’ 

103 D4 sa; unter den gezelden manic küener man, 199 
da man diu starken msere von den holden dö vernam. 
d4 sa; mit gr6;en Ören der Herzoge Bienolt 

und ELandolt sin bruoder, den gap der keiser beiden solt. 

104 Sewart der aide gar ein starker man, 200 

unde von Tuscan der Herzoge Berhtram, 

Witege unde Heime die zwene starken degen. 
man sach den riehen keiser harte tröriclichen leben. 

105 Hervür hie; tragen der keiser silber unde golt 20 i 
^swer suochen wil die warte, der neme riehen solt, 
golt und edel gesteine, swa; hf Schilde mao geligen.^ 
die küenen wigande alle gar stille swigen. 

106 swigent si alle stille, die mir gaben rat. 206 
si weint wönic mich ergetzen des min herze kumher höi 
ich mane dich diner triuwe, Witege, ein wigant: 

sö wil ich mit dir teilen bürge guot unde laut’. 

107 Dö sprach der heit Witege, der was ein küener degen; 207 
^ir hönt mir iuwer gäbe dicke volleclicb gegeben. 

der müe;ent ir genie;en, edeler keiser hör.* 

er hie; im balde bringen ros schilt hamasch unde sper. 


108 Darin wöpent er sich unde gie ze sinem rosse dan. 208 
dar üf sa; er schiere, den schilt er ze arme nam, 
da; sper ze siner hende, der degen unverzeit. 
seht hin, wie ritterlichen Witege ze Alpharten reit! 
Kndniii and DletrtohepsiL t 


Digitized by 


Google 



114 


Alpharts Tod. 


109 Als er kam üf da^ gevilde von dem here hin dan, 209 
do begunde sere grdsen den ü; erwelten man. 

dd dmcten in die ringe, dem beide wart b 6 bei^, 
daj^ im iif der beide grüene durcb die ringe drane 

der swei:;. 

110 Er sprach ^got von bimele^ wie ist dem berzen min, 210 
od wa^ mao üf die warte hiute körnen sin? 

icb solt die reise ld:;en’ d4bt der werde man. 
da^ ros warf er umbe and saob da^ ber wider an. 

111 Er d&bte in sinem muote ber wider als ein heit 211 
<dü muost nu liden smerzen, sit dich b&t üi; erwelt 

abzic tiisent mannen der keiser lobesam. 
da wirt dre begangen od eg muog mir an min leben 

112 Über dag gevilde wart Witegen als6 gäcb. 212 

üf s6 macht sieb Heime und reit sieb Witegen n&ch, 
der wolt sich b4n gerochen an dem kindeseben man. 
Heime hielt undr eim sebaten big Witege von dem 

sige kam. 

113 Dd kam der beit Witege geriten üf dag wal. ais 
d4 vant er vil der tdten ligen über al. 

als in Alpbart der junge von verren ane sacb, 

'dort komt des keisers diener, wsen mir lieber nie 

geschach.’ 

114 Den beim bant er zem boupte zuo der selben stunt, 214 
er stapfte gein im schone in einen tiefen grünt. 

Witege vragte in meere, ob er im künde gesagen, 

ob er der ritter wsere, der die beide baete erslagen. 

115 'Ja ich’ sprach Alpbart, 'saget mir, degen bdr, 215 
wie getürret ir gein recken iuwer sper geleiten mdr? 
eg ist iu ze verwigen, ir sit ein triwelds man. 

jane weig icb nibt der leide diu iu min bdrre habe 

getan. 

116 Ir swuoret im ze stunden^ heit, den iuwem eit. 21 « 
den bdnt ir gebrochen, deist allen recken leit. 

iu bdt der von Berne und alle sine man 
da ber bi allen ziten ie des besten vil getän. 


Digitized by LiOOQle 



Alpharts Tod. 115 

117 Hftstd niht geme'rket, wie gezimet recken da;^, 219 

da; man in hei;t meineideo? er gewinnt der werlde ha;, 
da; man in sdre schildet der d4 blichet einen eit. 

ich gibe dir des min triuwe, e; wirt der sSle dort vil leit. 

118 Dd bist an ganzen dren vor allen recken tdt 220 
und muost ouch vor den yrouwen stSn dicke schamerot.’ 
alsd sprach yermej;;entliche Alphart der junge man 
^keinem wol gerten recken mahtü niht geliehen an.’ 

119 Sö sprach der heit Witege, der was ein küener man 221 
^wie lange df dirre beide sol ich ze bihte stan? 

des muo; engelden einer yon des andern strit. 
nd saget, küener recke, werder ritter, wer ir sit.’ 

120 ^Hmtestd rehte sinne, dd liest din yragen sin* 223 
sprach Alphart der junge ^nach dem namen min. 

jä ziuhe ich; an dich selben, wurdestd eryalt, 
sd müest man mich erkennen* sprach Alphart der heit 

halt. 

121 D6 sprach der heit Witege *da; wser mir harte leit 224 
und müest mich immer riuwen swa man e; yon mir 
ich hdn noch ie yon minen kintlichen tagen [seit, 
in stürmen unde in striten den pris ritterlich betragen. 

122 Ir sint dort al eine, ich bin al eine hie. 226 

mit alsd scharpfen Worten wart ich gestrafet nie 

bi allen minen ziten sit ich min leben gewan. 
ob ich in da; yertrüege, wei; got, ich hie;e niht ein 

man. 

123 Der wider da; reht nd sprseche, der haste unrehten sin. 227 
man sprach mir ie da; beste swar ich körnen bin. 
da; wil ich noch behalten,* sprach Witege der heit, 

*sit mich der riche keiser d; ahzic tdsent hdt erwelt. 

124 Der küeneste und der beste sol ich undr in sin. 228 
deste gerner wil ich wdgen noch hiut da; leben min 
al durch des keisers dre, wan er mir; selbe gebdt: 

sd setze ich df die wdge minen lip yür in in den tot.* 


Digitized by LiOOQle 



116 


Alpbarts Tod. 


125 Diu vr&ge nam ein ende, der vride wart gegeben. 229 
dd justierten zesamne die zwene küene degen. 

eg was diu groeste ere diu Witegen d6 geschach, 
dag er sin sper ze stüoken üf Alpharts biüsten dd 

zebrach. 

126 Dd wart von in beiden gar krefticlicb gestriten. sso 
zesamne si stachen mit ritterlichen siten. 

Alphart der junge mit ellenthafter hant 

stach den ritter küene von dem rosse nider üf dag lant. 

127 Dd der heit Witege hinder dem rosse lac, 281 

^owd dirre schände^ deich ie gelebt den tac! 

dag müege got erbarmen, dag ich ie wart geborn, 
sol ich also schiere min leben hdn yerlom.* 

128 Üf sd riht sich Witege, wan er übel gevallen was. 284 
hin sd lief Schemminc und ag dag grüene gras. 

er aht den val gar kleine, den sin hdrre hete getan, 
dd erbeigte anderthalben Alphart nider df den plan. 

129 Dd zuctens von den siten zwei scharpfiu wdfen bldg. 236 
si sluogen üf einander, dag eg yil lüte erddg. 

si g&hten zesamne üf der beide wit. [strit. 

zwischen den zwein Helden huop sich ein ungevüeger 

130 Alphart was ein junger ritter küene unt milt. 287 
er konde wol geleiten sin swert und sinen schilt 

nach ritterlichem prise, des muoste im Witege jehen. 
er wmre im gerne entwichen, moht eg mit eren sin 

geschehen. 

131 Er sprach *got von himele, wag han ich getan! 238 
od weihen übelen tiuvel han ich hie bestdni 

swie dag mir gelinget, siges han ich mich verzigen. 
wolte got von himele, w®r ich bi minem hdrrn beliben.* 

132 Alphart der junge gap Witegen einen slac, 243 

dag er df der beide grüene vor im gestrecket lac 

. in allen den gebserden als ob er waere tdt. 
von nasen und von dren sach man im vliegen dag 

bluot rdt 


Digitized by v^ooQle 



Alpbarts Tod. 


117 


188 Also reit d6 Alpbart stuend mir übel an, 246 
slüege ich nü zegelichen ein werldsen man. 
des wurd mir übel gesprochen.* des nam Heime war, 
er hnop sich von dem schaten Witegen ze helfe dar. 

134 <Kn enbloBi^et iuch des helmes* sprach Heime der 248 

heit guot. 

'nein’ b6 sprach Alphart, 'ich hkn sin keinen muot.’ 
er d4hte in einem muote 'werdent si dich sihtec an, 

86 YÜehent si mich beide, s6 muo^ ich einic hie bestan.* 

185 JSf sprach 'nü sage mir, Heime, wie scheidestü den 242 
*d4 ritent ir gein Berne von dirre beide wit: [strit?’ 
sd rite wir zem keiser und wellen alsd jehen, 
ir wseret uns entwichen, wir haben iuch niht hie ge¬ 
sehen.' 

136 'Da:; enwelle got von himele!’ als6 sprach Alphart. 250 
'so rümte ich lesterliche mines h6rren wart. 

dü muost mir Witegen z’einem pfände lün, 

oder ich wil den keiser hiute noch mit strite bestün.’ 

137 '^Hoerstü dag;, geselle Heime ?' sprach Witege der degen 261 
'uns kan nieman gescheiden danne min leben. 

ich mane dich diner triuwe* sprach der hdchgeborn 
'und diner stseten eide, die dü mir hüst gesworn.* 

138 'Da:; ist war,' sprach Heime, 'da:; stüende uns übel 254 

slüege wir nü beide den kindeschen man. [an, 

wser e:; da:; wir'n betwungen und wurde er danne er- 

slagen, 

von unsem 'iintriuwen müest man immer singen unde 

sagen. 

139 Aller untriuwe ursprunc müest wir immer wesen. 265 
vor keinem biderben manne kund wir nimer genesen, 
durch reht solte uns schelten man und darzuo wip: 
ach, wie hete wir danne geswachet zweier degen lip!’ 

140 'Dü sagest mir von untriuwe: 6 ich verlür den lip, 256 

mir wssre lieber, schulden mich alliu werdiu wip.’ 


Digitized by CjOOQle 



118 


Alpbarts Tod. 


als6 rett d6 Witege ^Heime, wird ich erslagen, 
du stest vor im in kranker wer, er siebet dich äne 

schaden.* 

141 Heime erbei^^te nidere von dem rosse üf da^^ lant. 25 r 
Vorder ritter edele, ergip dich in min bant. 

ich sage dir, degen mmre, wie min site ist getan: 
swann ich min swert erbloe^e, sd ich genesen keinen 

man.’ 

142 Als6 sprach de Heime ‘nü saget mir inwem namen,9C3 
Werder ritter edele: desn dürft ir inch niht schämen, 
sit ich iuch an dem Schilde niht erkennen kan, 

sint ir^ von Berne des herren Dietriches man?' 

143 D6 sprach Alphart der junge ‘e^ wssr niht guot get&n, 2G4 
da^ mich des betwunge ein einiger man, 

da^ ich im iemer seite ze rehte minen namen, 
wer min gesiebte wsere: des müeste ich mich immer 

schämen.' 

144 wmre e;; in kein schände,’ sprach Heime der 203 

küene man. 

‘bestüende wir iuch beide, wir sin niht s6 vingerzam, 
mac iuch wol geriuwen. der vride si üf gegeben, 
und wert iuch vrümeclichen, ob ir wellet lenger leben!’ 

145 Dd sprach ü;; vriem muote Alphart der junge degen 2 S 6 
‘swem got des heiles gunne, der mac wol gdebenl' 
Heime daj^ swert erbloj^te, an lief er den degen; 268 
dü ist Alphart der junge bestanden umb sin werdeij^-* 

leben. 

146 Alphart der junge dö rüefen began 269 

^Witege unde Heime, ir zwdne küene man, 

begdnt an mir. iur dre,’ sprach der junge degen, 

*und geruochet mir zem rücke einen stseten vride geben.' 

147 ‘Da^ tuon ich an den stunden' sprach Heime der 270 

küene man. 

*zem rücke und zen siten soltü vride h&n. 


Digitized by LiOOQle 



Alpharts Tod. 119 

ow^ der grd^en schände, die ich dannoch hie began, 
deich den kindischen recken selbe ander hie bestdn.’ 

148 Als Alphart der junge den vride d6 vernam, 271 
dajj swert warf er umbe, er lief Witegen wider an. 

er gap im über da^^ houbet ein slac als6 grog, 
dai^ er viel zuo der erden: da^ bluot im vür die vüe;;e 

schdij. 

149 Über in stuont Alpbart und wolt in geschedeget h&n. 272 
daj^ begunde der heit Heime balde understdn: 

mit Nagelringes ecke, dag er an der bende truoc, 
vil rische er Alpharten dd von Witegen gesluoo, 

150 Alphart der junge aber rüefen dd began 274 

‘Witege unde Heime, ir zwdne küene man, 

in maneger herverte hdnt ir dag beste getan: 
üf dirre beide grüene weit ir michs niht geniegen lan. 

161 Bestet ir mich besunder, min tot si iu vergeben. 276 
eg ist niht ein wunder, benemet ir mir min leben, 
gedenkt an ritters dre, ir stolzen beide guot. 
ich wil iu niht entwichen: habt doch beide biderbes 

mannes muot. 

152 Welt ir mich ermorden als einen armen kneht, 279 
Witege unde Heime, ir brechet gotes reht. 

eg geschach nie mdr dag zwdne einen sint an gegan: 
weit ir eg an mir heben, des müegt ir immer laster hän.’ 

153 Dd sprach der heit Heime der degen unverzeit 280 
^hoerstü dag, geselle Witege? er hdt uns w&r geseit. 
dü solt von mir entwichen, ich wil in eine bestdn.’ 

‘owd nein,* sprach Witege, ‘dü kennest rehte niht 

den man.’ 

154 Also sprach Witege Wielandes bam 283 

«Heime, trütgeselle, swag wir in mugen gesparn, 

dag kumet uns zc schaden an unser beider leben, 
dü wilt alleg mir entwichen: eg ist ein üg erwelter 

degen.’ 


Digitized by LiOOQle 



120 


Alpharts Tod. 


155 An liefen si in beide, den kindischen man, 2M 

üf der grüenen beide. AJphart riefs aber an 

‘noch bestet mich besunder, ir ritter h6chgemuotl* 
da^ gelobte im d6 Witege, er was zornic gemuot. 

156 ‘Da;; wir dich besunder best&n, des si gewert. 285 
e;; entuo got ein wunder, dü wirst strites hie gewert. 
Heime, läj^ mich ruowen und louf dü in an.’ 

Alphart der junge daj^ swert ze beiden henden nam, 

157 Da mit er dem beide Heime ein tiefe wunden sluoc, ^6 
daij da^ bluot einer eilen lanc durch die ringe wuot 
und da^ er muoste strüchen nider üf da;; lant. 

‘owe’ sprach sich Heime, ‘ich han den t6t an miner 

hant.* 

158 OOa^ woldestü* sprach Witege ‘mir niht geloubet hün. 237 
Heime, trütgeselle, sol ich dir bi gestün? 

s6 widersage ich schiere, der vride si üfgegeben.* 

‘nein’ sprach Heime, Ha^ mich erliche vliesen min leben.* 

159 Des erschrac dd Witege, er trat im üf sin spor. 283 
Witege sluoc in hinden, Heime bestuont in vor. 

Alphart der junge nam Heimen guote war: 

dd sluoc im Witege ein wunden yserlingen dar. 

160 Alphart der junge gap Witegen einen slac, 80i 

da^ er üf der beide grüene vor im gestrecket lac. 
Heime daz swert enbld^te mit ellenthafter hant: 

er sluoc in durchs gebende daj; e^ üf der liste erwant. 

161 Durch heim und durch hüben hiu er den ritter gUot 302 
und durch des helmes spangen, da^ da^ rdte bluot 

her nider begunde vliegen üf den jungen man. 
e; beguuJe in sere verdrie:;en, wand e^ im vür diu 

ougen ran. 

162 Wei;; got wie jsBmerlichen er durch da^ bluot sach! 303 
dem edelen recken n&hte dd sin ungemach. 

au liefen si in beide mit ellenthafter hant, 
si valten in nidere mit den wunden üf da:; laut. 


Digitized by LiOOQle 



Alpharts Tod. 


J21 


163 So Termuoten si in bede da; er werelos lac sod 
und üf der beide grüene niht mSre strites pflac. 

nu’n wei; ich doch niht rehte, wa; Witege an im rach, 
da; er im zuo dem slitze eia swert durch sfnen lip stach. 

164 Er reip e; in im umbe und sneit im abe sin leben.805 
do begunde lute rtiefen der kindische degen 

^pfuch ir zagen bosse, ir ^reldse man 
. [Lücke der HdsJ . 


Digitized by 


Google 





Rabensehla^hi 

L Der Tod der jungen Könige« 

1 Bi banden sieb d6 yiengen 8i0 

der reinen Helcben kint. 

mit Dietber si giengen, 

(alsd sagte man mir sint) 
d4 ai ir meister vunden. 
si b4ten Elsanen bi den stunde:): 

2 ‘Elsän, meister berre* 842 

sprach Orte der degen, 

‘wir manen diob vil verre, 

wir sin bie in dinen pflegen: 

nfl gunne uns ze riten 

Yür die stat, wir kamen in kurzen ziten. 

3 Wir wolden sebouwen gerne 343 

ditze bou sd bdrlicb^ 

die stat bie ze Berne, 
und Isege diu in Hiuniseb rieb, 
wes bedörft wir danne mdre? 
sin bete min yater Etzel immer ere.* 

4 Mit triuwen sprach d6 Elsan 8!4 

‘vil liebe berren min, 

die bete sult ir siebtes lan, 

wände des mac nibt gesin. 

min dre stdt ze pfände 

dem unverzagten künec von Roemisch lande. 

5 Ir sult bie inne biten. S 4 ö 

ich getar iueb ninder Idn, 

ich ik^e iueb ninder riten« 


Digitized by LiOOQle 



I. Der Tod der jangen Könige. 123 

dsL^ sult ir äne zorn lan. 

wser iht in leide geschsehe, 

den tdt ich gerner an mir selben sehe.* 

6 well wir ninder verre 840 

riten’ sprächen diu kint. 

^Isän, lieber herre, 

wir sfn niht sö gar bliut. 

wir behüeten uns in der m4;;e) 

da^ uns nibt gewirret üf der strä^e.* 

7 überhebt mich maneger swaere* 817 

sprach her Elsän. 

*jä vürhte ich den Bemsere, 
gegen dem ich mich yertriuwet hän. 

möht mich lihte geriuwen, 
und wmr doch immer kraue an minen iriuwen.’ 

8 *Swa^ dü unbilliche 846 

nü begäst dar an, 

gegen hern Dietriche 

ich da^ wol versüenen k<nn. 

e^ kumet dir niht ze swaere. 

wer waenstü, der eg sage dem Bemaere?’ 

0 ^Läg uns al balde riten* 840 

sprach her Diether 
‘wir wein mit niemen striten, 
wir vüern deheiner slahte wer. 
wir kumen her wider schiere, 
dag geloube mir* sprach der degen ziere. 

13 Dd sprach der starke Elsän 8t<' 

‘nü sit der bete gewert. 
hinder iu wil ich niht bestän: 
sit ir ze liten gerne gert^ 

80 mac ich dag niht lägen, 

ich wil mit iu riten üf die strägen*. 


Digitized by Google 



Rabenschlacht. 


Vr6 wurden sicherlicii6> 
diu kint wol getan, 
die jungen künege riche 
die g4hten vrcelichen dan, 
da si diu marc vunden. 
si 8a;;en üf diu ors bi den stunden. 

Die hohen künege wandeis vri 
die g&hten der stat. 
gi k6men leider alle dri 
üf ein unrehte:; pfat. 
dem begundens nüch riten. 
si truoc diu selbe strafe bi den ziten 

In selben ze leide 
ze Rabene üf den sant 
über die breiten beide, 
als mir da^ msere ist bekant, 

— vervluochet si diu reise! 

an in geschaoh yil jsemerlichiu vreise — 

daj; sich her Elsan 
berihte der stat. 
nü wil ioh iuch wij^j^en lan, 
wie man mir gesaget hat. 
d6 gahte er nach den kinden. 
er künde si umb die stat ninder yiuden. 

D6 sluoo er sich ze herzen, 
gr6; was sin ungemach. 
d6 tobte er von dem smerzen, 
d6 er der kinde niene sach. 
d6 merte sich sin swsere, 
vor leide weinte dö der degen msere. 

‘War sol ich nü küren^ 
ich armer Elsan? 
der mich da^ künde lerenT 


Digitized by 


T. Der Tod dar jungen Könige. 


125 


Til löte ruofen er began. 

im was leit äne möge, 

im aütwurt leider niemen üf der strage. 

17 In herzen und in gebele 850 

lac sin Ungemach. 

vor dem starken nebele 

er der kinde niene sach. 

si riten im ög den ougen. 

do begunde er suochen diu kint als6 tougen. 

18 Er trabte in sinem muote 8G1 

4ch weig wol dag diu kint 

in selben niht ze guote 

nach dem her gestrichen sint. 

nö werden! si vei*8eret. 

si sint wan zuo dem here hin gehöret.' 

19 Do gurte er sinem Blanken 362 

baldecHchen bag. 

mit manigem gedanken 

öf dag kastelan er sag. 

im was von herzen leide: 

dö reit er nach den kinden öf die beide. 

20 Die edelen küuege here 
muosten ir riten lau; 

si beten gestrichen söre. 
do begunde ouch vaste sigen an 
diu naht in ze leide, 
si beliben alle dri üf der beide 

21 ünz an den andern morgen 868 

dag eg begunde tagen. 

mit vil grögen sorgen 

sprach Diether, als ich iu wil sagen, 

*nü rötet, liebe herren’ 

sprach Diether, ^ich vürhte grögen werren, 

Digitized by Google 



126 


Rabenschlacht. 


22 Da; unser meister Elsän sg3 

uns yil gesuocliet hat. 

wir haben sere missetan, 
wir sin ze verre von der stat.* 

^da; ist niht ein michel wunder’ 
also sprach her Orte besonder. 

23 Diether der künic höre 370 

hete sorgen vil. 

er sprach ^mich wundert sere, 

da; der nebel sich niht üf la;en wil. 

da; beswaeret mich entriuwen. 

j4 vürhte ich, uns muo; diu vart geriuwen.’ 

21 Si gurten d6 ir marken 371 

mit williger hant. 
die jungen künege starke 
die körten d4 mit über laut 
gegen dem mere nidere^ 
da vant man si erslagen leider sidere, 

25 Wol ze vruoimbi;zit 872 

do körnen si geriten 
üf eine schoene beide wit. 
nü vernemt mit guoten siten, 
da erbei;t6ns üf der beide, 
her Diether und vroun Kelchen süne beide. 

2 G Si trabten vil besonder 373 

ja herre, wa möge wir sin?’ 

‘des hat mich michel wunder’ 
sprach Diether ‘üf die triuwe min. 
wir sin misseköret, 
uns höt diu wisheit unrehte gelöret.’ 

27 Hie mit disen Sachen 874 

begunde e; werden lieht, 
sich begunde der nebel üf machen. 


Digitized by LiOOQle 



127 


I. Der Tod der jungen Könige. 

des h&n ich missaget nieht, 
vil heiter schein &a sonne. 

‘nh yren ich mich' sprach Soharpfe *dirre wanne.’ 

28 Waffen, heiliger Klrist* a76 

sprach Orte zehant^ 

^wie rehte schoene hie ist 

ditze hörliche lantl 

owö, Yogt von Berne, 

ir muget wol hie wonen immer gerne/ 

29 In den selben ziten, 876 

als man mir sagte sint, 

d6 s4hen dort her rtten 

den starken Wiiegen diu kint. 

owö, er was in körnen ze nahen 1 

si spr&chen wider einander dos in s&hen: 

30 herre got der gnote, 877 

wer mac jener recke sin, 

der mit sd Yrevelem muote 

dort haldet? trütgeselle min, 

da^ soltü uns bescheiden, 

weder ist er ein Kristen oder ein beiden? 

81 Er haldet nnder Schilde 879 

mit manlicher wer.’ 

do erblihte oooh in der milde, 
owö, der junge Diether. 
do begunde er sioften tougen, 
im wurden söre trüebe siniu ougen. 

82 Ein leit im in da;^ herze 8^o 

rehte Yon gründe sohog. 

do gedahte er an den smerzen 
und an die untriuwe gr6g, 
die er an im bete begangen, 
sin lip wart mit leide beYangen. 


Digitized by LiOOQle 



126 


Rahenschlacht. 


33 Yroun Reichen süne beide 381 

sahen an Diethern wol^ 
da;; im was yil leide, 
ir ougen wurden weinens vol, 

81 yragten in der maere, 

wa;; im 86 snelle da geschehen wsere« 

84 ^ir mac wol wesen leide’ 382 

sprach der lobesam, 

‘der dort haldet üf der heide^ 
der h&t mir leide get4n. 

8old ich mich an im rechen, 

dajj taete ich gerne; wa^ mao ich m6r sprechen?’ 

35 ‘Nü yr6ge ich dich yil yerre* 383 

sprach Orte der degen, 

*T)iether, lieber herre, 

wer ist der recke yil bewegen? 

^^l dd uns in nennen, 

er komt s6 hin niht, wir suln in an rennen.’ 

86 Mit roanegen herzenleiden ^ 

sprach Diether zehant 
ze einen herren beiden 
^er ist Witege genant. 
hei6, seid er yon miner hende 
iezuo hie kiesen den endel’ 

37 st wir junge recken’ 385 

sprach Scharpfe zehant. 

^wir sulen an den kecken 

und houwen eines schiltes rant. 

wir müei^en mit im striten, 

und getar er unser üf der beide erbiten. 

88 Her Witege der rief sere, 3 ac 

d6 er diu kint ersach. 
der edele recke h6re 


Digitized by Google 



129 


T. Der Tod der jungen Könige. 


vi] unvorhtlichen sprach 

‘nü sagt mir, recken msBre, 

sit ir gesinde von dem Bemflsre?* 


88 


89 


40 


41 


‘Des werdet ir wol inne* 
sprach Diether zehant. 

‘war t4t ir iuwer sinne^ 

dö ir verkouitet unser lant? 

dajj amet ir vil söre, 

ir müe^ noch drumbe geben lip und ere. 

Weiggot, her Witege, 
ir kumet so hin niht. 
ir müeget hiute gelten 
^e ungetriuwen gesohiht 
ja btiegeb ir die schände, 
ir l&t uns iuwer houbet seinem pfände.* 

‘Ir redet kintliche’ 
sprach Witege al zehant. 

‘wag bestet iuch HoBmisch riche? 
varet wider in Hiunisoh lanti 
und^ strafet mich niht söre, 
od ir schouwet Hiunisch lant nimmermöre.* 

‘Owö, zage ungetriuwer, 
wie tarstü sö offenb4r 
gestr4fen künege tiuwer! 
dag muostü amen vür war.* 
mit kintheit si dö s4gen 
Äf diu ors, der zageheit si verg4gen. 


Bine^ str^ges nider ruhten 
Über ein tiefeg tal, 
diu scharpfen swert si zuhten. 
owö, dö n&hent in ir vall 
gegen Witegen si dd randen, 
si vuorten bariu swert an ir banden. 

Kudron and Dletrlohepen. I 

Digitized by CjOO^Ic 



130 


Rabenschlttehi« 


43 Als Witege der starke 898 

diu kint her riten sacb^ 

d6 gurte er stnem marke: 

vil baldeclichen da^ geschach. 

der recke vil vermejjijen 

der kom mit zome üf ein ors gese^i^en« 

44 Er dahte in sinem sinne 884 

‘da ist et niht anders an. 

^ da:; ich iu entrinne, 

eg muog mir an dag leben g4n.’ 

d6 nam er Schemmingen 

ze beiden sporn, dd Ueg er dar klingen. 

45 Gelich einem degene 886 

bungieren d6 began 

Scharpfe der bewegene 

reit den starken Witegen an. 

mit grimmigem muote 

zuhte dag 8wert der junge degen guote. 

46 Nü seit uns .dag msere, 40i 

wie wol her Scharpfe streit. 

Bwie starc her Witege wäre 

und swag man Wunders von im seit, 

doch sluoc im zw6 wunden 

vroun Kelchen sun, her Scharpfe bi den stunden. 

47 Dirre grdge smerze 402 

der tet Witegen wd 

und las im in dem herzen« 
nd sult ir vememen md. 
mit grimme er Mimmingen zuhte, 
an den jungen Scharpien er dd ruhte. 

48 Mit einem slage sd herte 
traf er dd dag kint. 
manlich er sich werte^ 


Digitized by Google 




I. Der Tod der jungen Könige. 

131 


aldo sagte man mir sint. 

durch hime und durch zende 

sluoc er da; kint mit manlicher hende. 

4 .j 
6 6 

49 

£j da; der künic Hohe 

40ö 


kom t6t ftf da; la&t^ 

da; wi;;et sicherliohe^ 

da; 8wert mit ellenthafter kaut 

het er geriden Taste: 

er aluoe ia llf den heim da; viuwer dar 6; glaste, 

50 Da; die hertea spangen 407 

brasten sunder waae« 

er moht sin aiht erlangen, 
sinia mäht diu was ze krano. 
iedoch 8ch6; Witege der starke 
mit dem slage nider yen dem marke. 

51 Ahi, au solt k me;;en 408 

und rehte da; verstaa 

und oueh des niht yerge;;en, 
wser Scharpie gewahsen zeinem man, 
e; müesten ellin Hohe 
im gedient hin yil gewalticliche. 

52 D4 starp yon Witegen hande 499 

der junge künic rieh: 

tot zuo dem lande 

Bchd; Scharpfe nider sicherlich. 

d6 s&hen in yil leide, 

ich meine dise edele künege beide. 

53 Mit grimmigem muote 4!< 

rante her Orte dar. 

da; kom hn niht ze guote 
leider stt, da; ist war. 
d6 SM üf Sohemmingen 
her witege mit manHohen sinnen. 


Digitized by LiOOQle 



132 


Rfthenschlacht. 


54 Do hete er bar in der hant 4li 

Mimmingen dai; edel sweri. 

her Orte üf Witegen kom gerant. 
da wart strites gegert. 
ahi^ wie sich beide werten! 
mit grimme si üf die helme berten, 

55 Da:; da;; wilde yiuwer 4ia 

ü; den swerten sprauo. 

Orten vil tiuwer 

sines bruoder ende twano. 

er hiete in gerne gerochen^ 

dar an h4n ich niht unrehte gesprochen« 

56 Der künec ü;; Hiunisch riebe 413 

üf Witegen vaste wac 

harte manliche 
manegen bitterlichen slac. 
ja riuwent si mich leider, 
ir harnasch was niwau sumerkleider. 

57 Orte der msere 414 

habte Witegen vaste an, 

er sluoo im siege swmre, 

der sweL; Witegen durch die brünne ran. 

vil dicke weint der guote 

einen bruoder Scharpfen mit irürigem muote. 

58 Als der heit Witege sach, 4i5 

da;; er niht moht körnen dan, 

mit giimmegem muote er d6 sprach 
als ein unverzagter man 
*owd, künec von Hiunisch riche, 
ir habt getün hiute vil kintliche. 

59 Nu gedenkt in iuwerm muote’ 416 

sprach der küene man, 

<^el künic guote, 


Digitized by Google 



133 


1. Der Tod der jungen Könige 

ich h&n iu leides vil getan, 
noch volget miner lere: 
vart iuwer str&^e, dran geschiht iu i re. 

CO Ich slahe iuch vil ungerne, 417 

daj 5 sult ir vür w&r h4n. 
ich vürhte den vogt von Bemoi 
dem ir ze helfe sit verlan. 
und h«t ir guote sinne, 
so entwichet ir mir kürzlich von • lune.* 

CI ^Boeswiht aller tugende^ ‘ 420 

zwiu waenstü, dag ich si? 
der mir in miner jagende 
immer solde wonen bi, 
da hastü mich von gescheiden. 
mir muog min leben immer möre leiden.’ 

62 Dag swert ze beiden handen i^\ 

nemen er began. 
zesamne si geranden. 
zwei ügerweltiu kastel&n 
mit nide cd d6 twungen. 
si sluogen üf die helme dags erklungen, 

G3 Er kom in michel sorge 425 

von dem jungen degen. 
er hete sin all eg borge 
und schönte sin mit den siegen: 
des het er vil nach sere 
engolten von dem jungen künege here, 

C4 ‘Noch moht irg alleg l&gen* 126 

sprach Witege zehant. 

‘eg kumet iu niht ze mögen, 

wirt iu min gröger zom bekant, 

so slahe ich iuch entriuwen. 

so eg danne geschiht, wag hilfet mich min riuwen 

Digitized by Google 



131 


Rabenscblacht. 


ü5 ^ch sol dich bringen in ne, 427 

wes ich willen g^n dir hau. 
dii kumest s6 niht hinne, 
dd vil ungetriuwer man. 
du giltest mir üf der beide 
minen bruoder, an dem ich mir sihe vil leide.* 

66 ünderdiu was df da^ maro 423 

körnen Diether. 
dar treip der edele viirste staro 
mit vil manlicher wer. 
do bestuonden si in beide 
die jungen kiinege, Witegen df der beide, 

(37 Vor unde hindeu 432 

liefen si in an. 
im wart von siegen swinden 
zewdre nie sd wd getan 
sam von den jungen herren. 
daj kom in leider slt ze großem werren, 

63 Mit dem guoten swerte, 436 

da^ Witege dd truoc, 

Orten er dd gerte, 
kreftioliche er dar sluoo, 
mit manlicher hende 

sluoc er den künic nider unz df die zende. 


69 

Von Hiunisoh lant der herre 
von dem orse sohd; 

4*^3 

1-4 


df da;5 lant vil verre. 
da; was ein unbilde grd;: 

440 

1 2. 


do gelegen si üf der beide, 

nd sint si tdt, vroun Kelchen süne beide. 

70 

Diethern harte sdre 
ßlner herren tdt betwanc. 

444 
1- 4 


dem. jungen recken here 


Digitized by Google 



I. Der Tod der jtingen Könige. 

da; bluot ü; den ougen spranc. 

er sluoc üf Witegen sere: 

d6 wold er rechn die jungen küuege here. 

Mit grimmigem muote 
liefen si an einander an. 
die edelen beide guote 
warn von den orsen gestän. 
ir siege bullen vaste, \ 

da; viuwer rebte von ir ougen glaste. 

Swie kint her Diether wsere, 
er tete doch Witegen wd. 
mir seit vür w&r da; meere, 

(nd mocbet ir verneinen m^) 

starker wunden viere 

sluoc Witegen Diether der ziere. 

Da; muote Witegen s^re, 
er warf den schilt 4f da; laut 
Witege der degen here 
nam da; swert in beide bant. 
ze einander si d6 ruhten, 
diu scharpfen swert si d6 mit zorne zubten« 

Witege mit grimme 
lief Diethern an. 
owd, d6 wac in ringe 
Diether der vürste wolgetan. 
verteilet st dem swertel 
er traf in an der stat, da er stn gerte. 

Da; swert durch da; ahselbein 
und den lip nider wuot. 
zwivel ist des dehein, 
e; was unm4;en guot. 
da; was ein gr6;er smerze: 

9 r sluoc enzw^ei leber i^nd ber;^, 


Digitized by LiOOQle 



136 


Babenscblacht. 


76 OwÄ der großen sohandei 4“.c 

diu Witegen wart bekanti 

der küneo yon BoBmisoh lande 

sprach dem tode 84 zehaat 

^ow4, bruoder Dietriche, 

ich gesihe dich nimmermere sicherlicher 

77 Disen gr6i;en smerzen 460 

weinen d6 began 

mit allem sinem herzen 
Witege der ungetriuwe man* 
dd kuste er an den stunden 
Diethern in alle sine wunden* 

78 ^Und Solde ich dich noch heilen 401 

von aller diner not, 

got müe;;e mir verteilen, 
dar umbe wolde ich ligen tdt. 
owe, nü muoj; ich sicherliche 
alliu lant rümen vor Diekriche*' 

79 Er gie ze Schemmingen 463 

und wolde riten dan. 

an allen sinen dingen 

geswichen im diu kraft began. 

do wart im drste leide, 

er muost sich nider legen df die beide* 


IL Dietrich and Witege. 

Vr6 wart der Bernsere, 669 

ein ende nam der strit. 
d6 kürzte sich sin swaere. 
dö geb6t er bi der zit 
den jungen und den alden, 
dar zuo den bilden und den balden; 


Digitized by LiOOQle 


IX. Dietricli und Witege. 


137 


2 ‘Nü gSt ir recken über ai 
balde an dirre stunt 

und suocht die toten üf dem wal. 
und yindet ir iemen undr in wunt, 
sö hebt in üg dem bluote.* 
da^ täten alzehant die beide guote, 

3 Nü hoBret vürba^ m6re 8C9 

▼on weinen und von klagen. 

grdg was diu herzenaäre, 
d6 man die toten sach tragen 
an die truoken üi; dem bluote. 
in der zit kom Els&n der guote. 

4 Als in der vogt yon Berne 870 

erbebten nider saoh, 

nü sult ir hoeron gerne, 

wie güetliche er zuo im sprach. 

wol enpfie er in von yerren 

inn drstiu vräge da;; was umb die herren. 

5 ‘Sage an, herre Els&n, 871 

M die triuwe din, 

der yräge mac ich niht r&t hän^ 
wie stät e; umb die herren min? 
wie gehabent si sich beide? 
troBste mich näch minem herzenleide.’ 

Elsän der guote 872 

sinen herren ane sach. 
mit trürigem muote 
er zuo dem Bernsere sprach 
‘nd vraget mich niht mdre; 
ich hän verlorn die jungen künege häre.’ 

7 ‘Herre, ist ab hie ieman, 875 

der iht wi;;;e umb diu kint? 
mich mnog des michel wunder hän, 


Digitized by Google 



138 


Rabenschlacht. 


da; si b! dem yanen niht sint. 
stüead e; et umb si rehte!’ 
do hie; er g4hen ritter und knehte. 

8 ‘Niemen sol erwinden, 870 

mäge unde man. 

e; muo; mir näch den kinden 

an alle mine dre gan. 

owi mir immer merel 

nu verliuse ich alrest guot und al min Sre.’ 

9 D6 der Bernsere 877 

als6 klagen began, 

d6 kom mit herzenswsere 
Helpfrich der vil küene man« 
do viel der heit starke 
vür töt nider von sinem marke. 


10 Die sinen hende beide 87S 

er zesamne tiure sluoc 

mit j4mer und mit leide, 
dä in sin herze zuo truoo. 

der edele vürste riche 879 

der sprach zuo dem küenen HelpfHohe: ^ ^ 

11 ^Sage an, heit guote, 8S0 

wa; ist dir geschehen? , 

* dd klagest mit trhregem muote. 
herre, wa; hastü gesehen? 
da; weste ich harte gerne.’ 


dö sprach her Helpfrich wider den vogt von Berne: 

12 ‘'W’i;;et ir niht der mserei ssi 

vogt von Rosmisch rieh, 
and ouch der herzenswmre ? 
die jungen künege lobelich 
die sint erslagen beide 
und in wer bruoder Diether td der beide/ 


Digitized by Google 



n. Dietrich und Witege. 


139 


13 Zuo dem guoten marke bSj 

g4hen er began. 

do volgten im vil starke 

beidiu m4ge unde man. 

owe, gaben er begunde, 

d& er die herren yant vil tdtwunde. 

14 D6 viel der Bernsere 886 

üf die Herren sin 

mit klegelicHer swsere. 
im wart dö jamers not schin. 
er kuste si in die wunden: 

bau ich alrest minen jamer yunden.’ 

15 Er nam die hende beide, 887 

in diu ougen er sieb sluoo. 

*ow4 der großen leide: 

da^ mich min muoter ie getruoo, 

da; mäe;e got erbarmen! 

nu beschuof er nie deheinen man s6 armen. 

16 Nü si verfluochet der tao* 889 

sprach her Dietrich, 

*d& min gebürt ane lac! 

da; riuwet harte sdre mich. 

wer sol mir nü getrouweni 

8 Ö man; nü seit vroun Kelchen miner vrouwen, 

17 Diu spricht mir üf min triuwe 890 

hinnevür immer m4. 

owÄ der herzen riuwe! 
mir ist wirs danne we.* 
er kust die herren beide. 

^nu geschach bi minen tagen mir nie sü leide.* 

18 D6 sprach der maregrüf Büedeger 89i 

wider den künec von Roemischlant 

*ir muget wol klagen immermür: 


Digitized by Google 



140 


Rabenschlacht. 


iuch h4t got höhe gepfaut. 
nü riuwet ir mich sere: 

Hiunisch lant gesehet ir nimmermSre/ 

19 Ein gelit ü; siuer heude 806 

bi^en er began. 

‘got schiere mich geschendci 
unsselde si mir üfgetän! 
nimmermer werd ich geheilet, 
elliu yreude si mir widerteilet 1 

20 Min wirt nü nimmermere 808 

in dirre werlde rat. 

swelhej^ ende ich k4re, 
man sprichet an islicher stat 
nähen unde verren 

‘seht^ da;; ist der yeri^teii hät sin herren !* 

21 Da; sprechents al gelicho; 809 

Bwie nnschuldic ich bin. 

owä, armer Dietriche, 
wä wil dü nü kären hin? 
wie sol ich nü gebären? 

da; wold got, wssre ich tüt yor manegen jären!’ 

22 Die jungen künege tombe ooo 

die nam her Dietrich, 

er kärt si bäde umbe, 

er sach ir wunden yreislich. 

d6 wart im ärste leide. 

nü merket rehte wa; ich iu bescheide. 

23 Er schonte die tiefen wunden, 9oi 

die wären harte wit. 

er sprach an den stunden 

‘ich sihe wol an dirre zit, 

mit einem kurzen werte: 

die wunden sint mit Mimmunges orte 

Digitized by Google 



TT. TTietricli nnd WHej^e. 


141 


24 Geslagen und gehoawen, 

da;; ist mir wol bekaot. 

ich wil des got getrouwen, 

er werd dar ombe noch geschant! 
yerworhter übeltsete^ 

da; wolde got, da; ich dich bl mir hsete!’ 

25 Hin gie der Bernsere, soü 

da er slnen bruoder yant« 

sich huop ein ungebrnre 
von dem recken al zehant. 
wer mohte da; yerl&;en? 
d& was michel weinen 4ne m4;en« 

26 breitet sich min werre 907 

und mdret sich min klagen. 

ow4, bmoder, herre, 

da; ich niht lige bi dir erslagen! 

da; klage ich gote yil tiuwer.' 

im w4ren d’ougen r6t alsam ein yiuwer. 

27 *Miner yrenden 68tertao 2)09 

h4n ich nü yerlom. 

owS^ wa; tngent an dir lao^ 

junger recke ü; erkom! 

wie h&t mich got yon dir gescheiden! 

mir muo; min leben immerm^re leiden. 

28 Min yreude und min wünne 9io 

ist mit dir gelegen« 

dü wmr min nsshste; künne« 

ow4, welch ein yolcdegen 

ü; dir gewahsen were, 

mir ze tröste’ sprach der Bernmre. 

29 ‘Diner liute und diner mige 9ii 

w«r d4 ein meien tae, 

der milt ein gliohiu wftge« 


Digitized by 


Google 



142 


Rabenschlacbt. 


ahi, waj^ din herze tugende pflao! 

da;; ist nü gar zergangen. 

nü bin ouch ich mit jamer gar bevangen« 

30 Herre got, bedenke 903 

die minen grd^en ndt. 

den lip mir nüit bekrenke 

und 14 mich d niht sterben tdt 

unz da; ich mich gereohel 

ine wei; wa; ich mdr dar umbe spreche.* 

31 Sich selben er bi dem h4re 9i3 

mit bdden handen vie, 

er roofte sich ze w4re. 

so get4ne klage gehdrte ich nie 

in aUen minen ziten. 

in der vrist d6 sach man Witegen riten. 

32 Vaste über beide 
gaben er began. 

in disem herzenleide 
sprach Rüedegdr der marcman 
‘wes bit ir, vogt von Berne: 
weit ir sehen iuwem vint vil gerne? 

83 Sd g4het zuo dem marke 9 X 5 

ü;erwelter degenl’ 
üf spranc der vil starke, 
im was bereit zuo den wegen 
Valke da; ros guote. . 
dar üf sa; er mit trürigem muote. 

34 Sin leit begonde in grifen, 

grimmic was sin zorn. 
dd lie; er nider slifen 
dem orse in die siten die sporn 
hei4, der edel vogt von Berne 
der bete et Witegen erriten vil gerne. 


Digitized by Google 



IT. Dietrlcli und Witege. 


143 


D6 sftmten sioh niht mÄro 
die Etzelen man; 
mit samt Rüedegöre 
vaste g&hen man began. 
im was von herzen leide, 
si mohten im niht gevolgen ti der beide. 


Da^ edel ors lief vaste, 
vil willio was sin muot. 
dag wilde viuwer glaste 
von den Isen, als eg dicke tuot. 
d6 kla^e der Bernsere, 
alsd mir ist kunt ditze mmra. 


Buofen er begunde • 

"Witegen vaste an, 
als er almeiste künde 
‘nd bite, ellens richer man! 
durch willen aller vroüwen, 

la mich durch ir willen dine manheit schon wen I 

Bist dO ein welrecke, * 

b6 ‘ lasst du dich erbiten, 
in scharpfen striten kecke, 
nu erbeige mit manlichen siten, 
ntig dag ich dich errite«* 

‘ich behüeteg wol’ dAht Witege ^dag ich bite.* 


le lenger, sd ie mdre 
her Witege von im reit 
er vorhte in harte sdre, 
alsd h&t man mir geseit. 
er getorste niht gebiten. 
dd rief aber her Dietrich b! den zitens 

•Owd, Witege herre, 
nd tuo alsam ein man, 
und gedenke dar an verrO, 


Digitized by LiOOQle 



144 


Habensehlaeht^ 


waa dii manbeit hast get&n 
und erbit min üf der beide 
und scheide miob von minem berzen leide, 

41 Daj; iob von dineu sobulden 923 

hie enpfangen bän. 

ich muo;; jamer dulden. 

da^ bastd mir alle:; getan* 

nu erhelle, heit guote, 

und erloBse mich von trürigem rnuote« 

42 Nü sage an, berre Witege, 931 

wie werten sich diu kint, 

die von dinen sobulden 
üf der beide erslagen sint? 
da:; b6rte iob harte gerne, 

woldestd mir; sagen’ sprach der vogt von Berne. 

43 ‘"Wa; beten dir ze leide 935 

die herren getan, 

den da üf der beide 

ir leben hüst gewunnen an ? 

wa; rseob dü an den kinden? 

nü mac et ich dich leider nibt vinden!’ 

44 Mit disem starken ms^re 930 

wolt er in üf ban, 

der edele Bern»re: 
d6 mobte e; leider nibt erg4n. 
her Witege was im ze wise. 

Witege sprach ze Bienolden lise: 

45 ^Lieber öheim mine, 931 

nü gäbe vür dich hin« 

ja vürbte iob säre dine: 
gar än angest iob selbe bin. 
möbtestü nü körnen binne! 
ich genssse wol, als ich mich versinne.* 


Digitized by Google 



2. Dietrich und Witege. 


145 


46 Der edele Bemsere 932 

aber ruofen began 

'küener degen mserC; 

wurd dü ie ein biderbe man, 

so erbeige zuo mir nidere, 

ich weig wol, ich kom nimmerm6re widere.' 

47 Witege wolt niht biten, 933 

dag was dem Bernaer leit. 

an den selben ziten 
sprach von Berne der unverzeit 
‘ow6 und owe immerm6re!' 
alsd sprach von Berne der here. 

48 *8ant Gangolf und Sant Zene 937 

die müegen dir bi gestanl 

nü sint doch iuwer zw6ne' 
sprach der ellenthafte man. 

‘nü k6r4, helt^ nü kere! 

slehestü mich, des hasttl immer 6re. 

49 Berne and Meil4n 938 

dag wirt dir gegeben, 

dar zuo alleg, £tg ich han: 
und benimestft mir dag leben, 
s6 wirt dir Boemisch riche 
ledecliche’ sprach her Dietriche. 

r;0 ‘Nü köre, heit msere, 939 

durch elliu werdiu wipl* 
sprach der BemsBre 
‘ich weig wol, dag dö mir den lip 
benimest üf dirre beide. 

*nü scheide mich von grögem herzenleide«’ 

51 Dd sprach der heit Bienolt 940 

ze Witegen al zehant 
^nü diene wir der vrouwen solt, 

Kudmn and Dietrlehepea. 10 

Digitized by Google 



Kabensehlacht. 


ü ;5 erwelter wigant. 

wa^ wirret uns biten? 

er kan uns beiden nimmermSr gestiiten. 

Witege der starke 
ze Rienolten sprach 
*nü gürte dinem marke 
und 14 dir hinnen wesen gach! 
und sümen uns niht m4re, 
od wir Vliesen beide leben und ere/ 

TJ nervorh ticli che 
sprach her Bienolt 
4ch nsem niht Bosmisch riche 
und dar zue aller Kriechen golt, 
da:; man mich an vlühte vunde. 
ich wil benamen biten hie ze stunde.* 

^eini, lieber 6heim min, 
des entuo dü niht 
und 14 dir dag geraten sin: 
wigge dag dir liep da von geschiht. 
nü volge mir, re(^e h4re, 
od wir gesehen an einander nimmenn4re.* 

D6 sprach aber Bienolt, 

Witegen swestersun 

<6heim, dü gedenken solt, 

vliehen dag ist niemen vrum, 

nü bite, recke mssrel 

ja slahe wir benamen den Bemmre.’ 

Witege sprach mit zome 
^dü redest alsam ein kint. 
recke üg erkome, 

du enweist wie des Bemssres ttlcke sint. 

nü sihestü wie er limmeii 

rehte alsam ein hüs, dag di brhinet.* 


Digitized by LiOOQle 



9. Dietrich und Witege. 


147 


57 03a; ist niht ein wunder’ 
sprach Rienolt der degen. 

^wir slahen in besonder 
&ne schaden &f den wegen, 
getarst et dü gebiten. 

nu sich; an, ich wil eine mit im striten. 

58 Och sihe wol, trüt nere min, 94 ^ 

dü wilt et hie besten. 

nü muo; ich mich bewegen din, 
da enist nh niht anders an. 
erkandesth, recke maere, 

Dietrichen als ich, dü vluhest den Bernsera. 

59 Kienolt, heit guoter, 919 

nd müe; got pflegen ^n! 

wserstü min vater od muoter, 

s6 müest ich doch din 4ne sin. 

ungeme ich von dir scheide.’ ' 

hin reit er und bleip Bienolt üf der beide. 

GO Do erbei;te zuo der erde 950 

Bienolt der wigant 
der edele recke werde 
gart sinem orse al zehant. 
dar flf sa; er manliche, 

d6 was ouoh körnen von Berne her Dietriche. 

61 Sper, heim unde schilt, 95i 

als mir ist kunt getan, 
da; bete der recke milt 
üf dem wale dort verlan. 
dar treip Bienolt der msere, 
mit dem sper traf er den Bemsere« 

GJ Durch da; starke härsnier 959 

er da; sper stach, 
nü sult ir geloaben mir, 


Digitized by Google 



148 


Rabenschlacht 


zuo den swerten wart in gach. 

diu ors si zesamne truogen, 

mit den swerten si M einander sluogen, 

63 Da^ da^ wilde viuwer 953 

den swerten spranc. 
von Berne der tiuwer 
da^ w4pen grimmeclichen twano 
mit manlicher hende. 

er slnoc Rienolt durch heim unz üf die zende. 

64 In begunde grifen 966 

ein unrnsBi^licher zom. 

dd lie;; er nider slifen 

dem orse in die siten die sporn. 

hf die beide er k6rte 

n4ch Witegen^ als in sin herze lerte. 

65 Lhte ruofen begunde 966 

der künec von Boemisch lant, 

als er almeiste künde 

*nü bite, Witege, wigant^ 

und hoere miniu mmre. 

j& h&n ich gerochen ein w6nio miner sweere. 

66 Heit, wsere dir nii leid^ 967 

s6 rsBchestii die n6t 

Bienolt hf der beide 

lit von minen banden tdt. 

bisth ein recke mmre, 

sd richestü in’ sprach der Bemsere. 

67 Je lenger sd ie mdre 968 

Witege gdhen began. 

Schemmingen mante er sdre, 
als ich vür w&r vemomen h&n« 
da;; saoh vil ungeme 
der unverzagte vogt von Berne« 


Digitized by Google 



2. Dietrloli and Witege. 


149 


C8 ‘Linse und linde;; heu 95» 

da; wil ioh dir geben, 
d& mit ich dich wol gevreu’ 
sprach Witege ‘und nerstü mir da; leben/ 
sine Sprünge wären wite. 
e; truoc in von einem horten strite. 

G9 Dd kla^e der Bemsere cco 

yil sdre disiu dinc 
‘owe der leiden msere! 
dü tuost mir leit, Schemmino. 
des trüre ich in dem sinne, 
dü treist mir minen yiant von hinne. 

70 Da; klage ich immer mdre’ 96i 

sprach der heit guot. 

Valken habt er an so süre 

da; er drseste da; bluot. 

heiä, er begunde vaste gäben. 

er was dem starken Witegen körnen s6 nähen, 

71 Da; zwischen in beiden 0C2 

küm was rosseloufes wit. 

nü wil ich in bescheiden, 
weit ir; hoem an dirre zit. 
si begunden beide gäben. 

Witege was dem mere körnen b6 nähen« 

72 Er dähte bi den ziten 9G3 

‘da enist niht anders an. 

ich mac dir niht gestriten: 
jä herre, wie sol mir; ergän? 
sd mac ich ouch niht entrinnen, 
herre got, nü ruoche mir helfen hinnen/ 

73 Ich sage iu unverborgen OOt 

hie an dirre zit, 

dd Witege begunde sorgen 


Digitized by LiOOQle 



150 


Rabensoblaoht 


nmb sin leben üf der beide wlt, 

dd kom ein merminne. 

diu want Witegen an, als ich mich rersinne. 

74 Si nam den heit starke 96d 

und Yuorte in mit ir dan 

mit samt einem marke, 

si nerte den yil küenen man. 

si yuorte in d& ze stunde 

mit ir nider zuo des meres gründe. 

75 Do sin der Bernsere 9cb 

nimmer yor im sach, 

yil michel wart sin swsere, 

wand im leider nie geschach 

bi allen sinon ziten. 

er begunde n4ch im in da^; mer riten. 

76 Waij touc der rede mÄre? 937 

unz an den satelbogeu 

Bwamt der degen hSre, 

da:^ ich niht h&n gelogen. 

dö muoste er widerkeren: 

da:; begunde im sin herze yaste sdren. 

77 Nider üf dem sande 933 

erbei^t der heit starc. 

der künec yon Boemisch lande 
der lie ruowen da; marc 
und wolde euch langer biten, 
ob er Witegen inder sehe riten. 

78 D6 Witege der mere 
kom an des meres grünt, 

yrou Wüchilt yr&gte in sunderbere 

‘nü sage mir^ heit, an dirre stuut, 

da; h6rte ich harte gerne: 

war umbe ylühe dü den yogt yon Berne?’ 


Digitized by Google 



2. Dietrich und Witege. 


151 


79 


80 


81 


82 


83 


*Dag hlln ich &ne schulde^ i 

vrouwe, niht get&n, 
des Bemseres hulde 
ich leider niht enh4n. 
ich h4n im get&n yil leide: 
ich h&n erslagen einen hruoder Diether Af der 

beide.' 

QDÜ h4st yil zageliche ^ 

gevaren und get&n. 
dem herren Dietriche 
dem hietstü wol gesiget an. 
zwiu bistü, degen höre! 
nü muostü dich hüeten immerm^re.* 


<86 wil ich wider riten 
und wil in besten: 
ich muog mit im striten’ 
sprach der unverzagte man. — 

^dag ist i^ü ze sp&te. 

die reise ich dir gar wider r&te.’ 

‘NA von weihen dingen 
hiete ich hiute in lihte erslagen? 
des müeg mir misselingenf 
si sprach ‘daz wil ich dir sagen. 
d4 was dag edel gesmide 
all eg rehte ergluot au sinem libe. 

Dag ist nü worden herte. 074 

des lA dich, heit, an mich, 
verlorn wser din geverte: 
ja slüege er endelichen dich, 
er ist ergremet an disen ziten. 
din drigic möhten im nieuiAr gestriten.’ 


Digitized by LiOOQle 



W Örterverzeichnis. 

Nur die vom Nhd in Form oder Bedeutung stärker abweichenden Wörter 
sind aufgenommen; etwa vermisste elementarere Wörter sind im W.- 
Verz. zu Samml. Göschen,Bd." l,zu finden; die Bedeutung von solchen 
Zusammensetzungen mit be- ge- tm- u. ähnl., welche nicht aufgenommen 
sind, ergiebt sich aus dem Stammwort, woselbst nachzuscnlagen. 


ä interj, verstärkend an Impe^ 
rative und Partikeln ange¬ 
hängt: doch, neinä, körä, 
wacbä etc, 

aber, abe, ab adv, wiederum^ 
abermals; dagegen, aber 
adamant stm, Edelstein^ Dia¬ 
mant; hildl, das Höchste in 
seiner Art 

abten swv, erwägen, anstreben; 
beachten 

alder, aide, ald conj, oder, sonst 
alleg adv, immer; schon 
alrßrstjalrestodi?, nun erst recht 
alsam adv u. conj, ebenso (wie); 

wie wenn, als ob 
alsö, alse, als adv, so, ebenso, 
e, wie; als ob; als 
aHers-eine adj, ganz allein 
an adv, da ist et niht anders 
an, da ist eben nichts anderes 
zu thun, da bleibt nichts an¬ 
deres übrig 

ande swm, Kummer, Leid, Un¬ 
wille 

ande adj u, ade, weh, bange, 
schmerzlich zu Mule 
ander(t)balben, -balp adv, auf 
der anderen Seite 


äne prp, ohne, ausser, ausge¬ 
nommen; &ne (adv) sin, sich 
entschlagen, auf geben, ent¬ 
behren 

anelicb adj, ähnlich, gleiih 
angestlicb adj, -e(n) adv, ge¬ 
fährlich, schrechlich 
ar(e)beit stf, Anstrengung, Not, 
Mühsal 

arm adj, arm, ärmlieh, niedrig; 

gotes arm, sehr arm 
amen swv, entgelten, büssen 
äventiure stf, umnderbare Be¬ 
gebenheit; Bericht, Gedieht 

baldeclichen adv, mutig, eifrig, 
rasch [adv 

halt adj, kühn, schnell; balde 
baneken swv, umhertummelH, 
-reiten 

banier stn, Fahne; Speerwimpel 
bar adj, nackt, bloss 
bserde stf, Benehmen, Wesen 
barn stn, Kind 
bag adv, besser, mehr, %ceiter 
bßde, beide; beidiu (beide) — 
unde sowohl — als auch 
bedenken swv, bedenken; ver¬ 
sorgen 


Digitized by LiOOQle 



Wörterverzeichnis. 153 

beg&n,begöns<t?,<tttswÄen,tÄwn, betragen atv, den pris Siegj 
erwerben Ruhm erwerben 

behüeten stcv, behiitenf vet'hin- betwingen stVf bedrängen, be- 
dern, sich in acht nehmen, zwingen, zwingen 
sich heh. bevestenen swv, verloben 

beidenthalben (-halp) adv, hei- beviln swv, mich bevilt {gen) 
derseiis, auf beiden Seiten mir wird zu viel, mich ver 
beiten swv, zögern, warten driesst 

beii^en swv, Vögel mit Falken bevinden stv, finden; ausfindig 
jagen manchen, kennen leimen 

bejagen swv, erwerben be^ollen adv, vollständig, ganz 

bekennen swv, kennen, erken- bewarn sxov, behüten, verhüten 
nen, zuerkennen, bekannt wer- bewegen aft), sich, sich abwen¬ 
den; mir wirt bekant, ich den, aufgeben (m gen) 
erfahre, empfinde; mir wird bewegen part adj, entschlossen, 
zu teil kühn 

bekrenken swv, schwächen bewenden su>v, zuwenden. Über- 
belangen swv, verlangen geben (z\xo einem) 

he\\hen8tv,hleiben,unterbleiben; bewisen swv, belehren {mit gen. 
äne b., mit etwas (gen) ver- der Sache) 
schont sein, einer Sache Über- bilde stn, Bild, Wappenbild 
hoben sein billich(e, -en) adv, von rechts 

benamen fürwahr wegen 

ber&ten stv, überlegen, anord- birgo stn, Gebirge 
nen; bescheiden; sich b. sich bis imperat. sei 
bedenken, zu etw. entschliessen bit(t)en stv, {mit gen worum, 
berc stm, ze berge hinauf mit dat für wen) 

berihten swv, einrichten, aus- biten stv, warten; m. gen auf 
rüsten, bringen, befördern, biijen stv, heissen, schneiden 
sich b. sich fertig machen bilde adj, froh 
bern swv, schlagen [genau bloij adj, nackt, entblösst 
bescheidenliche adv, deutlich; borge stf, Aufschub, Fristung, 
beschouwen swv, betrachten, Schonung 

wahrnehmen bouc stm, Ring, Spange 

besenden, sich swv, dieMannen, bouwen, büwen swv, bewohnen, 
das Reer auf bieten, sich rüsten inneihahen; bestellen, bebauen 

bestän, besten stv, bleiben; brehen stv, funkeln 
standhalten, bekämpfen, an- breit adj, breit, gross ^ 

wa? bestätiuch R. r. breiten swv, sich, sich aus- 
wasgeht euch das R. R. an dehnen, grösser werden 
besonder adv, abgesondert, ein- bresten stv, brechen, ahgehen 
zeln; besonders, soi'gsam, vor- bringen stw, e? br. melden 
ZÜglich bruofen swv, anstiften 

Digitized by Google 



154 


Wörtenreroeiclmi«. 


brüt stf, Beisehläferin 
bü, bou 8tm und n., Gebäude^ 
Bau^ Wohnung 

buckelsBre stm^ gi'osser Schild 
mit Buchei 

bunütieren stov^ auf den Gegner* 
anrennen 

dfi. adv flocaV): da, dort, wo; 
dö (temporal) da, damals, 
darauf; als 

danne, denne, dan, den adv, 
dann, damals; als; wenn;\ 
deshalb, denn, weil 
danne(n), dan adv, von da weg; 
woher 

dar adv, dahin, wohin 
dast, deist = da:; ist 
degen stm, Held; d.-heit stf, 
Tapferkeit; -liehe adv, hel¬ 
denhaft 

d ehein pronadj, irgend ein, kein 
denken swv, denken, gedenken 
der pron; auch: wenn einer; 
dör = da? er; des adv {gen 
n), deshalb, darüber, dazu, 
darauf 

dicke c^v, oft 
diende = dienende prtc 
dienen swv, (auch: verdienen) 
d\e^n^%istm,{Lehens)dienst; F«r- 
ehrung, Diensttoilligkeit 
diet stf n m, Volk, Leute 
diesen stv, schaUen 
dille stswf, Planke; dillen swv, 
mit d. belegen 

dinc stn, Sache, oft allgemein 
zu umschreiben: Bezeichnung, 
Weise, Art, Thun und 2 reihen 
diuten swv, zeigen, kundthun, 
erzählen 

dön stm, Ton; Melodie, Lied 
drssjen swv, (^ dräte^ wirbeln 


drflssen stov, tmsschnaüben 
drftte adv, schnell, alsbald 
dühen sxov, sich bewegen, laufen 
durch prp, räuml u, zeiil durch; 
causal : um — wülen, wegen, 
au^; durch — willen, d. — 
liebe, um — willen, zu lid>e 
dürkel adj, durcMbchert, durch¬ 
bohrt 

ebene adv, genau 
ecke sw stf, Schneide, Schärfe 
eine adj adv, allein 
einec(-ie) cidj, einzig, allein 
eist = e? ist 

eisehen stv, (iesch) verlangen, 
fordern 

eiten stov, heizen 
eilen stn, Kraft, Mut; ellent- 
haft stark, kühn 
eilende stn, Verbannung, Frem¬ 
de; adj fremd, in d. Fr, lebend; 
unglücklich 

en- aZ» Präfix oft = ent- 
en negat s. ne 

en allenthalben adv, auf allen 
Seiten, allenthalben 
ende stn m, Ende, Richtung; 
an ein ende, vollständig; ma- 
negen enden, in manegem 
ende, nach, auf vielen Seüen, 
Richtungen 

endecken (pari endahte^ swv 
aufdecken, entblossen 
endeliche adv eifrig, schnHl: 
durchaus, vollständig, sicher¬ 
lich 

engelten stv, Strafe leiden, 
büssen müssen für etw. (gen) ; 
durch jmd, (gerC) zu Schaden 
kommen 

enhant adv, in der Hand, auch: 
in die Hand 


Digitized by LiOOQle 



Wörterreneiehnlf. 155 


•ntriawen <wf», traunj für toahr 
entwer adv, in die Quere, hin 
und her 

erarnen tnov, entgelten 
erbarn swv, entblössm 
erbeiten suw, erwarten 
erbei^en siov, abeitzen 
erbiten stv, erwarten, erharren 
erdie^en etv, erschallen, wider- 
haUen 

ergäben swv, ereüen 
ergetzen swv, entschädigen (gen 
wofür), schadlos halten 
erglesten suw, erglänzen 
ergli?en stv, erglänzen 
ergremen suw, zornig machen 
crgrinen stv, aufwiehem 
erkant adj partc, bekannt, he- 
rühmt 

erkomen stv, erschrecken {wo¬ 
rüber gen) 

erlä?en, erlftn stv, erlassen, 
überheben, mit acc, d, Ps, u. 
gen d, S. 

ern = er ne, er in 
erscbellen swv, zum Schallen 
bringen 

erschrecken swv, aufscheuehen 
ersinielen swv, lächeln 
erstricben stv, durchwandern 
ervellen swv, (ervalte) fällen, 
zu Fall ht'ingen 
erwägen Sfw, erbeben 
orwegen stv, sich, s, entschlies- 
sen (wozu gen)/ auf etwas 
verzichten, sich einer Sache 
begeben 

orwenden s%w, abwenden, hin¬ 
dern, abbringen von (gen) 
crwinden stv, ablassen, abstehen, 
aufhären/ von einem SchwerU 
hieb: gehen — bis 
erzeigen suw, sich, sich offen- 


baren (in seinen Wirkungen, 
Folgen) 

es gen von er u. angelehnt s 
et, ebt adv, doch, eben, nun 
etelich pron adj, irgend einer; 
mancher 

f siehe V 

gabi16t stn, Jagd-, Wurf-Spiess 
gäch <idj, eilig; mir ist, wirt 
g&cb, ich habe Eile, ich eüe; 
gähes adv, eilig, schnell, sofort 
gäben swv, eilm\ m, gen sich 
mit etwas bedien^ eiligst her¬ 
beischaffen, her stellen 
gadem stn, Gemach 
gän, g^u,prt gie, gehen; jmden 
an gän angreifen 
gan, ganst, gunde, zu gunnen 
(gbnnen) 

ganz adj, vollständig, heil, ganz 
gar adv, ganz, völlig, vollständig 
garte prt zu gerwen, gar wen 
suw, rüsten 

gast stm, bildl, der säle, des 
lebens gast werden = sterben 
gebären swv, sich benehmen, 
verfahren 

geb8er(d)e stf, Benehmen, Wesen 
gebe! stm, Kopf 
gebende stn, (Helm)band 
gobraht stm, lauter Schall 
gebresten stv, abgehen, aus¬ 
gehen, mangeln; des tages 
I im gebrast, (hm wurde 
schwarz vor d. Äugen 
gedenken suw, gedenken; mit 
gen der Sache zudenken, be¬ 
stimmen 

gedinge swm, Absicht, Erwar¬ 
tung, Hoffnung; stn Vertrag, 
Uebereinkunp 


Digitized by LiOOQle 



156 


Wörterverzeichnis. 


gehügen suwy gedenken; der 
zübte geh. eeines eigenen An¬ 
stands (^Bildung) gedt,nken, 
ihn walten lassen 
gein, gön, gegen prp, hin, zu, 
nach; niht gen einem pfen- 
ninge nicht so viel cds einen 
Pfennig 

gelegenheit stf^ Lage, Stand 
der Dinge 

geleiten swv, geleiten, führen 
gelich(e) adj, adv, gleich, zu¬ 
gleich, übei^einstimmend; dem 
gelich, von, in der Art, so 
geliehen swv, gleichmachen; 
gleichen, sich gleichstellen (mit 
u. ohne refl) 

geliehen swv, angenehm machen 
gelinge stf n. Glück, B/rfolg 
gelpf adj, fröhlich, übermütig 
gemach stm n, Ruhe, Bequem¬ 
lichkeit; Gemach, Wohnung 
gern ah eien swv, verloben 
gemeit adj, fröhlich, stattlich 
gemelich adj, fröhlich, scherz¬ 
haft 

gemuote prt, s. müejen 
genäde stf, g. sagen, danken 
genden = geenden swv, be¬ 
enden 

genenden swv, sich erkühnen; 
(sich) wagen 

genesen stv, am Leben, ohne 
Schaden bleiben, fr ei von Übel 
sein, bestehen [^gn) 

genießen stv, Nutzen haben (von, 
genoete adj, eifrig bedacht (auf, 
gen); genöte ^v, eifrig 
gen6; stm, von gleicher Würde, 
ebenbürtig; sin geno^ seines¬ 
gleichen 

genö^en swv, mit dat; gleich¬ 
kommen, gleich sein 


ger st swm, Wurfspiess 
gere swm. Schoss am Kleide 
geriehen swv, reich machen 
gonxkiestn, Rodung, Watdb.ö se 
gern swv, begehren; losgehen 
auf jmd,; zielen 
gört = ge ört 
gerouwen s, riuwen 
geruochen swv, belieben, sich 
um etw, kümmern (m. gen) 
gesmide stn, Metallarbeit, 
-schmuck, Rüstung 
gespenge stn, Spangenwerk, 
Schild 

geswichen stv, entschwinden 
getän prtc adj, beschaffen, wol 
getän schön 

getar, getorste s. turren 
getriben prtc adj, vom Wege: 

viel betreten, eben, gut 
getwerc stn, Zwerg 
geverren swv, entfernen, ab¬ 
halten 

geverte stn, Fahrt 
gevreischen stv, erfahren, ge¬ 
wahren (bi im, bei sich, in 
seiner Nähe) 

gevttege adj, artig, geschickt, 
passend 

gevöegen swv, bewerkstelUgen, 
machen 

gewffifen stn, Cotteefiv: Waffen 
gewaete stn, Kleidung, Rüstung 
gewerren stv, mit dat, hindern, 
schaden 

gewinnen stv, erwerben, errei¬ 
chen , heibeischaffen, hoLn, 
bringen, bezwingen; e? guot 
g. den Vorteil, die Oberhand 
erlangen 

gewuoc st,prt, zu gewehenen 
sw präs, bei'ichten, ertvähnen, 
gedenken 


Digitized by 


Google 



Wörtcrveraelchnls. 


157 


gewflegen swv^ erinnern (träne) 
gezem enetv, angeme8een,pa8send 
sein, geziemen 

gezogenliche adv^ anständig^ 
artig 

gibt 8, jeben 

gimme hff Edelstein; hüdl, dae 
höchste^ beete 
glanz adjf heU^ glänzend 
glesten ewv^ glänzen 
glÜDsen etov, glimmen 
golt etn, Goldy gold, Ring 
grie^ etm, Sand, Ufer 
gria adj, grau, greis 
gi'isgramen ewe, knirschen 
grüene etf, giUfver Boden, Oe- 
filde. Au 

gnn^ret(prtciHmu.n^Ten)entehrt 
gurten, gürten ewv, gürten; m, 
dat (d^ Roes) dm Ourt rich¬ 
ten, anlegm 

habe etf. Habe, Besitz; Hafm 
haben, bän (pid auch — aber 
nicht als Hilfsztw, — babte^ 
habm; haltm (behandeln, an- 
sehm, glaubm; fest h,; stille 
h.; die Richtung haltm, h, zu 
Pferde); an h. angreifm; 
antreibm; üf b. aufhaÜm 
hac stm, Hag, Gebüsch, um¬ 
friedeter Wald 

h&ben stv,prt hie, aufhängm; 
hangm; vor banden bähen 
(von Schildm) am Arme be¬ 
festigt sein 

hftrneachvar adj, vom Harnisch 
schwarz gefärbt 
häranier stn, Kopfbedeckung 
unter dem Heime 
harte ad», sehr, stark 
hellen stv, ertönm, haUm 
her adv, her, bisher, bis jetzt 


berte stf, Kampfgetümmel 
herzenaäre stf, Herzleid 
binnen (-än), hinne, hin, adv 
von hier, hinnm, von jetzt 
biu prt V, houwen 
hof, -vea stm, Hof; ze bove 
vom Verweilm oder sich be- 
gebm zu, bei einer fürstl. 
Persönlichkeit, oft persönl, 
(zum Fürstm, zur Fürstin 
etc.) zu übersetzm 
höhe adv, hoch, sehr, um hohm 
Preis; höher comp weiter auf¬ 
wärts, weiter zurück (h. atän 
zurücktreten) 

hübe Stof, Haube, Sturmhaube; 

auch H. unter dem Helme 
bulde stf, Gmeigtheit; Huid; 
Gnade; Treue; Erlaubnis; 
ze hulden komen (£ 65): 
um Gnade bittm 
huot stm, Helm 
bÜB stn, Haus; mit hüae ge- 
ae^^en wohnhaft 

ie adv, je, immer 
ietweder(t)ba]p adv, auf beiden 
Seitm 

iezuo adv, jetzt, gleich 
iht irgend etwas (m. gm), adv 
etwa, irgmd; nicht 
ine, in* = ich ne 
inder(t), iender(t) adv, irgend¬ 
wo, irgend 

inner, innen prp, innerhalb, 
hinnm 

irren swv, verwirrm, stören, 
hindern 

ialich adj, jeder 
ist ^e?) da? im FaRe, wmn 
iteniuwe adj, ganz neu 
itewi?e stf, Vorwurf, Tadel 
= ich ef 


Digitized by LiOOQle 



158 


Wörterreraelchnis. 


ja interjy ja^ fürwdkr 
jehen sU y sagen, zusprechen, 
gestehen, anerkennen; des 
besten j. den Preis zuer¬ 
kennen 

jenhalp adv, drüben, Jenseits 
jö, jo, joch und, auch; interj 
fürwcäir, ja doch; jon* = 
joch ne 

junger stm, Schüler, Lehrling 
justieren stov, mit Speeren im 
Zweikampf kämpfen, an ein¬ 
ander gäfwn 

kapfen swv, schauen 
kastei än stn, (castilisches) Pferd 
kein irgend ein, kein 
kein s, queln 

kiesen stv, erblicken, merken, 
spähen, prüfen, auswählen; 
den ende k. den lod finden 
kindisch adj, jugendlich 
kint adj, jung, kindisch 
kiule stf, Keule 
klär adj, hell, schön 
kleinät stn, Kleinod, zierl, Sache 
kleine adv, wenig, nichts, gar 
nicht; sorgfältig 
k lieben stv, spalten 
klingen stv, dar kl. län, die 
Schellen am Reitzeug erklingen 
lassen = vorwärts reiten 
körnen stv, auch: eintreff en, 
fallen auf; hin(nen) körnen 
davonkommen 
kocke sum, breites Schiff 
kost stf, Wert, Preis 
kouf stm, Handel 
konfen swv, kaufen, erk., er¬ 
werben, verdienen 
kradem stm, Lärm 
kranc adj, schwach, kraftlos, 
geschwächt, geschädigt 


kreftic adj, stark, gewaltig; 

gross; zahlreich 
krenken swv, schwächen 
kroenen swv, krönen, auszeUhr 
nen, herrlich machen 
kündic, kunt, künde adj, be¬ 
kannt, kund 

künne stn,Geschlecht, V erwctndt- 
schaft; auch pers: Nachkom¬ 
me; oft nur umschreibend 
kunnen; dä kan ich zuo, das 
verstehe ich, kann ich Ihun 
küsse stn, Kissen 

län s, lä^en 

lasstein stm, schwerer Stein 
laster stn, Schmach 
lä:(en, län (prt. lie?, He^/ lassen, 
verlassen, sich verl., auf geben, 
abl,, unterl., züL 
läbart stm, Leopard 
ledecliche adv, frei, unbehindert 
legen suw, prt auch leite; dar 
legen von sich geben, aus¬ 
geben 

\o\d%nswv,vet'leiden,leidmc»chen; 
mir leidet mir wird lästig, 
unbehaglich [bringen 

leisten swv, befolgen, Ihun, voU- 
leite = leg(e)te 
letzen siw, verhindern, hemmen 
le^^gist adj sup letzt diu 1. zit 
der Tod 

lihte adj, gering, niedrig; adv 
leicht, viäleicht,u>ahrscheinlich 
limmen stv, knurren, knirschen 
linse stf, Linse 
Ilse adv, heimlich 
liste swf. Leiste 
lit stn, Glied 

lite swf, Bergabhang, Halde 
loter stm, Taugeniäds, Land¬ 
streicher 


Digitized by LiOOQle 



WörterrenelchnJs. 


159 


lonc stnij Flamme 
luft 8tm, Lufty Luftzug, Wind 
lüter adjy heUy rein 
lützel adj, wenigy gering, {iro¬ 
nisch) kein 

mäc stm, Bluisvenoandter 
magedin stn, Mädchen, Jung¬ 
frau 

mäl stn, ze mäle auf einmal, 
zugleich 

mäne sw stm, Mond 
manen swv, mahnen, erinnern, 
aufforderm 

menic = manici -ec mancher, 
viü 

marc sin. Streitross 
marcman stm Chrenzhüler 
mark, marke stf, Grenze, Grenz- 
land, Gau; ein halbes Pfund 
Gold od, Silber 

msere adj, berühmt, herrlich, 
gewaltig 

maere stn, Kunde, Bericht, Nach¬ 
richt, Erzählung; Sache, Ding; 
mit ganzen masren mü voU- 
ständ, Bericht; starke mssre 
(pl), grosse, g^ährliche Sache; 
sehlimms Nachricht; der 
maere (pl) vrägen um Aus¬ 
kunft fragen 

roarnasre stm, Matrose, Schiffer 
mä;e stf, Mass, Angemessenheit, 
Weise; ze mä^en körnen an¬ 
gemessen sein; auch: zu statten 
kommen; ze mft^en ziemlich; 
mässig, wenig, gar nicht 
mft^en swv, mässigen; sich m. 
sich enthalten 

me^en stv, messen, ermessen 
melden swv, verraten; verkünden 
merminne st swf, Meerweib 
morzisch März¬ 


michel adj, gross 
miete stf, Lohn 
mieten swv, belohnen; erkaufen, 
durch Lohn gewinnen 
milte, milde adj, freigebig, 
freundlich; {stf: -keit) 
missekeren swv, eine falsche 
Richtung einschlagen 
mi8(8e)8agen swv, etw, unwahres 
sagen 

molte stf. Staub, Erde 
möre stm, pl moere Pferd 
müejen^rt müete, muote, stw 
schmerzen, ärgern,bekümmern 
müelichen adv, mit Mühe, kaum, 
ungern 

müe^ic adj, in Ruhe, ohne Ar¬ 
beit, unnütz 

muoder stn, Oberfläche, Decke 
muot stm, Sinn, Gesinnung, 
Stimmung, Neigung, Lust, 
Wille, Agehren 
muoten swv, begehren, verlangen 
(m. gen) 

machen swv, ahlassen (m. gen) 
müre stf, Mauer 

näch adv, nahe\ beinahe 
nähtint adv, gestern Abends 
name swm, Name, Stand, Würde, 
oft nur umschreibend 
nan = nam 

ne, en inclinierte negation; mit 
conj in Nebensätzen: es sei 
denn dass, ausser, wenn nicht 
neigen swv, erniedrigen 
nemen stv, war n. beachten, be¬ 
sorgen, Sorge tragen 
neye swm, Neffe, Verwandter 
Überhäuf 

niene adv, nicht, nichts, durch¬ 
aus nicht 

Bieten swv, sich, beflissen, he^ 

Digitized by Google 



160 


Wörterverzelcbn?9. 


dacht sein, streben; einer 
Sache sich erfreuen oder sie 
leiden 

nigen siVj sich (dankend) ver¬ 
neigen, danken 

ni(e)nder(t) adv,nirgend,keines- 
toegs, durchaus nicht 
nit stm, Hass, Kampfgrimm, 
Feind^haft 

niuwan, niwan: cor\; u, adv, 
wenn nicht, ausser, nur 
nöt stf, Bedrängnis, Not, Kampf; 
Bedürfnis, Verlangen, Not¬ 
wendigkeit 

noBten swv, zwingen (gen wozu) 
nötic adj, bedrängt; von n6t 
(Kampfarbett) ermüdet 
od = oder 
ors stn. Ross 
ort stn m, Spitze 
ouge sum, ander d’oogen ins 
Besicht \Anblick 

oogenweide stf, Augenweide, 
ouw6, owö Ausruf der Klage, 
des Wunsches, des Staunens 

palas stn m, Gehäude mit Saal 
pfelle stm, feines Seidenzeug 
pfenden swv, einem ein Pfand 
ahnehmen, berauben 
pfiesel stm n, Frauengemach; 

-gadem stn, dasselbe 
pflege stf, Aufsicht, Fürsorge, 
Hut 

pflegen stv, behüten, in Obhut 
haben; ausüben, thun, auf sich 
nehmen; minne (S!^) 
raten. Oft nur umschreibend 
(strites ph=8triten 
pflüm stm, Strom 
pfuch interj, pfui | 

pilgerin stm, Pilgrim, WaU-\ 
fahrer \ 


pin stm f, Pein, Qual, eifrige 
Anstrengung [Ecke 35,9 der 
Schmied soll gesegnet sein) 

queln stw, ztoängen, drücken; 
maidern 

rära en swv, zielen, trachten,nach- 
stellen (m gen) 
rant stm, Rand, Schild 
rät stm, Rat, Beschluss (ze räte 
werden zu e,BescJU, kommen); 
Anschlag; Abhilfe, Erlösung 
(m gen); Unterlassung, Ver- 
zichtung, Entbehrung 
räten stv, raten, ber,, berat¬ 
schlagen ; ze väre (stf) r. auf 
Schaden, Nachstellung sinnen 
redebsere adj, tauglich, gewandt 
reht stn. Recht, Gebühr; ze 
reh te mit Recht, richtig, genau 
reht(e) adv, gerade, genau so; 

reht als genau so, als oh 
reise stf. Fahrt, Kriegszug 
reifen swv, reizen, antreiben 
rären swv, fällen [{m gen) 
räroop stm, Raub an einem Er¬ 
mordeten, Leichenraub 
riben stv, (prt reip)/ umbe r, 
umdrdien 

riche adj, vornehm, mächtig, 
reich, herrlich 

riden stv, drehen,wenden,bewegen 

rilichen adv, reichlich 

rinc stm, Ring, Panzerring; 

Kampfplatz; pl Ringpanzer 
ringe adv, wenig,gering; wohlfeil 
rische adv, sdinell 
risen stv, fallen 
riuwen stv, leid sein, verdriessen, 
schmerzen; swv, beklagen, 
reuen 

ri^en stv, sich heftig, lärmend 
bewegen 


Digitized by LiOOQle 



W örterverzeichnis. 


IGl 


rone sumty (umgefallener) Baum¬ 
stamm 

rücken prt, ruhte, ewVy rücken, 
drängen, eich bewegen 
rümen swv, verlassen; r. den 
Platz verl. 

rüncn swv, heimlich zuflüetem, 
melden 

ruochen stov, sich kümmern, 
begehren, geruhen 
ruof slm, Ruf; d& was vil 
kleiner ruof da gab es wenig 
Rufen nach Bedienung, d. h, 
die B, war aufmei'ksam 
ruon = ruoin sim, Ruhm (wie 
übh. im Dialect des Ecken¬ 
lieds öfter Schluss-m durch -n 
vertreten) 

ruowen swv, ruhen 

sä adv, alsbald, gleich 
sahen stm, feine Leinwand 
Sache stf, Sache, Ding; mit 
disen suchen indessen, in¬ 
zwischen 

sahs stn, (Kurz-)Schwert 
sal, -wes adj, schmutzig 
saelde stf, Heil, Glück 
sam adv, so, ebenso, gleichwie, 
wie; conj als ob 
säme stom, Feld, Boden, Kampf¬ 
platz 

sanfte adv, leicht, langsam, be¬ 
quem, wohl 

sarfelwät stf, Kriegsgewand, 
Rüstung 

schaffen stv, bereiten, herbei¬ 
schaffen, besorgen 
schallen swv, rufen, schreien, 
lärmen 

sohef = schif sin, Schiff 
scheiden stv,trennen,absondem, 
Eadnm und Dietriohepea. 


beenden; Weggehen; enden; 

sch. den Kampf beilegen, 
schlickten 

schellen stv, laut werden, schal¬ 
len; swv, ertönen machen, 
lassen 

schiech, schiebe adj, ab 
schreäcend, hässlich 
schieben swv, scheuen 
schiere adv, bald, gleich, schnell 
schienen stv, schiessen; sich 
schnell bewegen, fallen 
schiitgesell eswm,Kampfgenösse 
schimpf stm, Scherz 
schin adj, offenbar, sichtbar, be¬ 
kannt 

schinen stv, glänzen, erschei¬ 
nen; sch. lä:;en zeigen 
schirmen swv, parieren, fechten 
schöne adv, bedächtig, aHig, 
freundlich; sorgfältig 
schroten stv, pi*t schriet, {zef*y 
hauen, {zer)8chneiden 
schult, schulde stf, Schuld, 
Ursache, Grund; von — 
schulden mit Recht, mit vol¬ 
lem Grunde 

schnoben swv, anziehen 
8chüt(t)en swv, prt schütte, 
schütteln, schwingen; Rüstung 
oblegen 

söblat stn, Blatt einer Seepflanze 
sedel stm, Sitz [(Seerose) 
sehen stv; leide sehen mit 
refiex, Dativ, einen betrüben¬ 
den Anblick haben 
seine adv, langsam, lässig 
seit, Seite, goseit = saget, 
sagete, gesaget 
selde stf, Herberge, Wohnung 
sör stmn, söre stf, Schmerz; adv. 
schmerzlich heftig, sehr 

11 


Digitized by 


Google 



16^ 


Wörterverzeichnis. 


8ider(e) aä/o, hemaGh, später 
sigen stv, sinkenj sieh senken; 

von oben herabkommen 
sin slm^ oft im ply Gedanke, 
Verstand, Einsicht; Absicht; 
Bewusstsein, Besinnung 
sine = si ne; sin = si in 
sinewel adj, rund 
sint, sit adv präp conj, seitdem, 
darnach, später, seit, nachr 
dem, da, weil 

site st swm, Art und Weise, Be¬ 
nehmen, Anstand, Gewohnheit 
siuften siov, seufzen, beklagen 
slahen stv, schlagen, erschlagen 
slahte, slaht stf, Art, Weise 
(maneger)8labte (mancÄ^)fe/- 
slehtes adv, schlechterdings, 
durchaus 
slifen stv, gleiten 
sliz stm, Schlitz, Spalte; Schlitz 
im Schoosse eines Panzer¬ 
hemdes 

smaBhe adj, verächtlich, gering- 
8chätzig{sm, haben^ qeringsch 
behandeln, verachten) 
snö, -wes stm, Schnee 
snel ad;, ras(h, kühn 
sont ihr sollt 

sorge stf, Besorgnis (m. gen um, 
für wen); Not, Gefahr 
sparn swv, schonen, retten 
sperwehsel stm n, Speerkampf 
spiln stpv, spielen; leide sp. e. 
böses Spiel spielen, aufführen; 
sich lebhaft bewegen', blinken 
spor stn m, Pusstapfen, Fährte, 
Spur 

sprechen stv, mit dat von einem; 
üf die triuwe sprechen ver¬ 
dächtigen 

sprunc Sprung; Ursprung, 
Quell; von sprunge(n) varn, 


einherspringen, auch anhd>en, 
beginnen, zur höhnenden Be¬ 
zeichnung für die Jugend 
stän, sten stehen, sich stellen 
stapfen swv, im Schritt reiten 
stat stmn, Gestade, Ufer 
stat stf. Ort, SteUe 
staete adj, beständig, fest 
stierruoder stn, Steuerruder 
Stic stm, Steig, Pfad 
Stößen stv, stossen; vol st. füllen 
sträfe stf, strafen stw, tadeln, 
schelten; strafen, züchtigen 
8traht = 8trahtet, stractet, von 
strecken , austrecken, dar¬ 
strecken (die hende, Treue 
schwören) 

stricken swv, festbinden 
strichen stv, streichen, einher¬ 
ziehen, eilen 

strit stm, wider str. im Wett¬ 
eifer 

strüben swv, rauh sein, empor¬ 
stehen, sich sträuben 
str neben stw, straucheln,stürzen 
Stunt) stunde stf, Zeitpunkt, 
Zeit; Augenblick; (dri)8tunt; 
{drei) Mal; an der (den) 
stunt (stunden) sofort, so¬ 
gleich: ze stunt {auchplur) 
alsbald, sogleich; auch: ein¬ 
mal, vor Zeiten; bi d. st. 
in, zu der Zeit, dämals; gleich 
sturm stm, Kampf 
süberlich adj, rein, schmuck, 
schön 

sumelich pron adj, irgendeinet', 
mancher 

sümen swv, auf halten, hindern; 

säumen, sich verspäten 
sunder ptp, ausser, ohne; adv, 
abgesondert, besonders, sehr 
sanderbsere ad/o, unverzüglich 

Digitized by Google 



W örterverzeicbnis. 163 

BUS adjy so; sonst, so aber tougen adj, adv, stn, heimlich; 
swach adj, swache adv, gering, H-keit; äne t. offen 

niedrig; %oenig tönnde p^dc von töu(we)n swv, 

swachen swv, erniedrigen, ver- sterben 

ächüich machen; versehren tragen stv (treit = tra- 

swar adv, wohin auch, w, immer gen, bringen; sich betragen, 
swaere stf, Kummer, Leid, leben; haben, besitzen 

Schmerz trabten siev, denken, überlegen, 

Bwehen8wv,fliessen,8chwimmen, trachten, streben 

sich hin u. her bewegen trämen swv, mit Balken belegen, 

Bwemmen swv, prt swamte versehen 

schwimmenmad%en,las8en{sc, triben stv, treiben; sprengen; 
das Pferd) etwas fortgesetzt ihun; umbe 

Bwen(ne), swan(ne) conj, wann tr. herum tr,, verfolgen 
auch, sobald als, wenn triutinne stf, Geliebte, Gattin 

Bwer, swa:; wer immer, jedes triuwe stf, Treue, Zuverlässig- 
wer, wenn irgend wer; Bwa^ keit, Versprechen; trinwen, 
adverbial, wie sehr {oft) auch, eiatvi\xvfS)ri traun, wahrhaftig, 

alles was, was immer fürwahr 

ßwie adv, wie auch, wenn auch trucken stf, trockene Stelle 
ewiger s^, Schwiegei'muttei* trüt stm n, Geliebter, Geliebte, 
Bwinde adj u, adv, rasch, heftig, Liebling 
ungestüm, schnell tücke pl von tue stmBenehmen; 

Gewohnheit, Art u. Weise 

tac stm. Tag; letzter, Todestag; tump adj, unerfahren, unbe- 
TagesUcht sonnen, jung 

tal stn, Thal; ze tal hinab, nieder tfiren stov,ausdauem, ausharren 
tälanc adv, den Tag zu Ende, turn stm, Turm 
tan stm, {Taimen)wald [heute turren {ich tar, torste), wcLgen, 
teil stn, ein teil {acc) ein wenig, dürfen 

etwas; {iron = sehr) twingen stv, pressen, zwingen^ 

tiure tiuwer adj, adv, teuer, dr^kenjbezwingen; antreiben, 

wertvoll, ausgezeichnet; selten, nötigen, Not anthun 

nicht vorhanden, wenig; sehr, 

heftig übele stf, Bosheit \mütig 

tiuren stw, ehren, verherrlichen übermüetic adj, stolz, über- 
stmf.,ritterh Zwei- überwinden stv, überwinden, 
kampf mit Speeren überreden (wozu, gen) 

tobeheit stf, Raserei, Wut üebse stef, Achselhöhle 
tone, zu tugen, tügen, kraft- üf, ^ienpräp, bis auf; in der 
haben,nützen,erforderlkhsein; Erwartung, Absicht von, auf 

w&z tone der rede m^re onbescheidentK^‘,ma«aZoa,r^Ä;- 
wozu noch viel Wo^'U sichtslos 

Digitized by Google 



164 


Wörterverzeichnis. 


u nbilde stn^ Unrecht, Verbrechen 
ünde 8tf, Welle 
iinder-diu adv, indessen, unter¬ 
dessen 

understän stv, verhindern, ab- 
wehren 

unersuoeht prtc adj, unerprobt 
ungebaere stf, freudloses Be¬ 
nehmen, Jammer 
ungebiure aÖQ, unlieblich, 
schrecklich \geschtck 

ungelinge stfn, Unheil, Miss- 
ungemach stn, Leid, Unheil 
uDgemüete stn, Missmut, Zorn 
ungen&de stf, meist pl^ Be- 
sfbwe^'ds, Mühsal, Unheil; 
Unglück; Ungnade 
ungeruowet prtc, ohne Ruhe 
ungesellicliche adv, in un¬ 
freundlicher Weise, nicht 
freundschaftlich 
ungesunt adj, wund, verwundet 
ungevüege adj, stark, heftig; 
unhöflich 

uDgewin stm, Schade 
unmaere adj adv, gleichgültig, 
unlieb 

unminne stf. Streit, Feindschaft 
unsite stm, unfeines Benehmen, 
Zorn 

unt, nnde; auch zur Einleitung 
von Bedingungssätzen 
unversunnen partc adj, bewusst¬ 
los, besinnungslos 
unverzeit = unverzagt 
unz, iinze bis 

tippeclichen adv, auf herab¬ 
setzende Weise 

urborn srev, sicb^aicA anstrengen 
urliiige stn, Krieg 
ursprunc stm, Quelle, Ursprung, 
Ausgangspunkt 
ü?er präp, aus 


väben, vän, prt vie stv, fassen; 

ein-, umfassen 
vabs stn, Haupthaar 
valscb stm. Trug; valsches äne 
fehlerfrei, makellos 
vande, vende swm, Krieger 
var adj, färbig 
vären swv, nachstellen (m gen) 
vaerlingen adv, hinterlistig, von 
hinten, aus dem HinterhdUe 
vaste swf, Fastenzeit 
veige adj, zum Tode, Untergang 
bestimmt; totbi'ingend; tot 
veil(e) adj adv, feü, käuflich 
vende, s vande 
venre, vener stm, Fdhnenführer 
venstersteine pl, steinerner 
Fensterrahmen [von 

verbern stv, auf geben, ablassen 
vercb stn, I^ben; verchslac $tm, 
(tötlicher) gefährlicher Schlag 
verdagen swv, vet'schweigen 
verderben stv, zu schaden kom¬ 
men, sterben; swv schädigeiip 
töten 

verdrieijen stv, lästig dünken^ 
langweilen, belästigen 
vereinen swv, sieb: Überein¬ 
kommen, sich einigen, sich 
entschliessen [eilen 

vergäben suw, sieb, sich über- 
verbagen swv, mit einer Hecke 
einzäunen 

voT}e\ionstv,{aus)sagen,bekennen 
verkiesen stv, verzichten, auf, 
g^en, verschmerzen 
verkosten swv, mit Zehrung 
versehen 

verkoufen suw, verkaufen, hin-, 
preisgeben 

verläsen (-län) auf geben, unter¬ 
lassen; anvertrauen (ze helfe 
in, zum Schutze) 

Digitized by Google 




W or terverzeichnis« 


166 


Verliesen stv, verlieren; ver~ 
gebensj ohne Nutzen, Erfolg 
thun [verrcUen 

vermelden ewv, merken lassen, 
vermeij^jen adj prtc, kühn, ver¬ 
wegen [entkräften 

vermüejen (prt -muote) stov, 
verre adj adv, fern; sehr 
verroeten su>v,rot,blutig machen 
verschalten stv,wegst 08 een,weg- 
nehmen {woher, dat) 
verscholn etov, verwirken, ver¬ 
schulden 

verschröten stv, zerhauen, zer- 
schneiden 

versehen stv, nachsehen, ver¬ 
zeihen; sich V. sich gefasst 
machen, auf etwas rechnen 
verseit = versaget 
Versionen stv, bemerken; sich, 
zur Besinnung kommen; be¬ 
greifen, einsehen; prtc ver¬ 
sonnen dis adj, besonnen, ver¬ 
ständig 

versmähen swv, gering, verächt¬ 
lich erscheinen, missfallen 
versmächliehe adv, spöttisch, 
verächtlich 

versprechen ^v, verreden, aus- 
schlagen [gleichen 

versüenen swv, gutmachen, aus- 
versuochen swv, versuchen, ei'- 
pröben; zu erlangen suchen, 
sich bemühen um; versuocht 
adj prtc, erprobt, erfahren 
verswenden stov, aufbrauchen, 
htnbringen [{m dai) 

vcrteilen.stet7, fluchen, verfluchen 
vertragen stv,. hingehen lassen, 
sich gefallen lasssen 
vervähen (-vän) stv, frommen, 
auslegen, anrechnen; vür zorn 
vervän sich beleidigen, zürnen 


verw&^en stv, verfluchen 
verwegen stv, sich, sich ent- 
schliessen 

verwi?en stv, vorwerfen 
verworht adj prtc, verworfen, 
verflucht 

verzihen stv, sich, m gen, ver¬ 
zichten, auf geben (prtc, ver- 
zigen) 

vestenen swv, verleben 
vie prt von vähen 
vinden stv, auch: wahrnehmen, 
kennen lernen 
viur, vi(u)wer stn, Feuer 
Vliesen, vlös, vloren = ver 
liesen etc, 

Vliesen stv, schwimmen, fliessen 
vli? stm, Beflissenheit, Eifer; 

ze vli?e sorgfältig 
vog(e)t stm, Herr, Fürst 
volcdegen stm, im Heere (Volke) 
ausgezeichneter Held 
voUangen swv, vollständig, bis 
zum Ende reichen, erreichen 
vor adv, vom, vorher, früher 
einmal 

vornän adv, von vom 
vreide stf, Gefährdung, Gefahr; 
an der v. stän m Gefahr 
kommen, sein 

vreise stf, Gefahr, Schrecken, 
Verderben \bar 

vreislich adj, schrecklich,furcht- 
vremeden swv, meiden 
vreude stf, Freude, Unterhal¬ 
tung, i^iel [mütig 

vrevelte) adj, kühn, frech, über- 
vriden s%ov, in Brieden bringen; 
0 % vr. den Kampf beilegen, 
WaflenstiUstand oder Frieden 
vriedel stm, GeUebter [machen 
vriliche adv, frei, unbekümmert, 
frisch weg 


Digitized by LiOOQle 



W drtenrerzeichnfs. 


166 


vristen aehützen, retten 
vrö, vrou, vrou we aw atf, Herrin^ 
Dame, Frau oder Jungfrau 
von Stande 

vrömde, vremede adj, fremd, 
einem andern gehd^'ig, unbe¬ 
kannt 

vrum adj, tüchtig, tapfer; dir- 
bar,nützlich;^riXmec\\(i\ienadv 
vrumen, vrümen swv, machen, 
vollbringen; helfen, nützen 
vüegen swv, beivet'ketelligen, zu 
Stande bringen; bereiten, be¬ 
scheren; sich V. eich ereignen, 
eich paaalich gestalten 
vuoge stf, Kunstfertigkeit 
vür auch: ganz wie; vür töt 
wie tot, halbtot. 
vürba^ adv, weiter, fürder 
vürgebäege stn, Brustriemen 
{bei Pferden) 

wäc stn, Flut, Wasser, Meer 
wäge stf. Wage; der milte ein 
glichin Wäge bildlich: gleich, 
gerecht zuteilende Wage der 
Freigdfigkeit; uf die w. setzen 
aufs Spiel setzen, einsetzen 
wagen swv, sich schwankend 
bewegen 

wal stn, Schlachtfeld, Gesamt¬ 
heit der dem Tode verfallenen 
Schlachtreihe; walgenö; stm, 
Kampfgenosse 
wan = man 

wan adv u. conj, ausgenommen, 
ausser, nur; wenn nicht, nur 
dass 

wän stm, Meinung, Hoffnung, 
Erwartung, Absicht; sunder 
wän gewisslich; nlht näch 
wäne nicht aufs ungewisse, 
nicht wenig 


wsBn (= ich waene), oft ein¬ 
geschoben gebraucht: ich ve^'* 
mute, ich glaube, ich meine 
wanc stm, Wanken; sunder w. 

unzweifdhaft, durchaus 
wände, want, wan conj, weil, 
denn 

Wandel stn m, Wanddbarkeit, 
Gebrechen, Fehler 
war adv, wohin 
war nemen m gen, auf etwas 
acht haben, es thun, voUfUhren 
warte, wart stf, Wacht, Vor- 
posten{dienst) 
wät stf, Kleidung 
waten, prt wuot stv, waten, 
schreiten, dringen 
weder — oder, in disjunktiven 
Fragen; eigentlich: was von 
beiden 

wegen swv, schütteln, bewegen 
wegen, prt wac stv, in Bewegung 
setzen, richten, lenken, {einen 
Schlag) geben; mich wigt ich 
kümmere mich um etwas, 
nehme Rücksicht darauf {die 
Sache od, Pers. im nom) 
weiben swv, wehen, flottem 
wellen woUen; mit inf auch um¬ 
schreibend: natürlich, wahr¬ 
scheinlich; (ihr etc.) dürftet 
welrecke swm, ausgezeichneter 
Held 

wenden swv, umwenden, ab¬ 
wenden, abwehren, rückgängig 
machen; da? leben w. töten 
went = 2 prspl ind, vcm wellen 
wer, wa?; wes adverbial, wa¬ 
rum, weshalb; wa? mit gen, 
wie viel 

werben stv, verfahren, sich be¬ 
nehmen, betreiben, ausriehten, 
streben, zu gewinnen suchen 

Digitized by Google 



W Örterverzeichnis. 


167 


werfen stv, üf w. schwingen^ 
emporheben; umbe umwenden 
wo(r)lt stff Menschheit, Welt, 
L^en 

werre swm, Not, Schaden 
werren stv, stören, hindern, 
schaden, verdriessen 
wert stm, Werder, Insel 
wesche swf, Wäscherin 
wicgeserwe stn, Kampfrüstung 
wide stf, Strang {aus Baum¬ 
ruten) 

wider-komen stv, sich erholen 
widerriten stv, im Ritt {Kampf) 
begegnen 

widersagen siov, auf sagen, ver¬ 
sagen, absclüagen; Friede und 
Freundschaft auf sagen, Krieg 
ansagen 

widerschin stm, Widerschein 
widerteilen suw, ahsprechen. 

verlustig erklären 
widerwarte swm, Feind 
wie adv, wie, warum 
wiel prt V. wallen 
wigant stm, Krieger, Held 
wile stf, "Weile, Zeit; die wile 
unde so lange als; underwilen 
bisweilen, manchmal 
wilde stf, Wildheit, tounderbare 
Art {Grösse) \ 

wilde cdj, auch:fremd, abhanden 
Wille sum, Wille, Gesinnung 
winden stv, wickeln, ringen; an 
w. mit acc: zugehören, ver¬ 
wandt sein mit 
wine stm, Breund, Geliebter 
wint stm, auch bildl. ein Nichts 
wirs adv comp , schlechter, 
schlimmer 

wis = bis 2 sg imp, sei 
wise adj, erfahren, weise, klug; 
aU 


wisen swv, weisen, zeigen, 
führen, leiten. 
wite stf, Lichtung 
witze, witz stf, Verstand, Ein 
sicht, Besinnung 
wi?e stf, weisse Farbe 
I wi^en stv, Vorwürfe machen, 
vorwerfen 

wo\kenh\Si,{-weB)adj,himmelblau 
wölpinne stf, Wölfin 
wunder stn, Verwunderung; 
(mich h&t w. ich wundere 
mich, ich möchte erfehren); 
wunderbare Sache, Thal, Er¬ 
zählung, Menge; Wunder 
wünsch stm, das höchste, voll¬ 
kommenste; ze wünsche voll- 
wuof stm, Klageruf {kommen 
wuot prt von waten 
würken, worhte, geworht suw, 
schaffen, arbeiten, verfertigen, 
vollbringen 

zage swm, Feigling, Schuft 
zäher, zeher stm, Thräne, 
Tropfen 

zart adj, zärtlich, lieb 
ze- als präfix = zer- 
zegelichen adv, feige 
zehant adv, sogleich 
zem, zen = ze dem, ze den 
zemen stv, ziemen, anstehen, 
gehören, gefallen 
zergän stv, vergehen, ein Ende 
nehmen 

zerinnen stv, zu Ende gehen, 
ausgehen, mangeln 
zervüeren swv, verwirren 
zende pl v zant stm, Zahn 
ziehen stv, ziehen, führen, er¬ 
ziehen; ein Ross vorfUhren; 
an einen, sich auf ihn be¬ 
rufen, an ihn appellieren 


Digitized by LiOOQle 



168 


W örtei'verzeichnis. 


ziere adj, prächtig, schön, 
herrlich. 

zihen stv, beschuldigen. 
ziln swv, zielen, richten, zur 
messen, zerhauen. , 
zit stf, Zeit, Zeitpunkt, Lehen; 

an die zite duhin, dazu. 
zouwen, zo wen stov, von statten 
gehen. [leidigung. 

Zorn stm, Zorn, üntuiUe, Be- 
zücken, zucken zu;v, prt zuhte 
schnil ziehen. 


zuht stf, das Zieheni Behand¬ 
lung, Züchtigung, Bildung, 
feine Sitte, Anstand (gern 
plur.). 

zw&re adv, wahrlich, fürwahr. 
zweien swv, spalten gezweiet 
in ir muote mit zwiespältigen 
Gefühlen [NB. Seite 23. Str. 
13 ist Küdrün zugleich Objekt 
u. Subjekt; vgl. 1.30, 45]. 
zwiu wozu, warum; zwiu bist 
dü wozu bist du da, taugst du. 


Nachträge. 

bekan = bekam (kam, gelangte), j» 7^ 

beträgeri swv, impersönlich, verdrießen (mit Genitiv der 
Sache). 

deich = da :5 ich, 

genftde (auch:) Buhe (K. 957 Wortspiel). 


Digitized by 


Google 





OSeraeic^nis der bis je$f erf^iettenen Sdtide* 
gibnofbcfebCT^bitofopbic-1 


Aait]rt]>roMe«c der milofop^fe o. 

Dr. ®eorg 6immel» jmfenor an ber 
Unioerflt&t Q3er(in. m. 500. 

in die milefeii^ie oon 
Dr. 3no| ®enlfd)cr, $rof^or an ber 
UnioerflWt Äöntgsberg. m. 281. 
OefAic^fe btt OTttefepiie IV: 
lenere 9^iIofe|i^ie bis ^anf 
oon Dr. 03runo Saucb. ^rofeffor a. b. 
Unioerflfät ßalle a. S. 5lr. 394. 

— V: Ommannel^anl oon Dr. Q3runo 
^u(b. ^rof. a. b. Unio. ikUe. <nr. 526. 
^fncbblbbie nnb Geaifi ’anr Q^in« 
fil^mtig in die 9fiIoff9|i^ie oon 
<Profe|for Dr. Ctlfenbans. 91111 
13 ^guren. 91r. 14. 

Cdrnndrm der ^9(b9|il^9fifi oon 
^rofcffor Dr, ®. g. ßipps ln Ceipalg. 
3 glguren. !Rr. 98. 

tffbifi oon ^rofefjor Dr.l£^onias9I(beH9 
m Sremen. 9lr. 90. 
tflloenteine ttffl^etifi oon ^rofeffor 
Dr. 9nas 9)ie3, Cebrer on ber iigl. 
91habemie ber bilbenben AOnfte in 
6fullgarf. 9lr. 300. 

gibliofbcb ber 

Gprccbwtffcttftbgfi« 

Ondogeminn* 0|irac^i|fenf(^aff o. 

Dr. 91. 9Reiinger, ^ro^ffor an ber 


QtomanHf^ 0|iraf^ini|fenf(^aff oon 

Dr. 91dolf 3<iuner, ^^rioatbojent a. b. 
Unioerf. Wien. 2»be. 9lr.l28. 250. 


eewififAe Gpraf^miffenfe^aff oon 

Dr. a. 93ro(belmann, "Profeflor an ber 
Unioerfitfit Königsberg. 91r. 291. 
Ofinnifcb«ngrifc^e ^raf^miffen* 
fc^afl oon Dr. Sofef ejinnpei, $rof. 
an ber Unioerfitöt Subapefl. 9lr. 463. 
Genffc^e Orammafib unb burje ®e« 
|(bi(ble ber beutfeben 6 pra(be o. 6 (bulr. 
^rof. Dr. O. Spon i. Bresben. 9lr. 20. 
Gei^me ^eefib oon Dr. K. 93orins6i. 

^rof. a. b. Unioerf. 9nfin(ben. 9lr. 40. 
Geinfcbe Qledele|re oon Kans jßrobfl. 

Gpntnafialprof. in Samberg. Sr. 61. 
tfnffnjtonfwtlrfe oon Oberfhibienrat Dr. 
C. W. 6 traub, Sebior bes Ciberbarb« 
Subn>igs-® 9 mnof. i. 6 tuffgarf. Sr. 17. 
SOirferdneb nadb ber neuen beutfeb. Secbl- 
jebreib. 0 . Dr.ßeinricbKlenj. Sr. 200. 
Genffebes 9Birferdn^ o. Dr. Si<barb 
Coeme in Serlin. Sr. 64. 

Gns Qfrenidinorf im Genffcben oon 
Dr. Subolf Kleinpoul, Ceip 3 iQ. Sr. 55. 
Gentffbes Sremdmirferdndb oon Dr. 

Subolf Kldnpoul in Ceip^ig. Sr. 273. 
^dlnfidenffcbc SSnndorfen oon Sro- 
feffor Dr. ßub. ®rimme in greiburg 
(Äbioeix). Sr. 461. 

S)ie denffiden ^derfonennnmen oon 
Dr.SuboIfKleii^ul, Ceipjig. Sr. 422. 
Cdnder* nnd 99dlfiemamen oon Dr. 

Subolf Kleinpoul in Ceipjig. Sr. 478. 
9ii<L>deiifffb*09fpr8cftsdtif^ o.<prof. 

Dr.C^.Kousbnecbi. Caufanne. 9]r.424. 
Oeffbidbie der grief^ifd^en 0prac%e 
1: 95{s jnmSItisgaiige derfUof* 
fifcbcii 3eif oon Dr. Otto ß^mann. 
Srof. an ber Unio. 9Rfinffer. Sr. 111. 
— der lefeinifc^en Gprac^e oon Dr. 
griebricb 6 tol 3 , Srofefjor an ber Uni- 
oerfitat Snnsbru«. Sr. 492. 


Digitized by Google 




Omiidrib der lefeitiifAcn 0|iriu^ 
ledre Don ^rof^or Dr. QSoffd^ 
in SRagbcburg. ^r. 82. 

SUiffifc^e Cdrawinafifi oon Dr. (Sric^ 
Scmefier, ^rofeffor an 5er Unioer* 
fitäf QSresIau. är. 66. 
kleines ntfVIMei ^ofiadelbnc^ oon 
Dr. Crid^ Soedme, Cefüor an 5er 
ßan5e(s5o<f)f(^uIe Serlin. 9lr. 475. 
9tt^ifcft«deiiff^es <S^torScftsbtic^ o. 
Dr. ari(^ ^meber, ^rofeffor an 5er 
Unioerfifäf Sreslau. mr. 68. 
9ttifVif(|es Cefebtif^ mit Oloffar oon 
Dr. ®ri(^ ÖSemeher, ‘Profeffor an 5er 
Unioerfitat QSresIau. Str. 67. 
Gefc^ic^fe der hlaffifc^ett q[ldiIo- 
rwle oon Dr. ^ilL üroll, or5. $rof. | 
an 5cr UnioerfitAf Wnfter. 5lr. 367. 

fitterafursefcbtcbatcbe 

JDeuffc^e Ciferotaraefc^ic^le oon Dr. 
Ono; ^od). ^rdeflor an 5er Unioer- 
ntöt Breslau, m. 31. 
iDeuffcde Ciferatart^We der 
^lianiderseif oon ^rofcifor (larl 
QBeitbrec^t. unb ergän^ 

oon ^rof. Dr. fiarl Seraer. Ifir. 161. 
iDeuffcM Ciferafmrgel^iAfe de« 
19. Oadr^miderf« oon ^f. C^orl 
^eitbredbt. ^urdMefeden un5 ergAnsf 
0. Dr. 7lld)ar5 ^eftbr^t ln Pimpfen. 

2 lelle. tnr. 134 unb 135. 
Cdefc^icble des deuffAen 9loiiiaiis 
oon Dr. jSeUmuf^ Smeltie. ^r. 229. 
Oofifcbe €^ra(^deiifMiSIer m. ®roin« 
matin, Qoerfe^ung unb QlrlAuterungen 
oon Dr. jSerm. Sanken. SHrektor 5er 
Königin thiKe-6(buIe in liAnigs- 
berg i. qjr. Sir. 79. 


?)eoIgpninoftum in Ulm. ^r. 28. 

Obdalieder mit Grommofik, Uberfekung 
unb (SrIAnferungen oon Dr. ^ilp. 
?ianifd), ^mnafialoberlebrer in Os« 
nobrflik. m. 171. 

IDa« 9Balidari«Cied* (Sin ßelbcnfang 
aus bem 10. Sakrpunberf im Q3ersmake 
5er Urfdirift fiberfe^f unb erlAuteri 
oon profraor Dr. 5. 91U^ in 
Weimar. 9tr. 46. 


IDiAfttngen ans mUleldoc^devIff^er 
QfrftdAeif. Sn ^usmapl mit Einlei¬ 
tungen unb W5rierbu<d (erau^egeben 
oon Dr. Hermann San^, Direktor 
5er Abnigin Cuife*6(dule in Königs- 
berg i. ^r. 5lr. 137. 

!^r meliiiiae 9ldf in tUusmakl unb 
miiieaof^bCKfff^e Orawntofili m. 
kur). WArferbu<d o. Dr. W. Eottk^r, 
^rof. a. 5. Unio. ?iofto(k. IRr. 1. 

#iiidrtiii «nd (Diefrtf^epen. Wif Ein¬ 
leitung unb Wörferbu(k oon Dr. O. 
C. Siri^, *PTofe|for an ber Uni- 
oerfitAt Wfir)bi^. IHr. 10. 

AoriManii oon Suie, 3DeIfrani oon 
ttfc^endaf^ nnd CdofffHed oon 
0fraBdnrg* ^usmabl aus bem pöfi- 
{Aen (Spos mit Anmerkungen unb 
Wbrterbu(b oon Dr. A. SRoroib, ^Uro- 
feffor am Agl. griebricbskoUegium 3U 
Königsberg i. pr. Ar. 22. 

EOoIfder oon der 99ogelioeide mit 
Ausnm^l a. SSinnefong n« 0pmf^« 
dic^fnnn. Wit Anmerkungen unb 
einem Wörterbuch oon O. Eflntter, 
Prof. a. b. Oberrealfchule u. a. b. Sed)n. 
ß^fchule in 6tutfgart. Ar. 23. 

IDie Cfpiaonen des diWcben dpos. 
Ausnmhl aus beutfd)en Pimtungen bes 
13. Sahrhunberts oon Dr. AikforSunh, 
Aktuarius ber Kaifedichen Akabemie 
ber Wiffenfchoften in Wien. Ar. 289. 

Senffd^e Ctfemfnrdendntdier des 
14« nnd 15. Qadrdnnderfs. ousge- 
mAhlt unb erlAutert oon Dr. ^Wrmann 
Sonden, ^Direktor ber Königin Suife- 
6(hule in Königsbein i. pr. Ar. 181. 

E)enfifde ßiferafnrdendmSIer des 
19« Ool^r^derts« I: SRarfin 
SSnfder« ^omas Sllnmer nnd 
das Ktindenlied des 16« Godr- 
dnnderfs« Ausgen)Ablt unb mit Ein« 
leitutmen unb Anmernungen oerfehen 
oon Prof. E. ^erlit, Oberlehrer am 
Aikolaigpmnqjium )u Ceipsig. Ar. 7. 

— 11: Aans 0adb«- AusgeioAhlt unb 
erlAutert oon profeffor Dr. Sulius 
6ohr. Ar. 24. 

— Ult iDonSronf d.EUaendagen: 
Sronf> finffen« flfifcdart, fomie 
Sierenos nnd mM« AusgeioAhlt 
unb erlAutert oonKhrofeffor Dr. Sulius 
6ahr. Ar. 36. 

— des 17« nnd 16« Gad^onderfs 

oon Dr. Paul Cegbanb in 93erlin. 
1. «teil. Ar. 364. 


y Google 


2 



0 fiii|^lici«s 0 ii« 9 lici|fiiKtis oon &aii» 
5 alu>b C^^riftoffel oon ®rimmel3()aufm. 
Sn ^sioobl ^eniusgegeben oon Dr. 
R. Soberfog, (DoAcnt an ber Untoer« 
fftät «reslau. 9lr. 138. 

2)as bcnffc^e ^ollislieb* Slusgetoä^U 
unb erlöutert oon ^rofefjor Dr. SuUus 
6 abr. 2 Q3änbd)en. ^r. 25 unb 132. 

ttnalifcfte Ciferotaroefd^ic^le oon 
Dr. oarl ®clfcr ln OTicn. 3lr. 69. 

Ornndsiiae ntib Sianptttmtn der 
engmnen Ciferoteraefd^icble oon 
Dr. ämolb 9R. 911. 6d)röer, ^rof. 
an ber i)anbelsbod)f(bule tn Aöln. 
2 Seile. 9lr. 286 unb 287. 

Gfalienifc^e Ciferotargefdjiic^le oon 
Dr. ^arl 9)ob(er, ^^^or an ber 
Unioerfifäl ßeibelberg. ^r. 125. 

0g«iiifdie Cilerahirgefd^ic^fe o. Dr. 
^ubolf Sccr, 9Bien. 2SBbc. 9lr. 167,168. 


(ffiule SnOncben. 9lr. 213. 

Ciferoiuraefc^ic^le o. Dr. 
®eorg ^olonshij in uHÜncbcn. 9lr. 166. 

^i^fcge ßilerofitr oon Dr. Ctri(b 
Soebtne. Cebtor an ber iSanbelsbocb« 
hbule QSerlin. 1. Seil: 91usu)abl mo- 
bemer ^rofa unb ^oefie mit ausffibrl. 
9Inmerb. u. ^Ibjenfbeßeicbnung. 91r. 403. 

— II. Seil: BcenojiOÄt* l apuiuHT,, 
PaacKaau. IQlit ülnmertuingen unb 
Sltuentbe^eicbnung. 91 r. 404. 

0UiotfAe CiferafnrgHc^icftle oon 
Dr. Sofef ^aräjefi in wien. 1: lOltere 
Citeratur b. 5 . 9Biebergeburt. 91r.277. 

— 11: 3)05 19. Sabrbunberf. tRr. 278. 

9lordif^e CUerafiirgeffibic^le. l:3)ie 

isUlnbif(be u. nonoegijcbe Citeratur be 5 
Snittelalters 0 . Dr. 3Bolfgong (Boltber, 
35rof. on ber Unio. 5loftodi. 9lr. 254. 

0ie fiani^Uilerafiireti des Orients 
oon Dr. SRid). ßaberlonbt, ^riootboa. 
a. b. Unioerf. 9Bien. 1 :3)ie Citeroturen 
Oftofiens unb Snbiens. 91r. 162. 

— II: 2 )le ßiteraturen ber Werfer, Semi¬ 
ten unb Sfirben. 91r. 163. 

Oie c^rifllif^en Cilernfnren des 
Ortenf! i oon Dr 9(nton Saurnftarb. 
1X Ginleitung. — 3)as d)rilttid)-oromS- 
if(be u. b. boptif(be 6 d)rifftum. 91r. 527. 

— 11t 3)05 (briftlicb-arabifcbe unb ba5 
Atbiopijcbe S^riftfum. — 3)05 (brift- 
liebe Sibrifftum ber 9Irmenier unb 
Georgier. 91r. 528. 


idried^if^ Gtferai«r|cff^i<dfe mit 

33erfiM(btigung ber 3Bi|feij^ften oon 
Dr. 911rr^ Genbe, Orofraor an ber 
Unioertit&t Greifsmalb. 9(r. 70. 
SlintifAe GiferatVMefc^i^fe oon 
Dr. ßerm. Soad)im, Hamburg. 91r.52. 
OieStefamoqxdofen desip^Onidins 
Sofo* Sn momabl mit einer Gin> 
leitung unb Slnmeilutngen b^nxuoge- 
geben oon Dr. Suliu5 Sieben in 
Sranbfurt 0 . 921. 92r. 442. 

Slergil» Sleneis. Sn 9Iu5U)abl mit 
einer Ginleitung unb 91nmerBungen 
berau5gegeben oon Dr. Suliu5 Sieben 
m Sranb^rf a. 921. 91r. 497. 


®efcl)icl)Hid)c gibBot^cb- 


Glnleffnng in die O^ic^fsieilTen« 
fc^nff 0 . Dr. Gmft Sempeim, ^rof. 
0 . b. Unioerfitfit Greifomalb. 91r. 270. 
UrgdehiAfe der 9leitfd>deii oon Dr. 
92tori5»oeme5, ^rof. a. 0 . llnioerfifät 
®len. Slit 53 91bbilbungen. 9lr. 42. 
6deff^iAfe des affen filürgenfandes 
oon Dr. gr. ßommel, 0 . ö. ^rof. ber 
femitlfcben ^rad)en an ber UnloerfU. 
IQlflmben. 921it 9 Q3oU- u. Se|;tbilbern 
u. 1 Äorte bes 921orgenlanbe5. 91r. 43. 
6def(bid^fe Ofraefs bi5 ouf bie gried). 

Seit 0 . ßic. Dr. S. 93en5inger. 91r. 231. 
Slenfellantenffifbe O^Ugefd^id^fe 0 . 
ßic. Dr. 9B. Stoerb, ‘^rof. au ber Uni- 
oerfilöt Sena. 1:3)er biflorijibe unb bul- 

S ^(bi(blliebr ßintergrunb be5 Ur- 
entumo. 921it 3 fiorten. 91r. 325. 
Die 91ei;gion bes Subentums im 
Seitalter bes »cll2ni5mu5 u. b. 21ömer- 
berrfibaft. 921it 1 ^lonfbiaae. 91r.326. 
CdriecbMe CdefcMcbte oon Dr. ßeiii- 
ri(b Smobobo, *Brofef|or a. b. 3)eut> 
jd)en Unioerfifäl ^rag. 9lr. 49. 
Cdriec^iff^e Sffferfnmsftnnde 0 . $rof. 
Dr. 91id). 921oif(b, neu bearbeitet oon 
21eblor Dr. grauA ‘Poblbommcr. 9riil 
9 ^oUbllbem. ^r. 16. 

SUfmiff^e Qdefcbifbf< »on 91ealgi)mna- 
fiolbirebtor Dr. Sulius tlod) in 
Grunetoalb. 91r. 19. 

Sldmifcbe Sffferfnmslinnde 0 . Dr. ßeo 
93Io(b. 9Bien. 9Ilit 8 QSoObilb. 91r.45. 
Qdefcbi^fed. d 93 anfiniffben Oeic^es 
0 . Dr. tl. 91otb in Kempten. 91r. 190. 


3 


Digitized by LiOOQle 



Oefc^idj^lc oon *Prof. Dr. 
j^une, Oberlehrer am Slbnigl. Cuifen« 
gpmnafhnn tn Berlin. I: aOttto 
atter (bis 1519). 9ir. 33. 

— 11: deHaßcr ber 

tmd der ^teliaionsiuiegc (1500 
bis 1648). mr. 34. 

— 111: ment SDemSIifc^en SHedcii 
bis 3 «r fliifl5fiin0 des allett 
IHeU^s (1648-lfe). 9ir. 35. 

IDentfc^e ^famitiesfitiitde oon Dr. 

^ubolf ^ud), ^rof. a. b. Unio. QBIen. 
Snit 2 harten unb 2 lafeln. 5lr. 126. 
iDfe de«ff(dett SIHerflinier oon Dr. 
granj ^ir. b. 6tAbf. tSlufeums 
in Sraun|(^ig. ^if 70 ^bb. 9ir. 124. 
Sldri^ der Snrgenfuinde oon iSofraf 
Dr. Otto $iper in üüflneben. 

30 mbiibungen. ^r. 119. 

IDenffc^e SUianrgefcdiAfe oon Dr. 

^einb. Öüntber. ^r. 56. 

Senffedes Geben im 12. tt«13.3adr« 
bnnderf oon <prof. Dr. Sul. Steffen« 
oadjer i. ^reiburg i. 03. Ofieoikommen- 
tar 3 u ben 03ol^ unb Aunftepen unb 
3 um ORinnefang. I: OffeniIi(bes Ceben. 
^it 1 Sofel unb OlbbÜbgn. Oir. 93. 

— II: ^rioatlcben. OTlt Olbb, 3lr. 328. 
Qneaenfuinde der IDenifidcn <SVe» 

fcbicble oon Dr. Carl Sacob, ^rof. 
a. b. llnio. Tübingen. I.03b. Olr.279. 
<>|ferreicdifcde Cd^ediedie oon ^rof. 
Dr. grona oon Ärones, neu bearoeitel 
oon Dr. Äarl Ublira, ‘Prof, an ber 
UnioerfitAt ®ra 3 . 1: 03on ber Uraeit 
bis 3 . tobe ^önig Olibrecbts II. (1439). 
lORf 11 6fammlofeln. IRr. 104. 

-II: 05om lobe Äönia 011bre(bts H. 

bis 3 um OMifäliW^n grieben (1440 
bislWB). ®it26lammiaf, tRr. 105. 
naliffde Cdefchicdlc oon ^rofeffor C. 
Gerber in 3)üffeIborf, ^r. 375. 
gfran^BRfcde CdefAiidie oon Dr. 
6!emfelb, ‘Profeffor an ber Unioer¬ 
fitAt 03er!in. 9lr. 85. 

3lnffifcde O^edi^te oon Dr. OBilbelm 
^eeb, Oberlehrer am Oftergpmna- 
fium in lOlainA. 3lr. 4. 

^InifAe Oefedied^^ oon Dr. Clemens 
03ranbenburger in JJofen. IRr. 338. 
0naniffde Cdefcdicd» oon Dr. Guft. 
anerdö. Olr. 266. 

0idmei3eriffde Cdefcbicd^e oon Dr. 

n. a>Anbliher, ‘Profeffor on ber Uni- 
oerfifAt 3drl<d« 188. 


. g. CMcdifd^ cdrifflicden 9nnNin> 
[Jen- flanfra (Bulgarien, Serbien, aUtmA« 

nien, tDlonfenegro, Grietbenlanb) oon 
Dr. ft. aiofb in ftempten. 9lr. 331. 
len ISaneriffde 6deffdicd<< oon Dr. ftons 
[500 Ddtel in aiugsburg. Ulr. 160. 

OMifdie Qfranbeiis o. Dr. Cbrifiian 
den SReper, ftgl. preud. Staatsandioar a.a). 

11«« in OTüneben. IRr. 434. 

^ escdflfcd« Oefcdiidl« oon ^rofeffor 
Dr. Otto ftaemmel, Qfiehtor bes IRiholat- 
tien. gpmnafiumS 3 U Ceipaig. IRr. 100. 

SdirlMdlfd^ Cdefcdiidl« o. Dr. Cmf! 
Dr. ©eorient in fieipaig. IRr. 352. 

^ Sa»i|i«e ^4i«9te >M Dr. ftorl 
Srumter, ‘Profeffor am Gpmnafnim au 
Hrni ^forabeim unb ^oatboaent ber Ge- 
^1 {%i(bfe an ber Xe(bni](ben ftocbfcbule 
in ftorlsntbe. air. 230. 
aDftrffemderiiifcde 6Mfdicdl« o. Dr. 
ftarl aBeller, ^rofeffor am ftarls- 
idr« gpmnafium in Stuttgart. 9lr. 462. 


Omifdle GefdeiMgens oon Geheim, 
ai^erungsrat Dr. Berm. a)eri(dsiDeiIer 
in otrafeburg. 3lr. 6. 

Oie ^«Ifttr der Ctenaiffanee- Ge- 
Bttung, gorfdmng, a)i(btung oon Dr. 
^bert g. ämolb, ‘profefjor an ber 
UnioerfitAt ^ien. 9lr. 189. 

6d<fAifdle des 19« Oadrdnnderls o. 
Oshar 3Ager, o. ftonorarpiofeffor 
on ber UnioerfitAt Sonn. 1. SAnb- 
cben: 1800-1852. IRr. 216. 

-IS. SAnbGen: 1853 bis Cnbe b. Sobr- 

bunberts. IRr. 217. 

ftislsiiialgeffdifdle oon Dr. a)ietrt(b 
SebÄfer, Srofeffor ber Geftbbble on 
ber UnioerdfAt Serlin. IRr. 1%. 

Oie 0eemafdl in der devffcde« 6de« 
Micdfe oon aBiriil. aibmiralilAtsrat 
Dr. Cmft oon ftaOe, Srofeffor an 
ber UnioerfitAt Serlin. tfir. 370. 

gibliofbch. 

9d9flf<^< Cdeegropdl« n. Dr. Siegm. 
Gflntber, ^rofeffor an ber ftbnigl. 
!Xe(bniM)^ fto<bf(buIe in BRAncbm. 
9Rit 32 aibbilbungen. air. 26. 

VYfronomifede Oeograpdi« non Dr. 
Siegm. Günther, Srofefior an ber 
ftgl. a:e<bnif(b. ftomule in 9Rfln<ben. 
«mit 52 aibbilbungen. Sr. 92. 


y Google 



Alintakiinde. IttnigemeiiieJlliina» 
le^re Don ^rofeffor Dr. ^{>pen, 
Sneteorologe ber 6eetDarfe iSamburg. 
7 tafeln u. 2 Figuren. IHr. 114. 
9a»ofilfiti«f9logfc Don Dr. 91. 
(Sdiorbf, 91ffiflenf a. Sneteorologifc^en 
Obferoatorium unb ber öffentl. ^Bcffer« 
bienftfteSe in 91a^en. 9(r. 462. 
IRefeoroIogit oon Dr. 9D. 9:raberl, 
9}rof. an b«r Unioerf. in Snnsbrudt. 
OTif 49 9U)biIb. u. 7 ifcafeln. 9ir. 54. 
*P^ii[ifc^e Slecresfiiiiifte o. 9^rof. Dr. 
Oer^arb 6(^otf, ^Ibieilungsoorftel^r a. 
ber 9)eutf{^en oeetoarfe in Hamburg. 

^itd9mb.ini2;e{fu.85£af. <nr.U 2 . 

®eo(ogi|(l(^ ®e< 
|^ci)te ber iuleere u. SefllAnber o. Dr. 
fioffmaf,9Bien. iSl. 6^rf. 9ir.406. 
l&as ttisseUalfer oon Dr. (Smü 9Bert^ 
in Q3erTin-9Siintersborf. 9IHt 17 ^b- 
bilbungen unb 1 jiarfe. 9ir. 431. 
IDie flli^eN D. Dr. 9ioberi 6iMer, ^rof. 
an ber Untoerfitöt Qraa. 19 9Ib« 
bilbungen unb 1 klarte. 9ir. 129. 
®Ieff%rfuiiide o. Dr. 9nad)a6eb 
in ^ien. ISlif 5 ^Ibbiibungen im 
Seji unb 11 2:ofeIn. 9ir. 154. 
^(aitactigeogra|>blc oon ^rof. Dr. 
Cubmig 9)iel9. ^rioaiboaenl an ber 
Unioei^fat Q3erlin. 91r. 369. 


GSn^erkimdc Mn Giur^iHi oon Dr. 

Smna jSeibericL ^rof. an ber Snort- 
Qbabemie in 9Bien. 9Rlt 10 Sei^t- 
höiKben unb ^^rofilen unb einer Harte 
ber SUpeneiBteihing. 91r. 62. 
Canderlmiibe der aiAereKtep« Grd« 
feile oon Dr.^ranamberid^, ^^rof.an 
ber Cfn>orfaluibemie in 9Bien. IQÜit 
11 le^rfdjen unb ^Jrofllen. 9tr. 63. 
Gandesiurade und 3Dirffdi<M«geo« 
gropbie d.8eniaiides «ttfiralieti 
oon Dr. fturt Effert, ^Jrof- nn ber 
jknbels^O(^(^ulei.H5In. imit8!Ubb.. 
6 grap^. IXabell. u. 1 Horte. 9ir. 319. 
Condesliiinde 9oti Saden oon ^rof. 
Dr. O. Hienib ln Harlsru^. 9Ril 
Profilen. Slbbilb. u. 1 Harte. <Rr. 199. 
— des Adniareicds Sai^ent oon Dr. 
96. $rofefjoran ber Hgl. l£e(dn. 
j5c(^f(^ule SZifin^en. 9Rit Profilen, 
^bbilbungen unb 1 Harte. (Rr. 176. 


Gandesdnnde der Sleptidlffi Srdfi« 
lien oon 91obol])^o oon Sbering. 
IRtit 12 iUbb. u. einer Harte. 9ir. S73. 

— soll 9)rififfd*9lordaitierUi« oon 
91n>fe|for Dr. gi. Oppel in Sremcn. 
Wit 13 ^bbilb. u. 1 Harte. 9tr. 264. 

— 90« Gnab«Gefdrl«ae« oon 

Dr. 91. Cangenbeo in otradburg t. 8. 
9mt 11 Slbbilb. u. 1 Harte. 9tr.215. 

— 90« Qfrottfureicd oon Dr. 9li4Kirb 
9ieufe, 9)irefiiDr ber Oberrealfdpile in 
6panbau. 1. QSanbdden. !D}it2S9lb- 
bilbungen im Iteit unb 16 Conbfdiafts« 
bilbem auf 16 Zafeln. 9ir. 466. 

-2. Sfinbd)en. 9ßit 15 91bbilbungen 

im 2 :e 2 :t, 18 CanbfdKiftsbilbem ouf 
16 itafeln u. 1 lUdogr. Harte. 91r. 467. 

— des CdrofileMMtams Aeffen» 
der ^Prooins Ae1fe««9Uiff«« «nd 
des ffirffentams 9llaldecfi oon 
91rof. Dr. ®eorg Qreim in 9>armflabt. 
$iit 13 ^bbilb. u. 1 Harte. 9tr. 376. 

— der Odertfcdt« Aaldinfel oon 
Dr. grift 91egel, ^feffor an ber 
Unioerfitfit ^firßburg. ^t 8 HArt« 
(den unb 8 Slbbilbungen im Sejt unb 
1 Harte in garbenbrudu 9ir. 285. 


^rebtor ber 91ealf(dule jum 9)om in 
Cfibedu 9ZHt 17 ^Ibbilbungen unb 
Harten im !Xe{t. 16 tafeln unb einer 
Harle in Ci^ogropdie. 91r. 487. 

90« ORerreiA«Ungar« oon Dr. 
tUIfreb Qrunb, ^rofeffor an ber Uni- 
oe^tdt S^lin. ^it 10 SDextillufiTa- 
tionen unb 1 Horte. 91r. 244. 
der 9^ei««r09ind oon Dr. 91. 
6teine(fie. SMrclüor bes 9lealg9nnM- 
fiums in 8ffen. 9Rit 9 91bbilbungen, 
8 Hfirt(den unb 1 Harte. 9tr. 308. 
des G«r0paifid. 9l«f|lands nedfl 
Rinnlättds oon Dr. 9rifreb 91dil4>P- 
fon, orb. 91rof. ber Qeogropdie an ber 
Unio. HaUe a. 6. ORit 9 9Ibb.. 7 S:^- 
borten unb 1 lifdogr. Harte. 9tr. 358. 
des Hldntgreifds 0acdfen o. Dr. 
5. gpmmrldS, Oberledrer am 9leal- 
gpmnafium in flauen. SRit 12 Rb- 
bilbUMen unb 1 Harte. 9tr. 258. 
der 0fdi9ei5 oon ^rofeffor Dr. H. 
9BaIfer in Q3em. 9Rit 16 ^bbilbungen 
unb einer Harte. 91r. 396. 


Digitized by Google 



Oandcslitiiide 90ti 0fiandfna9iett 

(6(^meben, ^oriDegen unb 2)&nemarK) 
oon ^retsf(^uIinfpeftfor ßeinri<!() Aerp 
in Arcuxburg. SRit 11 ^bbilbungen 
unb 1 aarfe. ^r. 202. 

— ber ^erefnigfen 0facfeti 90tt 
blorbamerifta oon jßrof. iSeinricb 
^f(^er, Oberlehrer am UuifenffdbHIcben 
^^Igpmnaf. in Berlin. SRif Warfen, 
räg.u.lQf. 2Sbe. 9lr.381,382. 
dts ^Bnigreicbs QOlirfieinberg 
oon Dr. Äurt Äafferf, ^rof. an ber 
ßanbel5ho<bf(huIe in ilöin. 16 ^ott- 

bilbem unb 1 ftarte. 5lr. 157. 


IDiebevtfc^eiiBloIonien ItSogonnb 
^atttentn oon ^rof. Dr. ^ar( ^ooe 
in Böttingen, 16 llafeln unb 

einer Iiihograpbt|d)en ^arfe. IRr. 441. 
fSanbes»«. ^ouisbnnbe ^laffinas 
0 . *Priootboa.Dr.®.ßbl|d)er, ikliea. 6. 
an« 8 «BoUbilbem u. 1 ftarte. 3lr.345. 
Mtterlittnde oon Dr. Michael ftaber« 
lonbt, ^rioatbOAeni an ber Unioerftiäi 
OBien. m 56 lUbbUbung. IRr. 73. 
üarlenfinnde» gefcbicbtlicb bargefieUt o. 
Q^. ®e(ci(b, Direktor ber ft. k. IRau* 
fliehen 6(bule, Cufrtnpiccoio, 6auter, 
am ^ealgpmnaflum in Ulm unb 
Dr. ^aul ^infe, ^Iflfienf ber iSefeU» 
für C^rbkunbe in Berlin, neu be« 
arbeitet o. Dr. IRt. QroQ, ftartograph 
in Berlin, «mit 71 9lbb«b. 3]r. 30. 


9Haf^cmaftytt)c unb 
(ttfri)noinif(f>c 

ber SRalhemofUi oon Dr. 

ll. 6turm, ^rof. am Obergpmnafium 
in 6elfenftctten. 5lr. 226. 
Vrif^mefili nnb Sflgebra oon Dr. 

ßermann 6(bubert, ^rofeffor an ber 
Gelehrtenjebule bes tSohanneums in 
ftamburg. 91r. 47. 

2lcifpfelfamitilnng gar 9(rif%aiefifi 
nnb SKgebra oon Dr. ftermonn 
6(bubert, ^rof. a. b. ®elehrten|(bule 
bes Sohanneums in ftamburg. 9ir. 48. 
Sllocbraifche tarnen o. (Sugen Seutel, 
Oberreallehrer in Q3aibingen - (Sn^. 
I: fturoenblshuffion. 5R11 57 
im Ittt. Olr. 435. 

— II t ipeorle unb fturoen britter unb 
oierter Orbnung. IStit 52 l^guren 
hn lejl. 9lr. 436. 


Sefermtnanfen oon ^aul 03. $if(ber, 
Oberlehrer an ber Oberrealfebule au 
® rob-ui(bferfeIbe. Oir. 402. 
#i99rbfnafettf pflenic o. ^aul 03. (^(her, 
Oberlehrer an ber OberrealfAuIe au 
®ro6-ßi(hterfelbe. ORlt 8 J^g. Olr. 507. 
ttbene Cbenmefrie mit 110 jtoeifarbig. 
Figuren oon ®. ORahler, ^rofeffor 
am ®pmnafium in Ulm. Otr. 41. 
S>arffenenbe Cbenmetrie oon Dr. O^ob. 
ftoufener, ‘^rof. an ber Unioerf. 3ena. 
I: ORit 110 Siguren. Olr. 142. 

— 11: ORU 40 ^guren. Olr. 143. 
^^rfcheinlicbbeifsref^nttna oon Dr. 
gronj ßadt, ^rofeffor am ttberharb- 
CubtDigs«®pmnaflum i. 6futigart. ORit 
15 Siguren im ^|[t. Olr. 508. 
ttbene n. fahSHfe^e Sriaenometrie 
mit 70 giguren oon Dr. Qerharb 
fteffenberg. ‘^rof. a. b. Canbioirflchaftl. 
Olkabemie 03onn-^oppelsborf. Olr. 99. 
dfereontefrie mit 66 Figuren oon Dr. 

01. Qlafer in Stuttgart. Olr. 97. 
OIHebere Slnalpfis mit 6 Figuren oon 
^rofeffor Dr. 03enebikf Sporer in 

» . Olr. 53. 

|e Safeitt a. Oegenfofeln 
fSr logarif^ifchm nnb friaono» 
mefrifebes ^eebnen in ,voei Sorben 
^fammengeftellt oon Dr. ftermann 
Hubert, 'prof. on b. Qetehrtenjehule 
b. Sobonneums in ftomburg. Olr. 81. 
QfflnffleUfgc ßpgorilbnten oon O^rof. 
Olug. Olbter, 0)irektor ber k. k. Staats« 
oberreoflehule in OBien. Olr. 423. 
ttnnlpfiffbc Qbeomefrie ber Obene 
mit 57 Siguren oon O^rofeffor Dr. 
OB. Simon in Strobburg. Olr. 65. 
Sbilaabeniamntlnna gnr analplHcb« 
Oeontefrie ber Obene mit 32 gig. 
oon O. Ih» 23ürklen, ^rof. am Oleal- 
gpmnaf. in Sehmäb.-Smflnb. Olr. 256. 
finalpfifcbe Cbenntefric bes Olanntes 
mit 28 Olbbilbungen oon O^rofefjor Dr. 
OR. Simon in Strobburg. Olr. 89. 
tinfaabenf antmlnnggor analpftfcben 
Oeontefrie bes Ttanmes mit 8 Sig. 
oon O. Ih* 53ilrklen, O^rof. om Oleal- 
gpmnaf. in Schmfib.-Smflnb. Olr. 309. 
Abbere Slnalpfis oon Dr. Sriebrid) 
ounker, ^rof. am ftarlsapmnaRum in 
Stuttgart. I: IDifferenfialredhnnng 
mit 68 Sifiuren. Olr. 87. 

— II: Gntegralrechnnng mit 89 Fi¬ 
guren. Olr. 88. 

6 


Digitized by Google 





lUsefitorUnii tmd fitifgabettfaimit« 
Tmig Äiir IWfferenflaIrcÄniing 

mit 46 Sg. oon Dr. gricfcr. yunfeer, 
‘Prof.Q.liarlsgpmn.,6tuttgort. 9lr.l46. 
9te|>efiforitim und flufgabenfanitti« 
Inng gtir Snfegralrec^nititg mit 
52 glg. oon Dr. gricbr. Sunfeer, ^rof. 
am Aarlsgpmn. in 6tuttgart. Utr. 147. 
^rojeftfioe Oeomefrie in fpnt^etifc^er 
23e^anWung mit 91 gig. oon Dr. Ä. 
(Doe^Iemann, ^rofcffor an bcr Unl- 
oerfität ^nd)en. ^r. 72. 
fiUrtl^eiitatifche gformeljainttilting n* 
3le|»efiforiiim der SDaf^emaftf^ 
en^. bie mic^tigften gormeln unb Ce^r- 
fSde ber ^Irit^metiit, Sllgebra, alge« 
braifiden 91nalpfi5, ebenen Geometrie, 
6tereometrle, ebenen unb fp^ärifd^n 
^Trigonometrie, mattem. Geographie, 
anaipt. Geometrie ber Gbene unb bes 
9loumes, bcr Differential- unb Sntc- 

S ' hnung oon O. Ih* 53ürhlen, 
for a. Abnigl. ?lea(gpmnanum in 
b.-Gmflnb. SnuiSgig. Dr. 51. 
tfinfühmiia in die geomefrif^e Op:> 
fili oon Dr. DJ. ftinricbs in DJilmcrs- 
borf-Derlin. Dr.-532. 
tDerfi^emngsmafhrmeiih oon Dr. 
Dlfreb ßoemp, ^rofeffor an ber Uni- 
ocrfltflt grciburg i. Dr. Dr. 180. 
Oeomefrifc^es ^eic^nen o. iS. Dedter, 
neu bearbeitet o. ^rof. 5. Donberlinn, 
Direhtor ber Ägl. Daugemcrhfchulc 3u 
Dtfinfter i. DJ. Dtit 290 giguren unb 
23 ^Tafeln im Seit. Dr. X, 
IDefiforanalgfis oon Dr. 6iegfr. Dalen- 
tiner, Drioatbosent ffir DhpfUt on ber 
Unioerf. »crlin. Dlitllgig. Dr.354. 
Slffronomie* Grbhr> Deioegung unb 
Gn^mung ber iSimmelsftbrper oon 
D. g. Dlboius, neu bearbeitet oon Dr. 
iSerm. Aobolb, Drof. on ber Unioer- 
fitflt liieL 1: ^ ^lanefenfpfiem. 
Diit 33 Dbbilbungen. Dr. 11. 

— 11t fiometen, Dteteore unb bas 6tem- 
fpftcm. Dlit 14 giguren unb 2 6fem- 
karten. Dr. 529. 

flffrophdft^ Def^ffenheif ber 
ßimmelsttörper o. Dr. DJalter g. DJis- 
licenus, neu bearb. oon Dr. iS. ßuben- 
borff, ^otsbam. DHt 15 Dbb. Dr. 91. 
ff fironemif cdc Oeogrop^ie mit 52 gig. 
oon Dr. 6iegm. Günther, ^rof. a. o. 
Se(hn. iSochwule in Dlünthen. Dr. 92. 


UlermeAnngsItniidc mm Dipl.-Sngcn. 
D. ^erbmeifter, Oberlehrer an ber 
^fetl. Sechn. 6d)ule i. Gtrabburg i. G. 
1: gelbmcffcn unb DiocUlcren. DtU 
146 Dbbilbungen. Dr. 468. 

— II: Der Sb^obolit. Srigonometrifdje 
u. baromelrifche iSöhenmeffung. SamP' 
metrie. Dlit 109 Dbbilb. Dr. 469. 
fbisgleif^itngsrecdnitng nni^ der 
Sefdode der meinffen Quadrate 
mit 15 ^g. unb 2 Safeln oon DJill). 
DJeitbre^, Drofeffor ber Geobüfie in 
Gtuttgart. Dr. 302. 

Stattfifu üuner Dbrih bes tüglidh on 
Dorb oon »anbclsfthiffcn angemanbten 
Seils ber 6(hiffohrtshunbe mit 56 Db- 
bilb. oon Dr. grana 6(hul3e. Dtrebtor 
b. Dooigationsfchule 3 U ßflbedk. Dr. 84. 
Glei(h 3 eitig macht bie Derlagshanb- 

_e ^^«TiTTZüt ^»«1. 


lung ouf bie ,6ammlung 6^ubert**, eine 
6ommlung mathematifcher BehrMchcr, auf- 
merhfom. Gin oollftänbigcs Deryt^is 


biefer 6ammlung, foioie dn ausfflifcli 
Katalog aller üb ri gen math emotifdben 


QBerhe ber G. 3. Göfd)en’|cben Dedago 
banblung kann hoftenfrei burch lebe 33u(h- 
banblung bc^open merben. 

<Rafurn)titcnfc^afllid)c 

^alttontotpgie and Slbftammtittgfi« 
ledre oon Drofeffor Dr. fiarl Diener 
in DJien. DMt 9 Dbbilb. Dr. 460. 
«Der menfÄIiehc ^i»er, fein fBan 
nnd feine Satigneifen oon G. 
Debmann, Oberfthulrat in ^arlsmho. 
Dlit Gcfunbheitslchre oon Dr. mtd. 
ß.Geiler. Dl.47Dbb.u. ISaf. Dr.l8. 
Urgcfcdichte der atenff^h^H oon Dr. 
Worts ßoemes, ^rof. an ber Uni- 
oerfität DJien. Dlit 53 Dbb. Dr.42. 
Silfierfninde oon Dr. Dlichoel ßaber- 
lanbt, b. u. b. ßuftos ber etbnoar.Gomm- 
lung bes naturhiftor. ßofmujeums unb 
Drioatbosent an ber Unioerfitüt DJien. 
^t 51 Dbbilbungen. Dr. 73. 
Sierdnndc oon Dr. grans o. DJagner. 
Drofejfor on bcr UnioerfltÄt Gros. 
Wit 78 Dbbilbungen. Dr. 60. 

SQriD der Biologie der Siere oon 
Dr. ßeinri(h Gimroth, Drofeffor an 
ber Ünioerfität ßeipsig. Dr. 131. 


7 


Digitized by i- • 



2icr0eo|ri4il^ic oon Dr. fUrnoIb 3acobi. 
^rofeffiDr ber on 5er Adnigt. 

^rftaliabemie ju ll^aranbt. IQlif 2 
»arten. 3lr. 218. 

5Das Sierreif^. 1: 08it0efiere oon 

Oberftubienrot ^[hrofeffor Dr. »urf 
Camper!, QSorffe^r bes ^nigU(ben 
tnafuralienhabinetls in 6tuffgari. lötit 
15 mbilbungen. Olr. 282. 

— 111: und 9liii|i0tticii 

Don Dr. granj 2Bcmer, ‘Prloatboaen! 
an ber ÜniDeilltäf ^ien. 48 
Slbbilbungen. 9lr. 383. 

— IV : DÖn Dr. SKoj 2iauf^er, 

^^feffor ber ßoologie an ber Unio. 
Öena. OTlt 37 SIbb. Oir. 356. 

— VI: 0ie »irbellofett Siere oon 
Dr. Cubmig OSb^mia, ^rofefjor ber 
3ooIogie an ber llnioerfitöt <Sra 5 . 
1: Urtiere, 6(bn)Smme, iRef|e(iiere, 
Rippenquallen unb Rlflrmer. 9Iht 74 
giguren. <nr.439. 

-II: Ärebfe, 6pinnentiere, ITaujenb- 

8 er, Rlei(btiere. Hßoostier^, Rrm« 
er, Stadielböuier unb Rlanfeltiere. 
t 97 giguren. Rr. 440. 
tfitfwicUtttigsgefc^Mfe ber Sicrc 
oon Dr. 3o^nnes iSieifenbeimer, ^ro« 
^or ber ber Unioerfitat 

Rcarburg. 1 : gur(bung. ^rimitio* 
aniagen, Caroen, gormbilbuim, Ctm« 
brponalbflUen. Ritt 48 gig. tRr. 378. 
— 11: Organbllbung. Rllt46gig. Rr. 379. 
0fft«arober nno 0(^iiiaroftertatii 
In ber Sienoelf. (Srfte C^inffl^rung 
in bie tierifcbe 6(bmoro^erbunbe oon 
Dr. granj oon RSagner, Rrof. an ber 
Unio. ©raj. Rlit67Rbb. Rr, 151. 
Oefc^icbfe der oon Dr. Rub. 

Rurcb^rbt, meil. Rirehtor ber goolo- 
gifto 6tation bes RerUner Rquariums 
ln Rooigno (Sftrien). Rr. 357. 

0ie 9f][an5e, ibr Rau unb ibr Heben 
oon Rrofelfor Dr.S.Rennert in ©obes« 
ber^ ^it 96 Rbbilbungen. Rr. 44. 
2)as ^flansenreic^« ©tnteihing bes 
gefamten ^flan^enreicbs mit ben mi(b* 
tigflen unb bebannteften Rrten oon Dr. : 
g. Reinedie in Rreslau unb Dr. R3. 
tuHgula, ^i^effor an ber gorftabobemie 
©ifeiuub. Reif 50 giguren. Rr. 122. 
0ie 0ftattte bes 4 Hla> 3 tntefd^ 
oon ^rioafbosent Dr. Rob. *pitaer, 
»uftos am ^nigl. Rofai^en ^r- 
fen in Rerlin-Roblem. Rlit 22 Rb- 
bilbungen. Rr. 485. 


^lon^enbiologie oon Dr. RI. Rligula, 
Rrofeffor an ber gorftababemie ©ifc- 
na<b. RMf SORbbilbungen. Rr. 127. 
^jlflatt^geogrniibjie oon ^rof. Dr. 
Cubmig 2)iels, Rrioatboaent an ber 
Unioeiftat Rerlin. Rr. 389. 
Rlürp0olegie> Ilnnfenife nnb ^bn« 


0ie $flatt 3 eninen ber 0ei»8tfer oon 

Dr. Rß. Rligula, ^rofe^r an ber 
gorfiababemte ©ifenacb. Rlit 50 Rb- 
bilbungen. Rr. 158. 
ttshnrfiensflora non 0enfffbIaiib 
AumRefttmmen b. häufigeren in Reutfeb- 
lanb n>iIbioa(bfenben ^pflanaen oon Dr. 
Rß. Rligulo, ^rofeffor an ber gorft« 
abobemie ©ifenaeb. 2 Sleile. Rlit 100 
Rbbilbungen. Rr. 268, 269. 

0ie Rnbelbblaer oon ^rof. Dr. g. Rß. 
Reger in 2)^ranbt. Rßit 85 Rbbilb., 
5 ZabeUen unb 3 »arten. Rr. 355. 
Shibpflansen oon ^feffor Dr. 3. Reb- 
rens, Rorft. ber ©roBh> lonbmirtfcbaff« 
lieben Rerfuebsanftalt Ruguftenberg. 
Rht 53 ^guren. Rr. 123. 

0as 0Qffent ber Oßlfifenpflanaen 
mit RusfAtuB ber ©qmnofpermen oon 
Dr. R. $ilger, Rffiftent om »bnigl. 
Rotanifeben ©arten in Rerlin-Rablem. 
RMt 31 gifluren. Rr. 393. 


Rlineralogie oon Dr. Robert Rrauns, 
Rrofefjor on ber Unioerfitat Ronn. 
^t 132 Rbbilbungen. Rr. 29. 

Qbeologie in bur^em Russug für 6(bulen 
unb 3 ur 6elbftbelebrung sufammen- 
gefient non Rrof^or Dr. ©berb. graas 
in 6tuttgort. Rlit 16 Rbbilbungen u. 
4 lafeln mit 51 giguren. Rr. 13. 

Paläontologie oon Dr. Rub. ßoer^, 
Rrofefjor on ber Unioerfltäl ©raj. RMt 
87 Rbbilbungen. Rr. 95. 

Pefrograpbl< Dr.Rß.Rrubns,Rro- 
f^or an ber Unioerfitat 6frabourg i. ©. 
RMt 15 Rbbilbungen. Rr. 173. 

Urtnollograiibis oon Rrubns, 

Rrof. an ber Unioerfitat 6frabburg i. ©. 
m 190 Rbbilbungen. Rr. 210. 

OejAiebte ber Pb9iUi oon R. »iftner, 
Rrofeffor an ber ©robb* Reatfcfaule 3 u 
et^boim 0 .©. 1: ^ie pi^b bis 
Remton. RMt 13 giguren. Rr. 293. 


Digitized by Google 



DOM fRoofon ots 3ur (S^entDorf. 
9RU 3 (Mauren. Olr, 294. 




Q5on Dr. 


^ftao 3&ger, $rof. ber on 

ber Ze6ftt. Bocbfc^ule in ^ten. 1 . l£ei( : 
imei^nib u. muftib. 9n.l99U)b. fRr.76. 

— U. äcil: mt unb OBannc. ORlt 47 
^bUbungen. ^r. 77. 

— 111. Seil: Glebtri^ifat unb ^^netis« 
mus. t2RU 33 ^bbilbungen. m. 78. 

u. Clehlronib. 9ni?21^. ^r?374. 

9adioafili9illif non ^ilp. Srommef. 
9Rit 18 giguren. tRr. 317. 

SBeffntiasniefl^obeit 
oon ^ilpelnt ^aprbl. Oberlebrer an 
ber Oberreal|d)u(e in ®rob«Gid)ferfelbe. 
m 49 ^gurcn. «Rr. 301. 

9^9fikalifoe SfttfgabetifattttttUing 
oon iRtapIer, ^rof. am iBpmnofium 
in Ulm. iSlif ben SRefuItaten. ^r. 243. 

9b9fliMinfc^e SonnelfatttiiiUing oon 
O. ^Hobler, ^rofeffor am ®nmnafium 
ln Ulm. 3lr. l36. 

l|lb9fUulifc9«CU^ifdjie ^ecbenonf« 
|MCti oon ^rof. Dr. iUb^g unb 
^rhrntbojent Dr. O. 6adiur, birtbe an 
ber Unioerfiiat Sreslau. ^r. 445. 

UleUoranal^fto oon Dr. 6iegfr. Q3alen- 
tinert ^rioatboAent für ^bofib an ber 
Unio. Serlin. ORlt 11 gig. 5ir. 354. 

OMid^le der Chemie oon Dr. jSugo 
^uer, am (bemifeben Cabo¬ 

ratorium ber Slönigl. Seebnif^en ßoeb- 
fcbule 6futfgart. 1: Q3on ben dUeften 
ßrifen bis 3ur Q3erbrennungstbeorie 
oon Caooifier. ^r. 264. 

— 11: ^lonßaooifter b.3.®egenm. 5lr.265. 

Ifitorgaiiif^ abemie oon Dr. Sof. 

filein in iÖiannbeim. iRr. 37. 

filefalfoide (^norganifebe Sbemie 1. Seil) 
oon Dr. Osbar 6(bmibt, bip(. Inge¬ 
nieur, ^{fiftent an ber fibnigl. 93auge- 
meibfcbule in Stuttgart, ^r. 211. 

fitefadc (^norgani^ Sb«nl« 11- ^elQ 
oon Dr. Osbar Sebmibt, bipl. Inge¬ 
nieur, 91fftftent an ber figl. ^uge- 
merbjcbule in Stuttgart. IRr. 212. 

Orgontfebe Cb<«ic oon Dr. Sof. filein 
in SSannbeim. ütr. 38. 

Cb<Mi< ber ^obl^nfioffoerbinban» 
ge« oon Dr. fiugo Sauer, Uffiftent am 
qem.Caboraiorium ber figl. Seibnifeben 

— no^ule Stuttgart. 1.11. ^li^tifc^ 
SerWbungen. 2 Seile. 5tr. 191,192. 


Cbewie ber 

gen« 111 : fiarbocpbiif^ Serbin- 
oungen. Sr. 193. 

— IV: ßeterocpblifcbc Serbinb. Sr. 194. 

Knal^fifcbe Cb^<< oon Dr. Sobannes 

iSoppe. 1: Sbeorie unb Sang ber 
Snalpfe. Sr. 247. 

— 11: Seabtion ber Stetalloibe unb Sie- 
taüe. Sr. 248. 

SScAanalpfe oon Dr. Otto Sbbm in 
Stuttgart. Stit 14 Figuren. Sr. 221. 

2eAtiifA«Cboniif(b< «nalbfo oon 
Dr. ©. Cunge, SroMor an ber (Slb- 
gen. Solpt^nifcben Schule in 3flrt(b. 
üRtt 16 Sbbilbungen. Sr. 195. 

dferenebemie oon Dr. (S. SSebebinb, 
Srofeffor an ber Unioerfitüt Sübingen. 
^it 34 Sbbilbungen. Sr. 201. 

tmgenteine n« pbpfifialiMe Cbemie 
oon Dr. Sto; Subolpbi, Sn>fe()pr an 
ber Seebnifeben fiocbfdbule in Sarm- 
ftabt. Slit 22 Siguren. Sr. 71. 
leiUrocbontie oon Dr. fieinricb Sau¬ 
neei in ©enf. I. Seil: Sbeore- 
ttfebe ©lebtnxbemie unb ipre pbpfi- 
balif^cbcmifdben ©runblagen. Seit 
18 ^guren. Sr. 252. 

— ll:©rperimentelIe©lebtro(jbemie, Sleft- 
mei^ben, Ceitfübigbeit, Cbfungen. Stit 
26 »iguren. Sr. 253. 

Seriliologiffbo Qemie oon ^rioat- 
DOjent Dr. ©. Slannbeim in Sonn. 
Stit 6 Sbbilbungen. Sr. 465. 


flgrlliitHiircbetiiie« 1: ^anyiener« 
itftbottng 0. Dr.fiarlSrouer. Sr. 329. 
2)09 agriiuilfinrcbeiitifcbe ^lonfroll« 
mefeti oon Dr. <paul firifebe in ©öt- 
tlngen. Sr. 304. 

ttgrinullnrc^eiitiff^eUnferfiif^iings« 
mefboben oon ^rofeffor Dr. ©mil 
fiafelboff, Sorfteber ber lanbmirtfcbaftl. 
Serfueboftafion in Starburg. Sr. 470. 
^bV^ologifcbe Sbomtc oon Dr. med. 
S. Segabn in Serlin. 1: Sffimilatiou. 
StU2SafeIn. Sr. 240. 

— 11: 3)imntilalion. SlUlSaf. Sr. 241. 
9Sefeoroiogie oon Dr. S). Srabert, 

M >r an ber Unioerfitüt Gnnsbrueb. 
Sbbilb. u. 7Safeln. Sr. 54. 
Orbtnagnefismns, Orb^m nnb 
^oiarlicbf oon Dr. S. Sippolbt fr., 
^itglieb^ fibnigl. Sreufe. Steter- 
roUwifeben Snftiluts au Sotsbam. Stil 
14 Sbbilbungen unb 3 Xaf. Sr. 175. 


9 


Digitized by LiOOQle 



nflroitomle. Qröge, ^cmegung mb 
Entfernung ber ßimmelstiörper non 91. 
S. 9R5bius, neu bearbeitet non Dr. 
ßerm. Äobolb, ‘Profeffor an ber Uni- 
nerptät Äiel. I: ©as ‘pianetenfoftem. 
9nit 33 Olbbilbungen. Olr. 11. 

— II: Äometen, SKeteore unb bas 6tem- 
fopent. 9Rtt 14 gifluren unb 2 6tem- 
narten. 9lr. 529. 

IlYiro|)^9fUu 2)ie 93e|(^ffenbeit ber 
ßimmelshörper ooii 51rofe||or Dr. kal¬ 
ter $. 9Bisticenu5. iHeu bearbeitet non 
Dr. ß, ßubenborff, ‘Potsbam. 9Kii 
15 Mbbilbungen. 9lr. 91. 
flfironontifc^e Oeograp^te non Dr. 
6iegmunb ®fintl»r, ^^rofePor an ber 

» en ßixqftbule in SZtflneben. 
mbitbungen. 9tr. 92. 
Oeogropi^ie non Dr. 6ieg- 
munb Eflnt^er, ^rofeffor an ber Ägi. 
ITetbnifc^n ßtxbfc^uie in QZiflne^en. 
iStft 32 SIbbitbungen. 9ir. 26. 
l^^offfcbc SDcercshiinde non <prDfeffor 
Dr. ©erwarb 6(boff, Stbieilungsoor- 
ffe^ an ber (Deuff^en 6een)arte in 
ßamburg. 9Rit 39 91bbilbungen im 
lejt unb 8 lafeln. 9ir. 112. 
Anmalutitde 1 1 9I(toemeine ßtimalebre 
non ^rofeffor Dr. 9Ö. fiöppen, SRetco- 
rologe ber 6eemarte ßamburg. 9Rit 
7 Safeln unb 2 Figuren. 9tr. 114. 
llalSofiniitafologie non Dr. 9QiI^. 9t. 
Ecfiarbt in 9(a(b<m. ülr. 482. 

6le6« unter tRataimtffenf^aften. 

bw Chemie. 

6iebe unter Statunnipenfebapen unb 
^Technologie. 

ber Scc^notoflic. 

C^emift^e Sec^noCogie. 

nngetnciiie ^etnifebe Technologie 

oon ©upan Ttauter in ©hörloftenburg. 
9lr. 113. 

IDie Seife nnb <^Ie fomie bie 0eifen« 
nnb Aersenfobrtfialion unb bie 
Aorge» Coefce« Simiffo mit ihren 
michtigpen ßilfspoffen oon Dr. ßart 
Sraun. Is Einführung in bieEh^ie, 
93efprc(hung einiger ©alje unb ber 
Sette unb Oie. ^r. 335. 


ie Seife «nd öle. 11: 9)ie 6eifeii. 

fabiitiation, bie 6eifmanalpfe unb bie 


fieraenfabrihatton. 9R.259Ibb. ®r.336. 

— III: ßarae, Cache, gimiPe. ®r. 337. 

ttiherif^e <^Ie unb Sliecbfioffc oon 

Dr. g. 9lochuPen in öliltih. 9Rit 9 
9Ibbi(bungen. ülr. 446. 

E)ie Egplofioffoffe. Einführung in bie 
Eh^niie ber efplopoen ilorgänge oon 
Dr. ß. Srunsmig in IReubabebberg. 
9Rit 16 91bbilbungen. 9lr. 333. 

93rattereiiDefen 1: SDaigerei oonDr. 
91aul (DreoerhoP, Direktor ber 93rauer- 
unb ©älaerfchule in ©rimma. ÜRit 
16 Slbbilbungen. ^r. 303. 

IDos EDoffer unb feine ^lertoenbung in 
Snbuftrie unb ©emerbe oon Slibl.- 
Sng. Dr. Emft ßeher. ümt 15 ab- 
bilbungen. Olr. 261. 

Sßoffer nnh ffhtoaffer. Chre 3u- 
fammenfehung, Beurteilung unb Unter- 
fuchung oon ^rof. Dr. EmiliSofelhoP, 
Borpeher ber lonbroirtfch. Beriuchspa- 
tion in Btarburg in ßeffen. Br. 473. 

SAnhiooreit oon Birehtor Dr. tUlfons 
Buiarb, Borftanb bes 6täbt. Ehern, 
ßaboratoriums in ©tuttgart. Br. 109. 

flnorgotiifAe chemifche Otidiiffrie 
oon Dr. ©upao Bautet in Eharlotten- 
burg. I: Bie Ceblancfobainbuftrie unb 
ihre Bebenameige. Blit 12 Eaf. Br. 205. 

— 11: ©alinenroefen, ßalifalae, Bünger- 
inbuftrie unb Benoonbtes. Blit 6 
Bafeln. Br. 206. 

— 111: Bnorganifche chemiiehe Bröporate. 
BHt 6 BaPfln. Br. 207. 

9liefo0ttrgie oon Dr. Bug. ©eih in 
BiOnchen. 2 Bänbe. Blit 21 Siguren. 
Br. 313, 314. 

Elehiromefaniirgie oon Begier.-Bat 
Dr. gr. Bcgelsberger in 6teglih-Ber- 
lin. Btit 16 giguren. Br. 110. 

Bie Ondttfirie der BilUtoie, der 
fcfittfflicheit Botiffeine nnd des 
9D9rfels oon Dr. ©uftoo Bouter. 
1: ©las- unb beramijehe Snbuprie. 
Blit 12 Bafeln. Br. 233. 

— 11: Bie gnbuftrie ber bflnplichen Bou- 
peine unb bes Blbrtels. Blit 12 Bo- 
fein. Br. 234. 

Bie Teerfordffoffe mit befonberer Be- 
rfiebpehtigung ber fpnthetifchen Biethoben 
oon Dr. ßansBucherer. ‘Prof. an ber 
ßgl. Bechn. ßochfchule Bresben. Br. 214. 


Digitized by Google 



Wef^anift^ Set^nologie. 


iSofrat ^rofeffor 91. Cfloi(6e in 93raun« 
fcbwdg. 2 9Mn5e. 9ir.340, 341. 

ScHil-ündMflrte 1: 6pinnerei unb 
^trnerei oon ^rof. iSlaf Qfirtler, Gel), 
^egieru^srat im ngl. Canbesgemerbc- 
amt 3 U 93erlin. iSiit 39 Sig. ^r. 184. 

— II: 9Beberei, 9Birbercl, ^ofamcn- 
tiererd, 6pihen- unb Gorbinenfabri- 
ftafion unb Sil^fabrikaHon non 
fcffor TOqj Gürtler, Ge^. ^^cgierungs- 
rat im Siönigl. Canbesgemerbeamt 3 U 
^rlin. 92}it 29 (^guren. 9lr. 185. 

— 111 1 9Bä[d)erd, Sldc^crei, 

u. i^re ßllfsftoffc oon Dr.9Bil^. Sloffot, 
Ce^rer an oer *preu6. ^O^ren ($a(^« 
für lejtil-Snbuftric in firefdb. 
9Rif 28 Stauren. 9lr. 186. 

3)ic SDofertaneit des SDofe^inett« 
d«nes nnd der Glehfrofec^tiifi oon 
Sngcnlcur ‘Prof. ßerm. 9Bilba in 95re- 
men. TOit 3 ^Ibbilbungen. ülr. 476. 

3)05 Aol^ Slufbau, Gigenfdjaffen unb 
^fenoenoung oon ‘Prof. ßerm. 9Bilba 
in 95remcn. OTlt 33 Oibbilb. 9lr. 459, 

3)05 0 ttfogene 0id»eifta u, 0c^neid« 

M reit oon Ingenieur ßons ütiefe 
9Rit 30 Siguren. ^r. 4^. 

bCT 

SitflcmcurtDiffcnf^affcn. 

3)05 Slec^neit in der Zec^nifi unb 

feine ßilfsmiffel (9ied)enfd)ieber,9ie(fKn« 
tofeln, 9ie#enmaf(dinen ufto.) oon Sn- 
genieur Sob. Gugen iSiaoer in Ratls» 
ruf^ei.«, anitSOmbilb. 9ir. 405. 
9B0feri0^rlifnng5i0efen. Ginffi^rung 
in bie mobeme Itec^ntk ber SRaterial- 
prfifung oon Üliemmler, 9)ipiom- 
Sngenieur, ftünb. Ültifarbeiter am ^gl. 
9RateriaIprüfungsamte 5 U Grog-Ciebter« 
Wbe. I: ÜZlateriaieigenfcbaften. — 
gefligbri!soerfud)e. — Hilfsmittel für 
||etti|keitsoei:tucl)e. SHit 58 Figuren. 

II t üPetallprüfung unb ‘Prüfung oon 
Hilfsmaterialien bes SRafebinenbaues. 
— 93aumaterialprüfung. — Rapier- 
Prüfung. — G^iermittelprfifntm. — 
Giniges über SRetallograppie. 9nit 31 
^iguren. 91r. 312. 


aRef0ll5|r0pdie. IUir 5 e, gemdnfabiid)f 
Slarfteuung per Cebre oon ben 9Relallen 
unb ihren Regierungen, unter befonderer 
93erfidif{d)tigung ber ÜRdaHmibroffiopte 
oon ^rof. (x. Hepn unb ‘Prof. O. ^uer 
am ngl. ÜRalerialprüfungsamt (Grob« 
Cicbtenelbe) ber Hgl. ITe^nifcben Hod)« 
fd)ule AU Berlin, i: Ülllgemdner 3dl. 
ÜRit 45 SIbbilbungen im 3ert und 5 
Cidbtbilbem auf 3 3afeln. m. 432. 
- 11; 6peAicttcr 3eil. SRit 49 Ülbbtl- 
bungen fm 3e{l unb 37 Ci^tbilbem 
auf 19 lafeln. 9lr. 433. 

0f0fili oon 9B. Hauber, 0ipl.-3ngenicur. 
1: 9)ie Gninblebren ber Gtatib ftoner 
fiörper. 9Rit 82 giguren. IRr. 178. 

I — IIX Ülngetoanbfe 6talib. 9Rit 61 gi- 
guren. Ülr. 179. 

OfcfHgketfsIel^re oon 9B. Hauber, 3)ipl.- 
Ingenieur. 9Rit 56 $iguren. 9tr.S9B8. 
ünfgedenfentnilnng gnrQfefttgkeifs« 
lehre wif Cdfnngen oon 91. Horen, 
9)iplom-3ngenieur tn DRannbdm. 9Rit 
42 S^guren. 9]r. 491. 
jlgdrenlifi oon 9B. Hauber, ^lom- 
i Sngenieur in 6tutigart. 9Rit 44 $i« 
guren. 91r. 397. 

Gl0ffi3if8f5lehre ffir Ongenienre 
1: ®mitdiogen nnd fulgemeines 
fider 0 £onnuiuis 3 nTfanoe, di)« 
linder, Gdene 91 (rtfen, Soi|wn, 
0efurilntntfe SrSger. 93on ^of. 
2)r.«Sng. SRa; Gnblin an ber lUmigl. 
Saugeioerhfcbule 6tuttgart unb ^oat- 
bOAent an ber 3e(fan. Hocbjcbule Gtutt« 
gart. 9Rit 60 Ül^ilb. ülr. 519. 
0eonteirif ches Zeichnen oon H.93edier, 
91rd)itckt unb Ce^rer an ber Sau- 
gemerttfcbule in SRagbeburg, neu bear- 
odtet oon ^r^effor 3. 93onberlinn 
in ÜRünfter. SRit 290 ^guren unb 
23 3afeln im 3e£t. 91r. 
0d^enfu>nYfmlifionen oon ‘Profeffor 
3. QSonberlinn in fRtünfter. ÜRit 114 
0guren. 91r. 236. 

^NÜralle^erfiieMioe. QledbtiotnUigf 
unb fffiiefxoinblige ÜIpnometrie oon 
^feffor 3. Q3onberlinn in SSInfier. 
m 1^1 giguren. 9tr. 260. 

^tnfrnl • llerfpelifine oon tinbitebt 
Hons m^deräer, neu bearbeitet oon 
^Menor 3. ^onberlinn, 9>irebtor der 
Mnigl. 93augeioetbf(buIe, 9Rflnfteri.9B. 
9Rit 132 f^guren. 9lr. 57. 


Rguren unb 


Digitized by Google 



Sci|nif(^s 3Bihricrtec|> en^ltenb 
me oicQtigften SIus5rfi(6e bes ^«(^inen- 
baues, ocbiffbaues unb ber (xlektro- 
feAnitt Don Gricb Arebs in ^rUn. 
I.Zeil: Seutfcb-ilngtif^. tRr. 3d5. 

- 11. Zixl: (En9{if(b4)eutf(b. «r. 396. 

- lll.Ieil: ©eulf(b.^an3öfi|(b. air.453. 

- IV. ^0«: granaöfifcb-Scuttd). ®r.454. 

Sleiifrofecftniii. Sin^rang in bie mo« 

berne Gleitb- unb ^ecbfeiftromtecbnib 
Don S. ßerrmann» ^profeffor an ber 
^nial. Secbniftben j5(^f(bule 6httfgarf. 

1: pbbfUtaiÜcben (Srunblagen. iZnif 

42 5ig. unb 10 iafeln. Jlr. 196. 

- II: 9ie ÖieicbftrontMnifi. tSUf 103 
jjiguren unb 16 tafeln. ®r. 197. 

- III: ^e(bfelf^mted)nifi. ^ZÜ! 

l26 Siguren unb 16 Safeln iRr. 198. 

2)ie elcIifrifAcit Qleblnffnimettfc. 
^a^eO. b. wirbungscDeife b. gebrfiucbl. 
IZReBinfhrunt. b. Cüebrotccbnib u. hurae 
^ef^reib. ihres Aufbaues o. 3. 5err- 
mann, ^rof. a. b. ügl. Zei^n. ßo<bf<b- 
6fuftoart. iSlit 195 Figuren, ^r. 477. 

^abioaiiltoiflif oon (Sbemiber Wilhelm 
grommel. ORlt 18 Olbbilb. <Rr. 317. 

Oie IdUichTtrottimafchine oon Z. ^iina- 
brunner, 3ng. u. Ooa. f. CElehfroiecbnik 
an ber iOhintcipal 64oo( of 2:ed)noIog9 
in ^an(befter. iZRit 78 3ig. ^r. 257. 

01r9ttte «nd Opoimiiitgett itt Of«rfi* 
ffromneften oon Oipiom-Siebtroing. 
3ofef ßerapg in S3ubapeft u. ^rm. S^lb« 
mann in a)elff. 9Rit 68 5ig. tfir. 456. 

Oie elelifrifffte Seiegrotibie oon Dr. 
Cubioig Ofleuffab. 9Ril 19 gig. 3lr. 172. 

Oas uon Dr. Cub- 

roig 2ieU(tab in Serlin. ÜRil 47 Fi¬ 
guren unb 1 2:afel. DZr. 155. 

OemtefTnngsfuinde oon OipI.-3ngen. 
Oberlehrer *p. ®erlaneifter. 2 93änb- 
(hen. mt 255 iUbb. IRr. 468, 469. 

Oie Oattffofniitiibe o. ^rof. 5.5aber- 
ftrob, Oberl.a.b. j^eraogl. Oaugeioeriu 
f^leßotaminben. 9R. S6!Ubb. ^r.506. 

9Raiirer« nitb Ofeinhauerarbeifen 
Orof. Dr. phil. unb 2)r.4Jng. (Ebuarb 
6<bmiti in OarmftaM. 3 Odnmhen. 
iSlit oielen Slbbilb. Olr. 419—421. 

Cimmerarbeifen oon (Sari Ooih> Ober« 
lehrer an ber Sethnifchen 6(hule 
in 6frabburg i. <x. 1: StUgemeines, 
Oalbenlagen, ß^ifchenbetben unb 
Oecbenbilbungen, hblseme Subböben^ 
^(htoetbsmänbe, ^nge« unb ^renge» 
merbe. 169 ^bbilbung. tRr. 489. 


dimiiterarbeiieit. II: Odeher, QPSonb- 
bebleibungen, 6inisfd}alungen. Sfaxb«. 
Öohlen- unb Oreitenoönbe, 3liune, 
Sflren, Sore. Sribflnen u. Oaugerflfte. 
9Zm 167 mb. «r. 490. 
SifAIer-COchreiner-) ürbeifeti 1: 
aftaferialieit, Aanbioerlisseiige» 

^bbbbeti» Setriier» Senflerla« 
bem Sreppen« «borfe oon '^Irof. 
S. Oiehn>eger. ^rchiiebt in ^In. mil 
628 gig. auf 75 Safeln. «r. 502. 
Oifettliotiffntlifioneii int Aoebbon. 
Aur^efobies ßanbbucb mit Oetjpielen 
oon 3ngen. ^orl 6(hinbler in SReiben. 
3Rit 115 giguren. Olr. 322. 

Oer Oifenbefonban oon Q)eg.«Oau« 
meifter ßarl dibble in Oerlin-6leg(ib. 
9Ril 77 Slbbilbungcn. 5lr. 349. 
Aeigung nnb Cfifinng oon 3ngenieur 
Johannes ^rting. OireKfor ber mt.- 
Oef. Qebrüber ^rfing in Oflffelborf. 
I: Oos ^efen unb bie SSercchnung ber 
ßeiaungs« unb Cfiftungsanlagen. URif 
31 giguren. 3tr. 342. 

— II: ©ic 3Iu5führung ber ßeiaungs- 
nnb fififtungsanlagen. 9Rif 195 gi¬ 
guren. 9tr. 343. 

<9as« nnb Olafferinflnllofiotten mit 
Oinfcblnft ber ttborfonlogen oon 

Örofef(or Dr. phil. u. ©r.-Sngenieur 
dbuarb 6cbmifl in ©ormftabt. 9Rit 
119 mbilbungen. IRr. 412. 

Oas Oeranfchlagen int AocMon. 
^uragefabies 5anbbu4l Aber bas ©lefen 
bes ^ftenan|(hlages oon (Emil 
Rnger, 9lrd)iteW S.0.91., Slffiftenl an 
ber Se(hnif(hen 5o(h|(hule in ©armftabi. 
9Rit oielen giguren. 3lr. 385. 
Oonfilhmng. Siuragefabtes ikinbbuch 
Aber bos ^efen ber OaufAbrung oon 
^nhitebf (Emil Seutinger, ^ffiftent an 
ber Sethnifeben ßocbfcbule in ©armfiabt. 
3Rlt 25 gig. u. 11 SabeUcn. <Rr.399. 
Oie Oonfcnnff bes Oebnnanfes oon 
^rofefjor ©r.-3ngenieur (Emft ©etter- 
lein in ©armftabt. 1: ©as 6(hulhaus. 
ARit S8.mbilbungen. iRr.443. 

— 11 : ©ie 6(hulräume. — ©ie ©eben- 
anlagen. lZRif313Ibbllbungen. ©r.444. 

Offenflicbe Oobe« nnb eebmimnt- 
onffalten oon Dr. fiarl ©Jolff, 6tabt- 
Oberbaurat in ßannooer. 9RU 50 gi¬ 
guren. ©r. 380. 


12 


Digitized by LiOOQle 



. j iut> Aolels oonSln^iicU 
Böller in 2>fiffeI5orf. 1: 

»teile unb bie Ginridjtung bes 
_ . ^ iifes. OßU 70 giauren. ®r.525. 
— 11: äHe o^(biebenen ^rten Don Qofl- 
Rufern. Slif 82 giguren. ^r. 526. 
^Betimerforgaitg der Oi^clefiett 
Don S>r.-onsenieur ^bert %e9raud). 

« or nn ber ITectoifcben ßo^uie 
irf. iOiit 85 giguren. ^r. 5. 
Die JlellinUifioit Im 9Dafc|ineiidaii 
oon Ingenieur ß. Setbmonn, 
otn Secbnibum SlUenburg. 9Bit61»b« 
bllbungen. 9ir. 486. 

Die fRafc^ineneletnettfe« Hur^gefoB- 
fes Crarbucb mit Seifpielen fflr bas 
6elbfifnibium unb ben pralitif4)en ®e« 
brauQ Don griebrid) Snrtbi Obering, 
in Sifirnberg. iOtit 86 giguren. IRr. 3. 
BSefoItergie oon Dr. 6eib. bto- 
lomierter (Sbemiker in iutflndjen. 1.11. 
mt 21 giguren. iRr. 313. 314. 
dfettl^etifittiide oon 31. ftroufi. bipl. 
jSftttening. 1: 3)as 3iobei[en. 39Ht 17 
giguren unb 4 Unfein. 3(r. 152. 

— 11: ©ns 6«bmlcbclfen. 3nit 25 gi¬ 
guren unb 5 Unfein. 3?r. 153. 
tSifretarodiertoiide* Oualifaüoe 
3Inalm mit ßilfe bes Cötro^rs oon 
Dr. Dtartin ßenglein in greiberg. 
3mi 10 gieren. 3ir. 483. 
tS:ei^«i|^e SBtlrwel^re (Sl^ertiie« 
dgMUKili) oon Ä. 3BaUfKr unb 3Zi. 
3!totiinger. 2>iplom-Sngenieuren. 3nit 
54 giguren. 3lr. 242. 

S>ie f^iriiiodgnamifc^eit® mndUigc« 
der 9Bdrtnefuraff* und ^tdliema« 
M^en oon 3R. Tlöttinger, 2)ipIom- 
Si^enieur in SRonndeim. 3Rit 73 gi¬ 
guren. 3ir. 2. 

S>ie S)aw|»fniaTcdine* fturagriobfes 
Cebrbucb mit 33eifpie(en fflr bas oelbft- 
ftubium unb ben probtii^n (bebmud) 
oon griebricb 33or^. Oberingenieur, 
fllfimberg. flRU 48 giguren. IRr. 8. 
S>ie 3)anipflie|lel- ^ragefnbtes Sehr- 
bu(b mit Seifpielen fflr bas 6elbft- 
ftubium unb ben prafififdien Oebroudi 
Don Oberingenieur griebrid) 33ortd ln 
fltfimbera. 3n>^i«> oerbefferte u. oer- 
medrte^lage. 1: Aeffelfpfteme unb 
geuenmgen. 3ßit 43 giguren. 3lr. 9. 
— Ilr 48au unb Sefrieb ber 3)ampf- 
heffel. ^t 57 fl^guren. 3)r. 521. 


OMferaffMofclinett- liu|Mefabte 2>ar- 
ft^ng ber micbtigften O^mofcbinen« 
(Bauarten oon Ingenieur 311frebnir{d)tte 
in 5aUea.6. 3711155 giguren. 3ir. 316. 

iDte SDamuffurdtneU) i^re 3nirfcungs- 
meife uno ^nftruhtion oon gng. ßerm. 
3Btlba. ^rof. am ftaafl. ITecbnihum in 
33remen. ^it 104 3lbbilb. 3ir. 274. 

IDie 5ipecfcntfi|[igffe (Befriedsluroft 
oon griebrid)^rfd» Oberingenieur in 
Siflmberg. 1: (Einleitung. 3)ampihraff- 
anlagen. 31erf(biebene Araftmafcbinen. 
3Rif 27 31bbilbungen. 3ir. 224. 

— 11: (bas-, 3Bafier- unb 3Binbhraffan- 
laaen. 31ht 31 31bbilbungen. 3ir. 225. 

— Ul: (Elebiromoioren. SBefriebshoflen- 
tabeflen. ®rapbif(br 3)a^ellungen. 
3BabI ber 33etriebsferaft. ffllit 27 «b- 
bilbungen. 3lr. 474. 

Aed^duufeu der Sbol^iiddfe oon (Eifen- 
badnbauinfpebtor (E. 6(^b. QSorflonb 
b. ^1. (E.-ßod)baufebtion 6futtgart 11. 
I: (xntpfangsgebflube. 3iebengebaube. 
(bfiterid)uppen. Cokomofiofd)uppen. 
32iit 91 ^bilbungen. 3lr. 515. 

CEifendal^ttful^rseuge oon ß. ßinnen- 
^I. ügl. 3)eaierungsbaumeifter unb 
Oberingenieur Tn ßannooer. I: (Die 
Cobomotioen. (SUt 89 31bbilbungen im 
Sejt unb 2 dafeln. 3ir. 107. 

— II: (Die (Eifenbobmoagen unb 33rem|en. 
SRif 56 31bb. im Zeft u. 3 (tof. 3ir. 108. 

€lf|ittOlfpurda^nen (Alein-, 31rbeits- 
unb gelbbobnen) o. 3)ipl.-Sng. 31uguft 
Sosbart in (Eborlottenburg. 3Rit 
99 3lbbilbungen. 3lr. 524. 

S)ie Aedeseuge» ihre SlonftrubHon unb 
33ered)nung oon Sngenieur ßermonn 
SÖflUba, ^rof. om ftoatl. (Eeebnibum in 
(Biemen. SRü 399 3lbb. (Rr. 414. 

^hmptn* l^draulifd^e und pneu« 
Molifcde Itulagem (Ein luirAer Ober- 
blidi oon Tlegierungsbaumeifter 3iu> 
dolf 33ogbt. Oberlehrer an ber ^nigl. 
bfiberen 3Rofd)inenbouf(buIe in ^ofen. 
§mt 59 31bbUbungen. 3ir. 290. 

Aie luttdiuMcbaffliAett fBafcbiuen 
oon ^arl 3]mltber, $ipIom-Sngenieur 
in (Effen. 3 ^nbcben. SRit oielen 
Slbbilbungen. 3lr. 407—409. 

. 3>iplom- 

an ber 

. . . 0trab- 

bürg. 3Rlt 82 giguren. 3lr. 493. 


13 


Digitized by LiOOQle 



Slanfilu £iuner bes an 
Sorb non ßanbelsfc^iffen angemanbien 
Seils ber 6(^iffabrtshunbe. 35on Dr. 
Srana öc^uUe, ©irehtor ber 3laniga- 
fionsfe^., ßübedi. <mit56mb. <nr.84. 


ber ^ed)ls» unb 
Stoafsipiffcnfc^offMt. 

Slllgemeiiie 3lecl)is(e0re non Dr. 
6 temberg, ^^rinatbOjL an b. UniDerjifäf 
Caufanne. 1: 2)ie isiei^obe. iHr. 169. 

— II: ©as 69 ftem. Ulr. 170. 

d. ^Bürgerlichen ÜbefegünAes. 
Ornes 93uch: iUUgemeiner Seil. 
1 : Einleitung — Ce^re non ben $er« 
fonen unb non ben 6 a(hen non Dr. 
‘Paul Oerfmonn, ’Profeffor on ber 
Unioerfitöt Sriangen. iftr. 447. 

-II: (Snnerb unb Bcriuff, ©elfenb- 

maebung unb 6 (buh ber ^etbfe non 
Dr. ^aul Oerfmann, ^rofeffor on 
ber llnioertWl ©riangen. 5lr. 448. 

— ^meifeff 3nch: 6 (buibred)f. I. Slb- 
ieitung: ^Ugemeine ßebren non Dr. 
^aul Oertmann, ^rofeffor an ber Uni« 
oerptät ©rlangen. 5lr. 323. 

-II. 2 IbteiI.: ©ie einzelnen 6 <bulb- 

nerbüUniffe non Dr. ^aul Oertmann. 
^rof. a. b. Unio. ©riangen. 9lr. 324. 

— 3)rifies 9nch: 6 a(benred)t non Dr. 

^rebfebntar, Oberianbesgeriebfsrai 
in ©resben. I: ^gemeine Sehren. 
Q3efib unb Eigentum. 9tr. 480. 

-11: Begrenze 9le(bte. 3lr. 481. 

— Vierte« Snen: Samilienredbt non 
Dr. ßeinrid) Sibe, ^rofeffor an ber 
Uninerfitfit ©öttingen. iür. 305. 

S)enffchcs Aandelsr^f non ^rofefjor 
Dr. Äarl Cebmann in ^toflodu 2 95änb- 
d)en. 3lr. 457 unb 458. 

!Das denffche 0eerechf non Dr. Dtfo 
Sranbis» Oberlanbesgeridjtsrat in 
Hamburg. 2 Q3dnbe. 9lr. 386, 387. 

^^offrechf non Dr. ^freb Uloldie ^oft« 
infpefator in Bonn. 9ir. 425. 

ICelegrmheitrechf non ^oftinfpebtorDr. 
jur. iulfreb Bloidie in Bonn. 1: ©in« 
leitung. ©ef(bicbtli(be ©nftnicblung. ©ie 
Stellung bes beuücben Selegropben« 
loefens hn öffentlicqen Becbte, äuge« 
meiner Seil. Br. 509. 


Zelegra|)henrechl« H: Bie SfeOung b* 


grapbie jum ^Publibum. Br. 510. 

9IIIäemeine 0taofslehre non Dr. 
»ermann Be^m, Brof. an b. Unioer« 
jitat Strabburg i. ©. Br. 358. 

I SUIaemeines 0faalsrechf non Dr. 

' Suüus ßatfebeb, ‘P^of. an ber Unioer. 
©öttingen. 3 Bänb<b. Br. 415-417. 

Ilreitftif^es 0faafsrechf non Dr. 
grih Stier-6omIo, Bn)feffor an ber 
Unio. Bonn. 2 Seile. Br. 2^, 299. 

0e«lfches dinilproselirecht n. 

Dr. ^Bilbelm Aifcb in Str^burg i. ©. 
3 Bönbe. Br. 428-430. 

0ie Bnongsnerfleigening nnb die 
dtoangsnenoolfttng non Dr. $• 

I nrebfebmar, Oberlanbesgericbtsrai Tn 
©resben. Br. 523. 

AirchetireAf o. Dr. ©mil Selling, orb. 
^rof. b. Becbte in ©rlangen. Br. 377. 

0as benfftibe Urhederrechf an litera- 
rif^n, Rünplerifcben unb gemerblicben 
S(f)bpfungen, mit befonberer Berfi(b- 
pd)tigung ber internotionalen Berirage 
non Dr. ©uftoo Bauter, Batentanmolt 


fchnh 9». Beuberg, ^aiferl. Be- 

gierungsraf, Btitglieb bes Aaiferl. 
Patentamts ju Berlin. Br. 271. 

0as UrheberreAf on ©Serben ber Site« 
ratur unb ber Sonbunp, bas Berlogs- 
red)t unb bas Urbeberreebt an ©Serben 
ber bilbenben fünfte unb ber Pbab>- 
grapbie non Slaolsanmali Dr. 3. 
gütigen in 

0as ©Darenseichenrecht Bath bem 
©efeh sum S(buh ber ©Barenbi^eicb- 
nungen oom 12. Btai 1894 non 3. 
Beuberg, ^aiferl. Begierungsraf, Btit- 
glieb bes ^aiferlid). Patentamtes ^u 
Berlin. Br. 360. 

0er nnlanf ere ©Deffhemerh n. Bethls« 
omnalt Dr. Btartin ©SaPermann in 
Hamburg. I: ©eneralUaufeUBeblame« 
ausmfiihfe, Busoerbaufsmefen, Bnge« 
ffelltenbepecbung. Br. 339. 

— II: ^rebitf(baoigung, Firmen« unb 
Bamenmtbbraud), Berrat non ©eheim« 
niffen, BiBianberfd)uh. Br. 535. 

0ettf|ches gfolonialrechf non Dr. 5. 
©bler 0 . iSoffmann, Pr^effor an ber 
^gl. Bbabemie Pofen. Br. 318. 


Digitized by Google 


fSiliUlrfirafred^f oon Dr. SRos Gmft 
^aper, ^f. an berUniuerfitAf 6 fra^ 
bürg i. (S. 2 Sönbc. 5lr.371. 372. 

J^sstonnor« und ^efc^toerde« 
rec^t fitr Acer und Atarine oon 
Dr. tSta; (Smft ^aper, ^roF. an ber 
Unloerfliat 6 ti^burg i. (x. iWr. 517. 
‘lZ)eitffc^e^e&roerf^nng o. jinegsge« 
rtcpfsr.jlQrKxnbres.wärjburg. 91r.40I. 
SfgrenfHc^e ^pc^iofrie oon ^rofeffor 
Dr. 'IB. ^cpgonbt, ©irebtor ber Srren- 
anHalt griebricboberg in iSamburg. 
2 S3änb<pcn. 3lr. 410 unb 411. 


^olhsniirif^afftic^e 

qSibHof^ct». 

^oltemirtfcboffste^rc oon Dr. (Sari 
Sobs. gucbs, ^rofeffor an b. Unloerf. 
iSübtngen. «r. 1^. 

^ItetomfcbaHspoIifili oon ^rAfibent 
Dr. 0 . b. «orgbt, Serlin. IHr. 177. 
<defc^icbfe bet bentfcben Sifeitbabn* 
pelttifi 0 . Q3etriebsinfpebtor Dr. (Sb- 
n)in fietb in fiatlsrube i. 33. 3lr. 533. 
<ftcioerbetDcfen o. Dr. 3Berner 6ombart. 
^rofeffor an bet iSanbelsb^fcbule in 
Serlin. 2 23Anbe. 91r. 203, 204. 

Aandelstoefett oon Dr. ^ii^. 
ßejte, ^rofefjor an bet Unioerfitöl 
(SAttingen. I: {Das SSanbelsperfonal unb 
ber 3Barent^nbel. mt. 296. 

— II: {Die (SffehlenbArfe unb bie innere 
ßonbelspoliKh. 91t. 297. 

Aorfen und Stuft o. Dr. 6. {Ifcbierfdihp 
in 2)üf|elbor]. Olr. 522, 

SbiiloSrtige AandelspoKfib oon Dr. 
ßeinricb 6ieoching. $rofejfot an ber 
UnloerfitAI güri^- 245. 

{Das {BeniAernngsioefeit oon Dr.ior. 
53aul 9ftolbenbauer, ‘Jlrofeffor ber {öer- 
ftd)trungsa)inenf(baft an ber ßanbels- 
boibf^ule ^öln. 1: 91ttgemeine 93er« 
firberungslebre. 93r. 262. 
Senic^ernngsttiofl^emalifi oon Dr. 
9llfreb ßoerop, ‘Profcffor an ber Uni- 
oerjllAl grciburg l. 93. 93r. 180. 

{Die getoetbüc^e SIrbeiferftage oon 
Dr. 9Bemer 6ombart, ^rof^or an bet 
ßanbelsbotbjcbule 93erlin. Uir, 209. 
a)ie Slrbeiferoetficb^ng o. *proF. Dr. 
91lfreb OTanes in Berlin. 9lr. 267. 


Siiiaiia»iffeiifcbaff oon ^rAfibent Dr. 
{R. oan ber Sorabt, 93erlin. 1. 9111- 

Ä emeiner 3:eil. ^r. 148. 

.93efonberer {Ieil(6teuerlebre).93r.391. 
{Die 0te«etf^eme bes Mslanbes 
oon ®eb. Oberfinanßral O. 6 d)tDar 3 
ln 95erlin. 93r. 426. 

{Die Anfioiciilniigber Sleic^sfinattaen 
oon ‘PrAfibent Dr. 91. oan ber Sorgbt 
ln 93erlin. {Rr. 427. 

{Die Sinansfnfieine bet OrebMbcbte. 
(önlemal. 6 taals- u. ©emeinbe-glnaiiä- 
©efen.) 93ob O. 6 (broar 3 , ®eb. Ober- 
Pnansraf, 93erlin. 2Sb(b. 93r.460,451. 
Aowmttnale ^irtfc^affspflege oon 
Dr. Sllfons 91ieb. SRagiftratsaffeffor 
ln 93erfin. m. 534. 

0o$ialogie oon ^rofeffor Dr. Sbomas 
SAelis in 93remen. {Rr. 101. 

{Die oitfiDifblttttg bet fobialeu gftage 
non ^rofeffor Dr. gero. Sönnies ln 
®uHn. {Rr. 353. 

Sttmetiioefen nnb Slnneiifirfotge. 

Ciinffibrung in bie fojiate Mfsorbeit 
oon Dr. 91boI| 9Beber, ‘Profeffor on ber 
ßanbelsbo^jcpule in ^Aln. 9llr. 346. 
{Die SOobnungsfrage o. Dr. ß. ^obte, 
Jrofeffot ber 6 taatsu)iffenl(baften ju 
grantifuri a. 9R. 1: Das 9Di^nungs- 
n)e|en in ber mobemen 6 tab(. 9!(r. 495. 
— II: Die ftAbtycbe QBobnungs- unb 
93obenpolifiL 9ir. 496. 

{Das (Denoifenfc^offsiiiefett in 
{DenffCelano oon Dr. Otto ßinbedte, 
6 ebretAr bes jSauotoerbanbes beutfrber 
geiDerbli(ber©enof)en|(boften. IRr. 384. 

g^coloflif^c unb rcAflions 




Die Ctntfteljmng besStltenSeftaments 

oon ßic. Dr. 9B. 6taerh, ‘Profeffor an 
ber UnioerfitAt in gena. ^r. 277. 
fllfteflamenit. Steligionsg^c^icbie 
oon D. Dr. 9Ra{ ßöbr, Prof^or an ber 
UnioerfitAt 93reslau. 9!(r. 

Cbefcbic^fe Ofraels bis auf bie grlecbifcbe 
äett oon ßic. Dr. 5.93en3lnger. 9llr. 285. 
Sianbes« »• 9olbsbitnbe ^aiaffinas 
oon ßic. Dr. ©uftao ßölftber in iSaUe. 
9Rlt 8 SoUbtlbem u. 1 Äarte. ^r. 345. 
Die Onfflebitttg b« Aenen Seftoments 
oon yroMor ßic. Dr. (Sari ©lernen in 
93onn. ^r, 285. 


15 


Digitized by LiOOQle 



Ottinidüiiitg der d^rtfllid|m 
^efigion innertolb bes neuen Sma- 
inente non ^rofefjor ßic. Dr. carC 
dlemen in Sonn. Sir. 388. 


Slctiieffamenfnc^c oon 

Clc. Dr. S5. 6tocrfe, Srofeffor an ber 
Unioerfit&t in Sena. 1: w ^iftorifebe 
unb fuilfurgef(bi(i)tli(()ۧinfergrunb oes 
llr(briftenfums. Sr. 325. 

— II; Sie Seligion bes Subenhims hn 
SeitoUer bes ßeHenismus unb ber 
Sömerbenfe^. Sr. 326. 

Sie Snlflci^nng be% Saltttuds oon 
Dr. 6. 5unh in Soshomi^ Sr. 479. 

2Ibrt6 oer oeraleic^enben »eligions* 
»ifTenfc^qn oon ^profefjor Dr. 
Sdjelis in Srenten. Sr. 208. 

Sie Sleligionen ber Stafurodllier im 
Umrib oon Srofeffor Dr. Sb. S4)elis 
in Sremen. Sr. 449. 

Gnbifcfte 9le(igionsgefc^ic|fe oon 
$rof. Dr. Sbmunb ßarbp. Sr. 83. 

Siibbba oon Srofeffor Dr. Gbmunb 
ßarbp. Sr. 174. 

Oried^ifAe und rdniif c^e SEI^f ^ofogie 

oon Dr. iSermann 6teubing, Sehior 
bes Qpmnafiums in €d)neeberg. Sr. 27. 

OennaitifAe Qlpfi^oloaie oon Dr. (S. 

Slogb, )Irof.a.b.lInio. ßeip^ig. Sr.l5. 
Sie benffc^e Aelbettfgge oon Dr. Oio 
Cuitpoib Siriejeh, an ^ 

Unioerfitöl SIflrsburg. Sr. 32. 


‘päbofloflifc^c gibflof^gh. 


^Sbagogili im Qrunbrib oon Srofeffor 
Dr. S3. Sein, Sirebtor b. ^äbagimifcben 
6eminars a. b. Unioerfliäf Sena. Sr. 12. 

OeJAiAfe ber ^dbagogili oon Oberl. 
Dr. ß. Sleimer, SJiesbaoen. Sr. 145. 

Sc^n^rosis. Sletbobib ber Solbsfcbule 
oon Dr. S. 6epfert, 6eminarbireblor 
in 3f(bopau. Sr. 50. 

GeiAotfei^oon Srof. ß.ßimmid), Ulm. 
Slif ISSofeln in Son«, Starben« u.Golb- 
bru(b u. 200 Soll-u.Sestbilbem. Sr. 39. 

Sewegitiigsfiiiele o. Dr. <£. ßoblrauftb, 
Srofeffor am ßgl. ßaifer SSl^Ims- 
®pmna|ium ßu J^nnooer. Sfi! 14 
Sbbilbungen. Sr. 96. 

®c{AiAfe ber Svmfinitff oon Dr. 
Suboif Qofd), n. ßönig Qeorg- 
Opmnaf.Sresben. Sl. 17Sbb. Sr. 504. 


OefdHcltn bes beafl^it I toi er r iAts« 
»qens 0 . Sn>f. Dr. ^ebrid) 6ciler, 
SirAfor bes ßbnial. Opmnafiunis 311 
Cudmu. I: Son Snfang an bis aum 
^be bes 18. Sa^rbunberfs. Sr. ^3. 

— II: Som S^iim bes 19. Sabrbunberts 
bis auf bie Gegeraoart. Sr. 276. 

SasbenffcbeGorfbUbnngsfcbnlisefeii 
nad) feiner gef(bi<bllid)«n (SnfiDiddung 
unb in feiner gegeraodrtigen ®effaU o. 
ß. 6ierdts. ^reblor ber fl&bf. $ort- 
bilbungsfd)uIenßeibe,ßolftein. Sr.S92. 

Sie betiffAe Sc^iile ist flitslanbe 
oon ßans Smrbeht, Sireblor b. beutf<ben 
6d)ule in Cflttid). Sr. 259. 

ber fiunff. 

0fUlutnbe oon ^rof. ßarl Otto ßartmann 
in 6futfgorf. Stil 7 Sottbilbem unb 
195 S^Uuftrafionen. Sr. 80. 

95a]tbttttfl bes tlbeiibranbes oon Dr. 
ß. 6(bAfer, Sffiftenf am Oemerbemufeum 
Sremen. SIit22SbbiIbungen. Sr. 74. 

Sie bes Slbenbianbes oon 

Dr. ßans 6tegmann, Sirefdor bes 
Sapr. Safionalmufeums in SHlnd)en. 
Slit 23 Itafeln. Sr. 166. 

Sie ^ioflA feit Seginii bes 19,0«^ 
bfinberis oon S. ßeilmeper, Slflnc^. 
Slit 42 SoUbilbem auf ameriltanifipem 
ßunftbnubpapier. Sr. 321. 

Sie grsi^btf Aon 9liiiiile oon darl ßamp- 
mann, b. b. Cebrer an ber b. b. Sro- 
pbifcbnt Cebr* unb Serfu(bsanftatt in 
SSien. Slit aablreiiben Sbbilbnngen 
unb Beilagen. Sr. 75. 

Sie ^batesriwbie oon ß. ßebler, ^hof. 
on ber b. b. ®i^blf<ben Cebr- unb Ser- 
fucbsanftalt in SSien. Slit 4 ISafeln unb 
52 Sbbilbungen. Sr. 94. 

gibno«)cfe ber SHttpIt. 

Hllgeweine StttfiUebre oon Srofeffor 
otepban ßrebl in ßeipaig. Sr. 220. 

SBsfifialifcbe SAnffifi oon Dr. Hart 
C. 6(bäfer, Soaent on ber UnioerfUdt 
Serlin. Slit ^ Sbbilbunaen Sr. 21. 

jlormonielebre oon S. ^Im. SHt 
oielen Sotenbeilagen. Sr. 120. 
SRiififianfcbe Gemenlebre (51 sm« 
»pfifionsIebre)o.6tepbonßrebI. I-H* 
M Dielen Sotenbeifpielen. Sr.149,150. 


16 


Digitized by LiOOQle 





Aottfrimnitlif* SMe Ce^re Don ber felbft- 
flAnbfgen 6timinffl^ning oon ^rofeffor 
6fep|im firebl in Ceipsig. ^r. 390. 


iSttnbdsmiffettfc^aftfic^c 


Griäufentna unb SInleihing mt 
^mpofifion b«rfelben non ^rofeffor 
6fep^an in Ceipjig. ^r. 418. 
OnffrtiMetifeiilcbre non SZhifibbirehtor 
KranA SHacer^off in (Sbemnih. 1: ^Tert. 
n: ^ofenbeifpieie. 3(r. 437. 438. 
9liifUiifli^efifi oon Dr. Qrunsltp in 
ehiötaflrt. 9lr. 344. 

®effbif 9 fe ber alten nnb mUfelalfer« 
lieben Stnfifi non Dr. 91. tSÜbbier. 
9Rit 3 a^Ireid)en 9(bbilbungen u. 9Ihi{!b« 
bcilagcn. I. II. 9ir. 121, 347. 
Shififigefcbid^e ben 18. n. If. 0obr« 
bnnoeTta oon Dr. Qrunsftp in 
©tuttgart. Olr. 239. 

— feit beginn beg 19.0a|r|nnberfs 

oon Dr. fi. ©ninsltp in ©futfgart. 
I. II. <nr. 164, 165. 


ber ggnb» unft 


93obenlinnbe oon Dr. 9)(rae(er in 
in Königsberg injpreugen. 9ir.455. 
nefcerban« nnb ^lonsenbanlebre 
oon Dr. ^oul 9Iippert in 93erlin unb 
®mft Congenbedi in 93o<bum. 9lr. 232. 
ßonbmirlfdjiofflicle 93efrieb§Iebre o. 

(Smft Gongenbedi, Sodptnt. 9ir. 227. 
SUIgeni. nnb fncbielle Sierbncbflebre 
oon Dr.^aul^tipperf. Serlln. m.2^. 
Mgribtt l t n^e nt i e It ^a^enemö^rung 
non Dr. Karl ©rauer. 9er. 329. 
iDas ogribnlfnrdjfetnifcbe üenfroH« 
»efen oon Dr. ^laul Krifcbe in 
©öttingen. 9lr. 304. 

0ifcberef nnb Qfifcbsncbf oon Dr. Karl 
(Saflein, ^rof. an ber $orftaltabetnie 
(Sberstoalbe, 9tbteilunosbirigent bei ber 
Koupfftafion bes forftlicben 9)erfu(bs« 
wefens. 9ir. 159. 

0orflniiffenfeftaflD.Dr. 9Ib. ©cbmappad}, 
prof. a. b. i^rftababemie ©bersmalbe, 
^bfeilungsbirigenf bei ber ßauptftafion 
b. fprflliien Serfuebsjoefens. 9lr. 106. 
mc »abelb^er oon ^rof. Dr. 9B. 
9ieger in 9^ronbt. 9nit 85 9jÜ>biI- 
bungen, 5 SlaoeOen u. 3 Karten. 9ir. 355. 


3ttcbffl|mng in einfachen nnb 
hoppelten Soften oon ^rofeffor 
9lobert ©tem, Oberlehrer b. öffenfiitben 
KanbelslebranftaU unb 9)o3ent ber 
Kanbe(sboa)fd)uIe ju Ceipsig. 9Rit 
Formularen. 9tr. 115. 

iSentfcbe Aonbelsfiorrefponbeng oon 
^ro^or Jb‘ b« Seaur, Officier be 
rSnfträction Oblique, Oberlehrer o.0. 
an ber öffenHlcben ^belslebranftalt 
unb Sektor an ber ixinbelsbo(bf(oule 
3U Seipsig. 9tr. 182. 

Sronabnfcbe Aanbelsborrefponben^ 
non profeffor Ib; be 93eaur, Officier 
bc rynftruction Jublioue, Oberl^rer 
0 . 9). an ber uffentlicben Kanbels- 
lebranftalt unb Sektor an ber Kanbels- 
bod)f(bule 3 U Seipsig. 9tr. 183. 

CtngliMe Aonbelsfiorrefponbens o. 
(|. ©. 9Bbitfielb, 922.-91., Oberlehrer an 
King SbtoarbVlI ©rammar ©cbool in 
King’s Spnn. 92r. 237. 

0taIienifcbe Aonbelaiwrrefponbens 
oon ^^rofeffor 9iIberto be 93eau;, Ober¬ 
lehrer am Königlichen Snftitut ©©. 
9Innun3iata ju Florenß. 92r. 219. 

©^panifiKe Aonbelsliorrefponben^ 
oon Dr. 9llfrebo 92abal be 9narie3- 
currena. 92r. 295. 

^nffifcle AonbelsliorrefponbenA o. 

Dr.^.o.Komrapskp.Seipaig. 9lr.3l5. 

8lanfniSnnif(|eg 2lec^nen oon ^rof. 
92icharb 5u|t, Oberlehrer a. b. Offent- 
lichcti ixmbelslebranftalt ber 9)resbener 
Kaufmannf^ft. 3 9be. ^r. 139,140,187. 

^arcnlinnbe oon Dr. Karl Kaffak, 
^rofeffor an ber 9Biener Kanbels- 
akabemie. I: Unorganifche 9Baren. 
9I2it 40 9Ibbilbungen. 92r. 222. 

— II: Organifche 9Baren. 922it 36 91b- 
bilbungen. Sr. 223. 

3)rogenlinnbc o. Sich. 9)orften)ih, SeipAig 
u.©eorg Ottersbach, ßamburg. 92r.413. 

9iHln3« nnb Oemiefttmoefen 

oon Dr. 91ug. Slinb, Sn>feffor an ber 
Kanbelsfchule in Köln. 92r. 283. 


17 


Digitized by LiOOQle 



i 


ZeAnifi des Ssnlmefeiis Don Dr. 

Gatter Conrab in Berlin. 9ir. 484. 
5Das iZOec^feliDefcti non Q^etbisanioatt 
Dr. ^ubolf iSiofbes, Ceipjig. tRr. 103. 

P^6ie!)ggu<b».^oitetPirtftboftit*bg^tbtto* 
ibth*» Sin ousfflbritcbcs ^eracicbnis ber 
QU&erbemim ^Berlage ber C.3.©bjeben* 
f(bcn gerlogsbonbiung erfcbicncncn bonbels« 
ipiffenfcbQf iH(bcn2Bcrftc bann bunb |gbcSu(b« 
banblung hoffenfrei bezogen inerben. 


^BtlHgr» unb marin»' 
loiffcnfc^affficbc^ibRof^cIt. 


2>as moderne SeIdgefc6fit|Don Obgrfi« 
(eutnanf ßepbenreicb, ^ilitArlebrgr 
0 . b. iSiiliförteqn. ^abemie, QSerlin. 
It 2)ic C^ntoicblung bgs Selbgef(bfli|es 
feif C^infäbrung bes gezogenen 
ranferiegetoebrs bis etnicbiigblicb ber 
Qrfinbung bes rauebiojen ^uloers, 
etoa 18^1890. SKUiaibb. flr.306, 

— II: 2)le (Snhoidiiung bes bgufigen {^Ib- 
gef(bflbgb ouf Qrunb ber (xrfinbung 
bes raucblbfen ^uloers. etXDa 1890 bis 
}ur Qegenuxiri. ^it 11 iKbb. iRr. 307. 

2>ie modernen Cdefcbfi^e der Sn6« 
orfillerie oon SRummenboff, URajor 
beim 6fabe bes werte-Qfiegi- 
menis ©enerolfelbseugmeiffer (23ran- 
benburg. 9lr. 3). I; Q3om ?luffreten ber 
gesogenen ©efmfibe bis sur QSenoenbung 
bes rautbfcbiDacben ^uloers 1850-1890. 
amt 50 iejibilbem. 3lr. 334. 

— II; 2)ie ©ntolcblung ber benüflgn ®g- 
febfl^g ber ^bnrtiUerie feif ©inffibntng 
besroucbfcbcoacbgn^ulDgTS 1890 bis au: 
©Memoarf. iaiit33ie^bilb. iRr. 3&. 

2>le enfmidiinng der Aondfeuer« 
«offen feif ber itfilffe bes 19.3abr- 
bunberts unb ibt bgufiger 6fanb oon 
©. knobelt, Oberleufnanf im Snf.- 
^egf. greiberr ßlUer oon ©ärfringen 
(4.^oß Ofr. 59 u. Olffiff. ber%l. ©e- 
m^rprfifun^bom. im.21 ^bb. iRr.366. 

9ie onfmldilnno der Oedirgsor« 
finerie oon nlubmann, Oberft unb 
fiommanbeur ber 1. geIbartiUerie-S5ri» 
gäbe in ^nit^berg i. ^r. fORt 78 Sil¬ 
bern unb 5 uberficbfsfafeln. iRr. 531. 


®dc|idMe d. oefomlen ffenermoffen 
oisloSd. ®ie©nfioi(fiIung berget* I 

moffen oon ibrem erften mffrefen bis 
^r ©infübrung ber g^ogenen iSinter- 
laber, unter befonbererSerfidtfitbtigung ] 

ber ßeeresbemaffnung o. ixiuj^ann 
Q. 3). 3B. ©oblbe, 6tegIih-sBerlin. 

9Rif 105 31bbilbungen. Sr. 530. 

0fralegie oon Cbffler, SRafor im Agl. 
©äebf. Äriegsmin. in ©resben. Sr. 505. 

IDos Ilrmeq>ferd unb big Serforgung 
bgr mobernen ßeerc mit ’Pferben oon 
gelijr oon ©amnib, ©gnerat ber ßa- 
oallerie 3 . 3). unb ebemat. ^reub. 
Semonleinfpebfeur. Sr. 514. 

9Unfarffrq{recdf oon Dr. Slo; ©rnfl 
Slaper, Srof. a. b. Unioerfitaf 6 trab- 
buro i. 2 Sänbe. Sr. 371, 372. 

©)as !Dis 3 i|)Iinor« nnd 33efcd«erde* 
reidt für Aeer nnd Sßorine oon 
Dr. Stuf ©mft Slaper, Srof. an ber 
Unioerfttat ©trobburg i. C. Sr. 517. 

^enffede SSebroerfoffung oon liarl 
©nbres, Äricgsgeridjtsrat b. b. ©enerol- 
bommanbo bes ^gl. bapr. II. Srmee- 
borps in Slflrsburg. Sr. 401. 

Cdefcbicdfe des Ariegsmefens oon 
Dr. ©mil 3)aniels in 31erlin. 1: 3)as 
antibe liriegsmefen. Sr. 488. 

— II; 3)as mittelalt. Äriegsroefen. Sr.498. 

— 111: 3)as firiegsioefen ber SeuAeit. 
©^er a:eil. Sr. 518. 

®ie ©nfmicdinng des Ariegsfebifi* 
dones oom Slterfum bis sur SeuAeit. 

1. Seit: 3)as SgRöRg^ öer Suberfcplffe 
unb ber ©eg^ebiffe ffir bie Uriegs- 
ffibrung Aur ©ee oom SUerfum bis 
1840. Son IJarb ©(bmorA, ©eb. 
Siarinebaurat unb ©(biffbau-©irebfor. 

SRI 32 Sbbilbungen. Sr. 471. 

IDIe ©^eemaebf in der denifeben ®e« 

<>uu SRrbl. Sbrniralitatsrat 
Dr. ©mft oon ßaUe, '^rofeffor an ber 
Itniocrfitat Serlin. Sr. 370. 


^crf^icbcttcs. 

!Bi6(ioi^e6s> 
unb SeUungsvefen. 

33oIlisdidnoibclien (Sfleber- unb Cefe- 

Ä , ihre ©inri(btung u. Senoaltung 
nilSaf(bbe, ©tabtbibliotbebar in 
©Iberfelb. Sr. 332. 


18 


Digitized by LiOOQle 




3)05 dcttffc^e CeHwngsmcfcn oon 

Dr. Robert QSrun^uber. 400. 


I Oetverbe^ngiette oon ®e^. 

1 Dr^^ot^ Jn ‘Pojsbam. 


<l> 

Pi 

a> 
Ä 
o 

•H 

u 
0) 
-p 

Ob •H 

• p 


8 

%o 


u 

C 

C:o 

: :5 
>»4 


SZtebiAinaU 
, <nr.350... 
: '^ehcr 5. 

; •tanijd)en 
[(bule in 

^rioa!- 

Q3onn. 


gir.413. 


Äcbler, 
n ßcbr- 

I. 93^lt 

3ir. 94. 


on5.!3E. 
branim, 
ür. 246. 
erger« 
branim, 
Ir. 368. 
5feno« 
Gtbrcn') 


o? 

0} 

•tO 

fH02 

tOOb 

CX)Ü 



































r * *. j / 4 

‘ . V ''u, /f‘ ‘‘*r 1 ^ 

i f V v'" / / ; 

1 t j tt^ i \(^ I < 


'kV'' ‘“ 
;,' i: ,?■..■•■ 

f' ‘ V 

"f'i /::,' 
1: 


ii ‘ ^ t t f' 


‘*Ar 

r*»!. /} ‘j;|Vxf^ 

' ‘ ' r;,/!Iji^V ' *'* /h:"/f 

/ -■ ? ', . y'^;,‘i,‘:y<'V-A,: i " 

* , ■ • ' /■jvV'*'. .!.'. I' . ‘ ■■ 

j 4 < * 4 .« * ^ I* fl** *' »* ‘ 

«4 4 ,/4 '**J{4*4 4 ♦, 4 f J t . 

4 , *4 * ^ 4 .41 , / 4 

‘ *4*4 .4^ 4 4. ; 4 ^ 4 “ * " 'T* ' 

^ V..V / «r ‘4 ' * ‘^ ' '4 ^ 


H*.;. 


/*’vj 


*4 0 

I ' jji" I A 



^ ,4.;^to iliiill 

..r '‘IM.?!/.'<■. ‘ 

f *4* * f*'V'W/^ '** 

^ ‘ 4 i4 * -*yA 



i‘4j vr;.>,r/ 

* 4 ‘ 


] 


CKi 

V 


1 1 ii i <i» r »f(» <ij i»